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03.04.2019
2:0-Triumph im Pokal auf Schalke

Werder abgezockt ins Halbfinale

© dpa


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Das Spiel hatte noch gar nicht begonnen, da gab es schon die ersten Überraschungen. An oberster Stelle: Der eigentlich Unverzichtbare fehlte. Theo Gebre Selassie musste aufgrund von Oberschenkelproblemen kurzfristig passen. Der Tscheche fehlte in dieser Saison somit erstmals in einem Pflichtspiel, bis dato hatte er sogar in jeder einzelnen Minute auf dem Platz gestanden. Da sich Felix Beijmo bislang nicht wirklich als Alternative aufgedrängt hat, rückte Marco Friedl ins Team.

In der Innenverteidigung vertraute Trainer Florian Kohfeldt erneut Milos Veljkovic, nachdem es in den Wochen zuvor noch so ausgesehen hatte, als hätte sich Sebastian Langkamp den Platz neben Abwehrchef Niklas Moisander gesichert. Es war also im Vorfeld wieder einmal reichlich Bewegung in Werders Hintermannschaft – zumal auch noch Nuri Sahin den weiterhin verletzten Philipp Bargfrede auf der Sechserposition vertrat.

Rashicas erste Versuche

Wesentlich gemächlicher war der Bremer Einstieg in das Viertelfinale. Schalke gehörte die Anfangsphase, das Heimteam war zunächst deutlich aggressiver in den Zweikämpfen und erarbeitete sich so ein kleines Übergewicht. Bereits nach zwei Minuten musste Jiri Pavlenka im Strafraum gegen Breel Embolo klären. Werder wurde kurz darauf erstmals nach einem schnellen Konter gefährlich, der Abschluss von Milot Rashica war letztlich aber doch zu harmlos (9.).

Die Szene taugte aber ganz gut als Beleg dafür, wie die Gäste an diesem Abend zum Erfolg kommen wollten. Den Ball durch ein gesundes Pressing erobern, dann blitzschnell umschalten und so den Gegner überrumpeln. Das Problem war, dass Werder zu Beginn noch die nötige Präzision im Passspiel vermissen ließ, über gute Ansätze kam die Mannschaft so anfangs nicht hinaus.

Kreativität bleibt auf der Strecke

Je länger die erste Hälfte jedoch dauerte, desto auffälliger wurde Werder - ohne jetzt die ganz große spielerische Kontrolle zu besitzen. Ein weiterer Rashica-Schuss wurde von Schalke-Keeper Alexander Nübel pariert (18.), bei einem Abschluss von Marco Friedl hatte er zwar mehr Probleme, doch die Heimelf bekam die Situation noch geklärt (25.). Und trotzdem, so richtig schön war es nicht, was auf beiden Seiten gezeigt wurde. Zu jeder Sekunde war zu spüren, wie viel für beide Teams auf dem Spiel stand, einen womöglich entscheidenden Fehler wollte sich partout niemand leisten. Dadurch minimierte sich nicht nur das Risiko, auch die Kreativität litt erheblich.

Kurz vor der Pause hätte dann eine Co-Produktion der Eggestein-Brüder fast doch noch zu einem Werder-Treffer geführt. Maximilian setzte Johannes in Szene, dessen Schuss jedoch knapp am Tor vorbeiging (41.). Drei Minuten später spielten die Bremer einen Konter nicht genau genug zu Ende, sodass aus einer aussichtsreichen Gelegenheit letztlich nur ein Schuss in die Wolken wurde (44.). Es war der letzte - wenn man es so nennen möchte - Höhepunkt einer doch recht ereignisarmen ersten Hälfte.

Per Traumtor zur Führung

Gleich nach dem Seitenwechsel wurde es dann erstmals so richtig brenzlig vor dem Werder-Tor. Der erst 19-jährige Nassim Boujellab nahm Fahrt auf, wurde nicht entscheidend bei seinem Sololauf gestört und setzte den Ball nur knapp über den Kasten (47.). Dann segelte ein Freistoß von Sebastian Rudy in den Strafraum, zum Bremer Glück traf Embolo völlig freistehend das Spielgerät nicht richtig (50.). Nur 120 Sekunden später klatschte ein Schuss von Guido Burgstaller an den Pfosten. Nein, wirklich gut waren die Gäste nicht aus der Kabine gekommen.

Immerhin, Werder überstand diese Phase unbeschadet. Die nächste eigene Chance ließ jedoch bis zur 59. Minute auf sich warten, als Johannes Eggestein aus knapp 16 Metern deutlich verzog. Wesentlich besser machte es kurz darauf Milot Rashica. Friedl hatte dem Kosovaren den Ball aufgelegt - und der setzte ihn mit einem ebenso fulminanten wie schönen Distanzschuss unhaltbar ins Netz (65.). Ein echtes Traumtor.

Klaassen legt nach

Da war sie also, die Führung, die sich Werder so sehr gewünscht hatte. Die Führung, die den Klub möglichst ins Halbfinale bringen sollte. Doch es war noch ein weiter Weg zu gehen. Schalke probierte es verständlicherweise mit neuem Personal im Angriff und brachte nun Mark Uth. Und tatsächlich rollte zügig der nächste Angriff aufs Bremer Tor, der Abschluss des ebenfalls eingewechselten Yevhen Konoplianka war aber viel zu harmlos (69.).

Und was tat Werder? Antwort: Erhöhte die Führung. Rashica legte auf Ludwig Augustinsson ab, der perfekt auf Davy Klaassen flankte. Der Niederländer pflückte den Ball nicht nur aus der Luft, sondern setzte ihn auch überlegt ins lange Eck (72.). Eine unheimlich abgezockte Aktion des Rekordtransfers. 2:0 lagen die Bremer nun vorn - und es war nur schwer vorstellbar, dass das Weiterkommen jetzt noch einmal ernsthaft in Gefahr geraten sollte. Tat es auch nicht mehr. Einziges kleines Ärgernis: Nuri Sahin sah in der 90. Minute noch wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte und muss in der nächsten Runde zuschauen.

Wunschgegner: Hamburger SV

Es war vielleicht nicht Werders bester Auftritt in dieser Saison, es war aber ein unheimlich reifer. Einer, der Erfolg bringt. Und das ist gerade im DFB-Pokal das, was einzig und allein zählt. Eine knappe Viertelstunde vor dem Ende der Partie dachten die Fans im Gästeblock bereits über einen möglichen nächsten Gegner nach. Die Bayern sollten es nicht sein, auch RB Leipzig zählte nicht zu den Favoriten. Stattdessen soll es doch bitteschön ein Nordderby sein. „Über Hamburg fahr'n wir nach Berlin“ sang der Werder-Anhang laut, endgültig Klarheit herrscht darüber allerdings erst am kommenden Sonntag, wenn zeitgleich zum Auswärtsspiel in Mönchengladbach gelost wird.

GWfischkopp am 03.04.2019, 22:40
Nord Derby
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Lebenslang am 03.04.2019, 22:41
Sauber... Glückwunsch 😀
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heinun am 03.04.2019, 22:50
Grausam effektiv . Glückwunsch.
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jamal0781 am 03.04.2019, 22:51
Schlecht gespielt,, aber Hauptsache weiter.Jetzt bloß nicht gegen Bayern im Halbfinale.
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Daneris am 03.04.2019, 23:07
Also schlecht gespielt haben wir wirklich nicht.

Wir standen meist gut in unserer Grundordnung, und ich habe von der Führung an nicht 1 Minute das Gefühl gehabt, dass Schalke noch irgendwas reisen kann. (Vorher ehrlich gesagt aber auch nicht wirklich) :)
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jamal0781 am 03.04.2019, 23:15
Wir haben das Spiel durch Eigenleistung en gewonnen. Bis zum ersten Tor hatten wir fast keine Strafraumszenen und sehr viele Fehlpässe.Da war Schalke klar besser und hätte mehrfach in Führung gehen können.Aber egal.Weiter ist weiter.
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Daneris am 03.04.2019, 23:41
Erste Halbzeit waren wir ein bisschen besser, zweite Halbzeit kam Schalke gut rein, aber nach der Führung haben sie gar nichts mehr gerissen, von daher völlig verdienter Sieg.

Gegen Mainz standen wir finde ich defensiv schlechter und ich hatte öfter das Gefühl, dass wir noch ein Gegentor kassieren können, auch wenn wir da offensiv besser gespielt haben.

Das zweite Tor heute war übrigens keine Einzelaktion sondern schön herausgespielt.
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jamal0781 am 03.04.2019, 23:48
Die Spieler selbst und Frank Baumann sagen, dass es heute kein gutes Spiel von uns war.Aber egal.Denk was du willst
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Daneris am 04.04.2019, 05:33
Das tue ich sowieso, und es gibt einen Unterschied zwischen "schlecht" spielen und "nicht so gut" spielen :)
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Win26 am 03.04.2019, 22:58
Jetzt bitte ein Heimspiel gegen Hamburg 😁💚
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holger_sell am 03.04.2019, 23:02
Cool wäre natürlich auch HSV im Endspiel.
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Lebenslang am 03.04.2019, 23:04
Bin eher für HSV zu Hause im Halbfinale 😁
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Werderstern68 am 04.04.2019, 07:32
Nein im Endspiel wünsche ich mir nicht den HSV denn das würde die sonst so entspannte Atmosphäre auch mit den gegnerischen Fans vor und nach dem Spiel entscheidend stören.
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Andrea59 am 04.04.2019, 01:23
Die sind auch in Stellingen zu knacken.
Und dann Endspiel zu Hause.
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Lebenslang am 04.04.2019, 04:35
Ehm Endspiel zu Hause? Hab ich was verpasst???
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delles.wiki am 03.04.2019, 23:37
Die beiden dicken Brocken aus dem Pott gefischt! Wieder ein grün-weißer Moment, an den man sich lange und gerne erinnern wird, auch wenn es kein so tolles Spiel war, wie Davy Klaassen richtig angemerkt hat. Aber sein Tor war Zucker, ebenso das von Milot Rashica. Dafür hat sich alles gelohnt.
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Altobelli am 04.04.2019, 07:26
Es war kein tolles Spiel und irgendwie auch nicht der Pokalfight wie man es vielleicht im Vorfeld gedacht hatte. Aber Werder hat momentan einfach den besseren Lauf und Spieler mit einem extrem großen Selbstvertrauen. Das Tor von Rashica war natürlich aller erste Sahne.
Man muss aber auch sagen, dass der Sieg für Werder alles in allem vollkommen in Ordnung geht. Von den Schalkern kam insgesamt viel zu wenig. Sehr harmlos!
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Daneris am 04.04.2019, 07:47
Genauso ist es
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susanneundjens am 04.04.2019, 15:41
Jetzt gewinnen wir schon souverän, obwohl wir 60 Minute eher mau waren und Kruse ganz ausnahmsweise mal an keinem Tor beteiligt war. Das ist einer interessante und beruhigende Erkenntnis. Und Kohfeldt war so clever und wußte das Stevens uns auskontern wollte. Ansonsten war es wie schon in Dortmund sehr schön im Gästeblock. Jetzt ein Heimspiel gegen Hamburg wäre ein Traum. Berlin ist nur noch einen Schritt entfernt.
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Bubba am 04.04.2019, 16:12
Mit Werder's Losglueck geht es jetzt auswaerts zu den BAYERN
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susanneundjens am 04.04.2019, 17:12
Wer in Dortmund gewinnt, kann natürlich auch in München gewinnen. Ich sehe das entspannt und positiv. Mein Tipp: Wir kommen ins Finale und der Gegner heißt dort Leipzig.
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