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Ballköniginnen
05.11.2018
Schiechtl trifft gegen Essen

Werder-Frauen stoppen Niederlagen-Serie

© nordphoto


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In der Tabelle der 1. Bundesliga hilft dieser eine Punkt nicht wirklich viel weiter. Aber natürlich tat das 1:1 (1:1)-Heimunentschieden gegen die SGS Essen den Fußballerinnen des SV Werder nach zuvor sechs Niederlagen in Folge so richtig gut. „Der Punkt ist ein tolles Gefühl“, meinte Spielführerin Lisa-Marie Scholz glücklich.

Und wie es sich für einen überraschenden Teilerfolg gegen den Tabellenvierten aus Essen gehört, stand ein echtes Highlight im Mittelpunkt des Geschehens: Kurz vor der Pause hatte Reena Wichmann ihre Kollegin Katharina Schiechtl (Foto) mit einem langen Pass aus der eigenen Hälfte auf die Reise geschickt. Die Österreicherin lief noch ein paar Meter, um dann im Stil einer Top-Stürmerin abzuschließen: In einer fließenden Bewegung legte sie sich den Ball vom rechten auf den linken Fuß, nahm so Essens Torhüterin Kim Sindermann aus dem Spiel und vollendete zum 1:1. Ein richtig schönes Tor, das so überhaupt nicht erwartet worden war. Was nicht allein daran lag, dass Schiechtl als Rechtsverteidigerin eigentlich nicht für ihre technischen Kabinettstückchen bekannt ist.

Ohne Mut und Präzision

Der Treffer kam auch deshalb überraschend, weil Werder bis zu diesem Zeitpunkt eine ziemlich schwache Leistung abgeliefert hatte. Dabei hatte die Abwehr sogar noch den besten Eindruck hinterlassen. Zwar war der Gast auch nach dem frühen Führungstreffer durch Kirsten Nesse mehrfach gefährlich vor dem Bremer Tor aufgetaucht. Doch die Defensive mühte sich nach Kräften und konnte so immerhin Schadensbegrenzung betreiben. Das eigentliche Problem des Bremer Spiels lag dagegen im Mittelfeld und im Angriff. Weil sowohl Mut als auch Präzision fehlte, war es dem Gastgeber nur sehr selten gelungen, ins letzte Drittel zu gelangen. Kam Werder einmal zu einem Abschluss, so hatte der Zufall ganz sicher mitgespielt. Das war auch deshalb ein Problem, weil es dem Team niemals gelang, für Entlastung zu sorgen. Es schien deshalb nur eine Frage der Zeit, ehe Essen zu weiteren Treffern kommen sollte – bis Katharina Schiechtl der unverhoffte Ausgleich gelang und neue Hoffnung aufkeimte.

Nach dem Wechsel sollte dann auch sehr schnell deutlich werden, wie gut der eine Treffer den Bremerinnen tat: Zwar lief noch längst nicht alles rund, aber Werder trat nun doch etwas entschlossener auf. So vermochte der Gastgeber die Partie zumindest phasenweise offen zu gestalten. Auf der anderen Seite wurde nicht selten deutlich, dass die Essenerinnen – mit der Ex-Bremerin Manjou Wilde als Spielführerin – über die klar bessere Mannschaft verfügt. Aber ein bisschen irritiert war der Gast nach dem Rückschlag kurz vor der Pause doch.

Den Rest erledigte eine Bremer Mannschaft, die mit viel Einsatzbereitschaft antrat und in Anneke Borbe einen guten Rückhalt besaß. Die Torfrau war jedenfalls zur Stelle, als sie Marina Hegering in der Schlussphase mit einem Schuss aus rund 30 Metern prüfte (87.). Zuvor hatte Franziska Gieseke sogar die Chance zum 2:1 vergeben, da sie aus kurzer Distanz an SGS-Torfrau Sindermann gescheitert war (78.). „Mit ein bisschen Glück macht sie das 2:1, aber wir sind mit dem einen Punkt gegen einen starken Gegner sehr zufrieden“, meinte Carmen Roth zu einem Unentschieden, mit dem ihr Team zumindest ein kleines Ausrufezeichen im Kampf um den Klassenerhalt gesetzt hat.

alanya_fuchs am 05.11.2018, 17:00
@Mein Werder
Könnte man die aktuellen Tabellen der Werdermannschaften, die nicht so im Blickpunkt stehen, in den jeweiligen Bericht einfügen?
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MeinWerder am 06.11.2018, 11:55
Hi alanya_fuchs, das ist zurzeit nicht möglich, aber wir werden jetzt vermehrt darauf achten, dass der Tabellenplatz der jeweiligen Mannschaft im Test erscheint. Die Werder-Frauen sind übrigens mit vier Punkten Elfte, von zwölf Teams. Grüße!
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alanya_fuchs am 06.11.2018, 18:25
wir werden jetzt vermehrt darauf achten, dass der Tabellenplatz der jeweiligen Mannschaft im Test erscheint.

Im Text reicht..😂
Danke.
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