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04.06.2019
Manager-Urgestein Bruchhagen fordert

„Vor Werders Entscheidung sollten die Fans Respekt haben“

© dpa


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Herr Bruchhagen, 30 Millionen Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren bekommt Werder von der Wohninvest Holding GmbH dafür, dass das Stadion künftig „Wohnivest Weserstadion" heißt. Ist das ein gutes Geschäft?

Heribert Bruchhagen: Stand jetzt, ja. In fünf Jahren werden Journalisten des WESER-KURIER entweder schreiben, es war ein guter Deal, oder sie werden fragen, wie konnte man nur? Es ist heute schwer einzuschätzen. In jedem Fall ist ein langfristiger Vertrag für den Namensgeber sinnvoll.

Aus welchem Grund?

Weil es lange dauert, bis sich der Begriff Weserstadion ein bisschen aufweichen lässt im Hinblick auf den Sponsor. Weserstadion ist in Stein gemeißelt, deswegen wird ein Sponsor Jahre dafür brauchen, um Effizienz zu erzielen. Das Beispiel Frankfurt zeigt aber, dass es möglich ist: Die Commerzbank ist seit fast 14 Jahren dabei und der Begriff hat sich verfestigt. In Hamburg hingegen weiß keiner, wie die Arena heißt, so oft wie der Name verändert wurde.

Vermutlich werden fast alle weiterhin vom Weserstadion sprechen, der Name des Sponsors wird selten erwähnt. Warum engagiert sich ein Unternehmen als Namensgeber eines Stadions?

Allein die Tatsache, dass Sie mich zu diesem Thema befragen und sich ihm zuwenden, führt dazu, dass auf einmal viele Menschen in Norddeutschland mit dem Namen Wohninvest etwas anfangen können. Wahrscheinlich wird es eine länger andauernde Diskussion geben, die über traditionelle PR-Maßnahmen nicht zu entfachen gewesen wäre. Die Marketingfachleute des Unternehmens werden sich das genau überlegt haben, sonst hätten sie es nicht gemacht.

Unter den Fans sorgt der Verkauf der Namensrechte für große Diskussionen. Ist das für Sie nachvollziehbar oder realitätsferne Fußballromantik?

Ich bin ein konservativer Fußballanhänger und überzeugt davon, dass Marco Bode und Frank Baumann, die ich beide gut kenne, ebenfalls konservativ sind in ihren Ansichten. Aber die Wettbewerbsfähigkeit Werder Bremens muss gewährleistet sein. Sie werden in einem Zwiespalt gesteckt haben, um sich dann aus Verantwortung dafür zu entscheiden. Manchmal muss der eingefleischte Fan akzeptieren, was die Geschäftsführung beschließt. Sie tun das ja nicht, weil sie keine Fußballfans sind, sondern weil sie den Klub wettbewerbsfähig halten müssen.

Muss ein Verein die Wut einiger Anhänger manchmal einfach aushalten?

Es stürzt ja nicht der Verein Werder Bremen ein. Das Weserstadion steht für sich, die Erschütterung der konservativen Fans sollte sich in Grenzen halten.

Werder hat eineinhalb Jahre einen Sponsoren gesucht. Weshalb ist es so schwer, einen Sponsor für die Namensrechte zu finden?

Die Frage kann ich nicht beantworten. Ich bin nur einmal, 2004 in Frankfurt, mit dieser Thematik konfrontiert worden. Nachdem wir die Commerzbank gefunden hatten, ging es anschließend nur noch darum, diesen Vertrag zu verlängern.

Werder bekommt drei Millionen Euro pro Jahr. Eine angemessene Summe?

Ich traue der Geschäftsführung Werders zu, dass sie die richtige Dosierung gefunden hat.

Werder ist ein Klub, der sich sozial engagiert und politisch positioniert. Spielt es eine Rolle, ob das Image eines Klubs zu dem des Sponsors passt?

Ein Immobilienunternehmen ist ja nichts Unanständiges, es ist Teil unserer Gesellschaft. Da sehe ich kein Problem. Und Werder ist ein Verein wie jeder andere auch. Ich bin zweimal, mit Frankfurt und dem HSV, die Rampe zum Weserstadion heruntergefahren, nirgendwo sind so viele Flaschen und Gegenstände gegen den Bus geflogen wie in Bremen. Uns ist eine Aggressivität aus dieser hochgelobten grünen Wand entgegengeschlagen, wie ich es selten erlebt habe. Die Besonderheit Werder Bremens konnte ich da nicht erkennen.

Finanzbranche, Immobilienbranche, Versicherungsbranche – sollte es für Fußballvereine bei der Suche nach Sponsoren Tabus geben?

Das sind alles Bestandteile unserer Gesellschaft, sie alle ziehen aufgrund ihrer Tätigkeit eine gewisse Notwendigkeit nach sich. Wo sollte es da ein Tabu geben? Suche ich eine Wohnung in Bremen, muss ich mich an einen Immobilienmakler wenden. Ich kann ja nicht durch die Straßen laufen und sagen, ich brauche eine Wohnung. Es gibt Dienstleister, die man benötigt.

Große Teile der Bremer Fanszene sind links, dort gibt es einen Aufschrei aufgrund des Verkaufs und auch ob des Unternehmens.

Wo gibt es den Aufschrei? Im Internet? Da gibt es immer ein paar Leute, die unzufrieden sind. Ich bin sicher, dass Sie ein ganz anderes Bild bekommen, wenn Sie in die Bremer Innenstadt gehen und die Menschen dort befragen. Bode, Baumann, Klaus Filbry und Hubertus Hess-Grunewald treffen Entscheidungen nicht leichtfertig, sie werden das in ihrer Verantwortung sehr genau abgewogen haben. Davor sollten die Fans Respekt haben, und nicht vor dem, was nachts im Internet gepostet wird.

Zur Person

Heribert Bruchhagen (70) kennt die Bundesliga wie kaum jemand. 1989 fing er als Manager beim FC Schalke an. Danach arbeitete er für den Hamburger SV und Arminia Bielefeld, ehe er von 2001 bis 2003 als Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga fungierte. Von 2003 bis 2016 war Bruchhagen Vorstandsvorsitzender bei Eintracht Frankfurt, von Dezember 2016 bis März 2018 bekleidete er diesen Posten beim HSV.

svwynton am 04.06.2019, 13:39
Das ist schon ein ganz schöner Quatsch, den Herr Bruchhagen hier absondert. Nur weil etwas Teil der Gesellschaft ist, heißt das, dass es gut ist? Gerade Immobilien Unternehmen stehen wie kaum etwas anderes für einen gefräßigen und rücksichtslosen Kapitalismus, der sich bald selber zerstört. Ich freue mich schon auf den lauten Knall, wenn die Immobilienblase wieder einmal platzt. Diese Leute braucht kein Mensch. Verdienen ihr Geld mit der Not anderer und machen dafür nicht einen Finger krumm. Wohninvest? Eher Wahninvest. Nein Danke!
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Netzorath am 05.06.2019, 15:33
Selten so viele Vorurteile und Unsinn auf einen Schlag gelesen. Diese Leute braucht kein Mensch? Du brauchst sie sicher nicht. Wenn es in einer Branche schwarze Schafe gibt, kannst Du nicht einfach alle über einen Kamm scheren. Denk einfach mal drüber nach, oder ach was, lass es.
Du freust Dich auf den Knall, wenn die Immobilienblase "wieder einmal" platzt?? Ernsthaft?
Hast Du ne Ahnung, wer davon alles betroffen wäre??
Du weißt überhaupt nicht, wovon Du redest. Und so einer darf sich mit dem Namen von Wynton Rufer schmücken.
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Trainer am 04.06.2019, 13:45
"Wo gibt es den Aufschrei? Im Internet? Da gibt es immer ein paar Leute, die unzufrieden sind. Ich bin sicher, dass Sie ein ganz anderes Bild bekommen, wenn Sie in die Bremer Innenstadt gehen und die Menschen dort befragen."
Genau damit hat er vollkommen Recht. Warum dieser Aufschrei wegen einiger "Ultra-Fans". Die Ultras sind eine kleine Minderheit unter den Werder-Fans und NICHT DAS Sprachrohr von Werder Bremen oder seiner Fans!!!
So bewertet z.B. der Vertreter des größten Werder Fan Klubs Ingo Kläner (Vorsitzender des Fanklubs „27801“ aus Dötlingen) diesen Deal komplett anders, WK-Interview vom 01.06.
Schade, dass zu diesem Punkt bisher immer nur gemeckert, kritisiert und sogar verleumdet wurde von sog. "Fans" aus einer bestimmten politischen Ecke, die als Außenstehende immer alles besser wissen, ohne irgendwelche Kenntnisse der Vertragsverhandlungen oder Inhalte. Was für ein mieses Verhalten!
Ich möchte hier an dieser Stelle den daran beteiligten Verantwortlichen unseres SVW ausdrücklich zu diesem Deal gratulieren und spreche auch im Namen weiterer Kollegen unseren Dank aus.
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Frank1969 am 04.06.2019, 13:57
Die Ultras repräsentieren SICH, nicht den Verein. Als Werderfan bin ich in der Lage mir mein eigenes Urteil zu bilden. Ob jetzt eine Gruppe Choreos macht im Stadion oder nicht, interessiert mich nicht. Ich lese nur, dass Werder ständig Strafe bezahlt für das Abzünden von Pyrotechnik....
Die reißen jetzt den Rand auf und machen auf wichtig? Ich würde jeden Strafbescheid an die Ultras weiter leiten. Sollen die einen Sponsor bringen der 30 Mio € für die Rechte bezahlt. Alternativen bringen nicht nur Geschwafel.... Dass die Kosten bis 2051 gedeckt sein müssen daran denken die Ultras nicht.
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nico426 am 04.06.2019, 14:27
Denkst du dass Familienväter mit ihren Grundschulkindern Stimmung machen?
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Nomolas am 04.06.2019, 14:46
@nico426:
Warum sollten sie das nicht?
Denkst du die heutigen Familienväter standen früher nicht in der Ostkurve und haben alles für ihren Verein gegeben?
Nur weil man sich in die Gesellschaft integriert, heißt es nämlich nicht, dass man nicht mehr Fan ist, oder weniger Stimmung machen kann. Und die meisten Väter geben das gerne bei Stadionbesuchen an ihre Kinder weiter.

Zu denken, dass andere außer Ultras keine Stimmung machen könnten, ist der Gipfel der Naivität und zeigt, dass Ultras keine anderen Fans neben sich akzeptieren.
Aber wenn schon so gefragt wird:
Glaubst du es waren Familienväter mit ihren Kindern, die so asozial waren Flaschen und andere Gegenstände auf die Busse von Frankfurt und Hamburg zu werfen?
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Werderstern68 am 04.06.2019, 16:09
@Nomolad besser hätte man es nicht auf den Punkt bringen können 👍👌✅
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Trainer am 05.06.2019, 09:28
@Nomolas: Sehr gut, genau richtig. Trifft übrigens bei mir und meinen Freunden absolut zu...
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Luckybox am 04.06.2019, 15:37
Ich habe mit dem Wohninvest Deal kein Problem.

Natürlich gibt's auch Grenzen die man nicht überschreiten sollte, aber diese Grenze hat Werder seit Jahren mit dem Wiesenhof-Deal schon überschritten meiner Meinung nach. Aber Profi-Fußball ist halt Kommerz, damit muss man sich abfinden oder halt das Kreisklasse Team um die Ecke unterstützen.
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Frank1969 am 04.06.2019, 19:04
Beim Kreisklassenteam gibt es auch schon Sponsoren, die auswärtige Spieler mit Jobs ködern.... Also auch dort wird mit Geld jongliert....
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anna82 am 04.06.2019, 16:15
Warum interviewt der Ex-Bildzeitungsschreiberling den Ex-HSV- und Frankfurtpräsidenten zu einem Thema, welches nur Werder und deren Fans betrifft?

Widerlich!
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Nomolas am 04.06.2019, 16:30
Und wieder jemand der sich mit seinem Kommentar selbst disqualifiziert...
1. Jeder hat das Recht sich zu öffentlichen Themen zu äußern (Meinungsfreiheit)
2. Jedes journalistische Medium, sei es noch so schlecht, hat das Recht andere zu öffentlichen Themen zu befragen und darüber zu berichten(Pressefreiheit)

Widerlich sind nur solche "Individuen" die anderen ihre Grundrechte absprechen wollen.

Also: Erst nachdenken, dann schreiben!

Übrigens: Prinzipiell betrifft das Thema nicht einmal die Fans. Sie regen sich nur künstlich darüber auf. ;-)
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Michou am 04.06.2019, 22:39
Die Frage „Warum“ haben Sie ja nun beantwortet, die Frage an sich, und dass jenes widerlich gefunden wurde erfüllt meiner Meinung nach nicht den Tatbestand des Absprechens von Grundrechten....
@ allgemein wir sollten alle miteinander weniger selbstgerecht diskutieren , manches
scheint sofort gewisse Dinge wie Klassenkampfmechanismen zu triggern ...
Da werde auch ich mal engstirnig und überinterpretiere....
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alanya_fuchs am 04.06.2019, 16:41
Herr Bruchhagen ist durch seine langjährige Tätigkeit ein allgemein anerkannter und geschätzer Fachmann.
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AnFo am 04.06.2019, 18:04
sprichst du jetzt nicht auch anna82 das recht ab sich darüber aufzuregen? ;-)
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Nomolas am 04.06.2019, 18:33
Personen die sich über Vorgänge beschweren, welche durch unsere Grundrechte geschützt sind, wollen eben jene in Anspruch nehmen... Das ist blanke Ironie.
Also ja, wer anderen ihre Rechte abspricht, dem gestehe ich die Forderung nach selbigen nicht zu.
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jamal0781 am 04.06.2019, 18:57
😂😂😂
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Frank1969 am 04.06.2019, 19:06
Ich fand es immer interessant was Heribert Bruchhagen zu sagen hatte. Besonnener Mann der lange im Geschäft war. Unsympathisch fand ich ihn auch nicht, trotz dem HSV.... 😉
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Zephier am 04.06.2019, 18:12
Es wäre fahrlässig 30 Millionen Euro auszuschlagen. Und die, die am lautesten schreien sind auch die, die fordern das man neue Spieler kauft, sich auf Positionen verstärkt, endlich nen Verteidiger holt der was kann usw. Sowas kostet Geld, die Eggesteins zu halten kostet Geld. Laut schreien kann jeder, nachdenken offenbar nicht so viele. Also, Frankfurt musste absteigen, Köln ständig, Gladbach usw. Und obwohl wir so eingeschränkte Mittel haben halten wir uns immer wieder und weiter in der ersten Liga. Da schrei ich doch nicht danach unsere Position noch weiter zu verschlechtern. Also, seit ich Werder Fan bin hat Werder immer besser gearbeitet als so ziemlich alle anderen Vereine, und auch hier hat Werder einen Weg geschafft dasselbe zu erreichen wie die anderen UND auch noch Weserstadion im Namen zu behalten. Wieder mal besser gearbeitet als andere
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Frank1969 am 04.06.2019, 19:15
Werder macht das Beste aus ihren Möglichkeiten. Davon sind Klubs wie der HSV oder Stuttgart, die wirtschaftlich ein besseres Umfeld haben, auch ein großes Stadion, weit davon entfernt. Wenn dann Werder sich entscheidet den Stadionnamen zu verkaufen, dann ist es ihr gutes Recht.
Ich vertraue da den Verantwortlichen des SVW. Der Deal mit Wohninvest ist nur zum Wohle des Vereins.
Das Gesabbel der Ultras nervt. Die nehmen sich viel zu wichtig. Ich glaube nicht dass die Stimmung nur von ihnen abhängig ist.
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j.micoud am 05.06.2019, 04:01
Sobald Werder erfolgreich ist, redet keiner mehr schlecht über den Vorstand. Bei Wiesenhof hat mich damals ein Pfeil ins Herz getroffen und ich habe es auch überlebt. Werder Fans sind eigentlich schon immer fair und sozial gewesen und haben meiner Meinung nach ganz wenig Gewaltpotenzial. Unsere Vereinsführung kann in der Hinsicht beruhigt sein. Ich höre gerne zu, was Fachleute über Werder sagen und manchmal fand ich es auch widerlich.Lasst doch die Leute ihre Meinung dazu sagen. Vielleicht gibts es Gründe für diese Gefühlsausdrücke einiger User.Man muss ja nicht auf Heribert gleich stehen, weil er im Bezug auf Werder seinen Senf abgibt. Ich fands im ersten Moment auch komisch, schliesslich ist Werder Bremen nicht sein Business.
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Trainer am 05.06.2019, 09:39
"Werder Fans sind eigentlich schon immer fair und sozial gewesen und haben meiner Meinung nach ganz wenig Gewaltpotenzial".
Das mag sein und trifft wohl überwiegend zu. Hier aber leider noch ein schlechtes Beispiel. Auf der Rückfahrt des Auswärtsspiels aus Hannover diese Saison, mit dem Zug, gab es große Probleme. Die Rückfahrt dauerte knapp 4 Stunden!!!!! Das lag daran, dass ein Teil, ich sage bewusst nur ein Teil, der Werder Ultras komplett durchgedreht ist und in unbändig agressiver Weise einige Abteile verwüstet hat. Das ist keine Verleumdung, denn sie haben sich ja selbt geoutet. Wer den Schaden bezahlen musste, vermutlich wurden Steuergelder bemüht, weiß ich nicht und ob dieses Verhalten mediale Auswirkungen auf das Image der gesamten Werderfans hatte, also auch der friedlichen, zu denen ich mich zähle, kann ich nicht beurteilen.
Leider war das eben kein Einzelfall und zeigt die andere Seite eines Teils der sog. Ultras. Auch die Vereinsführung wird von dieser Problematik Kenntnisse haben, aber das wird natürlich nicht öffentlich gemacht...
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j.micoud am 05.06.2019, 14:09
Finde ich sehr schade, dass die mit negativen Schlagzeilen auf sich aufmerksam machen wollen. Leider lässt sich das nicht komplett vermeiden. Wie überall gibts schwarze Schafe und fast jedes Unternehmen hat seine Leichen im Keller. Wenn man was besonderes sein möchte, dann muss man sich auch dementsprechend verhalten, sowohl die Fans, als auch der Verein.
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Per am 05.06.2019, 09:24
Es wäre Werder zu wünschen, mal einen Sponsor zu finden, von dessen Image (auch) der Verein profitiert, das ist leider seit Jahren nicht der Fall...
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Trainer am 05.06.2019, 09:47
...und bei welchem Verein ist das dann so,
welche Sponsoren schlägst du vor, welche passen denn deiner Meinung nach zu Werder???
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Nomolas am 05.06.2019, 10:59
@Trainer:
Vergiss es.... Es werden nur Dinge bemängelt oder gefordert. Aber Auf solche Fragen bekommst du doch keine Antwort...
Was die meisten nicht verstehen ist, dass es heutzutage keine finanzkräftigen Sponsoren gibt, die eine "weiße Weste" vorweisen können.
Schauen wir uns allein mal die Hauptsponsoren der "großen" an:
Bayern/Telekom - Die Telekom war schonj in dutzende Skandale (Überwachung, Korruption, Preistreiberei) involviert.
Dortmund/Evonik - Evonik ist ein Chemie- & Energiegigant. Da muss man wohl nichts mehr zu sagen
Schalke/Gazprom - Alles negative an Gazprom würde hier wohl den Rahmen sprengen.
Leipzig/Red Bull - Mal abgesehen davon, dass der regelmäßige Genuß von Red Bull die Gesundheit schädigt, kauft RB inzwischen alles was sportlich bezahlbar ist und legt die Kosten auf die Kunden um.
Überall nur Versicherungen, Banken, Automobilkonzerne, Immobilienkonzerne und und und...
Vom Liga-Sponsor Volkswagen wollen wir gar nicht erst anfangen.

Und wer jetzt glaubt, dass es doch Freiburg mit Schwarzwaldmilch ja was tolles sei, der hat keine Ahnung wie die Milchindustrie die Milchbauern malträtiert, die EK-Preise immer weiter drückt und die VK-Preise erhöht...
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svwynton am 05.06.2019, 11:43
Werder verpasst hier ganz klar eine Chance, Dinge anders (und ja vielleicht besser) zu machen. Wenn man sich immer nur an den anderen orientiert, verliert man nämlich irgendwann nach und nach seine Alleinstellungsmerkmale und damit auch den Kern der Marke Werder. Ist einfach ein ganz schwaches Argument zu sagen, dass das nun mal leider alle so machen. Und bei Bedarf können wir ja gerne mal ne Liste mit Unternehmen zusammenstellen, die nachhaltig, ökologisch verantwortungsbewusst und human arbeiten. Findet sich bestimmt das eine oder andere.
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Per am 05.06.2019, 12:24
Richtig, und ich werde hier nicht umsonst den Job von Filbry machen...
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Netzorath am 05.06.2019, 15:42
@wynton
Und was wollen die zahlen, 100 € im Monat oder im Jahr?
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svwynton am 05.06.2019, 22:46
🙄🤷‍♂️ Klar kann man auch alles einfach so hinnehmen und geschehen lassen. Dann ist es aber irgendwann egal, welchen Verein ich unterstütze. Dann fangen wir bei Wiesenhof an und hören bei den Scheichs und Oligarchen auf. Mal sehen, was dann noch übrig bleibt vom Werder Spirit. Just saying. Ich finde einfach, das sind Dinge, die diskutiert werden können müssen. Aber das sollte bitteschön auch geschehen. Und wenn ein Herr Bruchhagen daherkommt und über die kapitalistische Grundordnung der Gesellschaft schwadroniert und die Werder Fans auffordert, das alles einfach so zu akzeptieren, finde ich das schon fragwürdig.
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Netzorath am 06.06.2019, 13:02
Das ist ja völlig undifferenziert, was Du da schreibst. Wer die Namensänderung befürwortet, landet noch lange nicht bei Scheichs, was für ein Unsinn. Dich hat der Wiesenhof-Deal nicht von Werder abgehalten, jetzt protestierst Du gewissermaßen im Wiesenhoftrikot dagegen, den Namen des Stadions zu verkaufen. Das ist geradezu lächerlich, da fehlt jegliche Verhältnismäßigkeit. Du forderst Diskussion, aber was Du selber davon hältst, zeigt Deine völlig unsachliche Bewertung der Aussagen von Bruchhagen. Der hat nicht schwadroniert, sondern seine klare Meinung gesagt. Abweichende Meinungen diskreditierst Du mit "alles einfach so hinnehmen und geschehen lassen". Da bleibt einem nur eins, nämlich es einfach nicht ernst zu nehmen. Für Dich heißt Diskussion erkennbar, Deine Meinungen hinzunehmen, aber abweichende in der genannten Weise niederzumachen, das Ganze gern dann auch noch vermischt mit substanzlosen gesellschaftskritischen Äußerungen. Nur, wer so tickt wie Du, ist das, was Du unter einem Fan verstehst.
Wer die Vorgehensweise von Werder in diesem Fall befürwortet, hat sich durchaus seine Gedanken gemacht, die vielleicht sogar auf einer gewissen Substanz fußen. Mit alles hinnehmen und egal welchen Verein ich unterstütze hat das nichts zu tun. Das ist eine absolut haltlose Unterstellung.
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svwynton am 06.06.2019, 13:56
Phew, Danke für die Antwort. Da möchte ich gerne nochmal drauf antworten.
1. der Wiesenhof Deal schmeckt mir bis heute nicht.
2. ein Trikot mit Wiesenhof Schriftzug habe ich nie erworben und werde ich auch nicht.
3. die Stelle, wo ich "abweichende Meinungen niedermache" musst du mir noch mal zeigen.
4. meine Kommentare hier bezogen sich auf die Einlassungen Bruchhagens, denen ich in dieser Form nicht folgen kann und will.
5. es ist offensichtlich, dass hier unter der Oberfläche etwas viel Wichtigeres verhandelt wird, nämlich Identifikation, Werte, und ein System, das kritisiert werden kann, ja muss. Genau das tut Herr Bruchhagen nicht und das habe ich angeprangert. Dass der Verein Werder Bremen Sach-und Geldzwängen unterliegt und dementsprechend auch Entscheidungen getroffen werden, steht ja außer Frage.
6. nie würde ich jemandem sagen, wie er sein Fandasein auszuleben hat, das ist geradezu lächerlich.
7. Natürlich sind die Scheichs eine polemische Überspitzung gewesen; jedoch habe ich dieses rhetorische Mittel bewusst gewählt, um etwas zu verdeutlichen, nämlich eine Tendenz hin zur Eventisierung und weg vom Fan.

Verständlicher so?
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Netzorath am 06.06.2019, 17:12
Nö. d.h. vielleicht verständlicher, aber immer noch undifferenziert und als Kritik an Werder maßlos überzogen und auch ungerecht, sage ich als jemand, der in den letzten Jahren für seine Werderkritik hier viel Schelte bezogen hat.
Ist wahrscheinlich tatsächlich so, dass Du nicht merkst, wie Du andere Ansichten niedermachst. "Wenn man alles hinnimmt", schreibst Du, als wenn derjenige, der mit dem Namen nicht die Probleme hat, alles hinnimmt, also wer die Namensänderung hinnimmt, dem ist alles egal. Das nenne ich niedermachen. Nur ein Beispiel. Oder das Niedermachen jedes Maklers auf der Welt. Ich kann Dir Leute nennen, die froh sind, dass es diese gibt. Wenn es einige verantwortungslose Autofahrer gibt, kann man doch nicht alle verdammen. Da gibt es welche, wie Du sie beschreibst, aber auch höchst verantwortungsvolle Menschen, die für ihre Auftraggeber ein Segen sind.
Mag sein, dass Wiesenhof Dir nicht schmeckt, aber Du bist noch dabei und prangerst jetzt an wegen des Namens. Meine Bemerkung "im Wiesenhoftrikot gegen den Namen protestieren" war natürlich eine bewusste Überziehung, um das Unverhältnismäßige zu zeigen. Wer für den Namen - und sorry, was ist an dem Namen Weserstadion so toll? - Geld kassieren kann, dem nun gleich was von "Eventisierung weg vom Fan" zu erzählen, ist doch echter Schwachsinn, genauso in dem Zusammenhang davon zu reden, "dass hier unter der Oberfläche etwas viel Wichtigeres verhandelt wird, nämlich Identifikation, Werte, und ein System, das kritisiert werden kann, ja muss". Maßlos überzogen, das ist bei Werder gerade nicht der Fall, sonst hätte Werder längst einen Sponsor, der auch mich verscheuchen würde. Lass mal die Kirche im Dorf und komm runter. Weil sie eben so nicht sind bei Werder, haben sie doch die Probleme, einen Sponsor zu finden, weil die doch alle das Sagen haben wollen. Nee nee, lass die mal machen, das ist schon alles okay, von Wiesenhof mal abgesehen, da haben sie sich wohl beschwichtigen lassen. Wobei man sagen muss, von Beschwerden dort ist nichts mehr zu lesen. Viellicht sehen wir Wiesenhof ja auch als schlimmer an, als es ist, kann ja auch sein. Würde ich jedenfalls mal drüber nahcdenken.
Du musst Bruchhagen nicht folgen, aber leider haben seine Äußerungen mehr Substanz als Deine. Übrigens fand ich Bruchhagen nie so toll, das nur nebenbei. Seit er von Frankfurt weg ist, explodieren die regelrecht, und d as hat Gründe. Der hat denen immer erzählt, wie klein sie sind und dass sie nichts erreichen können, weil di eersten Sechs sowieso feststehen u.ä. ähnlihc wie jetzt Hecking in Gladbach. Die eigene mäßige Leistung beschönigen, indem man den Verein klein macht. Und jetzt sind in Fft Leute, die sagen, nichts ist unmöglich, und siehe da. Aber hier nicht das Thema, sondern ein anderes, viel interessanteres.
Werder "verhandelt'" unter dem Tisch nicht die genannten Werte, im Gegenteil.
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svwynton am 06.06.2019, 18:18
Nun ja. Fair enough. Allerdings wird es wohl seinen Grund haben, dass dieses Thema so emotional diskutiert wird. Das habe ich mir ja nicht ausgedacht. Aber gut. Agree to disagree.
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Kostenlos in der gesamten Saison 2017/2018!

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