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Rasenreport
28.03.2019
Kommentar zu Kohfeldts Auszeichnung

Werder darf sich als Gewinner fühlen

© nordphoto


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Thomas Tuchel hat ihn gewonnen, Christian Streich und Julian Nagelsmann ebenso. Florian Kohfeldt, der den Trainerpreis des deutschen Fußballs 2018 erhalten hat, befindet sich also in einer namhaften Runde. Gewürdigt hat der DFB mit der Auszeichnung nicht in erster Linie Erfolge in der Bundesliga, sondern besondere Leistungen in der Nachwuchsarbeit.

Für diese Arbeit, Spieler auszubilden oder besser zu machen, gab es vor Kurzem schon eine andere Form der Auszeichnung. Dass Maximilian Eggestein von Joachim Löw für die Nationalmannschaft nominiert wurde, passt gut in diesen Kontext. Kohfeldt hat Eggesteins Entwicklung vom Jugend- zum Stammspieler der Bundesligamannschaft begleitet und bereitet. Die Berufung Löws zeigt, was bei optimaler Talentförderung möglich ist. Johannes Eggestein ist ein weiteres Beispiel dieser Fähigkeit, Milot Rashica ebenfalls. Kohfeldt ist ein Bessermacher, so lässt sich dieser Preis interpretieren.

Die Auszeichnung rückt Kohfeldt noch stärker in den Fokus, was ihm selbst eher unangenehm ist. Im Mittelpunkt sollen seiner Ansicht nach die Spieler stehen, sie stehen schließlich auf dem Rasen und müssen abliefern. Aber es ist nicht allein der Trainer, der von diesem Preis profitiert. Wie es auch nicht nur Maximilian Eggestein ist, der von seiner Berufung ins Nationalteam profitiert. Es ist der ganze Klub, der wieder anders wahrgenommen wird.

Einerseits durch die Erfolge in der Liga und im Pokal, die bundesweit für Aufsehen sorgen. Aber auch durch eine besondere Art, Fußball zu spielen. Durch einen Nachwuchsspieler, der es bis in die Nationalmannschaft geschafft hat. Und eben einen Trainer, der den Trainerpreis des deutschen Fußballs gewinnt. Es sind also viele Gründe, weshalb Werder sich als Gewinner fühlen darf.

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