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10.01.2019
Kohfeldt im „Kicker“-Interview über Kruse

„Max wird ein bisschen pokern“

© nordphoto


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Die Entscheidung, Max Kruse zum Kapitän zu machen, würde er immer wieder treffen, verriet Florian Kohfeldt im Interview mit dem „Kicker“. Nun könnte die Kapitänsbinde nach Meinung des Werder-Trainers auch dafür sorgen, dass Kruse weiter in Bremen bleibt. „Max wird auch da ein bisschen pokern, das liegt in seinem Naturell. Aber ich habe das Gefühl, dass er sich sehr wohlfühlt mit unserer Art des Fußballs“, sagte Kohfeldt. Er glaube, dass es Kruse reize, „hier vielleicht das erste Mal in seiner Karriere eine andere Rolle einzunehmen als nur der Spieler Max Kruse zu sein“.

Neben Kruse war auch Milot Rashica Thema des Gesprächs mit dem Fußball-Magazin. Zur Torgefährlichkeit Rashicas, der zuletzt vor allem durch vergebene Chancen auffiel, sagte Kohfeldt: „Das wird kommen. Und: Es ist trainierbar. Nach einer Großchance im Training frage ich ihn direkt: Hattest du einen Plan, wohin du schießt?“ Claudio Pizarro habe immer einen ganz genauen Plan vorm Tor, ebenso wie Josh Sargent oder Johannes Eggestein, nannte der Trainer Beispiele.

Rashicas „harter Weg“

Trotzdem ist Kohfeldt zufrieden mit der Entwicklung des 22-jährigen Kosovaren und betonte: „Milot hat einen wirklich großen Sprung gemacht nach einem sehr harten Weg. Er musste auf schmerzhafte Art lernen, was er auf liebevolle Weise nicht lernen wollte.“ Damit meinte der Werder-Coach vor allem Rashicas Defensivverhalten. „Er kannte das nicht. Er hat nicht verteidigt da, wo er herkam. Wir haben es versucht über Erklären, über Videos. Und irgendwann gesagt: Jetzt muss er mal für eine kurze Phase richtig leiden, sprich auf die Tribüne.“

Während bei Rashica teilweise die harte Hand des Trainers gefragt war, gab es bei Pizarro wenig zu bemängeln. Der 40-Jährige bestach in der Hinrunde durch starke Leistungen und spielte mehr, als zunächst angedacht. Aus diesem Grund ließ Kohfeldt durchblicken, dass er sich ein weiteres Jahr mit dem Peruaner durchaus vorstellen kann. „Bislang gehen wir nach seinen Aussagen davon aus, dass Claudio aufhört“, sagte Kohfeldt. „Wenn sich nichts verändert, dann lasst uns im März, April reden, ob es weitergeht. Aber der Ball liegt bei Claudio.“

Das Interview findet sich in der aktuellen Ausgabe des „Kicker“.

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