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19.04.2019
So könnte Werder gegen die Bayern spielen

Mut zur Viererkette?

© nordphoto


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An das Hinspiel gegen den FC Bayern hat Florian Kohfeldt überhaupt keine guten Erinnerungen. „Da bin ich auch zum ersten Mal richtig laut geworden“, beschrieb Werders Cheftrainer einst seine Reaktion während der 1:2-Niederlage im Weserstadion. Der Grund für Kohfeldts Ausbruch: Eine Abkehr von der Spielweise, die er von seiner Mannschaft sehen wollte. Statt forsch und mutig spielte Werder ängstlich, es war mehr Verhinderungsfußball zu erkennen als der Wille, das Spiel zu gewinnen.

Damals konnten die Unsicherheiten im Bremer Spiel kaum überraschen. Die Niederlage gegen die Bayern war der Höhepunkt einer kleinen Negativserie. Angefangen mit dem 2:6 in Leverkusen, über Niederlagen gegen Mainz und Gladbach bis zum Last-Minute-Unentschieden in Freiburg hatte Werder das Selbstverständnis und auch das Selbstvertrauen verloren, um den Rekordmeister ernsthaft in Schwierigkeiten zu bringen. 

Andere Voraussetzungen, ähnliche Probleme

In der Rückrunde holte man statt einem Punkt zehn Zähler aus diesen vier Partien. Angst vor den großen Bayern dürfte am Sonnabend (15.30 Uhr) also nicht zu erwarten sein – auch, wenn der Rekordmeister seit Wochen in beeindruckender Form ist und während der letzten sieben Partien auf nationaler Ebene sechsmal mindestens vier Tore schoss. 

Mutige Werderaner könnten entsprechend die Flucht nach vorne planen. Dafür spricht, dass für eine zusätzliche Absicherung der Schlüsselspieler fehlt. Philipp Bargfrede wird zwar aller Voraussicht nach rechtzeitig fit, um wieder in den Kader zu rücken, aber für einen Platz in der Startelf kommt das erste der beiden Bayern-Spiele noch zu früh. Weil Bargfrede für das Pokal-Halbfinale am Mittwoch (20.45 Uhr) ausgeruht sein soll, wird der Platz in der Startelf voraussichtlich an den fußballerisch starken, aber in der Absicherung etwas schwächeren Nuri Sahin fallen. Schon im Hinspiel hatte Kohfeldt so auf einen Bargfrede-Ausfall reagiert, eine Dreierkette mit drei echten Innenverteidigern ist eher unwahrscheinlich.

Weicht die Raute?

Bleiben noch drei Fragen. Die erste ist die nach der Grundordnung im Mittelfeld: Zuletzt durfte Max Kruse sich häufig als Zehner in einer Raute zum etablierten Kern um Sahin oder Bargfrede, Davy Klaassen und Maximilian Eggestein gesellen. Diese Raute hat jedoch ihre systemische Schwachstelle auf den Außenbahnen, die lediglich von verschiebenden Zentrumsspielern und den Außenverteidigern gesichert werden können. Gegen die Bayern, deren größte Stärke die stark besetzten Flügel um Kingsley Coman und Serge Gnabry sind, wäre die Raute ein Spiel mit dem Feuer.

Wahrscheinlicher ist also, dass Kohfeldt Kruse in vorderster Front agieren lässt und die zwei übrigen Offensiven als klare Außenstürmer mit entsprechenden Defensivaufgaben aufstellt. Johannes Eggestein steht nach muskulären Problemen noch nicht wieder zur Verfügung. Neben Milot Rashica dürfte Yuya Osako, der Torschütze des Hinspiels, die besten Karten auf einen Platz in der Startelf haben. Und dann ist da noch der alte Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung: Spielt Milos Veljkovic oder Sebastian Langkamp? Eine 50:50-Entscheidung, die zuletzt häufiger zugunsten des Serben ausgefallen war.

So könnte Werder spielen:


Die Umfrage zum Spiel gibt es hier: 

alterwaller am 20.04.2019, 12:27
ich habe kein gutes Gefühl. Mir wird viel zu viel darüber lamentiert wie Werder eventuell punkten kann. "Normal" müssten die Bayern zu stark / gut sein. Bayern ärgern allein reicht nicht. Was bringt ein knappes 2 : 1 oder 3:2 ? Nix, ausser viel Lob. Nur leider keine Punkte. Ich lass mich mal überraschen. Und über jeden Punkt würde ich mich teuflisch freuen.
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susanneundjens am 20.04.2019, 13:33
Über einen Punkt würde ich mich auch tierisch freuen Aber in meiner persönlichen Rechnung stehen heute 0 Punkte. Außerdem kommt Gefahr aus Köln, denn Videoschiri, ist Zwayer, erwiesenermaßen ein Bayern-Freund und zu dem in den Schiriskandal um Hoyzer verwickelt wie Manuel Gräfe neulich nochmal treffend analysierte. Ich denke, der wird es heute pro Bayern entscheiden.
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Altobelli am 20.04.2019, 14:01
Ich mag Bayern nicht und von Zwayer bin ich auch nicht überzeugt.

Wenn er, wie Sie schreiben, Bayern freundlich pfeifen sollte, dann sollten Sie aber auch erklären, warum Zwayer den Bayern im letzten Pokalfinale einen glasklaren Foulelfmeter verweigert hat (Boateng Foul an Martínez).
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susanneundjens am 20.04.2019, 17:02
Sehen Sie sich mal Leipzig-Bayern im letzten Pokalwettbewerb an. Auch bei mindestens 2x Bayern-Dortmund war er ganz vorne dabei. Tja, und heute? Ich glaub ich hatte recht. Welz macht doch erst lange gar nix und auf einmal zieht er doch die Karte. Wer hat das wohl eingeflüstert?
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Altobelli am 21.04.2019, 16:58
Sie sind eingestellt, sorry!

Ich konnte die Szene im Stadion gestern nicht genau erkennen und habe mir die Szene im Sport-Studio noch einmal angesehen. Das erste Foul war absolut gelb und die zweite gelbe Karte kann man geben. Dem Schiedsrichter hier etwas zu unterstellen geht gar nicht! Das ist leider unterstes Niveau, sorry!
Mich regt es deshalb auf, da ich auch mal ein paar Jahre gepfiffen habe und weiß, wie schwierig dieser Job ist. Die zweite gelbe Karte war hart aber vertretbar! Veljkovic muss sich da auch einfach cleverer verhalten!
Allerdings fand auch ich die Verhältnismäßigkeit nicht in Ordnung. Auch ein Boateng hätte sich in der zweiten Hälfte die gelbe Karte verdient!
Der Platzverweis für Veljkovic war für den Spielverlauf aber entscheidend. Ich habe Werder gestern nicht so schlecht gesehen wie viele andere Foristen hier.

Unterstellungen sollten Sie aber tunlichst vermeiden!
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alanya_fuchs am 20.04.2019, 14:08
Hauptsache, es gibt keine Abreibung wie sie Wolfsburg und Dortmund erleben mussten.
Mein Tipp: Werder spielt mit, verliert aber trotzdem 4:2
Ein Punkt wäre schon ein Wunschergebnis.
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