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14.05.2019
Werder arbeitet parallel an Plan B

Kruse kann sich auch verpokern

© nordphoto


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Diese Werder-Personalie ist fast schon ein Fall für Bremens Kardiologen. Mit Herzrasen diskutieren viele Fans seit Wochen die eine Frage: Bleibt er - oder geht er wirklich weg? Ob im Stadion, beim Training, in Kneipen oder in Schulen: Seine Zukunft ist großes Gefühlskino, es geht um Leidenschaft und echten Werder-Kult. Im Internet kursieren Bettelbriefe, sogar in einem fernen Kontinent machen Zeitungen damit Auflage. Es geht schließlich um die Zukunft eines großen Werderaners: Claudio Pizarro. Es geht nicht um den besten Torschützen und Kapitän, Max Kruse. Im Gegenteil. Um Kruse ist es ruhig geworden. Fast schon verdächtig ruhig.

Im Training am Dienstag bekamen ihn die Fans am Weserstadion nicht zu sehen, Kruse trainierte individuell, wie so oft in den letzten Wochen. Ihn plagen die Spätfolgen aus den beiden Bayern-Spielen, der lädierte Oberschenkel bremst Kruse auf der Zielgeraden dieser Saison aus. Beim wichtigen Sieg in Hoffenheim war er gar nicht dabei, die Behandlung in Bremen ging vor. Immerhin konnte man in den Sozialen Medien sehen, dass es ihm gut geht. Er schaute das Spiel auf dem Sofa und pokerte am Sonntag für einen guten Zweck im heimischen Dachgeschoss. Die Fotos davon zeigen ihn in großer Runde. Es wurde viel gelacht.

Die Sache mit Tottenham

Geht es um Kruses Zukunft, sehen alle Beteiligten nicht so glücklich aus. Werders Sportchef Frank Baumann würde den auslaufenden Vertrag seines wichtigsten Angreifers gerne verlängern. Doch Kruse hält den Verein seit Wochen hin. Mit der Begründung, er wolle abwarten, ob noch ein absoluter Topklub anklopft. In diesem Zusammenhang fällt oft der Name Tottenham; doch in London haben sich die Kriterien für Neuzugänge in den vergangenen Wochen geradezu dramatisch verschoben. Tottenham steht im Finale der Champions League – und objektiv betrachtet gibt es nicht einen Aspekt, wie ihnen der inzwischen 31 Jahre alte Kruse auf dem Niveau weiterhelfen könnte. Dass auf Kruses Visitenkarte die Bezeichnung „aktueller Nationalspieler“ fehlt, öffnet ihm bei Topklubs auch keine Türen.

Hingegen spricht bei objektiver Betrachtung alles für Bremen. Hier fand er mit Werder einen Verein, der offensiven Fußball zelebriert und der seine Macken würdevoll erträgt. Ein Verein, der ihn sogar Kapitän sein lässt, obwohl er nicht der beste Repräsentant ist. Doch selbst dieser Schachzug von Trainer Florian Kohfeldt, Kruse durch die Spielführerrolle emotional enger an Werder zu binden, zeigt bei den Vertragsgesprächen wenig Wirkung. Kruses bisher elf Bundesligatore und elf Assists haben Begehrlichkeiten geweckt - bei ihm selbst. Unter normalen Umständen würde man die Vertragsverlängerung mit dem Kapitän nach so einer wunderbaren Saison für selbstverständlich halten. Doch Kruse macht das, was er gut kann: Er pokert.

Kruses Risiko steigt täglich

Mit jedem weiteren Tag geht er dabei ein größeres Risiko ein. Kohfeldt signalisierte bereits früh in dieser Rückrunde, dass er nicht in die Sommerpause gehen möchte, „ohne zu wissen, ob Max bleibt“. Die Sommerpause beginnt nächsten Dienstag. Baumann fordert Klarheit „im Mai“ und wiederholt geduldig all die Argumente, die für Werder sprechen – und die in der Vergangenheit immer bei Kruse zogen. Um überhaupt erst nach Bremen zu kommen, und um trotz besserer Angebote hier zu bleiben. Doch selbst in seinem schönsten Werder-Jahr scheint Kruse jetzt nicht mehr überzeugt.

Deshalb verfolgt Werder längst einen Plan B und hat Kandidaten für die Kruse-Nachfolge im Auge. Doch diese Spieler, die eine entsprechende Qualität haben, lassen sich nicht noch viele Wochen hinhalten. „Wir können natürlich nicht ewig warten“, sagt Baumann deshalb. Wenn der Tag komme, an dem sich Werder für einen anderen Spieler entscheiden müsse, so Baumann, dann wäre die Planstelle im Angriff besetzt und die Tür für Kruse erstmal zu. Der Sportchef, der mit seiner ruhigen Art ebenfalls als Pokerface Karriere machen könnte, hofft noch auf Kruse. Auch mit Blick auf die Quote: Kruses 22 Scorerpunkte sind der Topwert der Mannschaft und nicht so leicht zu ersetzen.

Rashica ist eine heiße Aktie

Wobei auch die Frage legitim ist, ob Kruse wirklich noch zwei weitere so starke Jahre im Tank hat. Die beste Nachricht für Werder ist bisher, dass sich die Mannschaft von den Gerüchten um die Zukunft ihres Kapitäns nicht irritieren ließ. Mal ging es um eine Rückkehr zu Gladbach, dann um AS Rom, immer wieder um Tottenham. Gegen Hoffenheim zeigte das Team am Wochenende, dass es wichtige Spiele ohne Kruse gewinnen kann, auch wenn das „deutlich schwerer ist“, wie Kohfeldt betont.

Mit einem guten Kruse-Ersatz wäre es in der neuen Saison aber auch wieder einfacher. Ohnehin könnte Werders Offensive dann ganz anders formiert werden. Mit Niclas Füllkrug, der für 6,3 Millionen Euro aus Hannover kommt, stößt ein Zentrums-Stürmer zum Team, hinter dem Yuya Osako eine gestaltende Rolle spielen könnte. Zudem schwebt über ganz Bremen die Gefahr, dass sich tatsächlich noch ein absoluter Topklub meldet – dann aber wegen Milot Rashica. Der Shootingstar dieser Saison hat sich mit elf Pflichtspieltoren ins Rampenlicht geschossen. Werder will Rashica unbedingt halten – aber wenn ein großer Verein bereit wäre, die inzwischen marktüblichen 40 Millionen plus X zu zahlen, müsste man das neu bewerten. Je früher ein solches Mega-Angebot für Rashica käme, desto verlockender wäre es, um mit einem solchen Rekordtransfer viele weitere Entwicklungsschritte einleiten zu können. Kruse und Rashica zu verlieren, wäre für Werder sportlich jedoch fatal. Beide schossen in dieser Saison mehr als ein Drittel der Bremer Tore.

Was wäre besser für Werder?

Wenn Kruse in den nächsten Tagen nicht verlängert, wäre ein plötzlicher Verkauf von Rashica für ihn wohl die einzige Chance auf eine Rückkehr an den Verhandlungstisch, solche Gespräche wären dann auch noch während der Vorbereitung möglich. Doch das ist nur ein Wenn-Dann-Szenario, das niemandem gefallen kann. Für jetzt gilt: Entweder Kruse kommt ganz schnell zur Besinnung, oder sein Nachfolger könnte schneller in Bremen sein, als Kruse glaubt. Was davon besser für Werder wäre, ist eine Frage, über die man so leidenschaftlich diskutieren kann wie über die Zukunft von Pizarro. Aber eine echte Herzensangelegenheit wird im Fall Kruse nicht mehr daraus. Wie so oft. Schon sein Vorgänger als Kapitän, Zlatko Junuzovic, trug die Binde nur ein Jahr und wechselte dann.

heinun am 14.05.2019, 18:11
Damit ist in der causa Kruse alles gesagt.
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Herzraute am 14.05.2019, 18:13
Kapitän zu sein bindet auch nicht mehr so emotional an einen Verein wie es früher mal der Fall war. Es steht lediglich im Zeugnis das Kriterium Führungsspieler.
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klarerBlick am 15.05.2019, 06:50
Werder braucht Kruse, denn er ist neben Pavlenka der einzige überdurchschnittliche Spieler im Team (Rashica steht an der Schwelle).

Hoffenheimspiel ist natürlich kein Beleg für das Gegenteil:

das Spiel wäre 5:1 für Hoffenheim ausgegangen, wenn Pavlenka nicht einen Sahnetag und die Hoffenheimspieler einen Katastrophentag gehabt hätten.

Der sportinvalide Füllkrug soll ihn ersetzen..... LOL
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Boskop am 16.05.2019, 20:02
"er ist neben Pavlenka der einzige überdurchschnittliche Spieler im Team (Rashica steht an der Schwelle)."

Klaassen und auch M.Eggestein kann man getrost ebenfalls zu den überdurchschnittlichen Spielern zählen. Wenn Bargfrede gesund ist (zugegeben, das ist leider nicht so häufig der Fall), dann gehört er auf seiner Position zu den besten der Liga. Der Kader ist schon besser als sie ihn darstellen. Auch ein Moisander mit seiner Erfahrung und dem überragenden Aufbauspiel ist sicherlich mehr als nur BL-Durchschnitt. Der von Ihnen erwähnte Rashica war in der Rückrunde ligaweit einer der besten Offensivspieler. Muss jetzt halt nachweisen, daß er das auch in die nächste Saison retten kann, dann gehört er aber zu den ganz großen der Liga.
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klube am 14.05.2019, 18:14
Höre ich da ein bisschen beleidigte Leberwurst heraus im Kommentar?

ich denke Werder kann relativ gelassen auf Kruses Entscheidung warten. Kruse einen neuen Vertrag zu geben birgt Chancen und Risiken. Bindet er doch eine Menge Gehaltsbuget ohne Garantie nochmal solche Leistungen wie in der RR zu zeigen.

Und wenn Kruse geht birgt es auch Chancen und Risiken. Es geht ein wertvoller Spieler, aber es gibt den Jungen Spielern im Team vielleicht auch mehr Raum sich weiterzuentwickeln.

Abwarten und Tee trinken. Aber so oder so: auch ohne Kruse wird in Bremen nicht alles auseinander brechen!
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Nomolas am 14.05.2019, 19:05
Volle Zustimmung!
Gegen Hoffenheim wurden 2 Leistungsträger kompensiert, dann sollte einer nach einer kompletten Vorbereitung erst recht kein Problem darstellen.
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alanya_fuchs am 14.05.2019, 19:14
Die fatalste Lösung wäre, wenn Kruse nur verlängert, weil ihn keiner haben wollte. Das würde ihn zum Verlierer machen, auch bei den Fans.
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Altobelli am 14.05.2019, 19:37
Das sehe ich ähnlich! Das er bei den Fans zum „Verlierer“ wird denke ich nicht unbedingt.
Es wäre einfach enorm wichtig, dass wenn er verlängert, dieses aus voller Überzeugung macht und sich damit nicht mehr allzu viel Zeit lässt.
Vielleicht sollte diese Personalie bis zum Leipzig Spiel geklärt werden.
Das er pokert und sich alles anhört ist ja auch vollkommen in Ordnung.

Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass er bei einem anderen Verein nochmals eine derart tragende Rolle spielen wird wie in den vergangenen drei Jahren bei Werder.
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Wit am 15.05.2019, 09:22
Er ist schon lange ein Verlierer.
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susanneundjens am 15.05.2019, 21:48
@Wit: Mensch, noch so ein Komiker. Da haben Sie ja mal so richtig einen rausgehauen.
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heinun am 16.05.2019, 19:45
Wenn ihn keiner will, hat er wahrscheinlich zu lange gepokert und Baumann hat wahrscheinlich schon einen Nachfolger.
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Greenkeeper10 am 14.05.2019, 19:36
Ich bin mir sicher die Würfel sind längst gefallen sonst würden solche Aussagen ohne Max können wir auch gewinnen nicht gefallen hier wird die Öffentlichkeit mal wieder hingehalten damit keine Unruhe kommt wenn Max geht
Wenn dem so sein sollte ist das ein schlechter Stil sowohl vom Spieler als auch vom Verein die Fans die bei Wind und Wetter alles geben im Regen stehen zu lassen
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alanya_fuchs am 14.05.2019, 21:27
Greenkeeper10 am 14.05.2019, 19:36
Wenn dem so sein sollte ist das ein schlechter Stil ...

Wenn dem nicht so sein sollte, war es einfach nur ein sinnbefreiter im schlechtem Stil verfasster Kommentar. Vermutungen, Tratsch und unwissendes Gerede hilft keinem, nicht einmal dem Schreiber.
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Anette123 am 14.05.2019, 21:08
Hätte Max Interesse an Werder , wäre er auch mit nach Hoffenheim gefahren. Denn kränklich machte er nicht den Eindruck. Dementsprechend müssen wir davon ausgehen, das er sich schon gegen den SVW entschieden hat . Reisende sollte man nicht aufhalten.
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alanya_fuchs am 14.05.2019, 21:30
@Anette123
Bei einem Bundesligaverein gibt es auch samstags Arzt- und Physiotermine. Schließlich soll er diese Woche wieder spielen.
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susanneundjens am 14.05.2019, 21:12
Guter Artikel, der alles sachlich beleuchtet. Nächste Woche sollte das Thema geklärt sein.
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Bubba am 14.05.2019, 21:30
Es kann mir doch keiner erzaehlen, das Max Kruse noch nicht weiss wo er naecheste Saison spielen wird.
Ganz so dumm ist der Junge auch nicht.
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Tiefbau am 14.05.2019, 21:44
Vielleicht geht Kruse ja zum HSV 🤣🤣🤣🤣🤣
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Wit am 15.05.2019, 09:29
Nur dort kann als Führungsspieler spielen 🤣🤣😁😁
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alterwaller am 15.05.2019, 10:22
Klar, neben dem HSV-Hunt. Der so grossmäulig öffentlich über die anderen Mitaufstiegskandidaten und anderen Vereinen abgelästert hat. In dem Fall: Hochmut kommt vor dem Fall !
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WERDER2016 am 14.05.2019, 23:28
Warten wir doch einfach das kommende Wochenende ab. Dann ist klar, wohin die Reise für Werder geht, Tour d'Allemagne oder doch Tour d'Europe. Ich vermute, dass sich dann auch Max Kruse entscheiden wird, ob er mitfährt oder nicht.

Diesen momentanen Schwebezustand scheinen ihm einige übel zu nehmen. Dabei sollte man nicht vergessen, dass er die 3 Jahre Werder extrem weitergeholfen hat. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass 3 Jahre in der heutigen Zeit des Fußballs fast eine Ewigkeit sind. Sollte MK den Verein verlassen, hat er einen gebührenden Abschied verdient und eventuelle Nachtretereien wären alles andere als angebracht.
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alpha_interzone am 14.05.2019, 23:48
word!
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1-Werder am 15.05.2019, 06:53
Ich zähle mich zu denen, die MK den Schwebezustand übel nehmen, ungeachtet seiner gesamthaft gesehen guten Leistungen in den letzten 3 Jahren. Von einem Kapitän darf man erwarten, dass er zielstrebiger zu Werke geht. Auch deswegen, da er in Bremen ein Umfeld vorfindet, dass speziell auf ihm ausgerichtet ist. Im Team wird seine aufgeschobene (?) Entscheidung sicher nicht unbedingt goutiert. Letztendlich ist auch MK ein Verlierer dieses Pokers. Die Mega-Angebote liegen offensichtlich auch nicht auf seinem Pokertisch. Nächste Woche sollte der Entscheid getroffen werden. Wenn nicht von MK, dann vom Verein. Die Zukunft gehört jüngeren Spielern. Wenn er sich aber mit Überzeugung weiterhin für den SVW entscheidet, kommt das eine Win-Win Situation gleich. Dann haben FB mit FK ein, max zwei Jahre Zeit, einen Nachwuchsmann aufzubauen.
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Nomolas am 15.05.2019, 10:10
Da es sein letzter Vertrag sein wird, ist es sein gutes Recht sich die Zeit zu nehmen genau zu überlegen was er machen wird.
Jeder andere Arbeitnehmer würde schliesslich nicht anders handeln, wenn er die Möglichkeit dazu hat.
Es ist immerhin seine Entscheidung.
Nicht die des Vereins, nicht die der Fans, nur seine.
Und es hat auch nichts mit Undankbarkeit zu tun oder damit dass er nicht loyal ist.
Manch einer sollte mal überlegen ob wir ohne Max in den 3 Jahren diese Entwicklung genommen hätten. Ich wage dies zu bezweifeln.
Und wenn er geht, dann ist es eben so. Dann kommt eben jemand anderes.
Aber dieses Bashing, nur weil er sich gut überlegt wo er den letzten Vertrag unterzeichnet ist einfach nur ungerecht.
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1-Werder am 15.05.2019, 11:11
Ich bin weit davon entfernt, Bashing, wie Sie es nennen, zu betreiben. Ich habe meine Meinung zum vorliegenden MK Fall ausgedrückt. Und in Gegensatz zu Ihnen vertrete ich die Meinung, dass es nicht nur eine Angelegenheit von MK ist, wann er gedenkt seinen Vertrag zu unterzeichnen sondern der Verein sich die Option offen halten sollte, M. Kruse Fristen zu setzen. Es kann doch nicht sein, dass ein Spieler die Transferpolitik des Vereins der nächsten Wochen und Monate derart beeinflusst. MK ist ein Schlüsselspieler und sollte sich deswegen dieser Verantwortung bewusst sein.
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Nomolas am 15.05.2019, 11:33
Zum einen war das mit dem Bashing nicht auf Sie, sondern generell bezogen.
Darüber hinaus ist es natürlich nur Sache von Max Kruse, denn er ist ja schliesslich nicht das Eigentum des Vereins.
Und abgesehen davon, kann es die Transferpolitik nur beeinflussen, wenn der Verein dies zulässt. Der Verein hätte schliesslich auch sagen können: Fin de la musica, wir planen jetzt ohne dich!
Wer bitte sollte ihm verübeln, das er eine ihm gesetzte Frist bis zum Ende ausreizt? Es geht schliesslich um seine Zukunft. Und da ist es mal vollkommen egal ob Schlüsselspieler, Kapitän oder was auch immer.
Ihre Meinung in allen Ehren, aber es gibt nun einmal Rechte an die sich jeder Arbeitnehmer halten darf. Und auch wenn es für manche schockierend ist, diese Rechte stehen tatsächlich laut Arbeitsrecht auch Profi-Fußballern zu.
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Greenkeeper am 15.05.2019, 10:40
Das wirklich Wichtige haben der WK und Kollege @heinum schon geschrieben.

Die vielen Nebengeräuschen in den Kommmentaren zeugen nur davon, dass viele Fans den Bundesliga-Fussball nicht als das Geschäft wahrnehmen, das es ist, sondern immer noch romantisieren.

Bleibt der Spieler, ist spätestens mit dem ersten guten Spiel oder dem ersten Tor aller Ärger über den jetzt ganz normal laufenden Vertragspoker erledigt.
Bleibt der Spieler nicht, ist das Gleiche spätestens mit dem ersten guten Spiel oder dem erstenTor des Nachfolgers zumindestens größtenteils erledigt.

Frank Baumann wäre, wenn er es denn versuchen würde, sicher kein bedeutend schlechterer Pokerspieler als Kruse. Er ruht in sich, macht eine hervorragende Arbeit, hat gute Leute um sich rum und die werden jetzt schon Plan B, C und wohl auch D haben. Immerhin wird bei einem Weggang von Kruse sehr sehr viel Gehalt frei und Werder ist finanziell zwar nicht überpotent, aber sehr solide aufgestellt.

Man muss also nicht in Panik verfallen und wird dies auch nicht tun bei Werder. Es kann ebenso sein, dass sich der Spieler verzockt. Wir werden sehen und es wird in jedem Fall wieder spannend bis zur letzten Minute der Transferperiode werden.
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Netzorath am 15.05.2019, 12:48
@Greenkeeper
Hundertprozentige Zustimmung zu Ihrem Beitrag, der sich überaus wohltuend absetzt gegenüber diesen ganzen Übelnehmenden, Nachtragenden, Neidern, die sich Fans nennen.
Auch ein Max Kruse hat das Recht, in aller Ruhe auszusuchen, was ihm das Leben so bietet, ob er nun Kapitän oder Ergänzungsspieler ist. Das dürfen auch die Fußballfans mal begreifen, wenn sie auf Sicht noch ernst genommen werden wollen und, Sie sagen es, "romantisieren", wenn ein Spieler zu gehen droht. Wenn er kommt, sieht es ganz anders aus. Wenn ein Naldo seine Heimat verlässt, weil er in Bremen mehr verdienen kann, bejubeln sie ihn, zieht er dann weiter, weil es woanders noch mehr gibt, beschimpfen sie ihn.
Es werden immer weniger, die es hier zu lesen lohnt.
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Boskop am 16.05.2019, 19:56
"Wir werden sehen und es wird in jedem Fall wieder spannend bis zur letzten Minute der Transferperiode werden. "

Das ist so nicht richtig. Kruses Vertrag läuft am 30.06.2019 aus. Das Transferfenster ist hingegen bis zum 02. September geöffnet. Genau deswegen kann Werder nicht warten.
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Anke.Heinser am 15.05.2019, 10:45
Reisende Leute soll man nicht aufhalten.
Keinen neuen Vertrag geben.
Es gibt Bessere.
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Turugeno am 15.05.2019, 12:03
"Verpokern" kann sich Kruse sicher nicht. Zwar halte ich es auch für unwahrscheinlich, dass er bei einem echten Top Club landet, aber ablösefrei gibt es in Deutschland genug Clubs, die sicher international spielen und ihn sofort mit Kusshand nehmen würden. Da er schon über 30 ist, muss er jetzt auch kucken, wo er noch mal einen (letzten) lukrativen Vertrag bekommt.
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RunDMC89 am 15.05.2019, 12:07
"Hingegen spricht bei objektiver Betrachtung alles für Bremen."

Äh nein? Werder wird aller Voraussicht nach nicht international spielen und auch sicherlich weniger bezahlen als Rom und co.
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Sweetwater am 15.05.2019, 12:44
Werder überschätzt sich ein wenig!

Max Kruse kann den SV Werder hinhalten solange es ihm beliebt. Die fiese Unterdrucksetzerei seitens des Vereins ist eher eine Luftblase. Sicherlich will die neue Saison geplant werden, doch Herrn Kruse Fristen zu setzen, dazu ist Werder viel zu sehr auf seine Dienstleistungen angewiesen. Sollte kein neuer Kontrakt zustande kommen, verliert Werder den kreativen Kopf in der Offensive. Die Beruhigungpillen einiger Foristen das dann eben ein Anderer seinen Platz einnimmt, soll eher den Ausdruck einer vermeintlichen Unabhängikeit Werders vermitteln. Und wer soll der Andere sein? Bringt er die Erfahrungen, das spielerische Verständnis, die Führungsqualität eines Herrn Kruse mit? Oder muß wie immer bei Werder bei Null angefangen werden? Werder sollte lieber beten, daß es ihnen gelingen möge Herrn Kruse für mind. 2 Jahre weiter an sich zu binden, denn Herr Kruse findet wann immer er will einen neuen Verein und auch zu seinen finanziellen Bedingungen.
Verpokern kann alleine sich nur der SV Werder Bremen!
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Schweinebraten am 15.05.2019, 13:10
RunDMC89: "Werder wird aller Voraussicht nach nicht international spielen und auch sicherlich weniger bezahlen als Rom und co."

'Rom und co.' werden ihm genau gar nichts zahlen, wenn sie an ihm kein Interesse haben. Und so sieht es ja im Moment noch aus.
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WERDER2016 am 15.05.2019, 15:46
Zum Pokern gehören meines Wissens zwei wesentliche Elemente:

das Pokerface, wie immer das auch aussehen mag und die entsprechenden Karten dazu. Ist es nun Full House, die Große Straße oder womöglich Royal Flash? Da mag Frank Bauman noch so sehr in sich ruhen, die Karten von Werder kennt am Samstag spätestens um 17.30 Uhr jeder am Verhandlungstisch, Max Kruse wird sein Blatt dann voraussichtlich noch nicht zeigen. Selbst wenn sich Werder für die EL vorqualifizieren sollte, bliebe für MK immer noch die Option CL, falls er dieses Blatt in der Hand haben sollte. Dann wird FB weitere Einsätze tätigen müssen, um MK von Werder zu überzeugen. Sollte dies nicht so kommen, muss FB irgendwann die Karten hinschmeißen und MK hat diese Partie für sich entschieden.

Aber mal ganz ehrlich: der HSV hätte jetzt lieber solche Sorgen.
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Greenkeeper am 15.05.2019, 16:37
Es ist richtig, dass "die Karten von Werder" am nächsten Samstagabend auf dem Tisch liegen. Nämlich, ob man international spielt oder nicht. Doch es ist keineswegs so, dass -egal wie es ausgeht mit der Euro League Qualifikation- danach allein Kruse zu bestimmen hätte.

Er ist Topverdiener bei Werder und hat ein sehr hohes Angebot von Werder vorliegen. Die Frage, ob mit Kruse verlängert wird ist für die Neugestaltung des Kaders extrem wichtig, wenn er nicht bleibt, braucht man jemanden mit ähnlichen Fähigkeiten. Diese Leute sind nicht so zahlreich und eher auch nicht sehr viel günstiger, wenn man nicht mehr Risiko mit einem jüngeren Spieler in einem früheren Entwicklungsstadium gehen will oder jemanden von weit her holt. Egal wie, um einen einigermaßen gleichwertigen Transfer hin zu bekommen, wird Werder Plan B, C und D recht kurzfristig voran treiben, auch wenn man sich nicht öffentlich äußert und Geduld mit Kruse zeigt, solange, bis man mit einem anderen Spieler einig ist.

Das tolle Spieler sich verzockt haben, weil sie dann doch nicht so heissbegehrt waren von "besseren Clubs mit mehr Geld" oder sie zu scheinbar tollen Clubs wechselten, wo sie dann aufs Abstellgleis gerieten, das hat es schon oft gegeben und in der Vergangenheit hat u.a. auch Werder von solchen Situationen profitiert. Mir fallen da die Namen Johan Micoud, Diego Ribas da Cunha und zuletzt -Achtung kein Witz- Max Kruse ein.

Gerade bei Micoud war damals das Wehklagen groß, als man ihn nicht halten konnte. Es kam: Diego. Wer will die Zeit mit beiden missen ?
Ähnlich bei Ailton: Wut, Empörung und Verzweiflung herrschten, als wir von den Assauer-Machenschaften und dem Ailton-Wechsel nach Schachthausen erfuhren. Doch dann kam: Klose. Und mit ihm der K-K-Sturm.

Die Aufgabe von Frank Baumann ist eben, entweder mit "Micoud" zu verlängern, oder "Diego" zu holen. Und nicht einen zweiten "Carlos Alberto" oder "Wesley".

Die Überschrift des WK Artikels lautet: Werder arbeitet parallel an Plan B - Kruse kann sich auch verpokern.

Das ist sicher zutreffend, der WK Artikel wieder mal gut. Das wars - vorerst.

OFF TOPIC zum HSV: Wieso sollte der nach dem geglückten Klassenerhalt und dem routinemäßigen Trainerwechsel Sorgen haben ?
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WERDER2016 am 15.05.2019, 23:35
MK hat nichts zu verlieren: nimmt er das sicherlich lukrative Angebot von Werder an, wird er sich nicht verschlechtern, lehnt er es ab und wechselt den Verein, wird das andere Angebot noch besser sein. Verzocken tut er sich nur, wenn es beim neuen Verein nicht so läuft wie erhofft, aber das ist bei jedem Wechsel so und nicht krusespezifisch.
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heinun am 16.05.2019, 19:41
Verzocken tut er sich, wenn Baumann und Kohfeld einen Spieler verpflichten und Max Kruse noch kein Superangebot hat. Dann hat er sich verpokert.
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Schimmelreiter am 15.05.2019, 16:23
Also, ich bin vergangene Nacht um 24.00 Uhr zur Friedhofsmauer geschlichen, habe eine tote Katze vergraben und einen gebrauchten Kaffefilter ausgekippt. Habe dann angestrengt in den Kaffeesatz geguckt - und...??? Schiete, nix gesehen! Ich werde also warten müssen, bis Baumi was zu verkünden hat! Schade...😝
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