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22.04.2019
Bayern-Trainer erwartet schweres Halbfinale

Kovac: „Die Fans werden Werder pushen“

© dpa


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Bayern-Trainer Niko Kovac bereitet seine Mannschaft auf die besondere Atmosphäre im Flutlichtspiel am Mittwochabend im ausverkauften Weserstadion vor. „Es wird ein anderes Spiel als am Samstag, weil Werder von den Fans gepusht und in dieser Atmosphäre angetrieben wird, sie werden euphorisch in dieses Spiel gehen – und wir müssen das auch tun“, sagte Kovac vor dem Halbfinale im DFB-Pokal in Bremen (Anstoß um 20.45 Uhr). Wobei sich der Coach über die späte Anstoßzeit freut: „Abendspiele haben immer eine ganz andere Wirkung auf die Fans und auf die Spieler. Wenn du schon am Nachmittag spielst, dann musst du erstmal das Mittagessen verdauen und sollst um 15.30 Uhr Höchstleistung bringen. Mir haben Abendspiele immer viel Spaß gemacht, da kommen oft bessere Leistungen heraus.“

Die Leistung seines Teams beim 1:0-Sieg am Wochenende in der Allianz-Arena bewertet Kovac mit zwei Tagen Abstand als „souverän“, jedoch habe Werder-Torwart Jiri Pavlenka „sehr sehr gut“ gehalten. „Wir hatten viele spektakuläre Spiele in den vergangenen Wochen mit vielen Toren“, erklärte Kovac, „diesmal haben wir gegen Bremen unsere Chancen nicht genutzt.“ Der Bayern-Trainer zollte dem Team von Trainer Florian Kohfeldt großen Respekt vor dem zweiten Duell binnen weniger Tage: „Wir mussten und müssen anerkennen, dass Bremen eine richtig gute Mannschaft hat, die bis Samstag kein Rückrundenspiel verloren und immer ein Tor geschossen hatte.“

Kovac ahnt, was seine Bayern am Mittwoch erwartet. Eine andere Werder-Mannschaft – und eine andere Atmosphäre: „Die ganze Stadt und das Publikum in Bremen sind elektrisiert, sie werden alles geben. Es wird schwieriger für uns, aber wir sind nicht pessimistisch. Bayern stand letztes Jahr im Finale, und da wollen wir wieder hin. Das wird in Bremen kein einfaches Spiel, aber wer ins Finale will, der muss dieses Spiel gewinnen.“  Gerade für ihn hat das Endspiel in der Hauptstadt eine herausragende Bedeutung: Kovac wurde in Berlin geboren, ein Pokalfinale ist für ihn auch heute noch so etwas wie das Spiel des Jahres: „Ich bin in dieser Stadt aufgewachsen, das ist eine besondere Atmosphäre beim Pokalendspiel. Die Stimmung ist einzigartig, das ganze Land, sogar die ganze Welt schaut auf dieses Finale. Dort dabei zu sein und das zu erleben, ist etwas ganz Spezielles.“ Seine Rechnung zum Glück: sechs Siege bis zum Double. „Vier in der Meisterschaft und zwei im Pokal“, zählt er auf, „mit diesen sechs Siegen können wir das Double holen. Ich möchte beide Titel haben. Um Ziele zu erreichen, muss man es wollen. Der Wille kann Berge versetzen.“

Vorfreude auf Pizarro

Das mit den Bergen braucht er im flachen Bremen erst gar nicht zu versuchen. Und er weiß, dass er auf einen titelhungrigen Gegner trifft, der eine historische Chance nutzen möchte, um Geschichte zu schreiben. Auch deshalb verweist Kovac – im Vorjahr Pokalsieger mit Eintracht Frankfurt – vor dem Halbfinale an der Weser auf das nötige Glück, dass man im Pokal brauche: „Das gehört in K.-o.-Spielen dazu. Es ist der kürzeste Weg zu einem Titel, aber nicht der leichteste.“

Auf einen Bremer freut sich Kovac am Mittwochabend ganz besonders: auf seinen früheren Mitspieler im Bayern-Trikot, Claudio Pizarro. Ob Werders Sturm-Legende in diesem Halbfinale zum letzten Mal gegen den FC Bayern spielt? „Das glaube ich nicht“, antwortete Kovac am Montag auf diese Frage und lachte. Aber er würde sich freuen, wenn der Peruaner auch an diesem Mittwoch zum Einsatz käme, denn: „Claudio ist ein ganz toller Fußballer und ein noch tollerer Mensch. Ein feiner, lustiger Kerl. Mich freut es, dass er mit 40 noch immer Fußball spielt, auch wenn es anders aussieht als vor 15 Jahren. Er spielt ja jetzt eher eine halbe Stunde oder mal 60 Minuten.“ Wenn Pizarro noch ein weiteres Jahr bei Werder verlängere, könnte Kovac das gut nachvollziehen: „In Bremen entwickelt sich etwas ganz Gutes, und Claudio ist dabei die Identifikationsfigur. Wenn er denn seine Karriere mal beendet, werden wir sehen, wo er sich niederlässt – in Bremen oder bei uns in München.“

Pizarro selbst würde sich bestimmt lieber erstmal für eine Nacht in Berlin niederlassen – mit dem Pokal.

alterwaller am 23.04.2019, 11:05
was soll Kovac denn gross anderes auch sagen ? Stimmt es eigentlich das @sweet... schon an seinen Kommentar zum Pokalspiel bastelt ? Hat mir ein Vögelchen gezwitschert.
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Lebenslang am 23.04.2019, 11:08
Is wahrscheinlich nur noch copy/ paste🤣
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