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Ballköniginnen
09.05.2019
Werder-Frauen unterliegen Bayern München

Schock in der Nachspielzeit

© imago images


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Regungslos standen die Spielerinnen des SV Werder nach dem Abpfiff auf Platz 11 im Regen. Da hatten sie gegen den hohen Favoriten FC Bayern einen großartigen Kampf gezeigt – und verließen den Rasen nach einem Treffer von Lucie Vonkova in der zweiten Minute der Nachspielzeit dann doch mit 0:1 geschlagen. „Das tut schon sehr weh“, sagte die traurige Mannschaftsführerin Lisa-Marie Scholz ein paar Minuten später auf dem Weg in die Kabine.

Knapp 450 der vermeldeten 458 Zuschauer im Stadion fieberten mit den Gastgeberinnen, die in der Fußball-Bundesliga im Kampf gegen den Abstieg diesen einen Punkt so gut hätten gebrauchen können. In der letzten Viertelstunde, als den Werderanerinnen mehr und mehr die Kräfte schwanden, versuchten die Fans mit ihren Anfeuerungsrufen ihre Mannschaft noch einmal zu unterstützen. Sie spürten, dass an diesem Abend die Überraschung in der Luft lag. Und dann kam sie, diese eine Szene: Es war ein Moment der Unachtsamkeit in der Bremer Abwehr, die Lucie Vonkova nach Pass von Katrin Hendrich aus dem Mittelkreis die Ballannahme gestattete. Bayerns Stürmerin drehte sich, schoss aus 16 Metern – und traf, flach und unhaltbar für Torfrau Anneke Borbe in deren untere rechte Ecke.

„Wir haben viel gekämpft, die Räume gut zugemacht und uns in jeden Ball geworfen – dass du da dann nichts mitnimmst, obwohl du so viel investiert hast, ist für alle bitter“, sagte die scheidende Trainerin Carmen Roth nach ihrem letzten Heimspiel mit Werder. Nun kommt es am kommenden Sonntag ab 14 Uhr also zum Fernduell der beiden punktgleichen Teams: Bayer Leverkusen, als Vorletzter derzeit Absteiger, erwartet die SGS Essen, Werder als im Augenblick wegen der besseren Tordifferenz geretteter Drittletzter muss beim SC Freiburg antreten.

Große Gefahr am letzten Spieltag

Ein 0:0 gegen die Bayern hätte Werder nicht in Sicherheit gebracht, aber es hätte Leverkusen zum Siegen-Müssen verurteilt. Verliert Werder in Freiburg, reicht Bayer ein Unentschieden zum Klassenerhalt. Nur mit einem eigenen Erfolg ist Werder auf der ganz sicheren Seite. Ohne das Pech in der Nachspielzeit und mit ein bisschen mehr Glück in der 81. Minute hätte Werder gegen die Bayern tatsächlich sogar schon alles klarmachen können im Tabellenkeller. Ein Sieg wäre angesichts der deutlichen Überlegenheit des Tabellenzweiten und diesjährigen Champions-League-Halbfinalisten zwar nicht gerecht gewesen – er war aber möglich. Der erst eine Minute zuvor eingewechselten Franziska Gieseke bot sich aus elf Metern die einzige echte Chance für ihre Mannschaft. Die Angreiferin zog ab, hatte Torfrau Laura Benkarth auch überlistet, scheiterte jedoch am Kopf von Katrin Hendrich, die auf der Torlinie goldrichtig gestanden hatte.

Mit Abwehrpressing und über Konter wollten die Gastgeberinnen gegen den mit Nationalspielerinnen gespickten FC Bayern ihre Chance suchen. „Und die Taktik wäre fast aufgegangen“, sagte Carmen Roth. Diszipliniert mit einer Vierer- und einer Fünferkette davor verteidigten die Bremerinnen ihr Reich. Den lauf- und spielstärkeren  Gästen boten sich zwar trotzdem einige Chancen, doch entweder flogen die Schüsse knapp vorbei oder Anneke Borbe hatte glänzend aufgepasst. „Jetzt müssen wir die Köpfe weiter hochhalten, um unser Ziel zu erreichen und nicht abzusteigen“, sagte Carmen Roth. Ihre Spielerinnen haben es am Sonntag selbst in der Hand.

alanya_fuchs am 09.05.2019, 10:55
Das ist extrem ärgerlich, gerade weil es in der letzten Sekunde der Nachspielzeit passiert ist. Aber eine Chance hat man noch, nur den Kopf nicht hängen lassen.
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alterwaller am 09.05.2019, 11:46
Ich seh es auch wie @alanya... Alles geben !! Essen ist zwar auf dem Papier Favorit. Aber in Leverkusen ? Mmhh, hoffentlich spielt Essen die Saison sauber und fair zu Ende. Auch wenn es für die um nichts mehr geht.
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Bubba am 09.05.2019, 15:31
Gegen Essen 2 Punkte verschenkt in der Nachspielzeit und nun gegen Bayern 1 Punkt
So steigt man ab!
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