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25.11.2018
U23 holt Punkt in Hamburg

Nullnummer im Nordderby

© nordphoto


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Tore gab es keine, aber immerhin einen Punkt für jede Mannschaft. „Das war ein Unentschieden der angenehmeren Art“, kommentierte Sven Hübscher das 0:0 von Werders U 23 beim Hamburger SV II. Dem Trainer hatte das kleine Nordderby gefallen, waren doch zwei Mannschaft mit offenem Visier angetreten – spielerisch gut ausgebildete Kicker unter sich. Aber „freudestrahlend“ trat Hübscher auch nicht die Heimreise an: „Wir hätten das Spiel ja auch gewinnen können und sind deshalb nicht zufrieden.“

Stimmt, vor allem die Schlussphase des kleinen Nordderbys hatte den Gästen aus Bremen gehört, und so stand die U 23 denn auch vor dem Siegtreffer. Aber er fiel nicht, weil Werder einmal mehr vor dem Tor scheiterte. Ein Kopfball von Isiah Young neben das Tor (63.), ein einschussbereiter Frank Ronstadt, der gerade noch abgeblockt wurde (73.) sowie ein Freistoß von Joshua Bitter (82.) markierten die besten Möglichkeiten in der letzten halben Stunde. „Die Jungs entscheiden selbst: ein Punkt oder drei Punkte“, kommentierte Sven Hübscher die vergebenen Chancen seines Teams. Es ginge im Fußball ja immer nur darum, die Offensivkräfte in eine aussichtsreiche Position zu bringen. „Den Rest müssen die Jungs dann schon selbst erledigen.“

Ausbildung steht im Vordergrund

Er war allerdings weit davon entfernt, den Stab über seine Talente zu brechen. Es ginge eben nach wie vor um die Ausbildung der jungen Spieler. „Deshalb bleiben wir dran an diesem Thema“, sagte Hübscher. Es war ja auch keineswegs so, dass Werders U 23 die Partie klar dominiert und ein klares Chancenplus zu verzeichnen gehabt hatte. Die Hamburger, derzeit nur auf Rang 13 der Regionalliga Nord, lieferten auch ein sehr ordentliches Spiel ab. „Sie sind eben stärker als ihr Tabellenplatz“, betonte Sven Hübscher. Zudem hatte der Gastgeber nach dem 0:4 im Hinspiel ja noch etwas gut zu machen.

Insofern war dem Trainer durchaus bewusst, dass ein „heißer Tanz“ vor seinem Team liegen würde – und sah sich bereits in den ersten Minuten der Partie bestätigt. Denn während Werder noch nach einem Zugriff auf das Geschehen suchte, besaß der HSV bereits gute Torchancen. Einmal traf Mats Köhlert knapp neben das Tor (1.), wenig später stoppte nur ein beherzter Einsatz von Werder-Keeper Eduardo dos Santos Haesler den heranstürmenden Christian Stark (11.). „In der Anfangsphase haben wir Glück, dass wir nicht hinten liegen“, bekannte der Werder-Trainer später. Seine Mannschaft hatte dagegen einige Zeit benötigt, ehe sie dem engagierten Auftritt des Gastgebers gewachsen war.

Probleme mit der Chancenverwertung

Nach rund einer halben Stunde waren aber auch die Bremer im Spiel, und nun besaßen sie auch ihre Möglichkeiten. Nach einer Ecke war Christian Groß zum Abschluss gekommen, traf aber nur den Kollegen Jonah Osabutey statt ins Hamburger Tor (27.). Später zwang Frank Ronstadt den HSV-Torhüter Morten Behrens per Freistoß zu einer Glanzparade (36.). „Es war heute kein leichtes Spiel, der HSV war sehr aggressiv“, kommentierte der gebürtige Hamburger später die 90 Minuten. Es zählte deshalb zu den positiven Aspekten des Bremer Auftritts, dass der Gast zunehmend in die Partie gefunden hatte und bis zum Ende dagegen hielt. Die Chancenverwertung war dagegen ein echtes Problem, auch in der wohl besten Szene der Bremer: Bedrängt durch zwei Hamburger spitzelte Isiah Young den Ball nach einem Solo zwar am Hamburger Schlussmann, allerdings auch am Hamburger Tor vorbei.

Weil später ja noch ein paar weitere Möglichkeiten vergeben wurden, fiel auch das Fazit von Frank Ronstadt eher durchwachsen aus: „Am Ende nehmen wir den Punkt hier mit, aber aufgrund unserer Torchancen hätten wir auch einen Sieg holen können – daher kann man nicht zufrieden sein.“ In der Tabelle hilft der eine Punkt ja auch nicht weiter: Weil der VfL Wolfsburg II das Spitzenspiel gegen Holstein Kiel II mit 2:0 gewann, liegt der Spitzenreiter nun bereits 15 Punkte vor dem Fünften aus Bremen. Die U 23 hat mit der Nullnummer in Hamburg aber immerhin das letzte Auswärtsspiel des Jahres absolviert. Nun stehen lediglich noch die Heimpartien gegen den TSV Havelse (2.12.) und den Lüneburger SK (8.12.) auf dem Programm. Gegen die beiden Teams aus der unteren Tabellenhälfte dürfte es wohl vor allem darum gehen, die Trefferquote zu verbessern.

Die Statistik zum Spiel

Hamburger SV II: Behrens – Behounek, Ambrosius, Pfeiffer, Vagnoman (46. Mundhenk) – Haut, Kwarteng (68. Geißen), David – Köhlert, Wintzheimer (86. Storb), Stark

SV Werder Bremen II: Dos Santos Haesler – Bitter, Riekmann, Karbstein, Beste – Wagner, Groß, Mbom (46. Schumacher) – Ronstadt, Osabutey, Young

Schiedsrichter: Schönheit (Lüneburg) – Zuschauer: 410

Gelbe Karten: Ambrosius / Wagner, Mbom, Schumacher, Beste

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