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02.05.2019
Weltmeister Kohler über Bremens Defensive

„Werder hat in der Abwehr keine Waffen“

© dpa


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Würde man alle Trophäen, die Jürgen Kohler in seiner großen Karriere als Innenverteidiger gewann, in einen Raum stellen, dann würde es dort funkeln wie in einer Schatzkammer. Weltmeister, Europameister, Gewinner der Champions League und des Uefa-Cups, Weltpokalsieger, mehrere deutsche Meisterschaften und Supercups, dazu Meister und Pokalsieger in Italien. Der heute 53-Jährige war so etwas wie der Sergio Ramos seiner Zeit.

Was für ihn einen guten Innenverteidiger ausmacht? „Er muss sein Kerngeschäft beherrschen“, sagt Kohler, „das sind Stellungsspiel und Zweikampfführung.“ Ein dritter Punkt werde zudem immer wichtiger: das Tempo. Kohler: „Die bedeutendste Veränderung im Fußball der letzten Jahre ist, dass das Spiel sehr viel schneller geworden ist. Darauf müssen Abwehrreihen vorbereitet sein.“ Für Mein Werder analysiert Kohler die Bremer Innenverteidiger – eine Problemzone im Team von Trainer Florian Kohfeldt, der schon verschiedene Konstellationen probierte und sich nun mit Sportchef Frank Baumann Gedanken machen muss, wie groß die Veränderungen in der Abwehr schon zur kommenden Saison ausfallen sollen und können. An der Seite von Abwehrchef Niklas Moisander, der im September 34 Jahre alt wird, konnten sich bisher weder Milos Veljkovic (23) noch Sebastian Langkamp (31) oder Marco Friedl (21) dauerhaft etablieren. Immerhin: Den von Bayern ausgeliehenen Friedl, bisher eher Back-up für Moisander (siehe Artikel auf dieser Seite) würde Werder gerne fest verpflichten und ihn für die Zukunft aufbauen.

„Gegen Rashica hätte Moisander keine Chance“

„Auch wenn es martialisch klingt“, sagt Kohler mit Blick auf die Bremer Abwehr, „Spieler auf bestimmten Positionen müssen eine Waffe haben, um für die Mannschaft wertvoll und für den Erfolg unverzichtbar zu sein. Zum Beispiel Geschwindigkeit oder Kopfballstärke.“ Sein Urteil: „Werder hat in der Abwehr keine Waffen.“

Geht er die einzelnen Namen durch, dann schätzt Kohler, ähnlich wie Kohfeldt, den erfahrenen Moisander noch am besten ein: „Um das Ziel Europacup ausgeben zu können, brauchte Werder einen Leader-Typen wie ihn. Was Max Kruse vorne ist, das verkörpert Moisander hinten. Ich bezweifle aber, dass er Bremen auch auf internationaler Ebene noch geholfen hätte. Das liegt vor allem an der fehlenden Geschwindigkeit. Gegen einen Rashica im gegnerischen Angriff hätte Moisander leider keine Chance.“ Zwar sei auch Mats Hummels, Weltmeister von 2014, nie der Schnellste gewesen, erklärt Kohler, „aber mit Neven Subotic in Dortmund oder Jérôme Boateng in der Nationalelf passte es trotzdem perfekt, weil die neben ihm brutal schnell waren. Hummels kompensierte sein Tempo-Defizit durch seine individuelle Klasse: Er hat besser gestanden und besser antizipiert.“

„Veljkovic sehe ich nicht als Abwehrchef“

Dass Moisander in Bremen ein solcher Nebenmann fehlt, ist offensichtlich. Und wer einmal seine Nachfolge als Abwehrchef antreten soll, ist offen. Kohler legt sich fest, dass Veljkovic es nicht wird. Der serbische WM-Teilnehmer ist aus Kohlers Sicht „kein Leader, der auf dem Platz Verantwortung übernimmt und dirigiert. Das sehe ich bei ihm in den Spielen nicht – und deshalb sehe ich ihn in den nächsten Jahren auch nicht in einer Rolle als Abwehrchef, egal bei welchem Verein“. Überhaupt sei Veljkovic vielleicht etwas zu gut eingeschätzt worden. „Welche Waffe hat er denn?“, fragt Kohler, „er ist ein ordentlicher Kopfballspieler, aber nicht überragend. Er bringt eine gute Geschwindigkeit mit, ist aber auch hier nicht überragend. Veljkovics Zweikampfführung würde ich auch als normal einstufen, sicher nicht als überragend.“

Für Friedl sprächen seine Ausbildung und seine Jugend, urteilt Kohler: „Auch wenn er noch nicht so oft in der Bundesliga gespielt hat, muss man sagen: Wenn du bei Bayern geschult wurdest und mit damals 19 Jahren in der Bundesliga angekommen bist, dann kannst du auch was. Was der Junge nun braucht, um sich zu entwickeln, sind Vertrauen und vor allem mehr Einsätze.“

„Ein Neuer muss eine Verstärkung sein“

Kohfeldts aktuell vierte Option, den routinierten Langkamp, nennt Kohler einen „guten Kaderspieler. Jeder Trainer ist froh, bei einer Sperre oder Verletzung auf so einen erfahrenen Verteidiger zurückgreifen zu können“. Langkamp wechselte 2018 von Hertha BSC zu Werder.

Beim Hauptstadtklub sieht Kohler aktuell den Innenverteidiger spielen, der den Bremern für die nächsten Jahre vielleicht am besten weiterhelfen würde: Niklas Stark. Kohler: „Der bringt mit seinen 24 Jahren alles mit. Tempo, Zweikampfstärke und Persönlichkeit. Zudem kann er in der Defensive verschiedene Positionen spielen.“ Er nennt den Berliner Stark „eine Perle“ unter den Innenverteidigern der Bundesliga. Und genau hier beginnt für Werder das Problem: Seltene Perlen sind teuer. Mit einem Mann wie Stark müsste Werder eine klare Vision verbinden – und sich entsprechend dazu bekennen, auf dieser Position sehr viel Geld zu investieren.

In jedem Fall aber sieht Kohler Handlungsbedarf in der Defensive. Der Weltmeister: „Wenn Werder weiter langsam wachsen möchte, genügt in diesem Sommer ein neuer Innenverteidiger. Der muss aber eine klare Verstärkung sein, um in den nächsten Jahren als eine Stütze bei der Weiterentwicklung des Teams helfen zu können.“ Wenn dieser Prozess schneller gehen und in Bremen dauerhaft europäisch gespielt werden soll, „dann reicht ein neuer Innenverteidiger nicht aus“.

„Für hohe Ziele brauchst du eine starke Defensive“

Bei seiner Analyse bindet Kohler auch die Außenverteidiger ein: „Theodor Gebre Selassie und Ludwig Augustinsson marschieren viel, gerade Gebre Selassie setzt mit seiner Torgefahr vorne manchmal wichtige Akzente. Aber in der Summe sind beide Bundesliga-Durchschnitt.“ Kohler glaubt deshalb, dass die Bremer Außenverteidiger bei den anderen Klubs, die sich in der Bundesliga gerade für Europa qualifizieren, eher nicht als Stammkräfte agieren würden: „Das gehört zur Wahrheit dazu, wenn man die Abwehr beleuchtet.“

Mit der Erfahrung aus 105 Länderspielen und mehr als 500 Pflichtspielen als Profi in Deutschland und Italien ist Kohler bekennender Fan einer alten Fußballer-Weisheit, die auch für Bremen gelte: „Auf Strecke erreichst du hohe Ziele nur mit einer starken Defensive.“ Als Beispiel aus der aktuellen Saison verweist Kohler auf RB Leipzig: „Die haben sich vor allem deshalb für die Champions League qualifiziert, weil sie nur 24 Gegentore kassiert haben – weniger als alle anderen Mannschaften der Liga.“ Bremen hingegen kassierte in 31 Ligaspielen bereits 46 Tore, jetzt schon sechs mehr als in der gesamten Vorsaison. Nicht nur, aber auch wegen der Abwehr.

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am 02.05.2019, 18:08
Der Kommentar wurde durch die Verfasserin / den Verfasser gelöscht. Sofern Antworten auf diesen Kommentar vorhanden waren, wurden diese ebenfalls entfernt.
Deltator1 am 02.05.2019, 18:39
Jürgen Kohler war mal früher Klasse aber sein Kommentar ist nichts wert der Trainer und Baumann wissen schon selber was los ist. Sie werden schon handeln und dann werden wir sehen was passiert so schlecht ist die Hintermannschaft wie er sie macht siehe die Bayern Spiele !!
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Orwell am 02.05.2019, 18:56
Er macht die Hintermannschaft nicht schlecht sondern bezeichnet sie als Durchschnitt. Damit hat er absolut Recht. Und was war gegen die Bayern an der Defensive stark? In München hätte man locker 4-5 Gegentore kriegen können. Ok, Velkovic sah rot und dann war es schwer. Und im Pokal waren es ja wohl auch individuelle Fehler bei den ersten beiden Toren. Wir kriegen einfach viel zu viele einfache Gegentore. Und über das Düsseldorf Spiel reden wir lieber gar nicht. Da war die Defensive unterirdisch. Ist halt doch ein Qualitätsproblem
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Orwell am 02.05.2019, 18:45
Gute Einschätzung,die ich absolut teile. Und das, obwohl hinter der Abwehr ein Top Torwart steht. Ohne den wären es noch einige Gegentore mehr. In der Innenverteidigung muss dringend Verstärkung her, wenn man um den Bereich der Euroleage Plätze spielen will. Velkovic würde ich verkaufen bei akzeptablem Angebot. Hat für mich gar keine Stärken und finde ihn maximal Buli Durchschnitt. Spielt seit drei Jahren hier und entwickelt sich nicht weiter. Friedl könnte was werden. Der ist fußballerisch jetzt schon der beste. Könnte eine sehr gute Entwicklung nehmen und kann auch LV spielen.
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jamal0781 am 02.05.2019, 19:07
Unsere Innenverteidigung ist fürn Arsch da hat er recht
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Greenkeeper10 am 02.05.2019, 19:42
Meine auch ein neuer muss her der Auge hat des weiteren muss die Abwehr aber auch durch das Mittelfeld entlastet werden bei Werder steht die Abwehr ständig unter dauerbeschuss man stellt sich die Frage wann klingelt es
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Frank1969 am 02.05.2019, 19:45
Einen Stark müssen wir uns selber hochziehen....
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j.micoud am 02.05.2019, 20:52
Velko ist ein Kaempfer ,manchmal zu ueberhastet,aber so schlecht wie J.Kohler den macht,ist er nicht.Ihm fehlt noch ein bischen Geschick in brenzlichen Situationen.Denke ,wenn er es schafft verletzungsfrei zu bleiben und konstant zu spielen,ist er allemal wichtig fuer die Defensive.Der erinnert mich bisschen an Puyol.
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Orwell am 02.05.2019, 23:35
An Puyol? Schön wäre es. Daran erinnert maximal der Friseur. Der ist von Puyol so weit entfernt wie Harnik von Messi
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WERDER2016 am 02.05.2019, 21:01
Herr Kohler analysiert doch genau das, was der Realität entspricht. Sein Vorteil dabei ist, dass er die Sache neutral bewerten kann, ohne Ressentiments gegenüber dem Verein und auch ohne die grünweiße Brille. Mir fällt bei seinen Äußerungen nichts auf, was nicht stimmt oder unsachlich wäre. Interessant ist dabei auch die Einbeziehung der beiden AV. Gebre Selassie strebt mit großen Schritten seinem Karriereende entgegen und Augustinsson ist lange nicht der Überflieger als der er seitens des Vereins gepriesen wird.

Dem Durchschnitt, den Jürgen Kohler der Bremer Defensive attestiert, kann man nur zustimmen. Alles sind ordentliche Bundesligaspieler, die Werder im Moment gut tun und die dazu beigetragen haben, dass man eine von Anfang an sorgenfreie Saison mit einigen erfreulichen Highlights gespielt hat. Um weiter nach oben zu kommen, braucht es dringend defensive Verstärkungen, damit man Mannschaften wie 1899, BMG, LEV oder Frankfurt noch mehr unter Druck setzen kann.
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borowka am 03.05.2019, 08:41
Auf den Punkt, @Werder2016! 👍
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alanya_fuchs am 02.05.2019, 21:16
Ich liebe diese Schlauberger, die doch eigentlich nichts mit Werder zu tun haben und sich für ihre Zeilen bezahlen lassen.

Wem nützen diese Ratschläge außerhalb der Transferzeit?
Glaubt man, die Werder-Verantwortlichen würden die Probleme nicht selbst erkennen? Werder kann sich nur wenige überdurchschnittliche Spieler leisten. Hat man nicht gerade erst mühsam die Gehaltsausgaben senken müssen, um die Ausgaben mit den Einnahmen verantwortungsvoll in Einklang zu bringen?
Um teure Spieler kaufen zu können müssen andere verkauft werden. Das kann man allerdings nicht jährlich fortsetzen.
Warten wie doch einfach das Saisonende ab. Je nach Tabellenkonstellation wird das Einfluß auf die Einkäufe haben. "Vorhandene Spieler besser machen" wird eine Hauptaufgabe von Kohfeldt bleiben.
Trotzdem danke Herr Kohler für Ihre Meinung.
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Greenkeeper am 02.05.2019, 21:28
So sehr manches am Köhler-Interview weh tut, weil man als Werder-Fan ALLE Spieler unseres Kaders mag und sie zu 100% unterstützt, so sehr muss man mit abgenommener grün-weißer Brille zugeben, dass Kohler ganz einfach Recht hat.

Seine Perspektive ist nicht die von jemandem, der einen Verein beurteilt, der nichts anderes als Platz 9-12 erreichen will. Sondern die eines ehemaligen Spitzenspielers, der in seiner Karriere alles gewonnen hat und der abgesehen von Waldhof Mannheim, wo er groß heraus kam, nur bei Spitzenteams war.

Und von einem Spitzenteam ist Werder trotz aller wunderbaren Fortschritte leider immer noch ein ganzes Stück weit weg.
Interessant ist, dass er Stark erwähnt. Der wäre auch auf meinem Zettel, war er übrigens schon, als er noch in Nürnberg war.
Aber auch da hat Kohler Recht: Das würde sehr teuer, wenn man überhaupt zum Zug kommt.

Bei Vejlkovic sehe ich das nicht zu 100% wie Kohler, aber immerhin zu 90%: Diese Saison ist, was die Weiterentwicklung des Spielers angeht, eher ein Rückschritt. Viele so saudämliche und überflüssige Fouls, die beiden Platzverweise, die Punkte kosteten, sind da leider nur die Spitze des Eisbergs. Die Ansätze, die er ganz am Anfang gerade im Aufbauspielern zeigte, die Fantasie, dass wir da einen außergewöhnlich guten IV bekommen haben, der sich entwickelt, haben sich zumindest diese Saison enttäuscht.

Was noch sehr bedenklich ist, das sind die fehlenden Alternativen auf der Außenverteidiger-Position. Auf Links ist dies Friedl, der doch eigentlich Moisander in der IV mal ersetzen soll und der 3-Millionen-Euro-Mann Felix Beijmo, der Anfang letzter Saison noch reichlich dicke Töne spuckte, ist völlig in der Versenkung verschwunden.

Die Baustellen sind also nicht nur eine Qualitätsverbesserung in der IV.
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Altobelli am 03.05.2019, 11:19
"Bei Vejlkovic sehe ich das nicht zu 100% wie Kohler, aber immerhin zu 90%: Diese Saison ist, was die Weiterentwicklung des Spielers angeht, eher ein Rückschritt. Viele so saudämliche und überflüssige Fouls, die beiden Platzverweise, die Punkte kosteten, sind da leider nur die Spitze des Eisbergs. Die Ansätze, die er ganz am Anfang gerade im Aufbauspielern zeigte, die Fantasie, dass wir da einen außergewöhnlich guten IV bekommen haben, der sich entwickelt, haben sich zumindest diese Saison enttäuscht."

@Greenkeeper:

Das sehe ich persönlich nicht ganz so enttäuschend sondern schon auch als normale Entwicklung an. Veljkovic hatte noch im vergangenen Sommer mit Serbien bei der WM in Rußland mitgewirkt und gegen Brasilien sogar von Beginn an gespielt. Seine vorherige Saison war richtig gut! Das er nach einer für ihn ganz besonders positiven Saison inklusive der Teilnahme an der Weltmeisterschaft auch mal wieder in ein Loch fällt, finde ich nicht unbedingt außergewöhnlich. Mit 23 Jahren ist er sicherlich noch lernfähig und wird, so wollen wir es hoffen, aus seinen Fehlern lernen.
Pavard beispielsweise, wechselt für über 30 Millionen Euro im Sommer nach München. In Stuttgart spielt er als Weltmeister eher eine schwache Runde. Auch er ist jung und sammelt noch Erfahrungen.

Ich sehe bei Werder auch keine großen Baustellen. Mit Füllkrug hat man nun, wenn er denn fit wird, einen echten kopfballstarken Mittelstürmer für das Zentrum bekommen, der zudem auch mit dem Ball umgehen kann. Dann kann Pavlenka die Abschläge auch mal ins Zentrum bringen und nicht mehr nur auf die Außen zu Selassie oder Augustinsson.

Wichtig wäre noch eine gute Verpflichtung für das defensive Mittelfeld. Ein junger, talentierter Spieler mit Tempo, der ggf. auf der sechs oder auch in der IV spielen kann.
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susanneundjens am 02.05.2019, 22:38
Die Analyse ist im großen und ganzen ok. Die Äußerung "Ein Neuer muss eine Verstärkung sein" ist hingegen so bahnbrechend, dass darauf niemand selbst gekommen wäre:-).
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jamal0781 am 02.05.2019, 23:48
Ja einer wie Beijmo sollte er nicht sein
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dalmatiner am 03.05.2019, 12:25
@susanneundjens-Sie stimmen den Aussagen von Kohler zu,genau wie ich.Veljkovic kam bei Ihnen aber vor nicht langer Zeit deutlich besser weg.Nun,man kann seine Meinung ändern.Neue sollten eine Verstärkung sein ist ja nun nicht so verkehrt,aber waren zuletzt nicht immer solche.Gondorf und Möhwald waren höchstens Ergänzungen,wobei ich gegen beide Spieler nichts habe.Da kommt bei mir wieder der Name Füllkrug hervor,den @Altobelli als Verstärkung sieht.Eigentlich hat Füllkrug bisher nur eine Saison überzeugt,und man hat jetzt durch seinen Kauf schon einige Mio. ausgegeben.Darunter wird die Qualität eines etwaigen neuen IV oder 6er leiden.Vor kurzer Zeit wurde hier ja schon mal über die Qualitäten der IV diskutiert.Die Meinung der meisten user war eine andere als die von Kohler.Im Sturm ist man gut aufgestellt,auch im Mittelfeld,man sollte also wirklich in der Abwehr was tun,um insgesamt besser zu werden.Auch ein Kohfeldt kann nur das heraus holen,was er mit dem verfügbaren Kader heraus holen kann.Seine offensive Herangehensweise wird er nicht ändern,ist auch okay.Die Absicherheit nach hinten ist aber mit einer Besetzung Selassie,Veljkovic,Moisander,Augustinnsson,Sahin nicht ausreichend gewährleistet.Aus den von Kohler angesprochenen Gründen.Man muss dabei auch noch bedenken,dass man mit Pavlenka inzwischen wieder einen überdurchschnittlichen Torwart hat.Ich sah zuletzt öfter Duisburg mit Wiedwald,also man darf gar nicht dran denken..........
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Altobelli am 03.05.2019, 14:34
"Gondorf und Möhwald waren höchstens Ergänzungen,wobei ich gegen beide Spieler nichts habe."

@dalmatiner:

Das sehe ich in Bezug auf Möhwald auch wieder völlig anders. Das Sie ihn "höchstens als Ergänzung" sehen finde ich eher verwunderlich. Dafür stand er auch recht häufig in der Startelf und das völlig zurecht! Er hatte einen Großteil der Vorbereitung im letzten Sommer verpasst und stand zu Beginn der Saison öfters nicht im Kader, da es kaum Verletzte gab. Aber er hat seine Einsätze bekommen. Und auch wenn er nicht regelmäßig zur ersten Elf gehört, so sehe ich es als nicht gravierend an, wenn Möhwald mal von Anfang an spielt.

"Eigentlich hat Füllkrug bisher nur eine Saison überzeugt,und man hat jetzt durch seinen Kauf schon einige Mio. ausgegeben."

@dalmatiner:

Glauben Sie denn allen Ernstes das Werder für die kolportierte Ablösesumme von etwas über 6 Millionen Euro einen Spieler bekommen könnte, der in der Bundesliga in zwei oder drei Jahren am Stück 10 bis 15 Tor geschossen hat?

Des Weiteren muss man dazu sagen, dass Füllkrug schon vorher in der zweiten Liga beim Club sehr wohl gute Leistungen abgeliefert hat und recht regelmäßig getroffen hat.

Aufgrund seiner Verletzungshistorie ist die Verpflichtung natürlich auch mutig. Aber sollte er wieder fit werden, dann wird er für den Angriff eine echte Bereicherung sein, im besten Alter für einen Fußballer, kennt die Liga und den Verein.
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susanneundjens am 03.05.2019, 20:12
@dalmatiner: Vejlkovic hat ja letzte Saison auch stark gespielt. Da er jung ist, hat er Schwankungen. In den letzten 1-2 Monaten war er dann leider eher unterdurchschnittlich. Starke Leistungen hab ich da eher nicht gesehen. Ich würde ihn als Ergänzung behalten, glaube aber, dass Werder ihn verkauft, da sie die Erwartung haben dürften, dass sich jüngere Spieler spätestens nach 2-3 Jahren starke Fortschritte machen
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chrijunge am 03.05.2019, 10:46
Teile seine Ansicht komplett. Er schreibt die Abwehr ja auch nicht nieder, sondern betittelt sie als BuLI Durchschnitt. 2 Dinge würde ich noch ergänzen, Augustinson der viel rackert und die Aufgabe hat Flanken reinzubringen, bringt nicht 1 von 10 an den Mann. Das ärgert mich jedes Mal total. Wenn die Hälfte davon angekommen wäre, hätten wir einige Punkte mehr.
Und bei Friedl gehen alle von einer super Entwicklung aus. Ich finde das ist nach allen Spielen bisher eine Wundertüte.
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Zephier am 03.05.2019, 13:46
Ich sehe das anders. Ja, wir kriegen viele Gegentore. Das ist aber auch sehr der Tatsache geschuldet das wir mit den offensivsten Fußball der Liga spielen. Was wir ja aber auch unbedingt so wollen. Also, entweder die Außenverteidiger nach vorne und Offensivfußball spielen, oder devensiv stehen und weniger Torgefahr entwickeln. Mit den Mitteln die man in Bremen nun mal hat, kannst du nicht beides haben und diese Gegebenheit kann man schlicht nicht ändern sondern das beste draus machen. Was man in Bremen beträchtlich besser macht als der Bundesliga Durchschnitt. Ein tatsächliches Problem sehe ich darin das wir manchmal zu "nett" verteidigen. Aber auch da nicht in der Innenverteidigung, sondern davor. Da ist der einzige konstante Spieler Bargi. Die anderen sind gut (Klaassen, Rashica, Nuri etc.) aber phasenweise eben zu "nett". Und wenn Kohler das analysiert hätte dann hätte ich ihn ernst nehmen können
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dalmatiner am 03.05.2019, 14:18
Klaassen zu nett?
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Altobelli am 03.05.2019, 15:21
Klaassen reibt sich in jedem Spiel extrem auf. Der scheut keinen Zweikampf und muss selbst immer viel einstecken. Da kann von "nett" keine Rede sein.

Bei einigen fehlt in gewissen Situationen einfach die Cleverness, hier oder da mal ein taktisches Foul zu machen. Das Tor von Karaman in Düsseldorf zum 0-2 darf so niemals fallen. Genauso ein dummes Tor gab es schon in der Hinrunde in Leipzig. Einfach mal ein Trikotzupfer, gelb abholen und weitermachen....
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Zephier am 03.05.2019, 16:27
Ja, auch Klaassen. Ich hab ja geschrieben. Ich meine das nicht immer, und bei Klaassen sind die Phasen sehr gering, aber ja auch er hat Phasen in denen er nur mit dem Fuß versucht an den Ball zu kommen, statt auch den Körper einzusetzen (zu nett). Und verpasst man den Ball, kann der Gegner ohne Probleme einen super Pass spielen. Und das kann in der Bundesliga nun mal fast jeder Spieler. Und dann sieht der Verteidiger schlecht aus. Stört man den Mittelfeldspieler schon beim Pass (nur durch einen kleinen Rempler), dann hat es auch der Verteidiger leichter zu klären. Beobachte das und du wirst sehen das ich Recht habe
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