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20.12.2018
Wie Werder das Hoffenheim-Spiel einordnet

Zwischen Stolz und Enttäuschung



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Es war kurz vor Mitternacht am Mittwochabend, als in den Katakomben des Weserstadions das Licht auf dem Podium des Medienraumes erlosch. Die Pressekonferenz zum Werder-Spiel gegen Hoffenheim war vorbei, und auf dem Weg zum Ausgang sprach aus Florian Kohfeldt kurzzeitig der Fußball-Fan und Taktik-Liebhaber. „Das war schon geil“, sagte der Werder-Trainer nach dem 1:1 gegen Hoffenheim und grinste. Er meinte mit dieser Aussage zuallererst den Unterhaltungswert einer guten Bundesliga-Partie und war zudem erfreut darüber, dass seine akribische Spielvorbereitung sich ausgezahlt hatte im Taktik-Duell mit Hoffenheims Coach Julian Nagelsmann.

Kohfeldt hatte seine Mannschafft auf alle möglichen Varianten der Hoffenheimer vorbereitet. Und das war viel Arbeit, denn Nagelsmann hat seine Spieler nahezu jede Grundordnung einstudieren lassen, die es gibt. Kohfeldt war daher eines wichtig: Die starke Leistung der Bremer gegen das Topteam Hoffenheim „war kein Zufall. Jeder, der unsere Spiele gesehen hat, hat erkannt, was wir immer wieder versuchen.“ Werder steht für Ballbesitz, Offensivfußball und für taktische Variabilität, das hat die Partie gegen Hoffenheim einmal mehr untermauert.

„In allen Belangen – emotional, technisch, läuferisch – war das ein Top-Bundesliga-Spiel. Ich glaube, dass alle freudestrahlend nach Hause gehen, außer mir und den Jungs vielleicht“, sagte Kohfeldt. Nun sprach aus Kohfeldt nicht mehr der Fan, sondern der Fußball-Trainer, der sich an Ergebnissen messen lassen muss. Natürlich konnte der Trainer mit diesem Remis nicht zufrieden sein. Sein Team hatte 26 Torschüsse abgegeben, der Gegner nur 14. In der zweiten Halbzeit hatte Werder die Hoffenheimer phasenweise eingeschnürt. „Wir haben gezeigt, dass wir ein sehr starkes Team haben. Sie spielen in der Champions League, und wir waren die bessere Mannschaft“, unterstrich Linksverteidiger Ludwig Augustinsson.

Mit Vollgas in die zweite Hälfte

Kohfeldts Plan ging also in der zweiten Hälfte auf. Seine Spieler waren perfekt auf den Gegner eingestellt und brachten Hoffenheim durch konsequentes Pressing aus dem Tritt. In der Pause hatte Kohfeldt seiner Elf eingetrichtert: „Die ersten zehn Minuten gehen wir mit Vollgas vorne drauf - mit allem, was wir haben.“ Der Lohn für diesen Mut war der 1:1-Ausgleich durch Theodor Gebre Selassie in der 57. Minute. Bei der Hoffenheimer Führung durch Leonardo Bittencourt hatte der Rechtsverteidiger noch schlecht ausgesehen (31.), doch er kämpfte sich in dieses Spiel zurück. Und seine Mitspieler taten es ihm gleich. „Wir haben uns nach der Pause 45 Minuten lang in die brutale Überzeugung gespielt. Da hat man gesehen, was möglich ist“, betonte Kohfeldt. „Hätten wir mehr Tore geschossen, hätte ich gesagt: Das war unsere beste Halbzeit der Saison.“

Nachdem die Bremer im ersten Durchgang in manch einem Zweikampf die letzte Konsequenz nicht gezeigt hatten, traten sie plötzlich sehr mutig auf. „Diesen Mut, das Selbstvertrauen, die Überzeugung – all das brauchen wir“, unterstrich Sportchef Frank Baumann. In den fünf Bundesliga-Spielen ohne Sieg waren den Bremern diese Eigenschaften zwischenzeitlich abhandengekommen. „Da sind wir von unserem Fußball abgewichen und haben nicht das gespielt, was wir können“, hielt Möhwald fest. Nach dem Sieg gegen Düsseldorf, der knappen Niederlage in Dortmund und dem Remis gegen Hoffenheim gehe es jetzt aber „leistungstechnisch bergauf“, sagte der Mittelfeldmann.

Dafür, dass es trotzdem nicht zu einem Sieg gegen Hoffenheim gereicht hatte, lieferte Kohfeldt, der solche Fragen normalerweise detailliert und tiefschürfend beantwortet, eine ungewohnt simple Erklärung. „Du musst die Chancen nutzen, das ist relativ einfach“, sagte der Trainer. Und Möhwald fand, dass Werder angesichts der vielen guten Möglichkeiten mindestens vier Tore hätte erzielen müssen.

Am Abschluss arbeiten

Das einzig Gute an der geringen Torausbeute gegen Hoffenheim: An der Chancenverwertung lässt sich arbeiten. „Wir müssen kälter werden vor dem Tor. Das kann man verbessern“, sagte Kohfeldt. In diesen Momenten vor dem gegnerischen Gehäuse geht es darum, unter Druck schnell die richtige Entscheidung zu treffen. Das ließ Kohfeldt zuletzt trainieren, „damit wir wiederholende Muster haben, um zwischen diesen Optionen zu wählen“. Ein Robert Lewandowski etwa sei in der Entscheidungsfindung extrem stark. Auch Claudio Pizarro müsse in dem Bereich nichts mehr lernen. Mit den jungen Offensivspielern wie Milot Rashica, Johannes Eggestein oder Josh Sargent feilte Kohfeldt dagegen zuletzt an diesen Fähigkeiten.

Gegen Hoffenheim trug diese Arbeit noch keine Früchte. Insbesondere Rashica ließ zwei riesige Möglichkeiten aus. In Zukunft aber werde sich das Training für die Stürmer auszahlen, zeigte sich Kohfeldt überzeugt. Überhaupt blickte der Coach – bei allem Ärger über das Unentschieden –optimistisch nach vorne. Das Hoffenheim-Spiel sei „eine Bestätigung unseres grundsätzlichen Weges“ gewesen, fand Kohfeldt. Mit ihrer mutigen Ausrichtung haben es die Bremer erst einmal auf den neunten Platz geschafft. Sie haben ein ordentliches Polster zu den Abstiegsrängen, doch auch die europäischen Plätze sind ein kleines Stück weit entfernt vor dem letzten Spiel des Jahres in Leipzig.

Insgesamt vier Punkte seien das Ziel für die Partien gegen Hoffenheim und Leipzig gewesen, verriet Augustinsson. Damit das noch klappt, muss also am Sonnabend ein Sieg in Leipzig her. Unabhängig davon, ob das tatsächlich gelingt, hob Kohfeldt aber bereits hervor, dass es eine gute Hinrunde für Werder gewesen sei. „Gegen Hoffenheim hat man gesehen, was wir inzwischen systematisch leisten können. Wir können dauerhaft solche Spiele in Bremen abliefern. Da steckt richtig viel Arbeit drin“, betonte der Werder-Trainer und fügte hinzu: „Daran sollen sich die Jungs erinnern, wenn sie unter dem Weihnachtsbaum liegen.“

Wer war euer „Man of the Match“ gegen Hoffenheim?

alanya_fuchs am 20.12.2018, 08:57
Stolz und Enttäuschung

Ja, beides ist angebracht. Etwas mehr Schußglück und es wäre ein grandioser Abend gewesen.
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Sweetwater am 20.12.2018, 09:44
Natürlich kann man nur von einer gewaltigen Enttäuschung sprechen!

Stolz worauf? Auf 5:19 Punkte aus den letzten 8 Spielen? Aber ich vergaß, da ist ja noch die "Weiterentwicklung" zu "würdigen", bedauerlicherweise drückt diese sich nun gar nicht mal so stark in der Tabellenplatzierung aus und Herr Kruse scheint dieses auch bereits begriffen zu haben. Das Geseiere von "gut gespielt" und dem "Gegner unter Druck gesetzt zu haben", alles das will auch er nicht mehr hören, recht so. Siege sind das einzige Allheilmittel.
Auf Platz 9 im fiesen Niemandsland ist jedoch die bittere Wahrheit, weitab von den CL-Plätzen, wo sich das Füllhorn der Barmittel über Vereine ergießt, fristet Werder nun höchstwahrscheinich über den Jahreswechsel sein tristes Dasein.
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Herzraute am 20.12.2018, 09:48
Ich liebe deine Kommentare XD Wenn ich richtig mies drauf bin kann man sich diese durchlesen und schon hat man wieder gute Laune und kann herzhaft Lachen. Danke dafür. Bleib wie du bist.
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Sweetwater am 20.12.2018, 10:11
Es freut mich stets, wenn mein erfrischendes Schriftgut bei anderen Menschen zur Stimmungsaufhellung beiträgt!
Eine explizite Danksagung dafür wäre nicht nötig gewesen, nehme diese aber wohlwollend zur Kenntnis.
Ich kann Ihnen überdies bestätigen, daß ich nicht beabsichtige mein Verhalten zu ändern, denn in aller Bescheidenheit:
Wenn ich meine eigenen Kommentare lese, möchte ich vor Freude weinen...
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Netzorath am 20.12.2018, 15:40
Du möchtest es, ich tue es!
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am 20.12.2018, 18:59
Der Kommentar wurde durch die Verfasserin / den Verfasser gelöscht. Sofern Antworten auf diesen Kommentar vorhanden waren, wurden diese ebenfalls entfernt.
Netzorath am 21.12.2018, 13:05
So leicht sind Sie aus der Reserve zu locken und beleidigt, wo Sie hier permanent gegen alle und jeden austeilen?
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klarerBlick am 20.12.2018, 11:29
@sweetwater

Zustimmung: Das Spiel war mittelmäßig mit guten Ansätzen.

Die Punkteausbeute ist - wenn man vor der Saison von Europa tönt - nicht gut.

Das gilt umso mehr, als Baumann - für Werder-Verhältnisse - Riesensummen ausgegeben hat.
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am 21.12.2018, 00:23
Der Kommentar wurde durch die Verfasserin / den Verfasser gelöscht. Sofern Antworten auf diesen Kommentar vorhanden waren, wurden diese ebenfalls entfernt.
delles.wiki am 21.12.2018, 00:26
Ist etwa Ihr @klarerBlick durch das @Sweetwater eingetrübt worden? :-)
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chrijunge am 20.12.2018, 10:49
Erste Halbzeit grausam. Am schlimmsten fand ich die Fehlpässe von Klaasen und vor allem Kruse. 2 Fehler von ihm hätten fast zu Gegentoren geführt.

Zweite Halbzeit: Da sieht man mal was passiert, wenn die Herren Ihre Leistung abrufen und nicht verträumt aus der Kabine kommen. Wenn Sie das immer oder zumindest (fast) immer abgerufen hätten, ständen wir wesentlich weiter oben.

Ergo: Wenn man immer 110% gibt, kann man viel erreichen. Ich weiß das geht nicht immer und ist viel, ich denke aber die Fußballer werden entsprechend entlohnt! Beim Kader würde ich aber auch vlt auf den ein oder anderen mittelmäßigen Außen verzichten und dafür einen Knipser holen.
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wolfgramm am 20.12.2018, 12:57
Für mich war es die beste Saisonleistung,einzig das Ergebnis war nicht zufriedenstellend.Bei so vielen Chancen hätte ein Sieg heraus kommen müssen(!)Und da sind wir beim Thema Knipser.Ob man jetzt einen verpflichtet oder nicht,sei mal dahingestellt.Gestern fand ich die Auswechslungen kritikwürdig.Schon die Anfangsformation hat mich irritiert,warum musste Rashica wieder raus?Man könnte fast meinen,Kohfeldt würfelt das vorher aus,wer spielt,immer diese Wechsel,die ein Einspielen verhindern.Und dann wechselt er Kainz und(!) Rashica ein,die beide selten das Tor treffen.Ein Pizarro eher oder ein Sargent wären da sicher besser gewesen.Bei den vielen Chancen hätte man bei denen eher auf einen Torerfolg hoffen können.Trotzdem war es ein tolles Spiel,aber um oben dran zu bleiben,müssen solche Leistungen öfter abgerufen werden.Leipzig wird ein ähnliches Spiel,vielleicht hat man mal Glück,ähnlich wie in Schalke.Leipzig ist allerdings nach der Niederlage in Zugzwang und daheim enorm stark.
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delles.wiki am 20.12.2018, 22:39
Was aus Sie den Eindruck macht, es sei zusammengewürfelt, ist wohl eher das Ergebnis einer genauen Strategie nach vorhergehender Gegnerbeobachtung. Gestern war es in der 2.Halbzeit ein wahnsinnig intensiver Abnutzungskampf im Mittelfeld, quasi ohne viel Räume zu haben, der in diesem Bereich eine hohe Handlungsschnelligkeit erforderte. Wer hier die Oberhand gewann, hatte gute Chancen, das Spiel für sich zu entscheiden. Die Überlegung, Rashica frisch in dieser Phase des Spiels zu bringen, hat mAn total Sinn gemacht, und er machte ja auch direkt ordentlich Betrieb und es wurden mit ihm ja auch sofort Chancen kreiert. Und Kainz ist grundsätzlich auch ein Spieler, der mit seiner guten Technik in so engen und intensiv genutzten Räumen bei hoher Geschwindigkeit seine Stärken gut zur Geltung bringen kann. Und Schlitzohr Pizarro ist natürlich sofort da und hat einige Male gut durchgesteckt und seine Fähigkeiten, ein Spiel zu lesen und zu lenken, eingebracht. Osako von Beginn an fand ich auch richtig und gut, ballsicher und zweikampfstark, mit einer guten Übersicht und nahezu immer mit den richtigen Entscheidungen. Aber Sie, @wolfgramm, wollen in einem solchen Spiel, das in Geschwindigkeit, Präzision und intensiver Raumaufteilung die vierte Liga hoch fünf ist, einen jungen und sicher zu äußerst großen Hoffnungen berechtigten jungen 18-Jährigen bringen?
Kohfeldt musste schon Rashica aufbauen, weil er zwei Großchancen verballerte. Sergant kann kommen, wenn er glänzen kann und man ihn feiern kann. Gestern zunächst mit einem reifen und äußerst intelligent spielenden Osako zu beginnen, war da sicherlich die bessere Wahl. Ich traue Sergant alles zu, nur muss man solche Spieler nach und nach aufbauen und sie nicht verheizen. Wie gesagt, was Ihnen wie würfeln vorkommt, ist wohl eher auf Gegneranalyse beruhender Sachverstand, sicherlich auch pädagogisches Geschick, verbunden mit einer gewissen Anforderung an die Profis, verschiedene Systeme spielen und auf Spielverläufe zu reagieren zu können. Das alles hat NICHTS mit würfeln zu tun, auch wenn es Ihnen so vorkommen mag.
Nichts für ungut, aber den muss ich noch bringen : Aber im Grunde hat Sweetwater doch recht, gell?
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delles.wiki am 20.12.2018, 22:58
Entschuldigen Sie meine Boshaftigkeit, diesmal waren Sie ja ganz positiv gestimmt.
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MachEtOtze am 21.12.2018, 07:36
@Wolfgramm:

Richtig! Es war, neben dem Hertha Spiel, eines der besten Saisonleistungen des Teams. Wie kommen Sie darauf, dass die Mannschaft noch nicht eingespielt ist? Weil Rashica auf der Bank sitzt oder weil Kruse mal im offensiven Mittelfeld beginnt und nicht in der Spitze oder weil man im Angriff mal eine andere Formation gewählt hat? Gegen Düsseldorf mit Pizarro zu beginnen war meiner Meinung nach absolut richtig. Ein tiefstehender Gegner muss bearbeitet werden und da braucht es im Angriff jemanden, der die Bälle halten und verteilen kann. In jeder Hinsicht nachvollziehbar.
Genau mit Rashica hat Werder nochmal Richtung Tempo in sein Offensivspiel bekommen und sich große Möglichkeiten erspielt, die leider nicht genutzt wurden. Denn dafür hat Werder unter anderem Spieler wie Rashica und Kainz verpflichtet, die auch mal mit Tempo in die Tiefe gehen oder das eins gegen eins suchen. Auch die Chance, bei der ein Elfmeter reklamiert wurde (zu Unrecht), war gut rausgespielt und geht nur mit einem Mann, der ordentlich Speed hat.
Und auch der Umgang mit Sargent ist für mich absolut nachvollziehbar! Regelmäßige Nominierungen für den Kader und dosierte Einsätze sind genau richtig. So scheint es nun bei Johannes Eggestein auch langsam erste Früchte zu tragen. Er wurde vor zwei Jahren auch schon von vielen Fans lautstark gefordert, konnte sich im Haifischbecken Bundesliga aber nicht ansatzweise durchsetzen. An seiner körperlichen Verfassung hat er gearbeitet und er wirkt wesentlich stabiler und robuster. Auch auf seiner "neuen" Position auf der Außenbahn scheint er sich mehr und mehr zurechtzufinden. Aber....man darf solche Talente nicht verheizen. Unter Nouri hatte J. Eggestein seine ersten Einsätze und konnte sich nicht nachhaltig empfehlen. Danach verschwand er für fast zwei Jahre wieder in der Reservemannschaft und hatte auch dort kaum Erfolgserlebnisse. Aber man hat weiter sehr gut mit ihm gearbeitet und Kohfeldt hat ihn nicht fallen lassen!

Die Aufstellungen haben wirklich absolut nichts mit "würfeln" zu tun. Dazu gehört dann doch schon etwas mehr, wie delles.wiki es vortrefflich beschrieben hat!
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NickNameless am 21.12.2018, 09:51
"Unter Nouri hatte J. Eggestein seine ersten Einsätze und konnte sich nicht nachhaltig empfehlen. Danach verschwand er für fast zwei Jahre wieder in der Reservemannschaft..."

Eine Aussage erhält keinen höheren Wahrheitsgehalt, allein, indem man sie mit Zahlen ausschmückt. Diese sollten dann auch schon stimmen!

Erster Buli-Einsatz 08/2017 und dann "fast zwei Jahre" in der Zweiten. Bedeutet das jetzt, dass ich ein komplettes Jahr Winterschlaf gehalten habe, oder dass wir mit Beginn der Saison 19/20 endlich auf weitere Einsätze hoffen können?

Wenn ihr mit Zahlen jonglieren wollt, um eure Argumentation zu untermauern, dann macht euch doch bitte die Mühe, diese vorher kurz zu checken. Wenn mir dieser Hang zur Übertreibung auffällt, habe ich schon keine Lust mehr, weiterzuleiten. Und dabei klang der Rest deiner Meinung doch eigentlich sehr schlüssig.
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wolfgramm am 21.12.2018, 13:00
Vielen Dank,dass Sie mich dafür loben,gemeint zu haben,dass es Werders beste Saisonleistung war.Dass mit dem würfeln war natürlich todernst gemeint.Aber glauben Sie nicht auch,dass man die Stürmer nicht mal länger in derselben Formation spielen lassen sollte.Hat auch so seine Vorteile.Es gab mal einen Bericht hier mit der Überschrift:"Überfordert Kohfeldt seine Spieler?"Da ist schon etwas dran,finde ich.Sich immer nur auf den Gegner einstellen,muss nicht immer richtig sein,man kann auch sein Ding durchziehen.Den Umgang mit Sargent kann man so sehen wie Sie,muss man aber nicht.Zu CL-Zeiten kam der Vorwurf im Nachhinein auf,dass die Talente nicht eingesetzt wurden,weil die Konkurrenz einfach zu stark war.Spieler verließen dann den Verein,machten woanders Karriere.Kann es bei Sargent nicht wieder so kommen,wir kennen nicht die Einstellung des Spielers,des Management.Spieler werden heute viel schneller reingeschmissen,muss nicht immer richtig sein,kann aber.Gegen Hoffenheim wurden extrem viele Chancen vergeben,Kainz und Rashica sind bisher nicht durch viele Tore aufgefallen,es wäre für mich die ideale Möglichkeit gewesen Sargent in der Endphase zu bringen.Pizarro kam 5 Minuten vor Schluss,meiner Meinung nach zu spät.Mit der Boshaftigkeit kann ich leben,bei @Netzorath ging es auch auf und ab,inzwischen kann ich glaube ich,wieder ganz gut mit ihm diskutieren.Alles rosarot sieht er ja zum Glück auch nicht.Trotz des besten Saisonspiels finde ich es weiterhin richtig alles kritisch zu hinterfragen.Dann und nur dann wird man besser.
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Netzorath am 21.12.2018, 13:04
Ich mag den wolfgramm eigentlich, so sehr wir hier schon gestritten haben. Das mit dem Würfeln, wozu ich zuerst mal gar nichts sagen wollte, zeigt nun leider aber die Einstellung, die er zu unserem nicht nur in meinen Augen hochqualifizierten Trainer hat. Wenn man etwas nicht versteht, sollte man so etwas Unsachliches nicht sagen.
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wolfgramm am 21.12.2018, 16:00
Mensch,es war etwas flapsig daher gesagt.Aber hätten Sie Rashica nicht auch am Anfang erwartet?Vor dem Spiel äußerten Sie sich auch dahin gehend,die Mannschaft mal so zu lassen,wie in Dortmund.Mir gefällt Kohfeldt auch,habe ich wohl mehrfach gesagt.Trotzdem werde ich nicht alles absegnen.Auch Favre macht nicht alles,wie ich es täte.Der steht bei mir noch etwas höher als Kohfeldt.Dieser muss sich immer noch beweisen.Schauen Sie sich Tedesco an,der auch letztes Jahr wohl Trainer des Jahres war,und nun könnte er bald entlassen werden.
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Netzorath am 21.12.2018, 18:23
Okay, meinetwegen habe ich das zu ernst genommen. Aber ich finde schon, dass man die Überschrift:"Überfordert Kohfeldt seine Spieler?" flapsig umbenennen könnte in die Überschrift:"Überfordert wolfgramm den Trainer Kohfeldt?"
Der wird es Ihnen nie recht machen können, das ist einfach nicht zu übersehen, Sie haben einfach immer was auszusetzen. Freuen Sie sich eigentlich auch mal über was? Sie wissen genauso wenig wie irgendein anderer hier, was ihn zu allen möglichen einzelnen Entscheidungen bringt, die aufgrund der Trainingsform zu erwartende Tagesform der einzelnen Spieler, die Taktik, auch die Mehrbelastung jetzt in dieser Woche, ein Spurter wie Rashica in allen drei Spielen? - ich habe nicht viel von Hoffenheim gesehen in der Saison, er schaut sich alles zehnmal an, jedes Spiel, um auf alles vorbereitet zu sein etc. Ich sehe vor allem, wie Werder voranschreitet. Schauen Sie sich an, wie BVB und FCB gegen Düsseldorf aufgetreten sind und wie gegen Werder, das sagt für mich schon alles, unsere Mannschaft wird wieder ernst genommen. Gegen uns mit vollem Einsatz, also waren sie besser, aber wir haben die Spiele bis zuletzt offen gehalten, bravo. Die Gladbacher haben sich wahnsinnig über den Sieg hier gefreut, das ist wohl auch ein bisschen die Crux, dass Kohfeldt so hoch gelobt worden ist, denke ich. Und auf der anderen Trainerbank sitzt auch immer (fast) ein cleverer Kollege, den kein Trainer immer überlisten kann.
Un dwir haben hier doch nichts abzusegnen!
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Claudo am 20.12.2018, 11:26
Es gab innerhalb der letzten 8 Spiele auch welche, nach denen ich richtig Sauer und Enttäuscht war, weil vor allem der Einsatz bzw. die Leidenschaft nicht unbedingt erkennbar war und weil eben das Selbstvertrauen wieder weg war, das Vorher einiges bewirkte.

Klar kann man mit dem Ergebnis und den X nicht genutzten Chancen nicht zufrieden sein, das ist aber hier wirklich niemand, keine einzige Äußerung lässt mich das glauben.

Was mich begeistert hat, war das "Arsch aufreisen", die Leidenschaft, vor allem in Halbzeit 2. Und ich bin mir sicher, nur so geht's.... So will ich noch viele Spiele sehen.

Ja, die Dinger müssen rein, aber ich bin mir sicher auch das kommt wieder, wenn man so weiter arbeitet.

Für alle Nörgler, die das glauben was Sie schreiben, was ich häufig nicht glauben kann: Klar am Ende scheisst der Esel. Aber als Lösung Geld verbraten, Leute rausschmeissen und Neue reinholen, die "Funktionieren".....??? Es sind immer noch alles Menschen, keine Maschinen. Und ich hoffe für Euch nicht, das Ihr ausschließlich nach solchen Maßstäben bewertet werdet. Falls doch, muss ich dazu sagen, das Fussball im Gegensatz zu anderen gewerblichen Tätigkeiten halt shlechter Planbar ist, deswegen Liebe ich diesen Sport so sehr.

Auch wegen der Emotionen 😁
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