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Rasenreport
17.01.2019
Kruse fordert mehr „Reibung“

„Nur reden bringt uns auch nicht weiter“

© nordphoto


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Platz zehn in der Liga steht für Werder nach der Hinrunde zu Buche. Eine Platzierung, die sich verglichen mit denen der letzten Jahre angenehm liest, aber nach wie vor nicht dem vor der Saison formulierten Saisonziel entspricht, sich wieder für einen europäischen Wettbewerb zu qualifizieren. Vor dem Start in die Rückrunde am Sonnabend gegen Hannover 96 hat Werder-Kapitän Max Kruse auch seinen eigenen Anteil an der sportlichen Lage reflektiert: „Ich habe nicht die beste Hinrunde meiner Karriere gespielt“, gibt sich der Angreifer durchaus selbstkritisch. Gegen die abstiegsgefährdeten Hannoveraner etwa hatte es in der Hinrunde nur zu einem hart erkämpften Unentschieden gereicht. Um in der Tabelle zu klettern, fordert Kruse einen besseren Start in die zweite Saisonhälfte: „Wir haben die Möglichkeit, am Sonnabend schon auf Platz Acht zu stehen.“ Sich selbst sieht der Offensivspieler auch körperlich absolut bereit dazu, Leistung zu bringen, nachdem es noch im Herbst Kritik an Kruses körperlicher Verfassung gegeben hatte. „Ich bin mit meinem Fitnesszustand sehr zufrieden“, betonte Kruse.

Keine Gespräche mit anderen Vereinen

Einen besonderen Anreiz dadurch, dass es für ihn das letzte halbe Vertragsjahr sei, wollte Kruse aber nicht erkennen: „Ehrlich gesagt beschäftige ich mich gar nicht damit, dass das meine letzte Rückrunde sein könnte“, ordnete Werders Kapitän seine Lage ein. „Wenn ich jetzt eine doppelte Motivation hätte, hatte ich vorher zu wenig Motivation.“ Seit zwei Wochen ist es Kruse offiziell erlaubt, mit anderen Vereinen zu verhandeln, ohne Werder zu informieren. Von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht habe er allerdings nicht: „Das habe ich nicht getan und das habe ich in naher Zukunft auch nicht vor.“ Stattdessen fühle er sich weiterhin sehr wohl, wolle sich zunächst aber auf die sportlichen Ziele fokussieren.

Auf dem Platz soll Kruse auch in der Rückrunde erneut die Schlüsselfigur der Bremer Offensive sein. „Der einzige Spieler, der vom ersten Tag an gesetzt war und gesetzt sein wird, ist Max“, bestärkte Florian Kohfeldt die Ausnahmeposition des 30-Jährigen. Jenseits von Kruses Stammplatz im Sturm oder offensiven Mittelfeld konnte sich dafür zuletzt ein beachtlicher Konkurrenzkampf um die Stammplätze im Angriff entwickeln. Ein wenig mehr Reibung zwischen Herausforderern und Etablierten würde sich Kruse aber dennoch wünschen: „Nur reden bringt uns auch nicht weiter“, blickte Werders Topscorer auf das Trainingslager in Südafrika zurück. 

Mit Spaß bei der Sache

Natürlich müsse man als Ergänzungsspieler seine Energie in sinnvolle Bahnen lenken. „Ich will jetzt nicht sagen: Da musst du mal einen umflexen“, schränkte Kruse ein. Nur müsse man die Unzufriedenheit derer, die nicht regelmäßig spielen, auch im Training merken. „In großen Vereinen hast Du das immer, wenn ein Spieler mal draußen sitzt.“ Eine ähnliche Haltung wünscht sich Kruse entsprechend auch bei Werder: „Das einfach nur hinnehmen und in sich reingrummeln bringt uns nicht weiter.“ Grundsätzlich gebe es intern aber ein „sehr, sehr gutes Klima“ in der Kabine, so Kruse. Dazu wolle er auch selbst weiterhin beitragen: „Der Trainer macht hier Druck, ich sorge für den Spaß.“

Ein zusätzlicher Spaß-Faktor könnte die Rückkehr von Fin Bartels sein. Kruses ehemals kongenialer Sturmpartner hofft nach mehr als einem Jahr Verletzungspause in der Rückrunde auf sein Comeback. „Er ist ja zum Glück schon wieder da, es ist nur ärgerlich, dass er nicht spielen kann“, erklärte Kruse. Bartels hatte das Trainingslager in Südafrika als Teilzeitkraft mitgemacht, für die Testspiele war der 31-Jährige noch kein Thema. „Es ist eine schwierige Situation für Fin“, schätzte Kruse die Lage ein. „Das mit seiner Achillessehne dauert länger als erwartet, aber er arbeitet akribisch an seinem Comeback.“ Einer Rückkehr seines alten Sturmkollegen blickt Kruse hoffnungsfroh entgegen: „Wir sind uns alle der Qualität bewusst, die Fin hat, wenn er fit ist.“

Nomolas am 17.01.2019, 14:47
Die Konstellation Kohfeldt/Kruse erinnert mich so ein wenig an Schaaf/Frings damals.
Wollen wir hoffen, dass es in der RR auch auf dem Platz so wird.
Ich bin zumindest optimistisch dass es besser wird als zu Saisonbeginn.
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fred01 am 17.01.2019, 15:54
Jetzt wo Bargfrede wieder fit ist dann es nur noch bergauf gehen.
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Greenkeeper10 am 17.01.2019, 17:12
Stimmt geredet wurde genug jetzt müssen Taten folgen
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delles.wiki am 18.01.2019, 00:33
Eigentlich müsste man Max klonen. Wir brauchen seine Pässe und seine Tore.
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