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Rasenreport
11.01.2019
Mühsames 2:2 im letzten Härtetest

Kruse trotz Remis im Gewinner-Modus

© nordphoto


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Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat schon wieder Gefallen gefunden an Max Kruses Leistungen: Werders Kapitän ist zum zweiten Mal für die Wahl zum „Spieler des Monats“ nominiert. Während Kruse im Oktober bei der erstmaligen Austragung noch halbwegs überraschend dabei war, verblüfft die Nominierung im Dezember nach zwei Toren und zwei Vorlagen in fünf Spielen nicht mehr. Und wenn Werder sein Trainingslager schon in Südafrika abhält, um unter anderem Werbung für die Bundesliga zu machen, wird die DFL sicher registriert haben, dass der Januar für Kruse verheißungsvoll begonnen hat.

Es herrschte am Freitag nicht unbedingt Max-Kruse-Wetter bei 29 Grad in Johannesburg. In der Sonne war es noch deutlich wärmer. „Wir haben zehn, 15 Minuten gebraucht, um reinzukommen, was normal ist“, sagte Trainer Florian Kohfeldt. „Ich will niemanden in Schutz nehmen, aber es war schon der heißeste Tag hier.“ Den Sonnen-Schutz am wenigsten nötig hatte allerdings Kruse. Der 30-Jährige fand nicht nur als erster Bremer so richtig ins Testspiel gegen die Bidvest Wits, sondern er schoss beim 2:2 auch beide Tore: Sowohl der Freistoß in den rechten Winkel als auch der Schlenzer im Anschluss an eine Ecke waren sehenswert. Und wenn er nicht selbst abschloss, war Kruse an irgendeiner anderen Stelle auf dem Weg in den Strafraum involviert.

Kohfeldt bemängelt Chancenverwertung

„Das war ein ordentlicher Test. Wir haben viele Chancen herausgespielt und das nicht zufällig“, sagte Kohfeldt. Das erste Gegentor resultierte sehr wahrscheinlich aus einer Abseitsposition, das zweite hinterließ Philipp Bargfrede als Gastgeschenk. Doch Kohfeldt missfiel eher die Ausbeute auf der anderen Seite. „Wir hätten schon mehr Tore schießen müssen. Aber es macht mich nicht nervös, dass wir nicht gewonnen haben“, sagte der Trainer. Er wirkte vor allem zufrieden, diesmal überhaupt 90 Minuten getestet zu haben. Der Abbruch des Spiels gegen die Kaizer Chiefs am vergangenen Sonntag bleibt für ihn der einzige echte Wermutstropfen auf Werders Südafrika-Reise.

Zwei Fragen interessieren nach dem finalen Test einer Vorbereitung in der Regel am meisten. Die erste: Welche Aussagekraft hat das Spiel gegen diesen Gegner? "Ordentliches Zweitliganiveau" hatte Kohfeldt den Bidvest Wits vorab bescheinigt. Sein Kollege Gavin Hunt bot von Beginn an keinen Spieler auf, der am vergangenen Mittwoch beim 0:2 gegen die Kaizer Chiefs in der Startelf gestanden hatte. Der Gegner sei jedoch zweitrangig gewesen, betonte Kohfeldt: „Das Training war mir wichtig, und dann die Spiele, um zu schauen, wie wir die Inhalte aus dem Training umsetzen können." Das Kombinationsspiel und das Spiel in die Tiefe hatte er in den zehn Einheiten am längsten und intensivsten üben lassen. "Wir haben einen guten Schritt nach vorne gemacht mit dem Trainingslager in Südafrika", sagte Kohfeldt.

Bargfrede oder Sahin?

Die zweite entscheidende Frage dreht sich um Namen: Welche Schlüsse lassen sich aus der Aufstellung ziehen? Ganz sicher sieben, sehr wahrscheinlich acht und womöglich neun Profis aus der Startelf gegen die Bidvest Wits werden auch gegen Hannover 96 beginnen. Theodor Gebre Selassies und Johannes Eggesteins Fehlen am Freitag bezeichnete Kohfeldt als „reine Vorsichtsmaßnahme“. Wären sie vollkommen fit gewesen, hätten sie gespielt. Lob für Milot Rashica folgte unmittelbar auf Kohfeldts Lob für Max Kruse, was definitiv Gründe hatte. Und so bleibt die Sechserfrage die offenste für die kommende Trainingswoche, die am Dienstag bei etwa 25 Grad weniger als in Johannesburg beginnen wird: Philipp Bargfrede oder Nuri Sahin?

„Es wird jetzt die nächste Woche zeigen, ob er für Hannover ein Startelf- oder eher ein Kaderkandidat ist“, sagte Kohfeldt über Bargfrede, der nach zwei Monaten sein Comeback feierte. Begonnen hatte gegen die Wits allerdings Nuri Sahin, dessen Entwicklung der Trainer hervorhob. „Nuri hat einen großen Schritt nach vorne gemacht in der Art und Weise, wie er spielt“, erklärte Kohfeldt. „Er spielt weniger ab, nimmt mehr Kontakte und bringt somit einen Mehrwert in die Mannschaft, die dann ein Philipp Bargfrede in gewisser Hinsicht nicht hereinbringt.“

Die Frage, ob er spielt, ist dagegen nur bei Torwart Jiri Pavlenka so langweilig wie bei Max Kruse. Vier Tore und vier Vorlagen hat er in der Hinrunde produziert. Dass Werder in der Rückrunde mehr benötigen wird vom Kapitän, um Europa zu schaffen, ist keine gewagte These. „Es war eine schwierige Hinrunde, weil er sich in den Dienst der Mannschaft gestellt hat, weil er teilweise leicht verletzt gespielt hat“, sagte Kohfeldt. „Das habe ich ihm hoch angerechnet, deshalb habe ich ihn nach außen geschützt.“ Nun sei Kruse körperlich in einem anderen, besseren Zustand. Wenn er die Eindrücke der vergangenen Wochen bestätigt, wird es irgendwann auch mit der Wahl zum „Spieler des Monats“ klappen. Als einer der Gewinner des Trainingslagers darf sich Kruse schon fühlen.

Statistik:

Werder: Pavlenka (46. Kapino) - Augustinsson, Moisander (60. Friedl), Langkamp (46. Veljkovic), Beijmo (78. Mbom), M. Eggestein (60. Möhwald), Klaassen (83. Wagner), Rashica (60. Harnik), Sargent, Sahin (60. Bargfrede), Kruse (60. Pizarro)

Tore: 1:0 Max Kruse (27.), 1:1 Simon Murray (30.), 2:1 Max Kruse (40.), 2:2 Edson Khumalo (65.)

Die Analyse zum Testspiel findet ihr hier (Plus-Artikel).

Wie Kohfeldt in der Rückrunde mit Josh Sargent, Florian Kainz und Fin Bartels plant, lest ihr hier.

Deltator1 am 11.01.2019, 15:38
Also ist noch nicht fit fürs echte Spiel die Bank der beste Platz für ihn und trainieren und Sicherheit wieder bringen sein Fehler wären 2 Punkte - im Punktspiel!!!!!!
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susanneundjens am 12.01.2019, 12:39
Was wollen Sie uns sagen? Versteh ich nicht.
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Greenkeeper10 am 11.01.2019, 16:53
Mir schwant böses für den Start 2019. ich hoffe, ich werde positiv überrascht Abstiegskampf nein Danke
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jamal0781 am 11.01.2019, 19:50
Die Testspiele waren wieder Müll.Bitte nicht mehr von Europa reden.
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holger_sell am 11.01.2019, 22:17
Was erwartet man hier von diesen Testspielen, rauschenden Fußball ?
Im Laufe des Spieles sind 9 Spieler gewechselt worden.
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jamal0781 am 12.01.2019, 11:27
Nein, aber eine solide Leistung und nicht wieder diese pomadige Spielweise.Hoffe aber das im Trainingslager was hängengeblieben ist, wir gut in die Rückrunde starten.
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