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07.12.2018
Kruse im Eurosport-Interview

„Wir haben es uns schöngeredet“

© nordphoto


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Nur ein Punkt aus fünf Spielen: Nach tollem Saisonstart schwächelt Werder. Im „Druckspiel“ (O-Ton Florian Kohfeldt) gegen Fortuna Düsseldorf ist ein Sieg für die Grün-Weißen quasi Pflicht. Vor der Partie am Freitagabend (Anstoß: 20.30 Uhr) hat Werder-Kapitän Max Kruse gegenüber Eurosport Stellung zur aktuell kniffligen sportlichen Siutation in Bremen bezogen. 

„Von den Ergebnissen her sind wir auf jeden Fall nicht im Soll“, betont der Werder-Kapitän. „Man muss ganz klar sagen, dass wir andere Ansprüche haben.“ Auf dem neunten Tabellenplatz hält Werder mit 18 Punkten noch Tuchfühlung zu den Europapokalrängen, läuft aufgrund des schweren Restprogramms – nach der Fortuna warten die Top-Sechs-Teams Borussia Dortmund, TSG Hoffenheim und RB Leipzig – allerdings Gefahr, im Klassement nach unten durchgereicht zu werden. 

Kabinenpredigt mit Knalleffekt

Auch Kruse sieht die Notwendigkeit zu einer Trendwende: „Wenn die Erfolgswelle da ist, läuft das eine oder andere etwas einfacher“, erklärt der Werder-Stürmer. Das habe sich allerdings zuletzt in Nachlässigkeiten niedergeschlagen, die sich eine Mannschaft auf Bremer Niveau nicht erlauben könne. „Wir haben es uns eine Zeit lang schöngeredet“, übt Kruse Kritik am Umgang mit dem Abwärtstrend. 

Mit entsprechender Lautstärke habe er zuletzt intern reagiert. „Natürlich muss es dann auch mal krachen in der Kabine, das ist ganz normal“, meint Kruse. Auch Florian Kohfeldt hätte die Mannschaft noch einmal anders angefasst als in den Vorwochen. „Diesen Draufhau-Mechanismus traut man ihm ja nicht so richtig zu, wenn man sein Bild von außen sieht“, schmunzelt Kruse. Tatsächlich habe Kohfeldt aber die richtigen Worte gefunden.

Erst nach Europa, dann verlängern?

Doch auch, wenn der Ton des Bremer Cheftrainers etwas rauer geworden sei: In mancherlei Hinsicht sei Kohfeldt sich weiterhin treu geblieben. „Die Grundausrichtung, die Florian Kohfeldt uns mitgegeben hat – die wird er, glaube ich, nie verändern“, betont Kruse. Gemeint sei damit vor allem der Anspruch, offensiven Fußball spielen zu wollen. Ein Stil, mit dem auch er sich bestens identifizieren können, meint Werders Kapitän.

Ohnehin: Die Identifikation mit Bremen, mit Werder als erstem Profi-Verein sei absolut da. Ob Kruse allerdings auch in der kommenden Saison ein Grün-Weißer sein wird, lässt der Kapitän (Vertrag bis 2019) weiter offen: „Wenn wir nächstes Jahr europäisch spielen, spricht auf jeden Fall nicht viel dagegen, den Verein zu verlassen“, erklärt Kruse im Originalton. Gemeint ist natürlich, dass Kruse sich einen Verbleib vorstellen könne, wenn es mit Europa klappt. Damit das gelingt, will der Angreifer am besten schon gegen Düsseldorf nachlegen.

Hier geht es zum kompletten Video-Interview bei Eurosport.

Die Umfrage zum Spiel gibt es hier:

werder0212 am 07.12.2018, 09:17
Das hat viele auch geärgert. Diese schönrederei. Ich finde nochmal. Kohlfeld hätte nie auf 3er Kette stellen dürfen. Jetzt ist ne Verunsicherung da. Kohlfeld ist ein guter Trainer aber er versucht Systeme zu spielen wo wir die Spieler der Qualität nicht haben.
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Edelweser am 07.12.2018, 09:21
Ich mag ihn ja wohl. Aber damit das mit Europa klappt muss er selbst auch einfach mal noch einen tacken mehr bringen, da ist er selbst dabei!
Würd mich freuen wenn es ein happy end gibt.

Aber den ganzen Worten heut Abend einfach mal Tagen folgen lassen und deutlich/souverän Siegen!
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oldkarzwortel am 07.12.2018, 09:38
Hallo Max Kruse, finde den Fehler in deinen Aussagen. Er befindet sich direkt vor deiner Nase.
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fred01 am 07.12.2018, 09:52
Werder - Düsseldorf 1:4 mindestens 3 Tore über rechts.
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Edelweser am 07.12.2018, 10:04
Wollen wir wetten? 😊
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chrijunge am 07.12.2018, 10:24
Schön geredet hat man sich vor allem die Anfangsphase, die nicht so glänzend war, wie die Punkteausbeute. Dazu kommt, dass die Gegner vermeintlich einfacher waren. Wir haben nicht die Qualität für Europa. Und leider haben wir sie mit Osako und Klassen auch nicht eingekauft. Beides gute Spieler, aber keine, die den Unterschied machen gegen schwere Mannschaften. Ich sehe gerade zwei Hauptprobleme, die extreme Schläfrigkeit hinten und der fehlende Mittelstürmer vorne. Ich weiß ein guter Mittelstürmer ist teuer, aber mit drölf mittelguten Außen ersetzt du keinen eiskalten Knipser vorne.

@fred1: Da hast du meine Zustimmung, wenn Friedl spielt geht der Gegner immer voll über seine Seite und wird meist belohnt. Das war auch schon letzte Saison so.
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Nomolas am 07.12.2018, 11:41
So wie die Spieler es sich schön geredet haben, wird es hier von vielen schlecht geredet.
Die Wahrheit wird in der Mitte liegen, aber der gemeine Werder-Fan ist schon lange nicht mehr objektiv, sondern vermittelt eher die typisch deutsche Tugend nur froh zu sein wenn er meckern kann ;-)

Kleiner Tip: Je weniger man sich über nicht ganz so tolle Spiele aufregt, desto schneller erkennt man dass es tatsächlich andere Dinge im Leben gibt die wichtiger sind. ;-)
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alanya_fuchs am 07.12.2018, 11:45
So isset.

AF
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1-Werder am 07.12.2018, 12:05
Im Grundsatz teile ich Ihre Meinung, @Nomolas. Hingegen sehe ich das gelegentlich sehr subjektiv aus der betriebswirtschaftlichen, privaten Brille: Ich zahle € 60-70 für einen Sitzplatz und sehe mehrere Spiele hintereinander ein eher mässig auftretendes Fussballspiel. Da kommen mir dann schon einmal Gedanken, warum in Dortmund und anderen Stadien für das gleiche Geld mehr fussballerische Qualität geboten wird. Ob Werder Ende Saison Platz 6 oder 11 belegt, ist für den Verein aufgrund der Fernsehgelder wichtig, das bewegt mich persönlich weniger wie spannende Spiele mit einem motivierten Team, dass sich SVW nennt. Aber, und das kann Ende Saison schwer wiegen, hintere Tabellenplätze werden Spieler wie Kruse, Pavlenka, Eggestein etc.. zu Überlegungen führen, wo internationale Aufgaben warten; für gewisse Spieler aufgrund Ihres Alters die letzte Gelegenheit....
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Nomolas am 07.12.2018, 12:32
Und genau da kommen wir zum Problem:
Wer sich ein Ticket für's Stadion kauft, erwartet heute schöne Spiele, die mit einem Sieg enden.
Nur: Man kauft sich die Möglichkeit für einen Platz im Stadion. Nicht mehr nicht weniger. Da kann es halt auch mit einer Niederlage enden.
Das ist das Risiko, welches jeder Stadiongänger automatisch eingeht. Es ist ja schon lange kein Geheimnis mehr, dass Werder nicht mehr den Spitzenfußball der "fetten Jhare" bieten kann. Dazu kommt eine Mannschaft im Umbruch. Sowohl vom taktischen, als auch von den Spielern her.
Wer also ins Stadion geht, sollte sich dessen bewusst sein und nicht meckern, dass die Spiele nicht so ausgehen, oder so schön und spannend sind wie man erwartet hat.
Und wenn dann Gedanken daran sind, warum in Dortmund schönerer Fußball gezeigt wird, sollte sich mal anschauen wie hoch der Unterschied der Gelder ist, welche zur Verfügung stehen.

PS: Betriebswirtschaftlich und Privat widerspricht sich....
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1-Werder am 07.12.2018, 12:55
Mit dem PS: haben Sie nicht unrecht.
Ich erwarte nicht unbedingt Siege, aber gute Fussballspiele. Gut muss nicht spielerisch höchsten Ansprüchen genügen, eine kämpferische Einstellung kann ausreichend sein. Betr. Investitionsvolumen: Ich erkläre mich durchaus imstande, die Investitionen in M und Do den Bremern gegenüberzustellen und daraus Schlüsse zu ziehen. Der Underdog Werder, Invests betreffend, hat den Münchnern vor "Dekaden" gehörig zugesetzt. Hohe Investitionen gewährleisten nicht unmittelbar Erfolg, es ist mE. das ganze Umfeld. Natürlich ist die Mannschaft im Umbruch. Es wurde aber mehr in das Team investiert als in der Vergangenheit, damit sollten auch die Ansprüche steigen; so zumindestens mein Blickwinkel/Wunschdenken.
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Nomolas am 07.12.2018, 14:17
Na wenn Sie schon die Betriebswirtshaftliche Sprache heranziehen, dann bitte auch mit einkalkulieren, dass sich seit der Zeit in der Werder dem FCB zugesetzt hat, sich sowohl AKtiva und Passiva verändert haben und auch die Inflation mit einzuberechnen ist.
Inflationsbereinigt sind die Investitionen nicht wirklich höher als zu den CL-Zeiten, im Gegenteil. Was allerdings bedingt durch die CL-Zeiten immens gewachsen ist, ist die Erwartung an den Verein bzw. die Mannschaft im speziellen.

Wenn ich also ein Ticket für ein Fußballspiel erwerbe, so kann ich auch nicht mehr als Fußball erwarten. Ob schön oder nicht, spannend oder nicht, Sieg oder nicht etc. sind Erwartungen, welche nicht im Ticketpreis enthalten sind und somit auch nicht erwartet werden können.

Im Gegensatz zur Betriebswirtschaft ist Fußball dummerweise nicht kalkulierbar. Und was das Umfeld angeht: Da gehören auch die Anhänger zu, die selbst mit ihren Erwartungen dafür sorgen, dass sie unzufrieden sind.
Kohfeldt selbst hat vor der Saison ganz klar formuliert: Wir wollen nach Europa, es ist aber auch nicht schlimm, wenn dieses Ziel nicht erreicht wird. Man dürfe jetzt aber nicht 34 Spiele "Hurra-Fußball" erwarten.
Der Großteil der Anhänger hat daraus nur "Wir wollen nach Europa" verstanden und sieht dieses Ziel gefährdet, weil der Zweite Teil der Aussage natürlich nicht so wahrgenommen wurde, weil er halt nicht mehr so toll klang.
Darüberhinaus ist weder das Ziel Europa schon in Gefahr, noch spielen wir wieder gegen den Abstieg.

Egal wie man es dreht oder wendet, so hat jeder seine eigenen Ansichten zu dem Thema. Und diese Ansichten, sind auch das einzige worauf wir aktiv Einfluß nehmen können.
Wenn ich mich für mich selbst entscheide mißmutig zu werden, weil es "nicht so toll" läuft (Obwohl es nachweislich besser läuft als die letzten Jahre), dann darf ich mich nicht darüber beschweren. Es ist ja schließlich meine Entscheidung. Die Mannschaft spielt ja sicherlich nicht so wie es z.Zt. der Fall ist um die Anhänger zu verärgern.
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Luckybox am 07.12.2018, 12:14
Der körperliche Zustand des Führungsspielers Kruse wurde auch zu oft schön geredet. Vielleicht findet bei Herrn Kruse in der Beziehung auch mal ein Umdenken an.
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Nomolas am 07.12.2018, 16:18
Vielleicht sollte auch mal ein Umdenken bei jenen stattfinden, die seinen Zustand kritisieren, obwohl sie seine Werte nicht kennen und damit gar nicht qualifiziert sind dies zu beurteilen.
Oder anders: Der körperliche Zustand wurde auch oft zu schlecht geredet. Irgendwann ist es auch mal gut! ;-)
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Luckybox am 07.12.2018, 19:45
Dann sieht man mit bloßem Auge. Einfach mal die dicke grün weiße Brille abnehmen. Außerdem sprechen die Daten wie zb die Höchstgeschwindigkeit für sich.
Du solltest dich da mal mehr informieren bevor du hier schwallst.
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Nomolas am 08.12.2018, 01:05
Dann würde ich entweder Fielmann empfehlen oder einen guten Therapeuten.
Desweiteren ist Kruse nicht als Sprinter angestellt. Aber Ignoranten wie Sie werden das nicht verstehen. Wie auch, wenn es schon an Rechtschreibung und Grammatik scheitert?🤔
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wolfgramm am 07.12.2018, 13:39
Dass Kruse Kritik übt als Kapitän ist okay.Als Führungsspieler würde Kritik aber besser ankommen,wenn die eigene Leistung stimmt.Leider ist das seit Wochen nicht der Fall.Ein Verbleiben in Bremen dann mehr oder weniger davon abhängig zu machen,ob man sich für die EL qualifiziert,finde ich problematisch.Er hat schon einige Stationen gehabt,und könnte erklären,dass er seine Karriere ohne wenn und aber in Bremen beendet.Auch eine Nationalelfkarriere wird es für ihn woanders nicht mehr geben,fällt als Wechselgrund auch weg.
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WERDER2016 am 07.12.2018, 17:27
1. FK hätte die Mannschaft eventuell schon früher härter anfassen sollen. Dazu hat er eben noch zu wenig Erfahrung, weiß jetzt aber bestimmt, dass auch bei noch so netten Jungs nach Erfolgsphasen sich solche Nachlässigkeiten einschleichen. Wichtig ist jetzt, den Turnaround zu schaffen.

2. MK verlängert, wenn man nach Europa kommt, sonst nicht, befürchte ich. Das könnte weitere Abgänge nach sich ziehen und im nächsten Sommer wird dann der Umbruch des Umbruchs eingeleitet. Es wird schwer werden, wieder dieselbe Qualität dieses Sommers zu verpflichten.

3. Schönrederei endet meist erst mit dem Abstieg. Vorher war man zwar nicht ganz so gut, aber ...... . Auch die öffentlichen Äußerungen von Klaassen und Langkamp diese Woche waren nichts anderes. Schon allein die Formulierung Ergebniskrise schrammt meilenweit an der Realität vorbei.
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seema am 07.12.2018, 18:21
"Wenn wir nächstes Jahr europäisch spielen, spricht auf jeden Fall nicht viel dagegen, den Verein zu verlassen"

Ob man mit solchen Aussagen der richtige Mann als Kapitän ist, dass wage ich stark zu bezweifeln.
Identifikation sieht für mich dann doch anders aus.
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Nomolas am 08.12.2018, 11:28
Wenn man nicht negativ eingestellt ist, dann kann man die Aussage auch anders werten. Er hat ja schliesslich nicht gesagt, dass er geht wenn nicht europäisch gespielt wird.
Abgesehen davon, ist es für einen Kapitän wichtig wie er sich verhält und eine Mannschaft führt und nicht wie lange sein Vertrag läuft.
Außerdem: Warum soll er Treueschwürde abgeben? Andere Spieler haben die Raute geküsst und sind kurz danach gewechselt. Mir ist ein Spieler lieber der nichts verspricht, was er nicht versprechen kann?
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susanneundjens am 08.12.2018, 12:07
Oh, ein Teil der Anti-Kruse-Fraktion macht wieder mobil. Hmm, wer bereitet derzeit in jedem Spiel Tore vor? Ach so! Der Max, komisch.
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