News
Latest News
Kaderschmiede
31.03.2018
Hübschers Plan für die U23

Mit Spaß aus der Krise

© nordphoto


  • 4
  • 75

Für Sven Hübscher spielt diese Serie keine Rolle. „Sie ist für uns uninteressant“, sagt der Trainer von Werders U 23. Dass seine Kicker nun seit 27 Spielen auf einen dreifachen Punktgewinn in der 3. Liga warten, spielt für die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel bei den Sportfreunden Lotte an diesem Sonntag (14 Uhr) schlicht keine Rolle.

Es wird von Trainern aus gutem Grund ja auch immer wieder betont: Die Trainingswoche beschäftigt sich ausschließlich mit der Leistung im nächsten Spiel; was war oder nach dieser Partie sein wird, ist nicht relevant. Aber es gibt sie nun mal, diese böse Serie. Der neutrale Beobachter sieht deshalb eine Gefahr auf die Bremer zukommen. Nein, nicht den Abstieg in die Regionalliga Nord, dieser ist ohnehin nur noch mit einem mittelschweren Fußballwunder zu verhindern. Es geht um Tasmania Berlin und deren Negativserie. In der Bundesligasaison 1965/1966 war das Team 31 Spiele sieglos geblieben, und das ist bis heute ein Rekord im bezahlten Fußball. Der U 23 fehlen also nur noch vier Partien, um diese „Bestmarke“ einzustellen. Man kann gut sich vorstellen, was Sven Hübscher zu dieser Aussicht sagen würde. Aber es musste einfach mal erwähnt werden.

Lotte will nachlegen

Zur Aufgabe in Lotte zählt indes auch ein genauer Blick auf den Verlauf der vergangenen Wochen des Gastgebers. Sieben Spiele hatten die Sportfreunde nicht gewonnen, ehe sie am vergangenen Spieltag auf den Tabellennachbarn aus Chemnitz getroffen waren. Die Lotter traten also angeschlagen zum Kellerduell an. Aber sie wussten sich zu helfen angesichts des 3:1-Heimerfolges. „Danach waren wir natürlich erleichtert“, sagt Trainer Andreas Golombek. Sein Team erlangte mit dem ersehnten Dreier schließlich etwas Luft im Abstiegskampf. Es wird nun durch sieben Zähler vom Chemnitzer FC (26 Punkte) auf dem ersten Abstiegsplatz getrennt; der Abstand zu Rot-Weiß Erfurt (22) und Werders U 23 (20) ist noch deutlich größer.

Angesichts dieser Konstellation weiß man in Lotte sehr gut, was mit einem Heimsieg gegen das Schlusslicht möglich wäre. „Wir können gegen Bremen den nächsten Schritt machen“, sagt Golombek. Der Trainer sieht sein Team gut vorbereitet und möchte, „dass wir genauso konzentriert wie gegen Chemnitz agieren und von Anfang an Gas geben“.

Aufgeben verboten

Und Werder? Wenn es überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt geben sollte, dann müssten die Bremer wohl schon eine Serie starten. Doch selbst, wenn sie die restlichen sieben Partien ausnahmslos gewinnen würden, dürfte es angesichts des Abstandes von 13 Punkten wohl ziemlich eng werden. Umso wichtiger erscheint die Partie gegen das Team auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Mit einem Sieg wären schließlich nur noch zehn Punkte in sechs Partien aufzuholen – das klingt wenigstens ein bisschen besser.

„Ich erwarte ein offensives Spiel. Für Lotte wäre der Dreier sehr wichtig im Abstiegskampf, und wir wollen uns nicht restlos aufgeben und weiterhin versuchen, unser Bestes zu geben“, sagt Werder-Stürmer Boubacar Barry. Seine Worte sprechen für eine eine ordentliche Portion Zuversicht. Sie drücken aber auch eine gewisse Resignation aus. Das Spiel in Lotte dürfte deshalb weniger durch die Qualität der beiden Mannschaften entschieden werden. Es wird um die Mentalität gehen, darum, ob sich die Bremer vielleicht doch noch einmal freimachen können vom Misserfolg der letzten Monate.

Die vergangenen Auftritte hatten neben einigen positiven Ansätzen ja auch immer wieder auf eine Blockade hingedeutet. Deshalb betont Sven Hübscher so ausdrücklich, dass die Vergangenheit und die Negativserie nicht von Interesse seien. Der Werder-Trainer sagt zudem, dass sein Team dieses Spiel unbedingt gewinnen wolle – und den Weg zum Erfolg liefert er gleich mit: „Die Mannschaft soll rausgehen und Spaß am Fußball haben.“

Kostenlos in der gesamten Saison 2017/2018!

Download