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26.03.2019
Langkamp über Medikamente im Fußball

„Schmerzmittel spielen täglich eine Rolle“

© nordphoto


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Fußball ist ein Kontaktsport, dementsprechend viele größere und kleinere Blessuren gibt es regelmäßig. Medikamente dürfen deshalb in keiner Vereinsapotheke fehlen. „Schmerzmittel spielen im Fußball täglich eine Rolle“, erklärte Sebastian Langkamp am Dienstag in einer Medienrunde. Der Innenverteidiger hatte sich im Spiel gegen Wolfsburg Anfang März eine Schulterverletzung zugezogen. Zwei Wochen später stand er - etwas überraschend - im Kader gegen Leverkusen und spielte sogar fünf Minuten. „Ich habe zwei Tage vorher mit einer Tablettenkur begonnen, so war es dann mit der Schulter erträglich. Ich war aber sicher nicht bei 100 Prozent“, sagte Langkamp über die Vorbereitung auf die Partie.

Dass Langkamp auf die Zähne beißt und versucht, so schnell wie möglich wieder zu spielen, ist verständlich. Schließlich hat er in der Rückrunde Milos Veljkovic aus Werders Innenverteidigung verdrängt und will mit den Bremern nach Europa. Beides ist und war kein Selbstläufer. „Wir müssen unseren Punkteschnitt in den restlichen Spielen verbessern. Wir sind uns bewusst, dass 50 Punkte diese Saison nicht für Europa reichen werden“, so Langkamp über den Kampf um die internationalen Plätze. Werder hat derzeit 39 Punkte, acht Spiele sind es noch, bis die Saison endet.

Langkamp sieht sich im Vorteil

Die nächste Partie im Endspurt um Europa ist das Duell gegen Mainz am Sonnabend (Anstoß: 15.30 Uhr). Langkamp ist optimistisch, dass er dann wieder in der Startelf stehen wird - und das auch weitestgehend schmerzfrei. „Das Band in meiner Schulter ist wieder angewachsen“, sagte der 30-Jährige. „Wenn ich die Woche gut überstehe, gehe ich davon aus, dass ich gegen Mainz spiele. Ich wäre jedenfalls überrascht, wenn ich jetzt wieder Herausforderer wäre.“

Sollte es mit der Qualifikation für Europa über die Bundesliga nicht klappen, eine schöne Hintertür ist noch offen: über den DFB-Pokal kann man sich ebenfalls für die Europa League qualifizieren. „Es ist ein Riesenansporn, diesen Erfolg zu erreichen. Es ist auch der kürzeste Weg nach Europa. Den Pokal in der Hand zu halten, wäre schon ein Riesending“, stellte Langkamp fest.

Und auch wenn die Saison noch ein wenig läuft und Werder sein Ziel bislang noch nicht erreicht hat, kann Langkamp doch schon ein kleines positives Fazit ziehen. „Ich habe gezeigt, dass ich als Ü30-Spieler nochmal einen Schritt machen kann. Deswegen bin ich total positiv und froh, dass ich den Wechsel zu Werder gemacht habe“, sagte der Innenverteidiger.

Es ist gut möglich, dass dieser Transfer auch sein letzter war. Ein Karriereende in Bremen beziehungsweise in Deutschland hält Sebastian Langkamp nach eigener Aussage jedenfalls nicht mehr für ausgeschlossen. Vor einiger Zeit sei das noch anders gewesen. „In Spanien sah ich mich nicht so, da wird ein anderer Fußball gespielt“, sagte der Defensivakteur lachend. „England konnte ich mir immer gut vorstellen, aber alle drei Tage zu spielen – da macht mein Körper mittlerweile auch nicht mehr mit. Die USA waren immer ein Thema bei mir, aber ich habe letztes Jahr im Sommer privat eine sechswöchige Nordamerika-Tour gemacht und dort Seiten der USA gesehen, die mir dann doch nicht so gefallen haben. Dort habe ich gemerkt, dass wir Europäer doch sehr privilegiert sind und das jetzt nicht mehr sein muss.“

WERDER2016 am 26.03.2019, 21:34
"Schmerzmittel spielen im Fußball täglich eine Rolle."

Wohl auch eine gewisse Art von Doping. Hinzu kommen dann eventuell auch noch Psychopharmaka, um dem permanenten mentalen Druck standhalten zu können.

"aber alle drei Tage zu spielen – da macht mein Körper mittlerweile auch nicht mehr mit."

Dann ist die EL aber auch nicht das Richtige.
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