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Rasenreport
27.02.2019
Sargents Entwicklung wird belohnt

Mehr Leistung, mehr Gehalt

© nordphoto


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Bei Josh Sargent hat Werder am Dienstag Nägel mit Köpfen gemacht und den Vertrag mit dem US-Stürmer vorzeitig verlängert. Laut Frank Baumann geschah dies aber nicht, weil man sich ob der Konkurrenz unter Zugzwang sah, sondern weil man die Leistung des Talents honorieren wollte. „Wir haben ihn zu einem branchenüblichen Jungprofi-Gehalt verpflichtet, durch seine Leistungen hat er sich verdient, dass er nun die nächste Gehaltsstufe erreicht. Das ist nur fair“, erklärte Werders Sportchef am Mittwoch in einer Medienrunde. „Es gab keine konkrete Sorge, dass Josh uns verlassen wird.“

Ganz uneigennützig war die Verlängerung aber dennoch sicher nicht. „Josh ist für sein Alter sehr weit, das bleibt auch anderen Klubs nicht verborgen“, sagte Baumann. Es hätte zwar keine konkrete Anfrage gegeben, aber dass Interesse bestehe, sei klar. Seit Dienstag hat Werders Verantwortlicher nun aber immerhin Gewissheit, dass die Konkurrenz tiefer in die Tasche greifen muss, wenn sie den 19-Jährigen verpflichten will.

Bremen als Wohlfühlort

Sargent selbst fand für seine Verlängerung weitere Gründe. „Bremen hat sich von Anfang an wie ein Zuhause angefühlt. Es war eine gute Entscheidung, hier herzukommen“, sagte der Stürmer, der bislang auf zwei Saisontore kommt. 

Auch Florian Kohfeldt spielte bei der Entscheidung, seinen Vertrag in Bremen zu verlängern, eine Rolle. „Ich fühle mich hier sehr wohl und verstehe mich gut mit dem Trainer.“ Das eventuelle Interesse anderer Klubs habe er bei seiner Verlängerung ausgeblendet. „Das war nicht wichtig für mich bei den Verhandlungen. Ich fokussiere mich nur auf meine Zeit in Bremen“, versicherte der US-Amerikaner.

Seine Ziele für die nähere Zukunft in Bremen formuliert Sargent bescheiden: „Ich komme jeden Tag mit dem Ziel hier her, hart zu arbeiten.“ Natürlich wolle er Stammspieler werden, aber er wisse eben auch, dass er sich das verdienen müsse. Um sich zu verbessern, nutzt der 19-Jährige die Möglichkeit, eine Vereinslegende zu befragen. „Claudio Pizarro ist ein Vorbild für mich. Ich frage ihn jeden Tag nach Rat“, erklärte er.

Zukunft von Pizarro und den Eggesteins offen

Durch die längerfristige Bindung von Sargent an Werder stellt sich dennoch die Frage, wie es im kommenden Jahr mit Claudio Pizarro weitergeht. Der Vertrag des 40-Jährigen läuft im Sommer aus. Baumann sieht dort aber keinen Zusammenhang. „Man sieht auch jetzt, dass es zusammen funktioniert“, sagte er. Es bleibe dabei, dass man sich im April oder Mai mit dem Angreifer zusammensetzen werde, um zu entscheiden, wie es weitergeht. 

Mit der Personalie Sargent hat Baumann eine wichtige Baustelle für die Zukunft geschlossen, es bleiben aber noch weitere. Zum Beispiel Maximilian Eggestein und sein Bruder Johannes. Beide sollen ihre Verträge verlängern, aber die Einigung steht aus. Man befinde sich in Gesprächen, es gebe aber keinen neuen Zwischenstand, stellte Baumann fest, um dann im Fall von Johannes Eggestein etwas konkreter zu werden: „Es gibt noch einige Eckpunkte zu klären. Gute, junge Spieler wecken immer das Interesse anderer Vereine“, sagte Baumann. Werder bemüht sich, aber „ich kann nicht vorhersehen, ob es klappt. Das wird kein Selbstläufer“, so der Sportchef. „Aber ich weiß, was Werder Jojo bieten kann, und das weiß er auch.“

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