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Rasenreport
20.12.2018
Nach zwei vergebenen Großchancen

Kohfeldt tröstet traurigen Rashica

© nordphoto


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Nach dem Abpfiff kniete Milot Rashica auf dem Rasen. Er starrte vor sich hin, dann vergrub er sein Gesicht im Trikot. Werders Flügelstürmer war auf einem schmalen Grat gewandelt. Er hätte nach seiner Einwechslung im Spiel gegen Hoffenheim der große Held werden können, doch am Ende war er nur noch ein Häufchen Elend. Dabei hatte Rashica als Joker für viel Schwung gesorgt und die gegnerische Abwehr durch seine Schnelligkeit vor Probleme gestellt. Seine Schwächen im Abschluss verhinderten jedoch, dass der 22-Jährige zum Matchwinner avancierte. Florian Kohfeldt ging direkt nach dem Abpfiff zu Rashica. „Ich habe ihm gesagt, dass ich jetzt für ihn da bin“, erzählte der Trainer.

Bei zwei 100-prozentigen Chancen hatte der kosovarische Nationalspieler den Siegtreffer auf dem Fuß gehabt. Erst schoss er freistehend über das Tor (89.), dann scheiterte er mit einem Lupfer an Torwart Oliver Baumann (90.+2). Kapitän Max Kruse ärgerte sich auf dem Platz gut sichtbar über diese verpassten Gelegenheiten. Kohfeldt wollte Rashica aber keinen Vorwurf machen: „Er hat sich die Chancen erarbeitet. Deshalb stehe ich vor ihm. Das wird kommen.“

Die aktuelle Situation ist für den Coach nicht vergleichbar mit einer Phase zu Saisonbeginn, in der es Rashica mehrmals nicht einmal in den Kader schaffte. Damals hatte Kohfeldt den Flügelstürmer für dessen nachlässige Defensivarbeit abgestraft. „Es gab eine Phase zwischen uns beiden, in der ich ihm sehr deutlich gesagt habe, was er in seinem Spiel verbessern muss. Das war keine einfache Phase für ihn“, blickte Kohfeldt zurück. Rashica habe dabei gemerkt: „Der will mir helfen, aber scheut auch nicht davor zurück, mir zu sagen, was ich besser machen muss.“

Nach dem Hoffenheim-Spiel will Kohfeldt Rashica nun erneut helfen, allerdings nicht, indem er ihn kritisiert. Dem Trainer geht es eher darum, den Torabschluss intensiv zu trainieren. Dieser Punkt stand zuletzt schon bei einigen Einheiten auf dem Programm, und das soll vorerst so bleiben. „Wir müssen kälter vor dem Tor werden“, forderte Kohfeldt und meinte damit nicht nur Rashica. „Es geht in solchen Situationen um die Entscheidungsfindung. Wir brauchen sich wiederholende Muster, die lassen sich einstudieren.“

Wer war euer „Man of the Match“ gegen Hoffenheim? 

Greenkeeper10 am 20.12.2018, 16:45
Er ist jung und lernt daraus hat trotzdem ein gutes Spiel gespielt
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ollersen am 20.12.2018, 18:25
Wenn er einen von den zweien macht, ist er der Held ...
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1-Werder am 20.12.2018, 22:42
Am Samstag in die Startelf oder spätestens zur Halbzeit einwechseln, dann ist die fehlende Chancenverwertung von Mittwoch vergessen. Ansonsten hat Rashica gegen Hoffenheim ein gutes Spiel abgeliefert. Abhacken, weiter so....
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