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16.05.2018
Kaderschmiede
Wie es nach dem Abstieg weitergeht

Umbruch in der U23



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nordphoto

Es stand immer fest, dass es einen Umbruch geben würde. Mittlerweile gibt es auch eine Zahl: Im kleinen Kreis wurden nun zwölf Spieler aus dem Kader von Werders U23 verabschiedet. Darunter befinden sich in Torhüter Dario Thürkauf, Mattis Daube, Tian Ci und Damir Bektic vier Kicker, die in der 3. Liga gar nicht oder kaum in Erscheinung getreten sind. Es gehen allerdings auch ein paar klangvolle Namen.

Erwartungsgemäß werden Keeper Eric Oelschlägel, die Verteidiger Jesper Verlaat und Philipp Eggersglüß sowie die Mittelfeldspieler Leon Jensen und Dennis Rosin den Verein verlassen. Wohin es sie zieht, ist noch unklar. Im besten Fall dürften sie einen Klub aus der 2. Bundesliga finden, unter normalen Umständen werden sie – im Gegensatz zu ihrer alten Mannschaft – wohl in der 3. Liga bleiben.

Zudem endet nun auch die Zeit der drei Routiniers: Marc Pfitzner (Vertrag galt nur für die 3. Liga), Marc-Andre Kruska (Kontakt nach Luxemburg) und Rafael Kazior werden in der kommenden Spielzeit ebenfalls nicht mehr das Trikot der U23 tragen. Kazior gehört künftig zum Analysten-Team der Bundesliga-Profis. Denn noch ist nicht geklärt, wie es mit Dominic Volkmer, Idrissa Touré und Niklas Schmidt weitergeht. Sie könnten unter gewissen Umständen bleiben, und der Verein ist einer weiteren Zusammenarbeit auch nicht abgeneigt. Am Ende dürfte es bei dem Trio darauf ankommen, welche Perspektive die Profiabteilung mit den Spielern verbindet.

Hoffen auf die Hintertür

Was die endgültige Perspektive des Teams betrifft, tappen die Verantwortlichen allerdings noch etwas im Dunkeln. Nach dem sportlichen Abstieg stellt man sich bei Werder zwar auf die Regionalliga Nord ein. Aber die Fristen zur Nachbesserung der Lizenzanträge laufen erst zum Ende des Monats ab. Erst danach besteht Gewissheit, ob nicht doch ein weiterer Drittligist von einer Insolvenz betroffen ist – und sich womöglich eine Hintertür für die Bremer öffnet.

Für die Kaderplanung ist diese vage Möglichkeit allerdings ohne Relevanz. „Wir treten mit Spielern an, die mittelfristig das Potenzial für die 3. Liga haben und planen deshalb ligaunabhängig“, sagt U23-Leiter Björn Schierenbeck. In Florian Dietz wurde Werder bereits fündig: Der 19-jährige Stürmer wechselt vom FC Carl-Zeiss Jena nach Bremen, gemeinsam mit seinem Bruder Leo, der in der U15 zum Einsatz kommen soll. „Ein talentierter Stürmer, der bereits in dieser Saison Erfahrungen in der 3. Liga sammeln konnte“, beschreibt Schierenbeck den ersten externen Neuzugang. Bis zur Mitte der kommenden Woche sollen zwei, drei weitere folgen.

Aus der eigenen U19 soll rund ein halbes Dutzend Spieler aufsteigen, und so wird die U23 im kommenden Jahr mit rund zehn neuen Namen antreten. „Wir sind zufrieden“, sagt der U23-Leiter. Es würde schon wahrgenommen, dass die Zusammenarbeit zwischen Profis und Nachwuchsabteilung zuletzt noch einmal intensiviert wurde. Deshalb gelte Werder mehr denn je als Verein, bei dem junge Spieler einen verhältnismäßig kurzen Weg in den bezahlten Fußball vor sich haben. Aber Björn Schierenbeck musste auch feststellen, dass die Bremer nach dem Verlust der 3. Liga an Attraktivität einbüßten: „Als Drittligist hätten wir wohl noch mehr Optionen gehabt.“

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