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05.12.2018
Mein-Werder-Wiki

L wie Lukimya, Assani

© nordphoto


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Es gab Werder-Profis, die legten im Weserstadion eine fulminante Premiere im Bremer Dress hin und zogen die Fans schnell in ihren Bann. Und es gab welche, deren Start ging komplett daneben. Assani Lukimyas gehörte zur zweiten Gruppe, sein Debüt vor eigenem Publikum jedenfalls wurde zu einem einzigen Desaster. Von Fortuna Düsseldorf hatte Werder den kantigen Innenverteidiger geholt und das ganze sogar zum Nulltarif.

Sein erstes Spiel im Bremer Dress absolvierte Lukimya im Sommer 2012 als Prödl-Ersatz in Hannover, Werder verlor in buchstäblich letzter Sekunde mit 2:3. Eine Woche später war der VfB Stuttgart zu Gast und Lukimya saß auf der Bank. In der 89. Minute sollte der Zugang wenigstens das Remis noch helfen zu sichern, nachdem Werder schon eine 2:0-Führung verspielt hatte. Keine 60 Sekunden später war der sein Arbeitstag aber schon wieder beendet. Allerdings nicht, weil Schiedsrichter Guido Winkmann überpünktlich abgepfiffen hatte, sondern weil Lukimya nach einem rüden Foul mit Rot vom Platz flog. Weniger als eine Minute dauerte also sein erstes Mal vor den eigenen Fans. Immerhin arbeitete sich der Berliner mit kongolesischen Wurzeln nach seiner Sperre schnell ins Team und wurde in der Rückrunde zum Stammspieler.

Allerdings hatte Lukimya Pech, dass er ausgerechnet eine Bremer Phase mit vielen Trainerwechseln erwischte, auf Thomas Schaaf folgte Robin Dutt und auf den dann später Viktor Skripnik. Werder spielte nur gegen den Abstieg, von den einst hochtrabenden Zielen mussten sich der Klub und auch Lukimya verabschieden. Im Winter 2016 waren die Perspektive so schlecht und die finanziellen Verlockungen so groß, dass Lukimya in die chinesische Super League wechselte. Werder bekam dafür zwei Millionen Euro und der Spieler einen lukrativen Vertrag bei Liaoning FC. Unterm Strich blieben in dreieinhalb Jahren 83 Pflichtspiele für Werder.

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