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22.02.2019
U23 vor Rückrundenstart

Mentalitätstest statt Titelrennen

© nordphoto


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Die Generalprobe vorm Start in die Regionalliga ging verloren. Ein positives Fazit zog der Trainer dennoch. „Trotz der Niederlage war es ein gutes Testspiel“, meinte Sven Hübscher nach dem 0:1 von Werders U23 beim VfL Wolfsburg II. Die beiden Nachwuchsteams hatten sich tatsächlich ein Duell auf Augenhöhe geliefert, und am Ende gewannen die Niedersachsen lediglich, weil Werders Abwehr zu Beginn des zweiten Durchgangs noch nicht auf der Höhe war. Aber letztlich entfaltet die Niederlage ja eine gewisse Symbolkraft: In der Regionalliga fehlt den Bremern auch noch ein bisschen zum VfL II. Sie liegen schließlich stolze dreizehn Punkte hinter dem Spitzenreiter zurück.

Befragt zu den Aussichten in der zweiten Saisonhälfte sagt Sven Hübscher also: „Wir können die Tabelle lesen.“ So richtig groß erscheinen die Chancen auf den Titel natürlich nicht mehr. Bei der U23 können sie sich nun erst recht auf die Ausbildung der jungen Kicker konzentrieren. Die lässt sich allerdings nicht ganz von der Situation in der Liga trennen. „Wir müssen schon da sein, wenn dort oben noch etwas passiert“, formuliert Hübscher eine wesentliche Aufgabe. Für ihn wird in den kommenden Wochen deshalb auch die Mentalität der Talente getestet: „Lassen sie sich hängen oder liefern sie weiterhin ab.“ Aber klar: Selbst bei optimalen Verlauf dürfte es sehr schwer werden, die souveränen Wolfsburger einzuholen.

Zum Auftakt im Heimspiel gegen die SpVgg Drochtersen/Assel (Sonnabend, 14 Uhr) wird sich auch erst einmal zeigen, wie sich die vergangenen Wochen auswirken – sie waren nämlich alles andere als optimal verlaufen. Das Trainingslager im türkischen Belek musste nach Unwettern abgesagt werden, und in Bremen ließen die morgens oft gefrorenen Plätze regelmäßig erst ein Training am Nachmittag zu. „Aber wir haben das Beste draus gemacht“, sagt Sven Hübscher nach diversen Athletikeinheiten und Besuchen in der Soccerhalle. Mit den Tests zeigt sich der Trainer dagegen zufrieden. Obwohl aus den vier Partien gegen Rödinghausen (3:3), Osnabrück (1:3), Viktoria Köln (3:3) und eben Wolfsburg  II kein Sieg heraussprang, sagt er: „Wir haben ja bewusst gegen starke Gegner gespielt, alles in Ordnung.“

Bis auf die langzeitverletzten Simon Straudi (Oberschenkelverletzung) und Bennet van den Berg (Knie-OP) steht der komplette Kader zur Verfügung. Und dabei begrüßte der Trainer streng genommen noch zwei Neuzugänge. In Ahmet Canbaz wurde ein Stürmer von Eintracht Braunschweig verpflichtet, und Boubacar Barry nahm das Training wieder auf. Der 22-Jährige trägt zwar bereits seit 2017 das Werder-Trikot, hatte sich im Frühjahr 2018 aber eine langwierige Knieverletzung zugezogen. Nicht ausgeschlossen, dass auch noch Profi Fin Bartels nach überstandener Verletzungspause seine ersten Pflichtspiel-Schritte in der U23 unternimmt. 

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