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17.12.2018
Bode im „Sportclub“

„Wir haben zuletzt die Überzeugung verloren“

© nordphoto


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Nach nur einem Sieg aus den vergangenen sieben Spielen droht Werder in die zweite Tabellenhälfte abzurutschen. Aufsichtsratschef Marco Bode ist sich aber bewusst, dass der aktuelle Negativ-Lauf von Bremen auch mit den zuletzt starken Gegner zu tun hatte: „Das hat schon eine Rolle gespielt“, sagte er am Sonntagabend im „Sportclub“ des NDR.

Zudem glaube er, dass „wir zuletzt die Überzeugung verloren haben, die uns zu Saisonbeginn noch ausgezeichnet hat.“ Denn „mit ein, zwei Niederlagen leidet auch das Selbstvertrauen, das hat man schon gemerkt“, erklärte er. Gleichwohl sei Bode überzeugt davon, dass die Mannschaft in den kommenden beiden Spielen vor der Winterpause noch etwas holen könne. „Dann wäre die Hinrunde in Ordnung.“

Er sei sich zwar bewusst, dass die Gegner mit Hoffenheim oder Leipzig auch eine große Herausforderung darstellen. „Aber es ist nicht unmöglich“, gegen sie zu punkten, betonte er. „Wir haben auch gegen Dortmund gut dagegengehalten und hätten mit etwas Glück Punkte mitnehmen können.“

Bode über unglückliches Ende in Dortmund

Das Spiel beim BVB hatte kurios geendet: Aufgrund einer Abseitssituation war das 3:1 von Dortmund zurückgenommen worden. Anschließend war das Spiel aber nicht mehr wieder angepfiffen worden, wodurch Trainer Florian Kohfeldt in Rage geraten war und Schiedsrichter Guido Winkmann kritisierte.

Solche Ausraster des Trainers seien aber bloß „ein generelles Zeichen für seinen Ehrgeiz und seinen Anspruch“, sagte Bode. Überhaupt teile er Kohfeldts Ansicht, dass etwas mehr Nachspielzeit in Dortmund vertretbar gewesen wäre: „Wir waren am Schluss alle der Meinung, dass mit einem weiteren langen Ball noch etwas möglich gewesen wäre. Es ist unglücklich, das Spiel mit dem Videoschiri enden zu lassen.“

Zum Video-Interview des NDR geht es hier.

1-Werder am 17.12.2018, 08:59
Salopp formuliert: ein toller Typ, der Marco Bode... Er kommt nicht nur vor der Kamera gut "herüber", sondern ist auch bei persönlichen Begegnungen ein sehr offener, sympathischer und (etwas anmassend von mir...) intelligenter Charakter. Vor ca. zwei Jahren aufgrund der Abstiegsnähe massiv in der Kritik, hat er in seiner ruhigen Art ein gutes, zukunftsorientiertes Team geformt. Der Fokus der Presse und der Foristen ist auf F. Baumann und F. Kohfeldt gerichtet. Ich denke, MB würde es verdienen, mehr Beachtung zu finden. Und das er sich neben sportlichen auch sehr für soziale Belange engagiert, findet in diesem Millionen-Business meine volle Anerkennung. Hier sollte sich die Allgemeinheit, zu der ich mich auch zähle, ein Vorbild nehmen.
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WERDER2016 am 17.12.2018, 18:23
Ich sehe es ähnlich, ein angenehmer Zeitgenosse in diesem stark überhitzten Business.

Rein sportlich waren die Antworten sowohl von Bode als auch von Baumann davor für mich nicht überzeugend. Zugegeben hat das Spiel als solches Spaß gemacht beim Zusehen, aber hat auch nicht darüber hinweg getäuscht, dass Werders gute Phasen nach wie vor zu kurz sind, um gegen solche Mannschaften nachhaltig zu punkten. Da lügt man sich ein Stück weit selbst in die Tasche. Und wie schnell die Überzeugung verloren geht hat man bereits nach dem Spiel gegen LEV gesehen und mit jeder Niederlage wird es nicht besser.

Jetzt geht es gegen 2 Teams, die ordentlich Alarm machen. Hoffenheim war in der Vergangenheit oft ein dankbarer Gegner, weil man viele Punkte geholt hat. Dies ist aber leider kein Selbstgänger mehr. Die gehen die Auswärtsspiele fast wie Heimspiele an und ich denke das wird ein heißer Tanz. Auch RB hat gegen Mainz gezeigt, dass eben nicht alle Tage Trondheim ist. Da bleibt die Hoffung auf ein Frusterlebnis gegen die Bayern.

Meine Prognose: Werder holt, wenn überhaupt, noch einen Punkt. Zu wenig, um in der Hinrunde an den internationalen Plätzen dran zu bleiben. Das Hauptaugenmerk muss auf der Vorbereitung in Südafrika liegen, um sich danach mit einer Siegesserie wieder der oberen Tabellenhälfte anzunähern. Wenn dann wieder das schwierigere Restprogramm ansteht, sollte man allerdings ein bis zwei Schritte weiter sein. Sollte meine Prognose nicht zutreffen, wäre ich aber auch nicht traurig.
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1-Werder am 17.12.2018, 21:28
Sie haben recht, @Werder2016
Das Spiel gegen die Dortmunder sehen nahezu alle im Werder Team inkl. Management etwas verklärt. Ein Unentschieden gegen DO wäre zwar toll gewesen, rein spielerisch waren die "Gelben" mE aber 2 Tore besser als die Werderaner. Der verlorenen eine Minute Nachspielzeit braucht objektiv betrachtet keiner nachzutrauern. Das trage ich MB aber nicht nach, wie Sie sicher auch nicht. Er hat Werder positiv darstellen wollen ... und es auch getan; absolut souverän.
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Posaune am 17.12.2018, 19:53
Marco Bode ist sich aber bewusst, dass der aktuelle Negativ-Lauf von Bremen auch mit den zuletzt starken Gegner zu tun hatte.
Natürlich ist das so und zwei große Gegener hat Werder ja noch vor der Brust.

Die letzten zwei Saisons wurden von der DFL so geplant, dass Werder die starken Gegener gleich am Anfang hatte. Da rutscht man in den Keller und hat es verdammt schwer, da heraus zu kommen.
In dieser Saison haben alle gejubelt, dass Werder mit einem Heimspiel beginnen konnte und die Gegener waren auch gleichwertig. Die DFL hat aber geschickt die "Brocken" zum Ende der Halbserie serviert. Die Rückrunde ist natürlich genauso.

Ist das Zufall? Für mich nicht.

Warum? Ich weiß es auch nicht.
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susanneundjens am 18.12.2018, 09:18
Tja, interessanter Kommentar. Weiß auch keine Antwort. Allerdings kann Dortmund am 32. Spieltag auch schon Meister sein und Leipzig am 34. sicher in der CL sein. Dann sind es dankbare Gegner.
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