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03.02.2019
Johannes Eggestein blickt nach vorne

„Wollen uns mit Platz zehn nicht identifizieren“

© Nordphoto


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Ob Werder ein Einstellungsproblem hat? Man könne sich nicht „von Highlight zu Highlight hangeln“ wollen, hatte Chefcoach Florian Kohfeldt nach dem 1:1 beim 1. FC Nürnberg kritisiert. Der Vorwurf: Die Mannschaft rufe ihre Leistung im Liga-Alltag gegen die vermeintlich „kleinen“ Gegner zu selten ab. Johannes Eggestein, noch einer der Besseren beim Bremer Abstecher ins Frankenland, kann sich das nicht vorstellen. „Allen waren vor dem Spiel fokussiert und willig, zu gewinnen“, erklärt der einzige grün-weiße Torschütze des Remis während einer Medienrunde. „Das hat nur im Spiel nicht funktioniert.“

Die Probleme liegen also anscheinend auf dem Platz, nicht in den Köpfen. Dort spukt allerdings irgendwo noch immer das ausgegebene Saisonziel, die Qualifikation für den Europapokal, umher. Davon trennen Werder nach der Partie so viele Punkte wie Plätze, nämlich vier. „Wir wollen uns mit Platz zehn nicht identifizieren“, hält Eggestein das Bremer Anspruchsdenken aufrecht. „Wir wollen nach Europa. Das ist die Marschroute.“

Kurzer Weg über Dortmund?

Am schnellsten ginge die Qualifikation über die Europa League über einen Erfolg im DFB-Pokal. Dort wartet am Dienstagabend (20.45 Uhr) allerdings das schwerstmögliche Los: Werder muss auswärts bei Tabellenführer Borussia Dortmund antreten. 

„Ich freue mich, ich habe da noch nie gespielt“, blickt Eggestein voraus. In der Hinrunde, als Werder knapp mit 1:2 unterlag, hatte er mit einem Infekt passen müssen. Auch, wenn der 20-Jährige nach seinem Treffer mit neuem Sebstvertrauen anreist, bemüht sich Eggestein um eine realistische Einschätzung: „Wir sind der Außenseiter“, ist der Angreifer sich bewusst, fügt aber auch an: „Es kann in beide Richtungen gehen.“

Frankfurt-Spiel als Gradmesser

Zu verlieren hat Werder nichts, in Dortmund zählt nur das Weiterkommen. „Dass es ein Pokalspiel ist, kann beflügeln“, vermutet Eggestein. „Wir müssen alles reinwerfen, dann kann alles möglich sein.“ Als Floskel möchte er diese Prognose nicht verstanden wissen: „Frankfurt hat gegen Dortmund eine gute Leistung gezeigt“, erinnert Eggestein an das 1:1-Unentschieden, dass die Hessen dem derzeitigen Liga-Primus am Sonnabend abtrotzen konnten. „Wir gegen Frankfurt eine überragende.“ Die Rechnung: Ruft Werder am Dienstag die Leistung des Spiels gegen die Eintracht ab, ist auch Dortmund zu knacken.

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