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02.02.2019
Kohfeldts Ratlosigkeit

„Logisch ist das nicht“

© dpa


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Florian Kohfeldt hat sich in dieser Saison bereits in fast allen erdenklichen Stimmungen präsentiert – von euphorisch über differenzierend bis wütend. Nach dem 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg gab es einen Trainer zu erleben, der ratlos wie selten wirkte. „Da muss ich noch mal in mich gehen. Das kann ich so schnell nach dem Spiel nicht begründen", sagte der 36-Jährige, angesprochen auf den krassen Leistungsabfall nach dem teilweise berauschenden Auftritt beim 2:2 gegen Eintracht Frankfurt in der Vorwoche.

Die erste Hälfte war rundum zum Vergessen gewesen, in der zweiten zeigte sich Werder gegen den Tabellenletzten, der die Rote Laterne mit dem verdienten Punktgewinn losgeworden ist, etwas verbessert. Der Führungstreffer durch Johannes Eggestein fiel dann auch in der spielerisch flüssigsten Phase. „Aber dann hören wir auf damit. Logisch ist das nicht", sagte Kohfeldt.

In den 19 Spielen zuvor hatte er lediglich zweimal zu Beginn des zweiten Durchgangs gewechselt. Beim 2:6 gegen Bayer Leverkusen kam Claudio Pizarro nach 45 Minuten für Marco Friedl, beim 1:3 gegen Borussia Mönchengladbach Johannes Eggestein für Philipp Bargfrede. Nun in Nürnberg verdoppelte Kohfeldt die Zahl seiner Pausenwechsel. Dass es Milot Rashica und Martin Harnik erwischte, sollten sich die beiden nach Angaben des Trainers nicht zu sehr zu Herzen nehmen: „Das war ein generelles Hallowach. Es hätte einige erwischen können.“ Dazu passte Kohfeldts Bemühen, möglichst wenige Namen zu nennen in seiner Analyse. „Ich will nicht einzelne Spieler kritisieren, mich nehme ich komplett da mit rein“, sagte er, ging aber nicht näher darauf ein, inwiefern er selbst Fehler gemacht habe.

Vier Punkte Abstand statt einer

Zu fatalistisch wollte Kohfeldt ohnehin nicht klingen. „Ich muss uns zugestehen, dass wir noch lernen müssen. Manchmal tut die Entwicklung weh – so wie heute“, sagte er. Das Unentschieden dürfte sich auch vor dem Hintergrund der anderen Ergebnisse wie eine Niederlage anfühlen. Als Werder in Führung lag, betrug der Rückstand auf den sechsten Tabellenplatz kurzzeitig nur einen Punkt, nun sind es vier, weil der VfL Wolfsburg und Bayer Leverkusen ihre Spiele noch für sich entscheiden konnten, jeweils gegen höher eingeschätzte Gegner als Nürnberg. „Sie haben verdient einen Punkt geholt, aber das kann nicht unser Anspruch sein“, sagte Kohfeldt.

Tage, an denen Werder sein Potenzial nicht ausschöpft, seien in gewisser Weise normal. „Das passiert jeder Mannschaft zwei-, dreimal in der Saison, uns passiert es vier-, fünfmal. Dann ist es zweimal zu viel“, fasste Kohfeldt zusammen. Fünf Punkte aus den ersten drei Rückrundenspielen sind genauso viele wie zum gleichen Zeitpunkt in der Hinrunde. Damals folgten vier Siege aus den nächsten fünf Spielen. Am kommenden Dienstag wartet auf Werder jedoch erst einmal eine ganz andere Aufgabe mit dem Pokalspiel bei Borussia Dortmund.

slash1965 am 02.02.2019, 19:33
Habe zwar mit ein Sieg gerechnet, aber so ist wie es ist, Mund abwischen und die Punkte jetzt bestätigen aus der Hinrunde....
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wyntonrufer am 02.02.2019, 19:38
Ganz so einfach finde ich es nicht! Hat doch stark an Mainz erinnert nur mit viel schwächerem Gegner. Latenter Hang zur Selbstüberschätzung, insbesondere Sahin und Veljkovic sind echte Schwachpunkte. Leider hat man es versäumt, einen IV mit Schnelligkeit und Kopfballstärke zu verpflichten. Seit dem Weggang von dem Dänen, klafft hier eine Lücke!
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pizza am 02.02.2019, 20:12
Es nervt das wir wieder so ein schwaches Spiel gemacht haben.....und Nürnberg davor 6 Spiele verloren hat und gegen uns holen sie wieder ein Punkt!!!!
Vielleicht sollten alle verdächtigen mal ihre Verträge verlängern damit sie sich auf fussball konzentrieren können!!!!
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Michou am 02.02.2019, 22:50
Nach Schalke kam Mainz, nach Frankfurt Nürnberg....da ist ein Muster zu erkennen,
nach super Spielen Switch off, Lay back,...Hirn und Mentalität spielen nicht mit ...
Der alte Virus wieder aktiv
Freue mich trotzdem wie Bolle auf Dienstag Abend ....
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Greenkeeper10 am 02.02.2019, 20:21
Ja Kohfeldt ist noch ein wenig grün hinter den Ohren jetzt muss mal die Peitsche kommen Zuckerbrotzeit ist mal ausgesetzt
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oldkarzwortel am 03.02.2019, 09:54
Ich war in der Woche zweimal beim Training, da hat er laut und vernehmlich seinen Unmut kund getan, wenn es nicht so lief wie er wollte. Ich glaub das ist nicht der Grund sondern der Inhalt in den Köpfen wie @wyntonrufer schon erwähnte. Wobei ich Veljkovic ausschliessen möchte, der ist einfach nicht mehr bundesligatauglich. Nachdem er einige Zeit besser und besser wurde, macht er die gesamte Saison keine Fortschritte mehr, eher Rückschritte und das Vertrauen in ihn sollte aufgebraucht sein. Zu langsam im Kopf, in den Beinen und der Spielaufbau ist schlecht.

Baumann und Kohfeldt haben es versäumt die Abwehr mit einem schnellen, kopfball- und spielstarken Mann zu stabilisieren. Ich würde im Pokal mal mit Theo in der Innenverteidigung spielen und Klassen durch Möhfeldt ersetzen.
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wyntonrufer am 03.02.2019, 13:24
Interessanter Gedanke mit Theo, wer soll dann rechts spielen? 3 er Kette und dann2 x 6 also 3-2-2-3? Ginge vielleicht mit Bartels.... allerdings ist die Zeit für Experimente vorbei! Es fehlt besagter IV und es fehlt grundsätzlich an Tempo bei fast allen Defensiven einschließlich Bargi, Sahin, Maxi E. Und Klaassen und deshalb bleibt Europa m.E. eine Utopie. Wir sind viel zu anfällig in der Defensive - Fehleinschätzung seitens FK u FB leider
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Schrammr am 02.02.2019, 21:20
Ich sehe es auch so wie wyntonrufer. Das Problem ist bei uns Veljkovic, er ist langsam im Aufbau kommt einfach zu wenig und für mich übernimmt er auch keine Verantwortung. Noch ein besseres Beispiel war das Spiel in Stuttgart. Habe bis heute keine Verbesserung bei ihm erkannt. Egal gegen wen wir spielen, Langenkamp ist für mich der Bessere. Die ständige Aufstellung nervt mich bei Kohfeldt ebenfalls, da wird nie was konstantes ins System kommen, sei denn jemand ist gesperrt oder krank. Mich regt das ehrlich gesagt richtig auf.
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fh_king am 02.02.2019, 23:06
Starke 10 Minuten der Nürnberger haben gereicht, damit die sich den 1nen Punkt (verdient) ergattert haben - zum Glück aus Bremer Sicht muss man sagen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was passiert wäre wenn die über 90 Minuten ernst gemacht hätten...Veljkovic möchte ich NIE wieder in der ersten Elf sehen. Mit weitem Abstand der Risikofaktor Nummer 1. Mit Langkamp fühlt es sich das ganze Spiel über einfach besser, sicherer an...
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WERDER2016 am 03.02.2019, 16:27
FK ist von Veljkovic mehr überzeugt als von Langkamp, sonst hätte er nicht die Formation gewechselt. Aus meiner Sicht sind die Unterschiede zwischen den beiden nicht sehr groß. Veljkovic hat zudem nach seiner Einwechslung gegen Frankfurt ein gutes Spiel gemacht.
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