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03.06.2019
Kommuniqué zum Stadionnamen

Ultras werfen Werder Scheinheiligkeit vor

© nordphoto


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Dass Werder die Namensrechte am Weserstadion an die „Wohninvest Holding GmbH“ verkaufen wird, hat bei den Fans der Grün-Weißen für geteilte Meinungen gesorgt. War der Aufschrei direkt nach dem Bekanntwerden am vergangenen Freitag in den sozialen Medien zunächst groß, wurden nach und nach auch viele Stimmen aus der Fanszene laut, die den Deal durchaus vertretbar finden und ihn teilweise sogar befürworten. Das ­Weserstadion heißt nach Mein-Werder-Informationen künftig offiziell „Wohninvest Weserstadion“, dafür zahlt die Immobilienfirma aus Baden-Württemberg über einen Zeitraum von zehn Jahren insgesamt 30 Millionen Euro an die Weserstadion GmbH, die je zur Hälfte Werder und der Stadt Bremen gehört. Die Werder-Ultras nahmen diese Meldung nun zum Anlass, um deutliche Kritik am Verein, an der Stadt und an der Firma „Wohninvest“ zu üben.

Am Sonntagabend veröffentlichten die sieben großen Ultra-Gruppierungen (Caillera Ultras, Infamous Youth, UltrA-Team Bremen, L‘Intesa Verde, Ultra‘ Boys, Wanderers Bremen und HB Crew) ein gemeinsames Kommuniqué zu dem Thema. Das Schreiben beginnt mit einer längeren Passage, in der verdeutlicht wird, dass der Verkauf beziehungsweise die Änderung des Stadionnamens keine wirkliche Überraschung sei. Der Ablauf sei jedoch zu kritisieren, die Ultras beklagen unter anderem mangelnde Transparenz und Unehrlichkeit. Demnach sei ihnen vonseiten der Werder-Geschäftsführung zugesichert worden, dass der Fanbeirat, der aus Ultras und dem Dachverband Bremer Fanklubs besteht, über die Entwicklungen beim Verkauf des Stadionnamens stets auf dem Laufenden gehalten werde. Dieses Versprechen sei nicht eingehalten worden, vom baldigen Vertragsabschluss habe die Fanszene durch die Medien erfahren. Auch die kreativen Ideen der Fans – etwa Karten für ein fiktives Spiel zu verkaufen, um Geld zu sammeln – seien nicht ausreichend berücksichtigt worden. „Der Verein glänzte gegenüber seinen Fans vor allem durch intransparentes und unehrliches Handeln“, heißt es.

Auf diese Vorwürfe der Ultras wollte Werder nicht detailliert eingehen. Michael Rudolph, Direktor Kommunikation, gab am Montag aber ein allgemeines Statement zu dem Thema ab: „Die Ultra-Gruppierungen haben uns ihre Gedanken ebenfalls mitgeteilt. Wir sind mit unserer aktiven Fanszene in einem regelmäßigen Austausch. Wir haben sie in den vergangenen Tagen über den Stand der Gespräche unterrichtet und werden diesen Dialog auch weiterhin auf dem direkten Wege fortsetzen.“

Gesprächsbedarf gibt es reichlich. Des Weiteren bemängeln die Ultras in ihrem Schreiben etwa, dass Werder die Werte des Vereins zugunsten eines lukrativen Deals hintenanstelle. Vergangene Aussagen von Sportchef Frank Baumann zur Suche nach einem Stadionsponsor („Geld spielt nicht die entscheidende Rolle. Die Marke muss zu unserer Philosophie passen.“) werden nach Ansicht der Ultras durch den bevorstehenden Deal mit „Wohninvest“ mehr oder weniger ad absurdum geführt. Ihrer Meinung nach steht die Immobilienbranche und damit auch die Firma aus Baden-Württemberg, die auf Büro- und Gewerbeimmobilien spezialisiert ist, vor allem für Ungleichheit und Verdrängung. „Wenn also zukünftig der Name ,Wohninvest‘ das Weserstadion ziert, dann wird der SV Werder an seine Scheinheiligkeit, stets die eigenen Werte dem Geld vorzuziehen, erinnert“, heißt es im Kommuniqué.

Auch die Stadt Bremen steht in der Kritik: „Der Deal zwischen der Wohninvest Holding GmbH und der Werder-Geschäftsführung (...) bedeutet vor allem die finanzielle Entlastung der Stadt Bremen, die sich zwar dann und wann mit seinem sportlichen Aushängeschild brüstet, sich aber in keiner Weise bereit erklärt, ihrer finanziellen Verantwortung nachzukommen, was uns sowohl im Fall ,Polizeikosten‘ als nun auch in diesem Fall vor Augen geführt wird.“

Letztlich schließen die Ultras das Kommuniqué mit der Forderung, dass sich Werder noch einmal „genaustens überlegen“ solle, „ob man seine Unterschrift unter diesen Vertrag setzen will oder, ob es nicht durchaus auch andere Lösungen geben kann.“

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Das Kommuniqué im Wortlaut

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Stadionnamen erhalten! Scheiß Wohninvest!
Moin Werderfans!

Schon lange stand der Verkauf beziehungsweise die Änderung des Stadionnamens im Raum. Schon lange blickten wir Fans gebannt auf die Verhandlungen, forderten von Seiten des Vereins Transparenz und eine Gewissheit, dass der Stadionname auch nach dem Auslaufen des Vertrags mit EWE beibehalten wird. Doch am Ende steht die Einsicht, dass wir Fans mit unseren Belangen wohl das kleinste Zünglein an der Waage sind und sich nun auch der SV Werder dazu entschließt, seinen Stadionnamen herzugeben.

Nun ist dieser Entschluss nicht gänzlich verwunderlich. Schon zu Zeiten des erwähnten Vertrags mit EWE hatte sich die Führungsriege des SV Werder zum Verkauf der Namensrechte bewegen lassen. So verzeichnete sich der Vertragspartner als Inhaber der Namensrechte, behielt den Namen „Weserstadion“ aber weiter bei und agierte lediglich als spendabler Geldgeber. Eine kreative Lösung in Zeiten, in denen die Mechanismen des Kapitalismus auch im Profifußball zunehmend spürbar werden und der Versuch höhere Einnahmen zu erzielen, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten, lediglich eine logische Schlussfolgerung darstellt. Denn der Druck immer effizienter zu werden, möglichst viele Gewinne zu erwirtschaften und den Verein mit der Zeit zu einem Wirtschaftsunternehmen zu wandeln, wird von Jahr zu Jahr größer und lässt den sportlichen Wettbewerb mehr und mehr mit einem wirtschaftlichen Wettbewerb Hand in Hand gehen. Spieltagszerstückelungen, Investoren und der Verkauf von Namensrechten von Tribünen oder ganzen Stadien sind dabei ein gängiges Mittel. Überraschend kommt der Entschluss der Werder-Geschäftsführung also nicht. Und dennoch ist folgender Punkt zu beachten: Der Profiteur des Deals ist keineswegs die SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA sondern in erster Linie die „Bremer Weser-Stadion GmbH“ – kurz BWS – , deren finanzieller Haushalt jährlich mit 2,75 Mio. € aufzustocken ist und als deren Inhaberin sich zu einer Hälfte die Stadt Bremen verzeichnet. Der Deal zwischen der Wohninvest Holding GmbH und der Werder-Geschäftsführung spielt hinsichtlich sportlicher Entwicklungen und möglichen Transfers also keine große Rolle, denn er bedeutet vor allem die finanzielle Entlastung der Stadt Bremen, die sich zwar dann und wann mit seinem sportlichen Aushängeschild brüstet, sich aber in keiner Weise bereit erklärt, ihrer finanziellen Verantwortung nachzukommen, was uns sowohl im Fall „Polizeikosten“ als nun auch in diesem Fall vor Augen geführt wird. Die Bremer Regierung zieht sich also aus der Affäre und überlässt dem SV Werder die zu zahlende Summe. So gesehen ein logischer Schritt, den die Werder-Geschäftsführung nun geht, um Gelder einzusparen und sich nicht allein finanziell verantwortlich verzeichnen zu müssen.

Dennoch sind wir verwundert, denn während man seitens der Geschäftsführung in der Vergangenheit immer wieder betont hatte, sich auch die kreativen Ideen der Fans zur Erhaltung des Stadionnamens anzuhören und in die Überlegungen mit einzubeziehen und sich nur dann zu einem Verkauf zu bewegen, wenn auch der passende Vertragspartner gefunden worden ist, zeichnet die Realität ein anderes Bild: Der Verein glänzte gegenüber seinen Fans vor allem durch intransparentes und unehrliches Handeln. Während es im Februar auf Anfragen des Fanbeirats, bestehend aus Ultras und dem Dachverband Bremer Fanclubs, noch keine Aussagen hinsichtlich konkreterer Pläne gab, wir Fans kreative Finanzierungs-Ideen, wie zum Beispiel den Kartenverkauf für ein fiktives Spiel, dessen Einnahmen ausschließlich zur Deckung entsprechender Kosten verwendet werden sollen, vorstellten und man sich seitens der Geschäftsführung transparent zeigen wollte, sollte es neue Erkenntnisse geben, begannen die offiziellen Verhandlungen am Ostersamstag – ohne jedoch den Fanbeirat über diese Entwicklungen zu informieren. Erst auf erneutes Nachfragen seitens des Fanbeirats, gab man letzten Montag den neusten Stand bekannt und ließ verlauten, dass es fortgeschrittene Verhandlungen gäbe, die noch jeder Zeit platzen könnten. Auch hier versicherte man, den Fanbeirat vor einer möglichen Unterschrift zu informieren, um zu verhindern, dass man erst durch die Medien vom Vertragsabschluss erfahren würde. Was dies letztendlich heißt, zeigen die neusten Artikel, die nur wenige Tage später in den Medien kursierten und denen schon erste Vertragsdetails wie Laufzeit, Vertragssumme und geplante Werbeflächen zu entnehmen waren.

Auch die Aussagen der Führungsriege hinsichtlich der Namensrechte erschrecken angesichts der neuen Vertragspartnerin „Wohninvest Holding GmbH“. So wurde Geschäftsführer Frank Baumann im November noch wie folgt zitiert: „Viele Unternehmen verstehen unseren Grundaspekt, den Namen Weserstadion erhalten zu wollen und können sich das grundsätzlich auch vorstellen. Wir sind aber auch nicht blind und wissen, dass die finanzielle Komponente auch eine Rolle spielt. Geld spielt aber nicht die entscheidende Rolle. Die Marke muss zu unserer Philosophie passen.“ Weiter heißt es auch: „Wir suchen ein Unternehmen mit gesellschaftlicher Verantwortung.“ Aufsichtsrat-Chef Marco Bode wurde darüber hinaus erst kürzlich wie folgt zitiert: „Wir sind ein Verein, der sich sozial engagiert und auch politisch positioniert.“

Nun stellt sich jedoch die Frage, wo eine Firma, die in Werbespots mit einer fiktiven Kleinstadtidylle wirbt, in der jedoch ausschließlich weiße Menschen leben, zu dem antirassistischen Engagement des SV Werder passt. Wo sehen die Verantwortlichen in ihrem Vertragspartner das gesellschaftliche Engagement und die Werte des Vereins vertreten? Wie viele Firmen der Immobilienbranche steht auch die Firma Wohninvest vor allem für eines: Ungleichheit und Verdrängung. Sie sind maßgeblich am sozioökonomischen Strukturwandel von Stadtteilen beteiligt und dafür verantwortlich, dass in diesem Rahmen ganze Bevölkerungsgruppen ausgetauscht werden. So verlieren jährlich zig Menschen ihre Wohnungen, da sie sie aufgrund von zu hohen Mieten nicht mehr halten können und so zum Wegzug gezwungen werden. Unabhängigen Vermieter*innen werden Häuser in guten Lagen abgekauft und Mieter*innen vor die Tür gesetzt. Wo eben noch die alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern eine Bleibe über dem Kopf hatte, wohnt jetzt der junge Bankier, der gutes Geld verdient. Wo Wohnungen leer stehen, die man Geflüchteten zur Verfügung stellen könnte, um sie nicht in Wohncontainer zu stecken, entstehen neue Büroräume. So das alltägliche Geschäft.

Wenn also zukünftig der Name „Wohninvest“ das Weserstadion ziert, dann wird der SV Werder an seine Scheinheiligkeit, stets die eigenen Werte dem Geld vorzuziehen, erinnert. Hält man sich nun noch mal die oben erwähnten Worte Frank Baumanns vor Augen, so stellt sich die Frage: Wenn Geld nicht die entscheidende Rolle spielt, was dann? Letzten Endes hat die soziale Verantwortung des Vereins bei diesem Deal das Nachsehen und mal wieder stellt ein Sponsoring-Vertrag die Doppelmoral der Geschäftsführung unter Beweis. Und das alles damit ein zwielichtiger Sponsor sich mit seinem gönnerischen Engagement im vermeintlichen Glanz seines Vertragspartners baden kann.

Das Kind scheint vielleicht schon in den Brunnen gefallen und der Verkauf des Stadionnamens so gut wie beschlossene Sache zu sein. Letzten Endes muss einem geschichtsträchtigen Verein wie dem SV Werder das eigene Stadion und dessen Name, der über 90 Jahre mit dem Verein in Verbindung gebracht wird, jedoch so viel Wert sein, dass man alles daran setzt, den Stadionnamen zu erhalten. Denn der Name „Weserstadion“ ist Identifikationsmerkmal unseres Vereins und größer als jeder Spieler. Mit ihm verbinden Werderfans von jung bis alt emotionale Momente, freundschaftliche Bindungen und große Spiele. Wir fordern die Geschäftsführung des SV Werder daher auf, sich noch einmal genaustens zu überlegen, ob man seine Unterschrift unter diesen Vertrag setzen will oder, ob es nicht durchaus auch andere Lösungen geben kann.

Für immer Weserstadion!

Caillera Ultras
Infamous Youth
UltrA-Team Bremen
L’Intesa Verde
Ultra‘ Boys
Wanderers Bremen
HB Crew

Quelle: (infamousyouth.org)

alanya_fuchs am 03.06.2019, 10:04
Stadionnamen erhalten! Scheiß Wohninvest!

Ab da habe ich nicht weitergelesen. Wie soll man jemanden mit einem solchen Wortschatz ernst nehmen?
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Trainer am 03.06.2019, 11:31
Ganz genau, sehe ich auch so!
Trotzdem eine Anmerkung. Dieses sog. "Kommuniqué" enthält viele abstruse Ideen und realitätsfremde Vorstellungen. "Nun stellt sich jedoch die Frage, wo eine Firma, die in Werbespots mit einer fiktiven Kleinstadtidylle wirbt, in der jedoch ausschließlich weiße Menschen leben, zu dem antirassistischen Engagement des SV Werder passt."
"in Zeiten, in denen die Mechanismen des Kapitalismus auch im Profifußball zunehmend spürbar werden "
Wann merken diese Fans, dass es im Spitzenfußball nur noch mit Geld voran geht, alles andere ist naiv und realitätsfremd. Dortmund hat gerade wieder über 100 Mio. für neue Spieler ausgegeben, damit dann auch die nächste Saison erfolgreich wird. Das Fußballgeschäft funktioniert (nicht nur im Kapitalismus) nur so. Totale Kommerzialisierung, alles andere sind weltfremde, romantische Vorstellungen von gestern, die mit dem heutigen Buisiness rein gar nichts mehr zu tun haben. Altruismus gehört in andere Bereiche! Wenn Werder in der Liga weiter erfolgreich sein will, muss genau nach diesen Regeln gespielt werden! Friss oder stirb, so ist es nun mal! Wer das nicht begreift, sollte sich anderen, nicht "vom kapitalistischem System verseuchten" Sportarten zuwenden, aber nicht ständig die normalen Regeln, nach den alle spielen, kritisieren. Viel Spaß bei der Suche.
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Michou am 03.06.2019, 16:06
Die Ökonomisierung aller Lebensbereiche mag Realität sein, dennoch muss man es nicht gut finden. Diese Entwicklung ist auch nicht Gottgegeben oder Gesellschaftsgenetisch determiniert. Man kann sich immer noch entscheiden, dafür oder dagegen...
Die Haltung Friss oder Stirb ist keine die ich mit dem SV Werder Bremen verbunden wissen möchte! Die gegenwärtige Realität ist nicht eine Unveränderliche oder gar einzig
Mögliche.
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Michou am 03.06.2019, 16:16
...Desweiteren bezweifele ich, dass alle nach den gleichen Spielregeln spielen,
Financial FairPlay gibts ja nicht , aber wozu auch Fair Play , Altruismus hat im Profisport
ja nichts zu suchen........... nicht zu fassen
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NickNameless am 03.06.2019, 16:55
Da möchte ich widersprechen. Es i s t unveränderlich! Weil ich neben mir keinen einzigen (!) Fan kenne, der den internationalen Fussball so konsequent ignoriert (boykottiert 😉).

Ich habe Kloppo den Titel zwar sehr gegönnt und freue mich für ihn. Das Spiel habe ich mir aber nicht angesehen. Und ich werde mir auch weiterhin kein Europapokalspiel anschauen, solange Werder nicht auf einer Hälfte des Rasens steht und das Spiel frei übertragen wird.

Und solange kein Bremer in der deutschen Elf eine Rolle spielt, sind mir auch Länderspiele völlig egal. Zwei Jahre lang heulen sich meine Kollegen wegen der finanziellen Ungerechtigkeit die Augen aus (Thema Financial Fairplay u.s.) - Leipzig hier, England da (im Übrigen genau wie hier). Aber bei jeder EM und WM betteln sie, untereinander die Schichten tauschen zu können, um ja kein Spiel zu verpassen.

Natürlich habe ich 2014 auch gefeiert, keine Frage. Aber ich betrachte mich grundsätzlich als "Sportpatriot", der sich für seine erfolgreichen Landsleute freut (egal, ob Handball, F1, Leichtathletik oder Wintersport).

Und ich liebe nach wie vor dieses Spiel, aber ich verabscheue die Verbände und ihr System.
Ich ändere mit meiner Haltung überhaupt nichts, aber ich meckere wenigstens nicht nur über die Vergabe an Russland und Katar. Ich schaue die Spiele auch nicht (wie gesagt, es sei denn, Maxi hat es bis dahin in den Stamm geschafft 😉).
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Michou am 03.06.2019, 17:44
...Sie sind nicht allein...
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NickNameless am 03.06.2019, 19:02
Oha... sehr überraschend (in einem Fanforum) und beruhigend zu wissen.

Also machen wir jetzt zu zweit das Unmögliche möglich und drehen zusammen das Rad der Zeit zurück? 🤝 😏
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Michou am 03.06.2019, 19:46
rückwärts nimmer, vorwärts immer ...ab jetzt wird wieder in die Hände gespuckt;)
welchen Wert an Unterhaltung haben denn noch internationale Wettbewerbe?
Wegen dem tollen Fußball? Langweilig, gewinnen immer dieselben Geldagglomerate, schau ich schon lang nicht mehr, nicht weil ich es bewusst boykottiert hätte,...einfach nur noch Desinteresse und da bin ich dann auch konsequent;) ...Ich kann Ihrer Haltung, wer nicht selbst aktiv wird darf auch nicht nölen ... durchaus etwas abgewinnen, und finde jemand mit Meinung begründet auf einer Ansicht der Dinge nicht nur aus der eigenen Perspektive recht
angenehm.
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alanya_fuchs am 03.06.2019, 20:16
Auch zu Dritt werden wir nichts drehen. Sky, Europlayer und DAZN werden bei mir nichts verdienen können, egal ob Werder dabei ist oder nicht. Verhältnisse wie in England mit bis zu 1500€ Kosten im Jahr werde ich nie akzeptieren oder unterstützen.
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NickNameless am 03.06.2019, 20:43
Aber während der nächsten EM könnten wir zumindest schon mal 'ne Runde Skat spielen 😉
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alanya_fuchs am 03.06.2019, 21:32
Wohl kaum, dazu müsste mindestens einer die Zeitzone wechseln und fliegen ist zur Zeit ziemlich unpopulär.😕
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susanneundjens am 03.06.2019, 11:38
@alanya: Der Text ist aber besser als die Überschrift. Sollte es stimmen, dass das eine Immobilien-Heudschrecke ist, sehe ich den Deal auch kritischer. Zusammen mit Wiesenhof find ich das dann nicht so toll, wobei man fairerweise sagen muss, dass der Hauptsponsor nicht von Werder ausgesucht wird. Allerdings hat Werder jetzt durchaus mehr Geld für Transfers, da sie weniger für die Kreditzahlung ausgeben müssen. Tja, schwieriges Thema. Man muss sich heutzutage wohl verkaufen, sollte aber darauf achten an WEN.
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alanya_fuchs am 03.06.2019, 11:56
In einem Wirtschaftsmagazin fand ich diesen Artikel aus dem letzten Jahr:
Die Wohninvest-Gruppe aus Fellbach hat gestern unter dem neuen Namen #gewandhaus_lubu das bisherige Werk 1 der Mann+Hummel GmbH in Ludwigsburg, Hindenburgstraße 45, feierlich eröffnet. Die einzigartige Verbindung von Tradition und Innovation, welche durch die Projektentwicklung der Wohninvest entstand, war dabei Impulsgeber für die Namensgebung.

Kersten Stier, Mitglied der Geschäftsleitung Wohninvest Unternehmensgruppe: „Das Vorzeigeobjekt stellt für unser Unternehmen einen weiteren Meilenstein im stark wachsenden Geschäftsfeld der Projektentwicklung von Gewerbeimmobilien dar. Eine besondere Herausforderung war die Umgestaltung des Objekts unter strenger Beachtung des Denkmalschutzes. Dies ist, auch dank der sehr guten Zusammenarbeit mit der Stadt Ludwigsburg, mit Bravour gelungen.“

www.deal-magazin.com/news/3/74642/Arbeitswelt-40-Wohninvest-Gruppe-eroeffnet-das-gewandhaus_lubu

Das hört sich nicht unbedingt nach "Heuschrecke" an, ich will mich allerdings auch nicht zum Laudator machen.
Ausschließlich Wohltäter gibt es in keiner Branche.
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Netzorath am 03.06.2019, 12:23
Für Heuschrecke gibt es in der Tat keine Anhaltspunkte, das wird einfach mal so behauptet. Die Ultras tun einfach alles dafür, dass man sie nicht ernst nehmen kann, das fängt mit der "höchst differenzierten" Überschrift schon an. Ich habe es dann trotzdem gelesen und nichts gefunden, womit der Verein sich auseinandersetzen müsste.
Sehr schön bequem macht man es sich auch mit dem Abschluss dieses Pamphlets. Werder solle doch überlegen, ob es nicht andere Lösungen gäbe. Aber welche, dazu kein Wort.

Wenn wir als Fans ernstgenommen werden wollen, darf es schon ein bisschen mehr Substanz sein. Erst recht, wenn man sich so wichtig macht.

Volle Zustimmung auch zu @Trainer, in der Tat so "viele abstruse Ideen und realitätsfremde Vorstellungen" in diesem Kommuniqué, dass man sich genötigt sieht, seine völlig andere Meinung deutlich zu machen.
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oldkarzwortel am 03.06.2019, 14:23
Was erwarten Sie von einer Deal-Maganzin, investigativen Journalismus werden Sie da nicht finden.

Ich hab anderes gefunden, neben mindestens einem dubiosen Geschäftsführer (mittlerweile wieder abgelöst) beschäftigt sich das Unternehmen eben auch in nicht unerheblichen Umfang mit der Entmietung, Renovierung und dem Verkauf von Wohnungen. Eigenes Risikokapital ist da nicht im Spiel. Auch hab ich irgenwo gelesen, das es sich bei den ersten beiden Jahresbeiträgen nicht um Bares handelt sondern um Bürgschaften auf Geld.

Ein schnell gewachsenes Unternehmen (gegründet 2005) über die man verschiedene Bilanzzahlen findet, das sich in erster Linie mit Gewerbeimmobilien beschäftigt, aber auch um Wohnimmobilien. (15 bis 20% bei Umsätzen von 200 Mio. (hab aber auch noch höhere Zahlen gelesen)

www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.wirtschaft-in-fellbach-gefeuerter-bank-chef-fuehrt-jetzt-wohninvest.a74d5cb4-80f8-4676-a410-f1d45e2c2870.html

verbraucherschutzforum.berlin/2018-06-08/wir-sagen-finger-weg-von-bei-diesem-exporo-investmentangebot-portfolio-dresden-der-wohninvest-187145

exhibitors.exporeal.net/download/1121_11_2_5005_2_1_840/5005_exporo_portfolio_dresden.pdf


Aufmerksam lesen, es ist nicht immer gleich zu erkennen wer wohinter steckt. Eine Heuschrecke ist etwas anderes aber die Hand würde ich denen auch nicht geben, die könnte dann futsch sein.
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Zami1981 am 03.06.2019, 18:18
Wir machen den Deal ja auch nicht mit der Wohlfahrt sondern mit einem Unternehmen. Da ist nirgendwo alles Gold was glänzt aber man muss einen gesunden Mittelweg finden. Und ich denke, dass hat Werder hier gut gemacht.
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susanneundjens am 03.06.2019, 21:39
@netzorath: Die Ultras tun auch schon einiges für den Verein. Ich sehe da plus und minus. Was mir aber nicht in den Kopf will : Einerseits sehen die Ultras Wohninvest ähnlich einer Heuschrecke, aber andererseits ist ja Profifussball auch ein mittlerweile verdorbenes Millionengeschäft. Wenn sie die "alleinerziehend Mutter" erwähnen, müssten die Ultras ja konsequenterweise fordern, dass die 3 Millionen wohltätigen Zwecken gespendetwird oder damit Sozialwohnungen gebaut werden und nicht ein Profifussballverein gepimpert wird.
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highlandhumpel am 04.06.2019, 10:59
Ein altes irisches Sprichwort besagt:
Wer sich mit Hunden schlafen legt wacht mit Flöhen auf.
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Netzorath am 04.06.2019, 12:43
"@netzorath: Die Ultras tun auch schon einiges für den Verein."

@susanneundjens

Keine Frage.
Nur: Mit solchen Statements lenken sie selbst davon ab und zeigen, dass sie von den Zusammenhängen, um die es hier geht und über die sie so vollmundig polemisieren, nichts verstehen - was dazu führt, dass man sie nicht mehr ernst nimmt. Und damit erweisen sie uns allen einen Bärendienst. Das ärgert mich daran.
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Nomolas am 03.06.2019, 15:07
Ich könnte ja jetzt ellenlang darüber referieren, was bei den Ultras alles falsch läuft, aber alanya_fuchs hat es schon recht treffend auf den Punkt gebracht.

Die Ultras sollten vielleicht mal kurz überlegen wer den Verein führt.
Wenn es ihnen nicht passt, dann gibt es auch in Bremen genügend andere Vereine wo sie sich ihre Plattform für die Selbstdarstellung suchen können.
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SvK am 03.06.2019, 10:08
Gute Stellungnahme. Vor allem die Stadt Bremen spielt auch bei diesem Thema mal wieder eine mehr als unglückliche Rolle. Schon traurig wie sie mit ihrem Aushängeschild umgeht. Die Verantwortlichen sollten sich mal überlegen, wozu es führt, wenn versucht wird, jeden Cent aus Werder rauszupressen. Bremen ohne Bundesliga hätte ein noch viel größeres (nicht nur) finanzielles Problem.
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Luckybox am 03.06.2019, 11:58
Jeder kennt doch die finanzielle Situation des Landes Bremen durch jahrelange Misspolitik der linken Regierung.
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susanneundjens am 03.06.2019, 21:18
Beträchtliche Schulden hat Bremen vor allem zu Zeiten der großen Koalition gemacht und die war nun nicht so links.
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Luckybox am 04.06.2019, 07:23
Seit wie vielen Jahren ist die SPD an der Regierung in Bremen?
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Netzorath am 04.06.2019, 12:49
@susanneundjens
Sehr gut, aber der Verweis auf Tatsachen kommt nicht an, wie Sie sehen.
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am 03.06.2019, 10:21
Der hier abgegebene Kommentar wurde geprüft. Es wurde ein Verstoß gegen die Community-Richtlinien festgestellt und der Kommentar daher gelöscht.
Boecke am 03.06.2019, 10:59
Ich bin da etwas gespalten, ich denke die Stadt hat Druck gemacht, dass man den Namen verkaufen muss. Man hat beim Stadionumbau ja falsch kalkuliert und wenn’s im Pokal keine Heimspiele gibt fehlen am Ende ein paar Millionen. Da Werder das letzte mal die Kosten übernommen hat (obwohl man ja 50:50 beteiligt ist...) wurde wahrscheinlich auf den Verkauf gedrängt. Schade ist es allemal, aber für mich bleibt es das Weserstadion. Ich
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susanneundjens am 03.06.2019, 11:40
@Boecke: Wenn es im Pokal keine Heimspiele gibt, ist das für Werder sogar besser, da viele Klubs größere Arenen haben und es mehr Kohle für Werder gibt.
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Frank1969 am 03.06.2019, 12:16
Ich erinnere mich dass Europacup Heimspiele gemeint waren. Mit den drei Heimspielen der Gruppenphase der Championsleague und somit 20 Heimspiele in der Saison wären die Kosten gedeckt gewesen....
Zur Zeit des Umbaus 2007 waren wir regelmäßig in der Championsleague vertreten
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vigot am 03.06.2019, 11:12
"Der Deal zwischen der Wohninvest Holding GmbH und der Werder-Geschäftsführung spielt hinsichtlich sportlicher Entwicklungen und möglichen Transfers also keine große Rolle, denn er bedeutet vor allem die finanzielle Entlastung der Stadt Bremen..." - Werder hat zuletzt die fehlende Summe aus der eigenen Tasche bezahlt, welche wiederum für Transfers fehlen. Werder fehlende Ehrlichkeit vorwerfen, aber selbst mit Halbwahrheiten agieren.
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Zami1981 am 03.06.2019, 11:23
Irgendwas gibt's immer zu Meckern und unsere, sowie die Ultras anderer Vereine nehmen sich, meiner Meinung nach, zu Wichtig. Klar, machen Sie tolle Stimmung und coole Aktionen aber dadurch sind sie trotzdem noch nicht Teilhaber des Vereins. Wenn die Eintrittskarten teurer geworden wären, hätten sie auch gemotzt. Zudem sollte man sich vorher auch mal informieren, bevor man hier "die Tränendrüse für die alleinerziehende Mutter auspresst" (ohne das respektlos zu meinen). Die Firma Wohninvest hat Ihren Fokus auf gewerblichen Immobilien (Büros, Einkaufscenter, etc.).
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Frank1969 am 03.06.2019, 12:20
Sehe ich auch so.... Stimmung und ab und zu eine Choreografie rechtfertigen nicht dieses Theater. Keiner ist wichtiger als der Verein... Kein Manager, Trainer, Spieler oder Ultra...
Massen sich an VIP Fan zu sein, sich über andere Fans zu erheben die wahrscheinlich länger dem SV Werder verbunden sind als sie auf der Welt!
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Luckybox am 03.06.2019, 11:55
Was für ein scheinheiliges und dummes Zeug was hier von den Ultras abgelassen wird.
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Frank1969 am 03.06.2019, 12:33
Können doch wie die Kollegen in Wimbledon und Manchester ihren eigenen Verein gründen....
AFC Werder von Bremen oder so....
Jedenfalls wäre dann Ruhe und es würde nicht alles in Frage gestellt werden.
Der heutige Fussball ist ein reines Geschäft, das ist leider so.... Wer das nicht will sollte sich ein anderes Hobby suchen
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DemUliSeineMuddi am 03.06.2019, 14:33
Was mich etwas wundert ist das die Bedingungen schlechter (Name wird tatsächlich geändert) aber der Preis der gleiche ist wie vor 10 Jahren.
Dabei sollten doch grade Immobilien-Heinis wissen, das in den letzten 10 jahren die Preise deutlich angezogen sind.
Hab leider keine 5mio. pro Jahr übrig.
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Nomolas am 03.06.2019, 18:00
Könnte daran liegen dass EWE für das normale Sponsoring PLUS (nicht genutztes) Namensrecht 3 Mio. gezahlt hat.
Von daher ist der Preis nicht der gleiche. Darüber hinaus sind 3 Mio. im Ligavergleich gutes Mittelfeld. Warum also sollte irgendeine Firma mehr zahlen, als der Tabellenplatz es rechtfertigt?
5 Mio. wären im Bereich von BVB und FCB. Wer so etwas erwartet hat keine Ahnung von Marktwirtschaft.
Und abgesehen davon sind 3 Mio. besser als 0!
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alterwaller am 03.06.2019, 16:07
einfach bei den Ultras 5 € mehr Eintrittsgeld nehmen und gut ist. Warum wieder so ein Trara ? Für die meisten bleibt es das Weser-Stadion und die Kohle braucht man nun mal um irgendwie mithalten zu können. Können die Ultras einen anderen Sponsor liefern. Immer auf den Putz hauen ist einfach und macht es weder besser noch leichter.
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Nomolas am 03.06.2019, 18:07
Um an die 3 Mio. zu kommen müssten es dann doch etwas mehr als €5,- werden :-D
Die Ostkurve hat 10.600 Stehplätze. Wenn wir jetzt hochgreifen und sagen, davon wären 7.000 Ultras, müsste der Preis pro Ultra und Spiel um satte €25,21 angehoben werden.
Allerdings sind auf höhere Eintrittspreise ja auch höhere Abgaben zu entrichten. Daher wäre eine Erhöhung um €30,- wohl eher angemessen. ;-)
Würde man den Preis für alle erhöhen, so hätte dies eine Erhöhung um ca €5,- pro Gast pro Spiel zur Folge. Allerdings auch nur, wenn das Stadion IMMER mit 42.100 Zuschauern ausgelastet wäre.

Und ich gehe jede Wette, dass da das Geschrei noch größer wäre...
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Turugeno am 03.06.2019, 16:14
Wow, da haben die Ultras aber ordentlich weit ausgeholt. Fehlt eigentlich nur noch irgendetwas, womit Wohninvest im Werbespot Veganer diskriminiert hat und der Hinweis auf Sexismus, dann wären alle Lieblingsthemen durch. Wobei mir mir schon alleine der Hinweis der Ultras auf die von Wohninvest auf die Straße getriebenen "alleinerziehenden Mütter" nicht ganz korrekt vorkommt, oder dürfen die "alleinerziehenden Väter" generell dort wohnen bleiben ? Nicht ganz in die Reihe scheint mir aber die Kritik über die Verwendung der Gelder zu passen, geht das Geld doch eher sozial ausgewogen an die Kommune zu weiteren Verwendung für die Allgemeinheit und nicht an den millionenschweren , hochkapitalistischen "Brot- und Spiele" Konzern Weder Bremen. Ach so, da sind die ja Fan von, dann ist das alles mit dem Kapitalismus ja nicht so schlimm.

Mal im Ernst; allen ihre Meinung, auch den Ultras, die dürfen sie haben und die dürfen sie äußern. Sollte ihnen aber klar sein, dass sie zahlenmäßig in der Gesamt- Fanmasse von Werder kaum eine Rolle spielen. Wenn sie "normale" fans und Fußballkonsumenten von ihren Argumenten überzeugen wollen, dann sind solche, mit Verlaub, "etwas" wirren und sich ständig vergallopierenden und teilweise selbst widersprechenden Pamphlete sicher äußerst kontraproduktiv. Von der Sprache mal ganz abgesehen, da sollte man die nutzen, die die Leute auch sprechen, die sie überzeugen möchten.
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Lebenslang am 03.06.2019, 20:59
So um mal in eine andere Richtung einzulenken... kann einige Kommentare hier verstehen, aber finde es echt traurig, wie schlecht unsere ultras gemacht werden... ja der "Ton" spielt die Musik... und ja die Anrede war nich unbedingt gut, aber den Grundsatz den die ultras in diesem Fall vertreten, finde ich voll und ganz richtig...
Der Gewinner in der Umbenennung ist in diesem fall nur die Stadt bremen, nicht unser Verein... wir verkaufen Tradition für 1,5mio Euro pro Jahr und das für eine stadt die uns in den arsch tritt... bsp "hochrisikospiele"... ja der Fußball ist Kommerz und ja jeder muss sehen, das er wettbewerbsfähig bleibt, aber eine Tradition, die gefühlt, seit knapp 100 Jahren besteht, für 15 mio in 10 jahren zu verkaufen, finde ich persönlich, mehr als bedenklich...
Teile zu 80% die Meinung der ultras und war ebenfalls nich begeistert zu lesen, das unser stadionname so billig, nach so vielen Jahren, hergegeben wird
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Lebenslang am 03.06.2019, 21:06
PS: an alle nicht ultras, hättet ihr montagsspiele boykottiert und 20 Minuten lang nich angefeuert... ja in manchen Ansichten sind sie komisch, aber sie versuchen auch, auf nicht immer politisch, korrekter Ebene, etwas zu verändern, bei der viele andere von uns den schw... einziehen... Sry für meine vulgäre Sprache, aber finde es nich in Ordnung, wie schlecht über unsere ultras/ stimmungsmacher und auch politisch orientierten werder Fans hergezogen wird...

Des Weiteren, sollten sich manche User den Text mal vernünftig durchlesen😉
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susanneundjens am 03.06.2019, 21:26
Ich gebe Ihnen teilweise recht. Ich habe auch diverse Kritikpunkte gegenüber den Ultras. Sie nehmen sich meiner Meinung nach zu wichtig. Aber sie tun auch positive Dinge für unseren Verein. Äußerungen wie "dann sollen die doch ihren eigenen Verein gründen sind reichlich stumpf und haben die Qualität von "geh doch nach drüben..Wie fast immer im Leben gibt es auch hier nicht nur schwarz und weiß, sondern auch Zwischentöne.
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Michou am 03.06.2019, 21:55
Ich stelle fest, noch niemand in diesem Forum hat der Darstellung widersprochen, das der Verein gegenüber den Fans intransparent und unehrlich gehandelt hätte ...
Noch niemand konnte absolut überzeugend beweisen, dass in diesem Kommuniqué Fake News verbreitet werden oder Meinungsmache begangen würde ...
....aber viel marktwirtschaftlich alternativloses Gesabbel ...sorry muss mal raus,....
@ Lebenslang : ganz Ihrer Meinung,
Nicht nur der Name selbst, auch der Fakt nicht wie andere den Namen verkauft zu haben
war Identitätsstiftend!!! Bei allem Realitätssinn, wer den Ärger darob nicht versteht, scheint mir fremd!
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Frank1969 am 07.06.2019, 20:52
@susanneundjens: klar war mein Ratschlag einen neuen Klub zu gründen Stumpf (so nannten sie es), aber das war durchaus von mir beabsichtigt. Es gibt Grenzen, die die Ultras hier überschritten haben mit ihrem Pamphlet... Ich finde, dass sie nicht das Recht haben sich in diese Belange einzumischen. Das obliegt der Geschäftsführung des SV Werder. Und ich bin mir sicher dass dieser Schritt nicht unternommen worden wäre gäbe es keine andere Möglichkeit.
Bei allem Wohlwollen.... Aber Werder muss ja schauen dass alles ausgeschöpft wird was notwendig ist um in der Bundesliga mitzuhalten. Wobei die Möglichkeiten anderer Klubs um einiges besser ist als bei uns.
Dafür stehen wir sehr gut da. Und dafür finde ich sollte man unsere Geschäftsfühter loben.
Werder ist wieder auf einem guten Weg an alte erfolgreiche Zeiten anzuknüpfen.
Zu den Ultras : sie haben recht, natürlich haben sie auch gutes für Werder getan. Das will ich auch nicht bestreiten. Aber in manchen Punkten wäre es besser sie würden sich da ein bisschen zurück nehmen.
Das Pamphlet war unnötig. Und wenn dann hätten sie es anders formulieren können. Damit haben sie ihrer Reputation keinen Gefallen getan
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am 03.06.2019, 21:20
Der Kommentar wurde durch die Verfasserin / den Verfasser gelöscht. Sofern Antworten auf diesen Kommentar vorhanden waren, wurden diese ebenfalls entfernt.
alanya_fuchs am 03.06.2019, 21:28
Da hätten Sie doch Kruse einen mit Tradition gefüllten Vertrag anbieten können.

Ich möchte Werder auch in 5 Jahren aus Tradition lieber noch als Erstligisten im Wohninvest Weserstadion sehen und nicht in der 2. Liga im Weserstadion, weil man fahrlässig Geld liegengelassen hat.
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j.micoud am 04.06.2019, 06:07
"Wortschatz" ist nicht immer das entscheidene. Die Fangemeinschaften haben ihre eigenen Werte und wollten in dem Fall vorher informiert werden und ihr Ziel war/ist es natürlich den Namen Weserstadion auch offiziel für immer erhalten zu lassen. Das ist was historisches und welcher Fan will das nicht?! Anderseits ist der Verein gezwungen zu handeln und viele bessere Möglichkeiten hätte es kaum gegeben. Von daher können alle unsere Fan-Choreographen beruhigt und froh darüber sein ihre Shows weiterhin in der 1.Bundesliga abzuziehen.
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Netzorath am 04.06.2019, 13:40
Man muss sich entscheiden, was man will. Will man, dass Werder weiter in Deutschland eine Rolle wie bisher als zweiterfolgreichster Klub der Bundesligageschichte spielt und vielleicht auch mal wieder international dabei ist, so dass die ganz Großen ins Stadion kommen. Oder ist einem das eher egal, weil man es es für unabdingbar hält, dass der Verein sich jeglichen finanziellen Zwängen widersetzt, und dabei konsequent in Kauf nimmt, dass er sportlich in der Bedeutungslosigkeit verschwindet. Letzteres ist eine sehr respektable Ansicht, finde ich. Die aber Konsequenz erfordert und Nörgelei geradezu ausschließt, wenn z.B. Kruse geht, kein Sponsor gefunden wird etc.

Ich bin dafür, dass Werder einiges tut, um finanziell konkurrenzfähig zu sein. Aber ich bin nicht bereit, alles hinzunehmen. Fan eines SV Wiesenhof wäre ich sicher nicht, um mal ein Beispiel zu nennen, oder wenn ein Herr Mateschitz oder Kühne sponsert, aber dafür natürlich bestimmen will. Gott bewahre, dann lieber Zweite Liga.
Es gab Dinge in den letzten Jahren, die mich nachdenklich gemacht haben, nicht nur das Wiesenhofengagement. Auch diese Beschränkung auf Leute mit Stallgeruch. Ich will mit einem weltoffenen Verein fiebern, in dem nicht irgendwelche Leute aus der Wirtschaft wie in Hamburg den Daumen senken, sobald der Trainer zwei Spiele verliert. Oder, was noch länger her ist: Als Magath Trainer war, merkte ich plötzlich, dass Niederlagen mich nicht mehr so schmerzten. Nach dem Motto: Noch zwei Niederlagen, dann ist er endlich weg. Klappte sogar. Das war nicht mehr mein Werder. Das könnte sicher jeder endlos ausführen.

Aber der Name des Stadions? Wo ist das Problem? Damit könnte ich nun wirklich leben. Wie heißt das Westfalenstadion eigentlich momentan? Egal, es ist und bleibt doch das Westfalenstadion. Wenn das eines der Mittel ist, um konkurrenzfähig zu bleiben, dann bitteschön.
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