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29.01.2019
Wechsel-Gerücht in der Analyse

Poker um Kruse

© nordphoto


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Werder hat Schützenhilfe geleistet mit dem 2:2 gegen Eintracht Frankfurt: Borussia Mönchengladbachs Vorsprung auf den fünften Tabellenplatz beträgt nun erstmals in dieser Saison acht Punkte. Sogar Sportdirektor Max Eberl, der sonst so zurückhaltend agiert, wenn es um konkrete Saisonziele geht, hat die Jagd auf die Champions League damit offiziell eröffnet. Zweimal in ihrer Vereinsgeschichte erreichte die Borussia die Königsklasse, einmal war dieser Erfolg unter anderem mit einem Namen verbunden: Max Kruse.

Der war mit elf Toren und neun Assists in der Saison 2014/15 maßgeblich am dritten Platz der Gladbacher beteiligt. Anschließend verabschiedete er sich in Richtung VfL Wolfsburg. Allein diese Fakten sollten Werder aufhorchen lassen, wenn der „Express“ berichtet, dass die Borussia eine Rückholaktion ins Auge fasse. Am ebenfalls kolportierten Interesse der anderen Borussia aus Dortmund ist nichts dran. Beim BVB sind die Verantwortlichen froh, sich im Sommer einen deutlich homogeneren Kader gebastelt zu haben als in den Vorjahren.

Dafür wären Kruses mangelnde Stromlinienförmigkeit und seine Freigeist-Qualitäten gerade für Gladbach ein gewichtiges Argument, um sich näher mit dem ablösefreien Werder-Kapitän zu beschäftigen. Manager Eberl hat in der Vergangenheit häufig betont, dass seine Mannschaft sehr „sauber“ sei, wie er es nannte, also besonders viele Leistungsträger nette Jungs von nebenan verkörpern. Heute ist es – egal ob defensiv mit Yann Sommer und Matthias Ginter oder offensiv mit Lars Stindl und Jonas Hofmann – nicht anders. Als Profi mit Ecken und Kanten setzte Kruse für die „Elf vom Niederrhein“ bereits von 2013 bis 2015 wichtige Impulse. Bei RTL Nitro hatte sich Eberl am Montagabend lobend über Kruse geäußert und erklärt, im Fußball nie etwas ausschließen zu können. Auf Mein-­Werder-Nachfrage, ob ernst zu nehmendes Interesse an einer Rückholaktion bestehe, sagte Eberl am Dienstag: „Eher nicht.“

Kruse und Hecking haben eine Vorgeschichte

Frank Baumann wollte das Gerücht nicht kommentieren, Werders Sportchef verwies nur auf einen Faktor, der mögliche Wechselambitionen Kruses in Richtung Gladbach schmälern dürfte. „Wer ist denn dort Trainer und hat gerade verlängert?“, fragte Baumann rhetorisch. Kruse träfe in Gladbach auf seinen ehemaligen Wolfsburg-Trainer Dieter Hecking, der 2015/16 zahlreiche Eskapaden seines Offensivspielers kommentieren musste. Das Verhältnis der beiden gilt als zerrüttet, auch weil Kruse bei Hecking andauernd zur Gewichtskontrolle musste. Vor allem der Faktor Image lässt Werder auf eine Vertragsverlängerung hoffen. Auch wenn Kruses Fettabsaugung und sein übermäßiger Nutella-Konsum in den vergangenen Monaten für Schlagzeilen gesorgt haben, ist er im Vergleich zu früher skandalfrei und füllt seine Kapitänsrolle mit großem Verantwortungsbewusstsein aus. In Bremen, so ist es aus dem Verein zu vernehmen, habe Kruse die besten Möglichkeiten, sein Image reinzuwaschen. Sowohl der Trainer- als auch der Managerjob seien ihm in der Zukunft zuzutrauen.

Während die Verlängerungen von Maximilian und Johannes Eggestein nach Mein-Werder-Informationen bevorstehen, hat der Klub bei Kruse zwar gute Karten, dürfte aber in den kommenden Monaten noch mit zahlreichen Gerüchten um die Zukunft des 30-Jährigen konfrontiert werden. Für Werder könnte es ein anstrengender Spagat werden: Einerseits gilt es, die Abhängigkeit von Kruse zu verringern. Andererseits soll er unbedingt gehalten werden – weil er Qualitäten hat, die ihn weiterhin für größere Klubs interessant machen.


JayJailrat am 29.01.2019, 18:31
Alles nur blablabla...Da lach' ich mir doch'n Arsch ab
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Sweetwater am 29.01.2019, 18:45
@ JayJailrat

"Alles nur blablabla...Da lach' ich mir doch'n Arsch ab"

Ja, natürlich doch alles nur blablabla....da verteilt sich jemand schon eine Beruhigungspille und der kalte Schweiß auf der Stirn kennzeichnet bereits seinen Weg zur Angst, Werder`s besten Spieler an einen mehr bietenden Mitbewerber zu verlieren. Hier buhlt nicht nur Gladbach um die Gunst des Herrn Kruse, sicherlich werden bei dem auslaufenden Kontrakt noch andere Bieter mitmüllern. Überdies erhält bei einem ablösefreiem Wechsel Herr Kruse erfahrungsgemäß ein sattes Handgeld. Und Werder wird mal wieder im Geiz eine tragende Stütze verlieren.
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delles.wiki am 29.01.2019, 23:15
Genau das schätze ich an Werder, dass eben nicht um jeden Preis jeder Scheiß mitgemacht wird. Sicherlich wird Werder schon lange einen unterschriftsreifen Vertrag in der Schublade haben und Kruse wird sicherlich über die Grundbedingungen informiert sein. Dass Kruse den nicht unterschrieben hat (ebenso wie die Eggesteins ) ist ihr gutes Recht. Das hat nichts mit Geiz zu tun und schon gar nicht mit Versäumnissen Frank Baumanns, so wie Sie an anderer Stelle vermuten, sondern mit Augenmaß und verantwortlichem wirtschaftlichen Handeln. Für uns Fans (Sie schließe ich da mal aus) ist es natürlich schmerzhaft, wenn Korsettstangen wegbrechen, aber wenn Werder eines bewiesen hat, dann ist es, dass sie solche Verluste immer gut aufgefangen haben, gerade wenn das Drumherum funktionierte. Und das tut es gerade. Die Bilanz von Baumann und Kohfeldt ist super! Chapeau!
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1-Werder am 30.01.2019, 09:47
Das beurteile ich wie Sie, @d.w. In Richtung M. Kruse würde ich aber gerne argumentieren wollen, ob er mit diesem (von ihm zu erwartenden...) Poker-Spielereien seiner Funktion als Kapitän des Teams gerecht werden kann. Da habe ich meine Zweifel. Das wird m.E. bald zu Verunsicherungen in der Mannschaft führen. Die seit Monaten vernommenen Harmonie-Statements von F. Kohfeld gegenüber M. Kruse sollten nicht überbewertet werden. Die Harmonie wird durch finanzielle Rahmenvoraussetzungen bestimmt. Und hier hoffe ich, dass Werder Haltung beweist; notfalls ohne M. Kruse für die nächste Saison zu planen. Sein Zenit dürfte dieser spätestens 2020 überschritten haben. Insofern drängt sich mittelfristig sowieso eine Nachfolgereglung auf; leider...
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WERDER2016 am 29.01.2019, 21:41
Guter Artikel.
Wenn MK CL spielen möchte, muss er ins Ausland wechseln. Gladbach und der BVB (siehe oben) kommen nicht in Frage, Bayern ist lächerlich, das wäre das Sprungbrett auf die Bank und von dort nach China, und RB verfolgt ein ganz anderes Konzept als Ü 30 Spieler zu holen, selbst wenn sie ablösefrei sind. Ähnliches gilt wahrscheinlich für die EL. 1899, LEV, Frankfurt oder S 04 und Kruse?

Natürlich wird jetzt die Gerüchteküche brodeln und eine zeitnahe Entscheidung ist nicht zu erwarten. Wie sich dies auf die Leistungen von Kruse und somit der gesamten Mannschaft auswirken wird, muss man abwarten. Manche können diese Dinge gut trennen und die Leistungen von MK gegen Ende der Saison waren immer gut, trotz Wechselgerüchten.

Für Werder wäre es wichtig, im Sommer möglichst wenig Abgänge zu haben, um die positive Entwicklung fortsetzen zu können.
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Panama am 30.01.2019, 09:07
Als Kapitän hat er eine Verantwortung, störende Spekulationen der Journaille möglichst zu beenden. Er gibt in dieser Hinsicht gerade kein gutes Vorbild vor allem für die Eggesteine ab. Er sollte Klarheit schaffen.
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Netzorath am 30.01.2019, 12:33
Das ist Unsinn. Nur weil er Kapitän ist, hat er keine Pflicht, sofort alles zu unterschreiben und sich nicht umzusehen, was es sonst noch im Leben gibt. Außerdem hat er in der Tat, wie es in dem Beitrag vor Ihrem steht, den Sie mal hätten lesen sollen, trotz aller Wechselgerüchte zum Ende der Saison in jedem Jahr seine besten Leistungen zum Ende der Saison gezeigt.
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Netzorath am 30.01.2019, 12:12
Dortmund hat Kruse gar nicht auf dem Zettel, in diese Elf passt er nicht. Bayern erst recht nicht, aber Gladbach eben auch nicht. Damit Kruse funktioniert, muss sich das Spiel um ihn drehen, was bei Gladbach auch ausgeschlossen ist. Die Offensive dort funktioniert bestens.

Kruse ist zu Werder gekommen, weil das Spiel sich dort um ihn drehen würde und weil sein Sohn damals in Bremen lebte, der jetzt in den USA ist. Amerikaaffin ist Kruse, ich denke, nicht nur wegen Las Vegas. Aber geht er zu irgendeinem Soccer-Klub dort und verlässt Werder und die Bundesliga?

„Einen Max Kruse kann man nicht überall hinverpflanzen“, sagt Klaus Allofs, einer, der Kruse, im Gegensatz zu allen möglichen Leuten, die sich hier äußern, kennt. Eben weil er ein Spieler sei, auf den das Spiel ausgerichtet sein muss. Das geht von den Genannten so nur bei Werder oder irgendeinem anderen Verein, von dem jetzt keiner weiß.

Bei Werder blühte Kruse wieder auf. Er musste hier durch die Talsohle und jahrelang gegen den Abstieg spielen. Sollte er ausgerechnet jetzt, wo er auf Früchte dieser harten Arbeit hoffen kann, wechseln zu irgendeinem Klub, der sich von ihm Ähnliches erhofft,, wie er es für Werder gebracht hat?

Kann ich mir absolut nicht vorstellen. Und am Ende könnte es auch eine Rolle spielen, dass man hier Verständnis für seine gelegentliche Unprofessionalität hat, Übergewicht nach dem Urlaub und andere Dinge, weil man vielleicht auch weiß, dass er das braucht, um insgesamt zu funktionieren und die Gefahr besteht, dass er es sonst nicht mehr tut – wie in Wolfsburg, wo er als erwachsener intelligenter Mensch Gewichtskontrollen ausgesetzt war. Man muss ihn, glaube ich, schon so lassen, wie er ist. Das macht Werder, und das ist auch intelligent.

Kruse weiß das alles auch und kann es einschätzen, zumal er die Erfahrung in Wolfsburg gemacht hat.

Nach meiner Einschätzung bleibt er.
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Furioso am 30.01.2019, 20:56
Ich bin für eine Gehaltserhöhung, wobei die Hälfte der Erhöhung erst gezahlt wird nachdem er auf der Waage war und nicht mehr drauf hat als vor der jeweiligen Pause. Das wär mal ne Klausel
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