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11.05.2019
1:0-Sieg gegen Hoffenheim

Werders Europa-Traum lebt!

© nordphoto


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Das Spiel hatte noch gar nicht begonnen, da gab es bereits die erste Hiobsbotschaft. Als Werders Mannschaftsbus an der Arena vorfuhr und die Protagonisten schließlich ausstiegen, fehlte ein Mann: Max Kruse. Der Kapitän war sogar gleich in der Heimat geblieben, schon direkt nach dem Abschlusstraining am Freitag hatte er seinem Trainer Florian Kohfeldt signalisiert, dass er nicht würde spielen können. Dieses Mal streikte der Oberschenkel also wirklich.

Somit fehlte den Bremern plötzlich die zweite Säule im Team, bekanntlich musste auch Davy Klaassen wegen einer Gelbsperre zuschauen. Während Kevin Möhwald den Niederländer ersetzte, sollte Yuya Osako hinter den Spitzen für kreative Momente sorgen. Es stand enorm viel auf dem Spiel: Werder brauchte unbedingt einen Sieg, um überhaupt noch aufs internationale Geschäft hoffen zu dürfen; Hoffenheim musste gewinnen, um die Champions League im Blick zu halten. In einem Duell, das traditionell für viele Offensivszenen steht, war so ein Schlagabtausch fast garantiert.

Gebre Selassie früh verletzt

Die Begegnung begann dann auch sehr schwungvoll, beide Mannschaften suchten direkt den Weg nach vorne. Schon nach drei Minuten probierte es Milot Rashica erstmals mit einem abgefälschten Schuss aus der Distanz, bei der folgenden Ecke prüfte Niklas Moisander TSG-Keeper Oliver Baumann (4.). Auf der Gegenseite setzte der Ex-Bremer Ishak Belfodil einen Kopfball über den Kasten (11.). Nach etwas mehr als einer Viertelstunde setzten sich die Gastgeber ein wenig am Bremer Strafraum fest, so verfehlte Adam Szalai nach einer Hereingabe nur knapp das Tor (19.). Nur kurz darauf zielte Nadiem Amiri zu ungenau aufs kurze Eck (21.).

Werder hatte gut zu tun in der Anfangsphase - und musste dann auch noch erneut personell reagieren. Theodor Gebre Selassie, der gerade erst nach einer kurzen Verletzungspause zurückgekehrt war, humpelte mit Kniebeschwerden nach nur 25 Minuten vom Feld. Marco Friedl ersetzte den Tschechen und musste als Linksfuß damit abermals auf der eher ungeliebten rechten Seite verteidigen.

Kopfballtor von Johannes Eggestein

Das Spiel nahm sich danach eine kurze Auszeit, ehe Hoffenheim mit einem fast perfekten Konter für das nächste Ausrufezeichen setzte. Belfodil zog das Tempo an, passte in die Mitte, wo Szalai den Ball clever für Andrej Kramarić durchließ. Der Kroate setzte den Ball aber an den Pfosten (38.). Im direkten Gegenzug jubelte dann plötzlich Grün-Weiß. Nachdem Johannes Eggestein erst noch mit einer Topchance am Torhüter gescheitert war, drückte er den Ball nach der anschließenden Flanke trotz einiger Größennachteile gegenüber Ermin Bicakcic per Kopf zum 1:0 über die Linie (39.).

Nur drei Minuten später schlug dann der nächste Eggestein zu. Nach einem Konter behauptete Osako erst überragend den Ball und legte obendrein perfekt auf Maximilian Eggestein ab. In seinem 100. Pflichtspiel für Werder traf er sicher - doch der Treffer zählte nicht. Bei der Entstehung des Tores hatte Johannes Eggestein per Ellenbogen ein Foul begangen, Schiedsrichter Bastian Dankert hatte die Szene nach Hinweis der Video-Assistenten selbst noch einmal auf dem Bildschirm überprüft. Die Entscheidung des Referees war nachvollziehbar. Im Bremer Block hing zwar ein Banner, das die Abschaffung des Videobeweises forderte, in dieser Szene wurde allerdings die ganze Sinnhaftigkeit des technischen Hilfsmittels deutlich.

Optimale Ausgangslage zur Pause

Auch ohne diesen Treffer war Werders Ausgangslage plötzlich ziemlich ideal. Zur Pause führte man selbst mit 1:0, zugleich lag der VfB Stuttgart knapp gegen den VfL Wolfsburg vorn. Die Niedersachsen sind neben der TSG so etwas wie der Hauptkonkurrent im Kampf um die europäischen Plätze. Da die Hoffenheimer aber eben auch weiterhin noch im Rennen waren, mussten sie nun eigentlich noch mehr Risiko gehen, was wiederum Räume für die Bremer hätte geben können. So weit die Theorie.

Werder kam tatsächlich mit Rückenwind aus der Kabine, verwaltete keineswegs nur den Vorsprung. Fast wäre Szalai aufgrund des Drucks ein Eigentor unterlaufen, doch Oliver Baumann verhinderte das 0:2 (47.). Auch danach gab es einige vielversprechende Umschaltsituationen für die Kohfeldt-Elf, der dabei jedoch mitunter die letzte Genauigkeit fehlte.

Rashica macht Platz für Pizarro

Doch auch die TSG blieb nicht untätig. Nach einer Stunde wurde der Ball zu Belfodil durchgesteckt, dessen abgerutschter Schuss an Jiri Pavlenka, aber auch am Kasten vorbeiflog. Werders Tempospiel erhielt zudem einen kleinen Dämpfer, als unmittelbar danach der angeschlagene Milot Rashica ausgewechselt wurde. Fortan sollte Claudio Pizarro dabei helfen, den möglichen Auswärtserfolg ins Ziel zu bringen. Gleich mit seiner ersten Aktion initiierte er die nächste Bremer Chance, die Osako allerdings kläglich vergab (67.).

Es ging weiter munter hin und her. Pavlenka lenkte einen Belfodil-Kopfball in voller Streckung mühsam noch um den Pfosten (72.), auf der anderen Seite traf Ludwig Augustinsson aus spitzem Winkel genau den Körper von Torhüter Baumann (74.). Dann musste Pavlenka erst nach einer unangenehmen Hereingabe klären (80.), kurz darauf reagierte er sensationell gegen Kramaric (81.). Werders Sieg stand auf wackeligen Beinen, bei aller defensiven Cleverness und Konterstärke durfte mehr und mehr gezittert werden.

Mit enormem Aufwand warfen sich die Bremer in die Zweikämpfe, es ging nur noch darum, die Schlussoffensive der TSG zu unterbinden. Bis in der 90. Minute noch einmal Pizarro für einen Konter auf die Reise geschickt wurde, wieder vergab Osako letztlich die vorzeitige Entscheidung. Und so ging die nervenaufreibende Hängepartie noch vier weitere Minuten weiter - doch Werders Kämpferherz und Spielintelligenz erhielt die gewünschte Belohnung. 

heinun am 11.05.2019, 17:29
Super gespielt. Super Abwehr. Klasse Osako.
Der Traum lebt.
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PillgramTGK am 11.05.2019, 18:12
Habe wohl ein anderes Spiel gesehen. Osako war schlecht!
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heinun am 11.05.2019, 18:37
Wahrscheinlich😉
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susanneundjens am 11.05.2019, 18:53
Ehrlich gesagt fand ich Osako ziemlich schwach. Falsche Entscheidungen, Fehlpässe und in Halbzeit zwei war Werder lange gefühlt zu zehnt, weil Osako völlig platt war.
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soulphie am 11.05.2019, 17:33
Osako spielt pässe die mich wirklich glücklich machen. Ich liebe diesen mann. An seinen abschlüssen mit den füßen üben wir noch :).
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slash1965 am 11.05.2019, 17:39
Osako war am Ende, den Kruse kann man nicht ersetzten, aber dafür hast du es Klasse gemacht...
Respekt an die ganze Mannschaft, Hervorragend!👍
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jamal0781 am 11.05.2019, 17:47
Sehr gute Leistung.Ohne den Wühler Klaasen war auch mehr Ruhe im Spiel.Osako sehr gut
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AnFo am 11.05.2019, 17:59
osako kann kruse sehr wohl ersetzen. ist am ball sogar technisch stärker. spielt bei uns leider fast nur auf den flügeln wäre in der zentrale besser aufgehoben
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Deltator1 am 11.05.2019, 18:23
Ich sage auch wenn Kruse gehen will laßt ihn gehen die anderen spielen dann befreiter auf
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susanneundjens am 11.05.2019, 17:48
Ohne Klassen, Kruse und dann bald ohne Theo und später ohne Rashica. Trotzdem 1-0 Auswärtssieg.Das war sehr ordentlich. Es wird interessant. Gewinnen wir und die anderen beiden spielen nur Remis, sind wir durch. Es ist eine kleine Chance. Nutzen wir sie !!!
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Michou am 11.05.2019, 17:48
Danke Danke Danke
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Frank1969 am 11.05.2019, 18:01
Schade dass es am Ende vielleicht nicht reichen wird . Aber in Hoffenheim zu gewinnen ist schon was!! Super Leistung, Jungs!!
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Deltator1 am 11.05.2019, 18:20
Gewonnen ist gewonnen auch ohne Herrn Kruse wenn er gehen laßt ihn gehen es geht auch ohne ihn Pizza ist ja auch noch da
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susanneundjens am 11.05.2019, 18:58
Wir haben jetzt begriffen, dass Sie Kruse für verzichtbar halten. Sie brauchen das nicht bei verschiedenen Artikeln dauernd wiederholen. Werfen Sie einen Blick auf Kruses Tore und Vorlagen und dann sehen Sie, dass wir ohne ihn irgendwo bei Platz 13 stehen würden...
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alanya_fuchs am 11.05.2019, 19:25
Ich kann Ihr Bashing auch nicht verstehen. Ich halte Ihre Kommentare sogar für ziemlich einfältig.
Jeder hat das Recht, über seine Zukunft selbst zu entscheiden. Kruse hatte 3 Jahre Vertrag und die hat er erfüllt. Er hat noch nie gesagt, dass er gehen will oder das Geld dabei eine Rolle spielt.
Er hat schon lange kommuniziert, dass er sich erst nach Saisonende entscheiden will und das bis dahin nur der SV Werder zählt.
Was will man also noch?

In einem Interview zur Bekanntgabe als Mannschaftskapitän schrieb er:
„Ich habe mich entschieden, dieses Jahr definitiv bei Werder zu bleiben. Ich fühle mich hier komplett wohl, das habe ich in jedem Interview und Statement gesagt. Es hat mich schon wieder genervt, dass wieder so viel spekuliert wurde“ schrieb er vor einer Woche. Allerdings ließ er offen, was ab 2019 bei ihm passieren wird: „Ich werde nächstes Jahr 31, könnte 2019 erstmals ablösefrei wechseln, und ich war noch nie in meiner Karriere im Ausland. Da schlagen also zwei Herzen in meiner Brust.“

Da sollte man auch Verständnis haben.
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Heldir am 11.05.2019, 18:46
Die Hoffnung auf Europa lebt weiter, Danke Werder
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Cedde4 am 11.05.2019, 18:59
Nächste Woche gewinnen und dann hilft nur noch beten. Ich glaube solange an Europa bis die Spiele abgepfiffen sind 💚
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Greenkeeper10 am 11.05.2019, 19:21
Leipzig wird sich wundern haut alles rein und dann dran glauben
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Room am 11.05.2019, 19:38
Europa lebt weiter, Werder kann und Werder liefert ! Trotz Ausfälle die man eigentlich nicht ersetzen kann, hat man mal wieder gesehen, dass man auch so gewinnt ! Klasse Leistung ! Was noch fehlt ? Gegen den Brause-Club gewinnen ! Fertig ! Auf geht’s !
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Altobelli am 11.05.2019, 19:47
Es war ein guter und konzentrierter Auftritt der Werder Elf.
Gute Defensive und ein verdienter Erfolg!

Die Stimmung im Gästebereich war wieder mal grandios!
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alanya_fuchs am 11.05.2019, 19:59
So sehe ich das auch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
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Altobelli am 11.05.2019, 20:05
Genau!

Aber vor dem Spiel war mir schon etwas bange aufgrund des Ausfalls von Kruse.
In Hoffenheim zu Null spielen muss man erstmal schaffen.

Kompliment auch an Veljkovic der hinten gegen die Brecher von Hoppelheim stark gespielt hat.

Osako fehlt im Abschluss die Kaltschnäuzigkeit aber er hat sich richtig aufgeopfert und war am Ende einfach platt.
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alterwaller am 11.05.2019, 20:01
Wo ist "Süsswasser" der uns erklärt warum wir unverdient gewonnen haben ?
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Michou am 11.05.2019, 20:29
Der kommt erst nächste Woche wieder, wenn Werder mit 53 Punkten als Achter blöd da steht, und
56 für die CL gereicht hätten!!!Weiss schon einer von wem Hoppelheim und der Golfclub gepfiffen wird ? Sollten schonmal Spenden sammeln...
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Michou am 11.05.2019, 20:32
Aber Wurst, Werder war schon immer geil, nur lange nich so geil wie heute, werde mir
nächste Woche im Stadion die Stimme ruinieren ...
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svwynton am 11.05.2019, 20:45
Tolle Saison! Danke! Freue mich aufs "Finale". 💚💚💚
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