News
Latest News
Rasenreport
17.03.2019
Kapitän untermauert seinen Anspruch

Ohne Europa keine Kruse-Zukunft?

© nordphoto


  • 230
  • 59

Diesmal ließ sich Max Kruse das Kontertor im letzten Angriff des Spiels nicht nehmen. In der Vorwoche beim Sieg gegen Schalke 04 hatte ihn Trainer Florian Kohfeldt kurz vor Schluss ausgewechselt, so sah er von der Bank, wie Martin Harnik spät in der Nachspielzeit zum 4:2 traf und für ein seltenes Ereignis sorgte: Ein Werder-Tor, an dessen Entstehung Kapitän Kruse nicht beteiligt war. Beim 3:1 gegen Bayer 04 Leverkusen am Sonntag hatte der erneut immer dann seine Füße im Spiel, wenn Werder erfolgreich war – mit zwei Toren und einer Vorlage.

Kein Wunder, dass nach dieser erneuten Gala zwei Themen auf die Tagesordnung gelangten, die den 30-Jährigen immer wieder umwehen: Gehört er nicht eigentlich in die deutsche Nationalmannschaft und bleibt er Werder über diese Saison hinaus erhalten? Beim ersten Thema wollte Trainer Kohfeldt keine Forderungen stellen. „Max spricht mit seinen Leistungen für sich“, sagte er und betonte, dass er unter der Woche überhaupt zum ersten Mal mit Bundestrainer Joachim Löw telefonieren durfte. Der hatte Maximilian Eggestein erstmals nominiert.

Werder sieht gute Chancen

Mehr nach vorne lehnte sich Kohfeldt beim zweiten Thema, das nun von Woche zu Woche akuter wird. Offiziell läuft Kruses Vertrag bis Ende Juni, aber Sportchef Frank Baumann hat bereits erklärt, dass er sich deutlich früher Planungssicherheit wünscht. Schließlich müsste er im Falle eines Abschieds den Dreh- und Angelpunkt des Bremer Spiels ersetzen. Kohfeldt erinnerte an eine seiner früheren Aussagen, dass Kruse ein „Gesicht für etwas werden könnte, das hier vielleicht entsteht“. „Wenn man heute beobachtet hat, wie er sich gefreut hat, bin ich der Meinung, dass ein anderer Klub schon sehr gute Argumente haben muss, um ihm diese Perspektive zu nehmen“, sagte der Trainer.

Als konkretes Ausschlusskriterium für eine Verlängerung wollte Kruse es zwar nicht bezeichnen, wenn Werder den Europapokal verpasse. Gleichzeitig untermauerte er aber seinen persönlichen Anspruch, „nächste Saison wieder international zu spielen.“ Und dieser Anspruch ist gleichzeitig ein Ansporn. „Mir war erst mal wichtig, dass ich mich voll auf die Mannschaft fokussiere und wir unsere Ziele zu erreichen. Solange das möglich ist, spricht nichts dagegen, sich zu unterhalten, ob es hier weitergeht oder nicht“, erklärte er und erinnerte an die Chance, die sich Werder abgesehen von der Liga auch im Pokal bietet. „Schauen wir mal, was passiert, wenn wir das Viertelfinale gespielt haben“, sagte Kruse. Am 3. April sind die Bremer auf Schalke zu Gast. 

Keine DFB-Perspektive

Dass es dem wichtigsten Spieler im Kader ums Geld geht, glaubt Sportchef Baumann nicht. Kruse habe schon lukrativere Verträge unterschreiben können, als er vor zweieinhalb Jahren zu Werder zurückkehrte. „Ich glaube, dass unsere Chancen steigen, wenn es weiter so gut läuft“, sagte Baumann. Fest steht: Kruse dürfte nächste Saison eher in Bremen spielen als noch einmal in die Nationalmannschaft zurückkehren. Am Dienstag wird er 31, zuletzt hat Joachim Löw in Mats Hummels, Jérôme Boateng und Thomas Müller zwei 30-Jährige und einen 29-Jährigen aussortiert.

MargotMadaj am 17.03.2019, 18:24
Wisst ihr definitiv was Kruse will oder heizt ihr wieder mal nur die Diskussionen an. Und das finde ich gerade nicht so toll. Macht nicht wieder durch solch Kommentare alles kaputt.
47
6
klarerBlick am 17.03.2019, 19:08
Ich denke auch:

kruse weiß, dass Werder (auch angesichts des schwierigen Restprogramms) keine Chancen auf die Europa-Liga hat.

Von den TOP 7 Mannschaften in Deutschland hat keine Bedarf (auch wenn er zur Zeit sehr gut spielt).

Man darf davon ausgehen, dass er bleibt, wenn Werder seine Gehaltswünsche erfüllt
10
7
holger_sell am 18.03.2019, 09:44
Na, die Chance auf die Europaleague, die Werder nicht hat, haben Sie gestern aber gut genutzt.
6
1
alanya_fuchs am 17.03.2019, 18:27
Ohne Europa keine Kruse-Zukunft?

Muss man das nun jede Woche thematisieren? Mit diesem Team Platz 6 oder 7 zu erreichen ist bei der Ausgeglichenheit nur zu erreichen, wenn man leichte Punktverluste vermeidet. Davon hat Werder auch mit Beteiligung von Kruse zu viele gehabt. Es ist vermessen Ansprüche als Kapitän zu untermauern, wenn man gegen Nürnberg, Freiburg, Stuttgart und Hannover Punkte liegen lässt und dann noch seine Vertragsverlängerung davon abhängig macht. Man muss dann einfach mal realisieren, dass es dieses Jahr aus den genannten Gründen eben vielleicht noch nicht reicht.
Ich habe übrigens meine Zweifel, dass Werder aus den letzten 8 Spielen noch 12 Punkte holen kann. Weniger werden nicht reichen.
20
15
Deltator1 am 17.03.2019, 18:32
Last doch den Kruse in Ruhe ihr jungen Hüpfer der Kruse weis was er will und bringt mal was vernünftiges zustande für den WK ich lese den Sportteil schon 40 Jahre aber die letzte Zeit wird es schlechter statt besser
25
4
WERDER2016 am 17.03.2019, 18:35
Nationalmannschaft?
Nicht bei Löw - auch wenn er 5 Jahre jünger wäre. Wenn man ehrlich genug ist, fehlt die langfristige Perspektive.

Vereinswechsel?
Wo will er denn hin, wenn er in der Bundesliga bleiben möchte? Aus meiner Sicht bleibt nur Hoffenheim, falls die Abgänge haben sollten, aber ob die die L schaffen? Ansonsten muss MK ins Ausland wechseln.
14
0
jamal0781 am 17.03.2019, 20:24
Jetzt geht das Gelaber wieder los... .Zum kotzen
9
3
2004 am 17.03.2019, 20:46
Klar ist aber: Max Kruse ist der Kopf der Mannschaft und Garant für schnelles attraktives Umschaltspiel! Ihn ersetzen zu müssen, würde Werder deutlich zurückwerfen.
Damit ist die strategische Aufgabe für Frank Baumann beschrieben!!!
23
0
WERDER2016 am 17.03.2019, 21:07
Bravo, auf den Punkt gebracht.
10
1
am 18.03.2019, 09:32
Der Kommentar wurde durch die Verfasserin / den Verfasser gelöscht. Sofern Antworten auf diesen Kommentar vorhanden waren, wurden diese ebenfalls entfernt.

Kostenlos in der gesamten Saison 2017/2018!

Download