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Rasenreport
09.03.2019
Nächster Umbau in der Abwehr

Veljkovic' Pech ist Friedls Chance

© nordphoto


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Breel Embolo war bereits vom Stürmer zum Flugobjekt geworden, als Milos Veljkovic den Schalker berührte. Schiedsrichter Martin Petersen griff trotzdem zur Gelben Karte in jener 21. Minute und zeigte Veljkovic die fünfte der Saison. Damit ruht die Rolle des Serben als Interims-Stammverteidiger im Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen. Da Sebastian Langkamp vor Ende März nicht fit wird, gibt es nur einen naheliegenden Ersatzmann: Marco Friedl.

Dass der Österreicher erst 227 Pflichtspielminuten absolviert hat in dieser Saison, bereitet Trainer Florian Kohfeldt keine Sorgen. „Ich plane mit Marco und bin ganz ruhig, weil ich weiß, was Marco kann“, sagte er. „Er ist nah dran. Für mich ist er ein sehr guter Innenverteidiger, der auf dem Weg sein könnte, ein Top-Spieler zu werden. Es gehört noch eine Menge dazu, aber von den reinen Fähigkeiten – Schnelligkeit, Passspiel, Kopfballstärke – hat er das drauf.“

Die Basis für diese lobenden Worte sind größtenteils Friedls Trainingsleistungen. Denn Einsätze waren nicht nur rar gesät für den 20-Jährigen, der am Tag vor dem Spiel in Leverkusen 21 wird, sie gingen zum Teil auch mächtig schief. In der ersten Halbzeit im Hinspiel gegen Bayer stand Friedl vollkommen neben sich und wurde zur Pause beim Stand von 0:3 ausgewechselt, 2:6 verlor Werder am Ende.

Rehabilitiert gegen Düsseldorf

Sowohl Kohfeldt als auch seine Kollegen schützten den Youngster anschließend. „Ich gebe mir eine große Teilschuld dafür, dass es gegen Leverkusen nicht geklappt hat. Wenn ein 30-Jähriger neben einem 20-Jährigen spielt, dann gilt es, besser zu kommunizieren“, sagte zum Beispiel Langkamp. Ein paar Wochen später gegen Fortuna Düsseldorf spielten beide wieder nebeneinander und machten es ordentlich beim 3:1-Erfolg. Seitdem ist Friedl rehabilitiert, kam aber kein einziges Mal mehr zum Einsatz.

Sollte Kohfeldt in Leverkusen nun auf eine komplett linksfüßige Innenverteidigung in einer Viererkette mit Friedl und Niklas Moisander setzen, wäre das eine Premiere. Bislang gab es diese Konstellation nur in einer Dreierkette. „Marco macht generell einen sehr guten Eindruck im Training und deutet dort immer wieder sein großes Potenzial an“, schloss sich am Sonnabend auch Philipp Bargfrede dem Lob von Trainer Florian Kohfeldt an. „Das Hinspiel ist für ihn unglücklich gelaufen, aber ich bin mir sicher, dass er – sofern er spielen wird – ein deutlich besseres, ein richtig gutes Spiel machen wird.“

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