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E-Sport
16.01.2019
Zum Start des neuen Wettbewerbs

So läuft die Virtuelle Bundesliga

© dpa


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E-Sport ist auf dem besten Weg aus der Nische hin zum Massenphänomen: Mit dem Start der „Virtual Bundesliga“ (VBL) rückt die Deutsche Fußball-Liga (DFL) das Spielen an der Konsole schärfer in den Fokus. Wo sonst häufig eigens für den E-Sport gegründete Mannschaften oder talentierte Einzelspieler gegeneinander antreten, bildet die Virtuelle Bundesliga einen Wettbewerb, indem die E-Sport-Abteilungen der Erst- und Zweitligisten gefordert sind. Alles, was es zum neuen Format zu wissen gibt, findet ihr hier.

Wer ist dabei?

Insgesamt 22 Mannschaften der 1. und 2. Bundesliga nehmen an dem Wettbewerb teil. Vereine wie Borussia Dortmund und der FC Bayern München, die im analogen Fußball für Spitzenleistungen stehen, sind in der Virtuellen Bundesliga nicht mit von der Partie. Dafür gibt es die Rückkehr des Nordderbys: Auch der Hamburger SV schickt eine E-Sport-Mannschaft an den Start.

Diese Vereine nehmen an der VBL Club Championship teil: FC Augsburg, Hertha BSC, Arminia Bielefeld, VfL Bochum, Werder Bremen, SV Darmstadt 98, Eintracht Frankfurt, Greuther Fürth, Hamburger SV, Hannover 96, FC Ingolstadt, Holstein Kiel, 1. FC Köln, RB Leipzig, Bayer Leverkusen, FSV Mainz 05, Borussia Mönchengladbach, 1. FC Nürnberg, SV Sandhausen, Schalke 04, VfB Stuttgart, VfL Wolfsburg.

In welchem Modus wird gespielt?

Vorbild Tennis: Die Matches der Virtuellen Bundesliga werden im Davis-Cup-Format ausgetragen. Das bedeutet: Ein Spiel auf der Playstation 4, ein Spiel auf der Xbox One und ein Zwei-gegen-zwei-Match auf einer Konsole, die das Heimteam bestimmen darf. Bei Werder sind die Zuständigkeiten klar verteilt: „MoAuba“ ist der Fachmann für die Playstation, „MegaBit“ ist als Allrounder bekannt, wird seine Qualitäten aber aller Voraussicht nach als Xbox-Spieler einbringen. Eleftherios „Lefti“ Ilias steht als Ersatzmann bereit. Bis 48 Stunden vor Spieltagsbeginn müssen die Vereine die Spieler benennen, die sie ins Rennen schicken wollen.

21 Spieltage stehen im Kalender, eine Rückrunde gibt es nicht. Übrigens: Anders als bei den üblichen internationalen Großturnieren, in denen die im Modus Ultimate Team erhältlichen Fußballer in einem All-Star-Team zusammengestellt werden und schon einmal Ruud Gullit gegen Cristiano Ronaldo antritt, werden in den Partien der Virtuellen Bundesliga die echten Vereinsmannschaften eingesetzt. Damit die Gamer aus Sandhausen die gleichen Chancen haben wie die Vertreter von RB Leipzig oder Borussia Mönchengladbach, werden die Spielstärken der Teams allerdings auf je 85 Punkte angeglichen – „levelled-off“ nennt sich dieser Modus.

Während der Saison sind auch sogenannte Stadium-Matches geplant. Dabei tragen die Heimteams an ausgewählten Spieltagen ihre Partie im realen Stadion aus. Es ist also möglich, dass „ MoAuba“ und „MegaBit“ ein Match im Weserstadion bestreiten. Welche VBL-Begegnungen als Stadium-Matches angesetzt sind, ist noch nicht bekannt.

Wann geht’s los?

Anpfiff für die ersten Partien ist am Mittwoch, den 16. Januar. Werder greift erst einen Tag später ins Geschehen ein: Am Donnerstag, den 17. Januar, fordern „MoAuba“ und „MegaBit“ die Mannschaft von RB Leipzig heraus. Keine leichte Aufgabe: Mit Cihan Yasarlar, dem Europameister von 2017, haben die Leipziger einen der bekanntesten Namen unter den Playstation-Spielern in ihren Reihen. Enden soll die Saison derweil am 14. März.

Wo gibt es die Spiele zu sehen?

Im Laufe der Saison überträgt der Sender ProSieben Maxx jeden Donnerstag ab 20.15 Uhr ein Match zweier Vereine mit seinen drei Einzelspielen live, auf „ran.de“ gibt es die entsprechende Partie im Livestream. Rundherum sollen Vorberichte, Interviews und Analysen den Rahmen geben. Noch sind nicht alle dieser neun „Featured Matches“ endgültig angesetzt – den Auftakt wird allerdings Werder mit der Partie gegen RB Leipzig machen. Dazu reisen „MoAuba“ und „MegaBit“ nach München, wo das TV-Livespiel ausgetragen wird.

Wie stehen Werders Chancen?

Hervorragend. Sowohl „MoAuba“ als auch „MegaBit“ gehören national zur absoluten Elite auf ihren jeweiligen Konsolen und zählen auch international stets zu den Mitfavoriten. Beide Bremer E-Sportler starteten stark in die Saison und sind in den World Rankings derzeit ganz oben mit dabei.

Wie geht es weiter?

Nach der „Virtual Bundesliga Club Championship“ ist vor dem „Virtual Bundesliga Grand Final“: Im Mai 2019 stehen sich die Einzelspieler der besten Vereine direkt gegenüber, um untereinander den Titel „VBL Champion“ auszuspielen. Direkt qualifiziert sind die Teilnehmer der Klubs, die in der „Club Championship“ unter die besten Sechs gekommen sind. Die Spieler der Plätze sieben bis 16 können sich über ein Play-off-System nachträglich für das „Grand Final“ qualifizieren.

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