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14.12.2018
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R wie Reinders, Uwe

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Uwe Reinders wurde so richtig bekannt durch ein Tor, das gar nicht seines war. Zumindest nicht offiziell. Aber der Reihe nach: Vom damaligen Zweitligisten Schwarz-Weiß Essen wechselte Reinders 1977 zu Werder. Reinders war ein kantiger, sehr wuchtiger Mittelstürmer, der es in Werders wilden Jahren Ende der 70er auf Anhieb zum Stammspieler schaffte. In der Abstiegs-Saison war er mit elf Saisontoren noch einer der wenigen Lichtblicke in einer ansonsten ganz schwachen Mannschaft und blieb Werder auch in der zweiten Liga treu. Bei der Mission Wiederaufstieg half er mit 16 Toren, im ersten Jahr nach der Rückkehr in die Bundesliga spielte sich Reinders ins Notizbuch von Bundestrainer Jupp Derwall - und schaffte es, obwohl er zuvor nur ein einziges Länderspiel absolviert hatte, in den WM-Kader 1982.

Beim Turnier in Spanien wurde Reinders dreimal eingewechselt und erzielte in der Vorrunde gegen Chile sein erstes und einziges Tor für Deutschland. Wenige Wochen später sollte er dann nochmals für großes Aufsehen sorgen. Die Bayern waren am ersten Spieltag zu Gast in Bremen und hatten ihren neuen Torhüter Jean-Marie Pfaff dabei. Der Belgier galt damals als einer der besten Keeper der Welt, hatte aber offenbar noch nie etwas von Reinders’ Einwurfschleudern gehört. Einen dieser Bälle warf Reinders kurz vor der Pause Richtung Münchener Tor. Pfaff ließ den Ball in Bedrängnis durch die Finger und ins Tor rutschen. Werder siegte 1:0 und die Legende vom Einwurftor war geboren. Allerdings wurde der Treffer offiziell als Eigentor von Pfaff gewertet.

Für Reinders ging es bei Werder danach nicht mehr so rosig weiter, der Spieler war immer mal wieder verletzt und hatte starke Konkurrenz, unter anderem von Rudi Völler und später Frank Neubarth. 1985 wechselte Reinders nach 307 Pflichtspielen für Werder zu Girondins Bordeaux. Später ging es weiter zu Stade Rennes, ehe Reinders bei Eintracht Braunschweig seine aktive Karriere beendete.

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