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Rasenreport
18.03.2019
Personal-Puzzle im Mittelfeld

Möhwalds Panne lässt Kohfeldt grübeln

© imago


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Johannes Eggestein krümmte sich gerade mit Schmerzen am Boden, als Kevin Möhwald zum Warmmachen geschickt wurde. Werder hatte gerade das 2:0 in Leverkusen erzielt, Eggestein war bei der Entstehung aber übel von Lars Bender abgeräumt worden. Es dauerte eine ganze Zeit, bis sich der 20-Jährige wieder berappelt hatte, einige Minuten ging es nur deutlich humpelnd über den Platz.

Und so lief also Kevin Möhwald hinter dem Bremer Tor auf und ab und präparierte sich für eine Einwechslung. So weit die Theorie. Doch dann lief Möhwald auf einmal nicht mehr, in der Halbzeitpause war schnell klar, dass der Ex-Nürnberger nicht würde spielen können. Der Grund: Er hatte sich beim Aufwärmen am Oberschenkel verletzt. „Wir hoffen, dass es nichts Schlimmeres ist“, sagte Trainer Florian Kohfeldt.

Folglich wurde erst einmal nichts aus einem Wechsel - zumal Eggestein auch problemlos weitermachen konnte und nach ersten Erkenntnissen keine Folgeschäden davontrug. Erst im Verlauf des zweiten Durchgangs, als Leverkusen den Druck noch einmal erhöhte, sollte nun doch noch ein Tausch her. „Ich habe mich umgeschaut und nach einem Mittelfeldspieler gesucht, aber nur Sebastian Langkamp auf der Bank entdeckt“, sagte Kohfeldt lachend. Ausgerechnet Langkamp. Der etatmäßige Innenverteidiger plagt sich eigentlich noch mit den Nachwirkungen seiner Schulterblessur herum, stand nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Philipp Bargfrede und Claudio Pizarro aber plötzlich wieder im Kader. Und in der Schlussphase sogar auf dem Platz. „Komplett fit war er natürlich nicht“, räumte der Bremer Cheftrainer ein, „aber er hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt“.

Als es in der ersten Hälfte um die Suche nach einem potenziellen Möhwald-Ersatz gegangen war, hatte Kohfeldt auch kurz Fin Bartels im Sinn. Einem rund 60-minütigen Auftritt des lange verletzten Rückkehrers wurde dann aber doch eine Absage erteilt. Stattdessen kam auch Bartels erst später zum Zuge. In der Nachspielzeit wurde es dann direkt wieder ungemütlich für ihn. Wendell checkte den Bremer unsanft weg, sogar die Hand des Leverkuseners traf Bartels im Gesicht. Die Folge war eine klaffende Wunde am Mund, mehr aber glücklicherweise nicht. „Das war schon heftig, ein sehr unangenehmes Foul. Das hätte auch richtig schief gehen können“, meinte Florian Kohfeldt kopfschüttelnd. „Ein paar Zentimeter höher und dann trifft er vielleicht die Nase und ich kann Fin auf die Bank legen. Ich hoffe, dass er keine Kopfschmerzen bekommt, sonst müssen wir noch über eine Gehirnerschütterung reden.“

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