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Rasenreport
08.01.2019
Die Werder-Highlights der Hinrunde

Wildwest in Stuttgart

© dpa


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Kann ein Spiel, das Werder verloren hat, ein Highlight sein? Ja, wenn man sich frei macht von seinem Fansein beziehungsweise in meinem Fall von seinem Job, also Werder-Reporter zu sein.

Werder in Stuttgart, das war das spannendste, intensivste und spektakulärste Werder-Spiel, das ich seit langem gesehen habe. Es gab einen frühen Platzverweis (gegen Milos Veljkovic), es gab eines der verrücktesten Tore der Bundesliga-Geschichte (Eigentor Ron-Robert Zieler), und es gab eine Art Wildwestfußball, der von jeder taktischen Fessel befreit war. 32 Torschüsse zählten die Statistiker am Ende, es ging mitunter zu wie auf dem Bollplatz, wo meist nach Herzenslust aus purer Freude am Spiel (und nicht nach strenger Trainervorgabe) gekickt wird.

Werder spielte in Unterzahl – na und? Werder stürmte trotzdem. Maxi Eggestein traf den Pfosten, Claudio Pizarro traf den Pfosten. So kann Fußball nicht jede Woche sein. Schon gar nicht, wenn man am Ende verliert. Aber selbst gestandene Profis und den Trainer können 90 Minuten wie die von Stuttgart packen, trotz Niederlage. „War geil, oder?“, fragte Florian Kohfeldt nach dem Spiel die Reporter in der Mixed-Zone. Ja, war geil.

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