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Rasenreport
03.12.2018
Heimspiel gegen Aufsteiger

„Wollen wir nach Europa, müssen wir gewinnen"

© nordphoto


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Es gibt ein paar Gewissheiten im Spiel Werder Bremens, dazu zählt in großen Teilen die Aufstellung. Im Tor und der Verteidigung gibt es nahezu nie Veränderungen - es sei denn, Sperren oder Verletzungen zwingen Florian Kohfeldt dazu. Kommenden Freitag, im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf, ist dem gleich doppelt so. Niklas Moisander ist nach Gelb-Roter Karte gegen den FC Bayern gesperrt, Milos Veljkovic fällt aufgrund eines Muskelfaserrisses im linken Hüftbeuger aus, Kohfeldt muss gleich die komplette Innenverteidigung umbauen. Eine Maßnahme, die sich der Trainer nach fünf sieglosen Spielen in Folge gerne ersparen würde.

Speziell die Gelb-Rote seines Abwehrchefs erzürnte Kohfeldt: „Es hat mich sehr geärgert, weil ich in dem Moment schon gleich daran gedacht habe, dass wir nächste Woche wohl ohne Milos und Niklas spielen werden.“ In der 93. Minute entschied sich Moisander, einen Zweikampf gegen Robert Lewandwoski zu führen, den er nicht zwingend führen musste. „Ich kam ein bisschen zu spät“, schilderte Moisander die Szene im Nachhinein. Die daraus resultierende Folge hat ihn nicht überrascht: „Ich wusste sofort, dass ich die Gelbe Karte bekomme.“ Seine zweite, was die Rote Karte zwingend machte.

Konzentrationsmängel beim Abwehrchef

Wer mag, kann die Formkurve Moisanders neben die des Klubs legen und dürfte dabei Parallelen erkennen. Beim Innenverteidiger, eigentlich die personifizierte Verlässlichkeit, haben sich in den letzten Wochen vermehrt Fehler eingeschlichen. Moisander scheint das Gespür verloren zu haben, im entscheidenden Moment die richtige Entscheidung zu treffen. Stattdessen zögert er, wenn er nicht zögern sollte. Oder geht in den Zweikampf, wenn er es besser nicht tun sollte. Er selbst sieht das anders: „Ich denke, meine Leistung ist insgesamt noch immer gut.“ Gibt aber zu, durchaus Verbesserungspotenzial zu sehen: „Ich muss mich über 90 Minuten konzentrieren. Das war zuletzt nicht immer so.“

Zweiundzwanzig Gegentore in 13 Spielen hat Werder mittlerweile kassiert, nur fünf Klubs haben eine schlechtere Bilanz. Auch dieser Trend geht mit der Serie von fünf Spielen ohne Sieg einher. „Wir sind nicht zufrieden mit den vielen Gegentoren, es waren zu viele in den letzten Wochen“, sagt Moisander. Den Grund dafür sieht er jedoch nicht in der Defensivarbeit der ganzen Mannschaft. „Wie wir als Mannschaft verteidigen, ist in Ordnung. Wir haben mehrere individuelle Fehler gemacht in den letzten Wochen, das ist im Moment unser Problem.“

Keine Startelfgarantien

Gegen Düsseldorf dürfen sich wohl Sebastian Langkamp und Marco Friedl in der Innenverteidigung versuchen. „Ich bin froh, dass ich Basti und Marco habe. Sie werden ihre Sache gut machen“, sagte Kohfeldt nach dem Spiel gegen Bayern. Um kurz darauf einzuschränken: „Wenn sie beide spielen.“ Eine Startelfgarantie will der Trainer natürlich nicht geben, einen Einsatz sollen sich beide in der Trainingswoche verdienen. Großartige Alternativen hat Kohfeldt allerdings nicht mehr im Kader.

Von den Kollegen gab es deshalb schon mal Zuspruch. „Ich denke, die beiden können das gut“, sagte Moisander. Und das müssen sie auch, denn das Heimspiel gegen Düsseldorf muss zwingend gewonnen werden. Auch das sagt Moisander: „Wenn wir nach Europa wollen, müssen wir gegen Düsseldorf gewinnen, so einfach ist das. Das bedeutet mehr Druck, aber wir können damit umgehen.“

Fehleinkauf am 03.12.2018, 08:37
Moisander fordert.
Interessant!
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borowka am 03.12.2018, 10:04
Alles ein bisschen unglücklich derzeit. Viele individuelle Fehler, Nervosität auf nahezu allen Positionen, eine relativ unglückliche Außendarstellung. Ein guter, aber unerfahrener Trainer und Spieler, die verunsichert wirken und Führung und Erfahrung bitter nötig hätten. Sicher, ein Sieg gegen Düsseldorf ist Pflicht, aber danach warten mit Dortmund, Leipzig und Co. sehr schwere Aufgaben...
Ich mache mir da im Augenblick nicht so viel Hoffnung, dass da bis Weihnachten noch allzu viele Punkte hinzukommen. Leider...
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klarerBlick am 03.12.2018, 11:15
nach unten in die Abstiegszone sind es 5 Punkte Abstand....
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chrijunge am 03.12.2018, 10:53
Europa sollten wir mal wieder etwas vergessen. Die letzten Spiele waren teilweise haarsträubend. Wir können froh sein am Anfang so viele Punkte geholt zu haben. Die Mannschaft wurde aber medial völlig überbewertet, man darf nicht vergessen, dass wir da nicht immer spitze gespielt haben und uns der ein oder andere Torwartfehler die Punkte beschert hat.

Ich könnte mir vorstellen, dass die meisten nach der Winterpause wieder in die Spur finden. Einzig Sorgen macht mir die Tatsache, dass wir keinen Mittelstürmer haben, sondern drölf mittelmäßige schwankende Flügelflitzer und die Tatsache, dass Kohfeldt in der letzten Zeit einige falsche Entscheidungen getroffen hat...
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philidor am 03.12.2018, 11:26
Moisander: "Wollen wir nach Europa, müssen wir gewinnen." Was für eine Erkenntnis! Wow!
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Michou am 03.12.2018, 14:51
Ja, das lässt mich auch ein wenig schmunzeln.....wollen wir denn nach Europa?
Herr Moisander, was sportliche Belange, unabhängig jeglicher gesetzter Ziele betrifft müssen Sie jedes Spiel gewinnen!Das man dies nicht kann, steht auf einem anderen Blatt. Gewinnen wollen, will man ja immer gewollt haben .. obwohl ich die Lage nicht so düster
sehe wie manch anderer, finde ich in diesem Fall die Aussage über eine funktionierende
Abwehrarbeit etwas Fragwürdig. individuellle Fehler passieren ständig mal mehr mal weniger, oftmals provoziert durch gegnerischen Druck und eigene schlechte Abwehrarbeit, gute Abwehrarbeit ist mannschaftlich geschlossen diesen Druck erst gar nicht
zuzulassen, und individuelle Fehler einzelner als Abwehrteam ausbügeln zu
können....
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Pikaya am 03.12.2018, 17:31
Loriot würde sagen: Ach was
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butragueno am 03.12.2018, 13:41
Werder sollte sich Europa abschminken. Schon zu Saisonbeginn waren die Leistungen nicht gerade überirdisch – gegen Hannover, Frankfurt, Nürnberg und Augsburg hätte man jeweils genauso gut als Verlierer vom Platz gehen können. Wenn's bis zur Winterpause 20 Punkten werden und Stuttgart und Hannover nicht plötzlich zu punkten anfangen, sollte man zufrieden sein.
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