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Rasenreport
21.02.2019
Flutlichtspiele im Weserstadion

Wenn am Deich das Licht angeht

© nordphoto


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Sie sind ja noch gar nicht so lange her, die Zeiten, in denen Werder auf der großen europäischen Bühne unterwegs war – und in denen die geschichtsträchtigen Flutlichtmasten des Weserstadions regelmäßig erstrahlten. Ob Real Madrid, Barcelona oder Chelsea: Die hochkarätigsten Werder-Gegner der vergangenen Jahre spielten dann in Bremen, wenn die Sonne längst untergegangen war.

Kein Wunder, dass die Hansestadt jedes Mal in Nostalgie schwelgt, wenn mal wieder eines dieser Flutlichtspiele ansteht. Aufgrund der ausbleibenden Duelle in der Europa- oder Champions League sind sie eine Seltenheit geworden – und werden dementsprechend im Vorfeld besonders emotional behandelt.

„Die Anstoßzeit hat etwas Besonderes. Für die Stadt, für die Fans und für uns. Unter Flutlicht spielen zu dürfen und zu wissen, dass die meisten Fans am nächsten Tag nicht zur Arbeit fahren müssen, das freut mich. Wenn es dunkel wird und man die Flutlichtmasten schon fast vom Hotel aus sehen kann, das macht einfach Spaß“, hatte Florian Kohfeldt einst gesagt.

Nun ist es wieder soweit, zum dritten Mal in dieser Bundesliga-Saison gehen an der Weser an einem Freitagabend die Flutlichtmasten an. Die ersten beiden Male verliefen erfolgreich, ein 2:0 gegen Wolfsburg und ein 3:1 gegen Düsseldorf standen am Ende an der Anzeigetafel.

Gegen Stuttgart erhoffen sich Fans und Verantwortliche Ähnliches, ein Sieg ist aufgrund der Werder-Ambitionen Pflicht. Und nicht nur die jüngsten beiden Beispiele machen Hoffnung auf einen Erfolg: Insgesamt mag die Freitagsbilanz von Werder zwar ernüchternd sein. Bei Heimspielen jedoch spricht die Kombination „Werder plus Flutlicht“ eine vielversprechendere Sprache: Nach den letzten zehn Duellen blieb der Dreier sechsmal in Bremen, nur einmal gab es eine Niederlage.

Flutlicht und Stuttgart? Da war doch was…

Und auch, wenn samstagabends im Weserstadion angestoßen wird, sieht es in der Regel gut aus: Unvergessen sind der 1:0-Sieg beim bis dato letzten Nordderby oder die emotionalen 2:1-Siege gegen Wolfsburg und Leverkusen in der Anfangszeit unter Trainer Alexander Nouri.

Für die Statistiker gibt es noch weitere Gründe für Optimismus: Zwischen 1984 und 1991 blieb Werder an einem Freitagabend 37-mal in Folge zuhause unbesiegt. Mit dabei: Der legendäre 8:2-Sieg gegen Hannover vom zweiten Spieltag der Saison 1985/86.

Ein ähnlich spektakuläres Ergebnis gab es auch, als der VfB zum letzten Mal bei Flutlicht an der Weser ranmusste. Es handelte sich um eines der unbeliebten Montagsspiele, am 32. Spieltag 2016 war das. Werder und Stuttgart befanden sich im tiefsten Abstiegskampf – und Bremen erlebte eine dieser magischen Nächte. Mit 6:2 wurde der VfB nach Hause geschickt und stieg am Saisonende ab.

Die letzten zehn Flutlichtspiele im Weserstadion:

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