News
Latest News
Rasenreport Kaderschmiede
05.01.2019
Zweifel an Werders Plänen

Linke kritisiert geplantes Leistungszentrum

© WERDER BREMEN


  • 77
  • 10

Einer reicht. Nur ein einziger Widerspruch eines der Hunderten Einspruchsberechtigten würde reichen, um den geplanten Neubau des Werder-Leistungszentrums in der Pauliner Marsch zu kippen.

Das sagte Peter Böhme, der  für die „Linken“ im Beirat Östliche Vorstadt sitzt. Und der Politiker fügte hinzu: „Ein Floh kann einem Löwen mehr zu schaffen machen als umgekehrt“. Allerdings habe Werder, so sein Wissensstand, zum jetzigen Zeitpunkt nur mit wenigen Einspruchsberechtigten den Kontakt gesucht. Der Bauausschuss-Sprecher des Beirates Östliche Vorstadt ist bekanntermaßen ein erklärter Gegner des ambitionierten Neubau-Projektes und trug jetzt seine Bedenken noch einmal dezidiert im Fachausschuss Bauen, Wohnen und Öffentlicher Raum des Beirates Östliche Vorstadt vor. Böhme führte noch einmal den Bebauungsplan 1184 aus dem Jahr 1978/79 ins Feld, der den Staffelbauplan aus dem Jahr 1964 abgelöst hatte. Im Bebauungsplan 1184 sei ausdrücklich eine gemischte Nutzung der Pauliner Marsch durch die Allgemeinheit vorgesehen, aber keinesfalls eine einseitige Domäne von Sportvereinen. 2007 habe der SV Werder 500.000 Euro für Ausgleichsmaßnahmen an die betroffenen Bürgerinnen und Bürger gezahlt.

„Und weitere funktionsbezogene Bauten sind gemäß des Planes schon gar nicht in der Pauliner Marsch vorgesehen. Da sollte die Stadt schon konsequent sein“, betonte der Linken-Politiker. Mit dem Bebauungsplan 1184 seien dezidiert weitere bauliche Anlagen ausgeschlossen worden. Das Areal solle neben dem Hochwasserschutz vor allem drei Funktionen haben: als Erholungsraum, ferner solle die freie Sicht zur Erhaltung des Landschaftsbildes dienen. Gar nicht zu reden von der wichtigen Funktion, die dem Areal als Freiluft-Schneise zum Ostertor und somit für das Stadt- und Wohngebiets-Klima zukäme. Peter Böhme kritisierte in diesem Zusammenhang die Emissionen durch Flutlichter und Lärm sowie die Versiegelungs-Mentalität.

Zunahme des Verkehrs 

Dazu käme die Zunahme des Verkehrs über die Ostrampe, ferner sei der asphaltierte Sport-Platz P5 inzwischen als Dauerparkplatzfläche ausgewiesen worden. In diesem Zusammenhang verwies Böhme auf den Paragrafen des Bundesemissionsschutz-Gesetzes, der für Wohngebiete gilt. Der geplante Neubau des Werder-Leistungszentrums werde mit geplanten 9600 Quadratmetern riesig ausfallen: 20 Meter Tiefe treffe auf 80 Meter Länge, verbunden durch zwei Quer-Riegel. Auf Stelzen gestellt erreiche der Neubau sogar 14 Meter und sei damit höher als der Deich, was den Deichhauptmann auch nicht gerade erfreue. Es könne wohl nicht angehen, dass es eine „Lex Werder“ gebe, betonte Peter Böhme.

Manuela Jagemann, stellvertretende Leiterin des Ortsamtes Mitte betonte, dass der Bau des Werder-Leistungszentrums die Beiräte Mitte und Östliche Vorstadt weiterhin beschäftigen und intensive Beratungen erfordern werde. Es gelte jedoch zum jetzigen Zeitpunkt, keine Kaffeesatzleserei zu betreiben und auch nicht in anderen Ausschüssen wie dem Ausschuss zur Pauliner Marsch zu wildern. Und Steffen Eilers, Sprecher des Beirates Östliche Vorstadt betonte: „Wir sind ja noch ganz am Anfang des Prozesses. Die Basis für den Beschluss des Leistungszentrums fehlt ja noch und diese Basis müssen wir erst noch schaffen“ Der FDP-Politiker Jürgen Schultz stellte die grundsätzliche Frage: „Wie stehen wir eigentlich im Beirat beziehungsweise im Ausschuss zu diesem Thema? Tragen wir es mit oder nicht?“ Wenn hier Farbe bekannt werden würde, dürfte das vieles vereinfachen. Das Für und Wider sollte in allem Umfang berücksichtigt und abgewogen werden.

WerderanerFfm am 06.01.2019, 18:42
Der linke Linke ist wirklich Link.
1
1

Kostenlos in der gesamten Saison 2017/2018!

Download