News
Latest News
Rasenreport
30.03.2019
Dank Kruse und Rashica

Werder stürmt auf Platz sechs!

© nordphoto


  • 7
  • 380

Früher gab es Herzog und Hobsch, Ailton und Pizarro oder Klose und Klasnic. Hat Werder jetzt ein neues Traumduo gefunden? Es sieht momentan alles danach aus. Was da in der dritten Minute des Heimspiels gegen Mainz passierte, war zweifellos blindes Verständnis. Milot Rashica sprintete los, Max Kruse passte perfekt in die Tiefe – und schon stand es 1:0 für die Bremer. Damit war der Grundstein für den Heimsieg gelegt. Später revanchierte sich Rashica, indem er Kruse ein Tor auflegte. Am Ende gewann Werder mit 3:1 gegen die kriselnden Mainzer und sprang auf den sechsten Platz, der zur Teilnahme an der Europa League berechtigen würde.

Die Fans brachen beim Anblick der Tabelle dann auch in Jubelstürme aus. Trainer Florian Kohfeldt trat dagegen auf die Euphoriebremse: „Wir haben uns die Chance erarbeitet, unsere Saisonziele zu erreichen. Nicht mehr. Das wird ein schwieriger Endspurt und wir wollen jetzt zupacken.“ Es war allerdings gar nicht so einfach, am Sonnabend nicht in Euphorie zu verfallen. Nicht nur das Wetter war sonnig, von Anfang an lief im Weserstadion alles im Sinne der Bremer, die etwas überraschend mit Milos Veljkovic in der Abwehr und Martin Harnik im Sturm begannen.

Die Mainzer strotzten ohnehin nicht vor Selbstvertrauen nach einer 0:6-Klatsche bei den Bayern und sechs Niederlagen in den vorherigen sieben Partien. Dann dauerte es nicht einmal drei Minuten, bis Rashica den Gästetorwart Florian Müller umkurvte und den Mainzern einen weiteren Dämpfer verpasste. „Ich weiß, dass Max diese Pässe spielen kann. Deshalb habe ich vor dem ersten Tor den Lauf hinter die Abwehr gemacht. Das trainieren wir oft“, beschrieb Rashica die Szene später. Der frühe Treffer war ein perfekter Start für die Bremer und für den Kosovaren, der im Abschluss inzwischen enorm kaltschnäuzig agiert. Es ist die Rückrunde des Milot Rashica, der seit der Winterpause bereits sieben Liga-Treffer erzielte.

Kein Elfmeter für Mainz

Nach der Führung ließen es die Bremer allerdings erst einmal zu ruhig angehen. Jean-Philippe Mateta lupfte vorbei (7.) und scheiterte dann an Werder-Torwart Jiri Pavlenka (25.). Mächtig Glück hatten die Bremer zudem gehabt, als Niklas Moisander zuvor gegen Robin Quaison im eigenen Strafraum einen Tick zu spät kam und den Mainzer am Fuß berührte (11.). Schiedsrichter Marco Fritz hielt danach Rücksprache mit dem Video-Assistenten, gab den eigentlich fälligen Strafstoß aber nicht. In der 29. Minute musste Moisander dann gegen Sebastian Langkamp ausgewechselt werden, weil er in dem Zweikampf mit Quaison einen Schlag auf das Knie bekommen hatte. Kohfeldt sagte aber, dass sein Abwehrchef im Pokalspiel beim FC Schalke am Mittwoch wahrscheinlich eingesetzt werden könne.

Moisanders Vertreter Langkamp bekam zunächst wenig zu tun, denn Werder verlagerte das Geschehen wieder weiter nach vorne. Der Mainzer Kapitän Stefan Bell rettete in höchster Not gegen Martin Harnik (33.), dann zeigte Kruse einmal mehr seine Extraklasse. Nach einem öffnenden Pass von Maximilian Eggestein, der in Abwesenheit von Philipp Bargfrede und Nuri Sahin auf der Sechser-Position einer Mittelfeldraute spielte, flankte Ludwig Augustinsson. Moussa Niakhaté klärte in die Mitte, wo Kruse mit einem satten Volleyschuss das 2:0 markierte (36.).

Eine schwache Phase

Werder ging also mit einem klaren Vorsprung in die Pause, und alles sah nach einem souveränen Heimsieg aus. Die Mainzer wollten da allerdings nicht mitspielen. Alexandru Maxim kam für den Ex-Bremer Levin Öztunali, und die Gäste erhöhten sofort den Druck. Werder wirkte passiv und war nicht wach genug. In der 52. Minute konnte Jean-Paul Boetius flanken, Quaison war vor Langkamp am Ball, und es stand plötzlich 1:2. „Die Phase kurz nach der Halbzeit war schlecht“, sprach Davy Klaassen Klartext.

Die Partie hätte in diesen Minuten durchaus kippen können, aber Werder hat eben dieses neue Traumduo – Max und Milot. Nachdem Maximilian Eggestein den Angriff sehenswert eingeleitet hatte, tanzte Rashica seinen Gegenspieler Bell aus und legte für Kruse auf, der den Ball nur noch zum 3:1 einzuschieben brauchte (63.). „Die Verteidiger waren auf mich fokussiert. Ich habe dann gesehen, dass Max ganz frei war“, sagte Rashica. Den 3:1-Vorsprung brachte Werder danach souverän ins Ziel, während die Fans im Weserstadion immer häufiger auf die Videowand blickten. Wolfsburg musste in Dortmund verlieren, damit die Bremer auf Platz sechs springen konnten. Erst in der Nachspielzeit gelangen dem BVB zwei Tore zum 2:0-Sieg – und die Werder-Anhänger feierten. „Die Fans können gerne träumen. Wir wissen ganz genau, dass wir noch nichts erreicht haben“, sagte Sportchef Baumann. Das stimmte jedoch nicht ganz. Zwei Dinge hat Werder am Sonnabend dann doch schon erreicht. Die 40-Punkte-Marke ist geknackt. Und die Mannschaft stellte einen neuen Vereinsrekord auf, denn sie hat jetzt in 28 Bundesliga-Spielen in Folge stets getroffen.

jamal0781 am 30.03.2019, 17:25
Sauber👍👍👍
26
1
olaf63 am 30.03.2019, 17:27
Ja ,wie geil ist das denn!
20
1
Nomolas am 30.03.2019, 17:29
Ich würde mal sagen da kommt demnächst von den Medien der Name "Krushica" :-D
26
4
Win26 am 30.03.2019, 17:59
Gut gemacht Jungs 💚 😉
15
1
ollersen am 30.03.2019, 17:59
Platz 6 💪🏼💪🏼💪🏼
16
2
heinun am 30.03.2019, 18:05
Weiter so. Fürchterlich effektiv.
15
1
susanneundjens am 30.03.2019, 18:25
Genauso geil effektiv wie gegen Augsburg. Wäre Kruse ne Frau, würd ich sie heiraten. Wir gewinnen, Leverkusen verliert, Gladbach netterweise auch und in der Nachspielzeit kommt das Siegtor von Dortmund gegen Wolfsburg auf die Anzeigetafel.Der perfekte Tag. Schön war das heute im Stadion.
22
4
jamal0781 am 30.03.2019, 18:49
Jetzt bitte noch die Schalker 0:4 schlagen.
19
2
Lebenslang am 30.03.2019, 18:56
;););)
11
1
Schimmelreiter am 30.03.2019, 21:45
Jupp👍
Hertha hat auch noch einen drüber gekriegt und ist erst einmal auch weit weg. Alles gut gelaufen!👏
7
0
RSchneider am 30.03.2019, 20:23
Danke Jungs 👍💚
Und jetzt mal ne Serie hinlegen inkl. Pokal...
Sauber Männer, geiles Spiel!
7
2
alanya_fuchs am 30.03.2019, 20:27
10 Spiele ungeschlagen könnte doch schon eine Miniserie sein. Dazu in 28 Spielen in Folge ein Tor erzielt, macht man auch nicht jede Saison.
10
4
oldkarzwortel am 31.03.2019, 10:41
Werder wirkte passiv und war nicht wach genug. In der 52. Minute konnte Jean-Paul Boetius flanken, Quaison war vor Langkamp am Ball, und es stand plötzlich 1:2. „Die Phase kurz nach der Halbzeit war schlecht“, sprach Davy Klaassen Klartext.

Warum Langkamp hier genannt wird ist mir ein Rätsel, der steht dicht am Mann und kann das nicht verhindern. Zuerst schläft Theo und denkt offenbar der Ball ist aus, erst im letzten Moment rennt er los, stört den balleroberenden Spieler und zeigt mit der Hand auf den links neben Ihm stehenden freien Mainzer Spieler. Velkovic steht ohne Gegenspieler auf der 5m Linie und verschiebt nicht gleichzeitig mit Theo auch nach dem Zeigen deckt er die 5m Linie weiterhin konsequent, wahrscheinlich damit die anderen sie nicht sehen können. Der freie Mainzer Spieler bekommt ohne Druck den Ball und kann ihn dann wieder ohne Druck zum Torschützen passen.

Das tiefe Verteidigen, wenn es denn funktioniert ist ganz offensichtlich die erfolgreichere Taktik für Werder, wenn die Stürmer ihren Job gut machen. Aber es ist nichts für die Nerven. Auch sieht Werder dabei nicht so gut und soverän, sondern eher hilflos aus. Man hatte immer das Gefühl die verdaddeln das noch.
0
1
Trooper am 31.03.2019, 18:48
Fühlt sich gut an, dieses Wochenende. Jetzt wäre die Grundlage wirklich da, um aus einer ordentlichen Saison eine gute bis sehr gute zu machen. Ich gebe zu, das ich das vor einigen Wochen nicht mehr vermutet hatte...aber die Mannschaft kommt echt gefestigt daher. Sie verkraftet Ausfälle ganz gut, hat einen Plan und ist trotzdem flexibel...da kann man schon zufrieden sein Stand heute. Einzig das man stetig Gegentore bekommt fällt mir derzeit negativ auf. Aber solange Kruse und Rashica so treffsicher bleiben...
0
0

Kostenlos in der gesamten Saison 2017/2018!

Download