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Rasenreport
29.03.2019
„Luxussituation“ in der Innenverteidigung

Kohfeldt sucht den Moisander-Partner

© nordphoto


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Die Binsenweisheit, nach der man ein siegreiches Team nie verändern sollte, spielt keine Rolle, wenn Florian Kohfeldt seine Mannschaft zusammenstellt. Nur in Ausnahmefällen schickt Werders Chefcoach zweimal in Folge dieselbe Elf auf den Platz. Das Ideal des steten Wandels gilt aber nicht für jeden Mannschaftsteil: „Grundsätzlich ist es nicht meine Wunschvorstellung, Woche für Woche die Viererkette durcheinanderzubringen“, hatte Kohfeldt einst betont.

Vor dem Heimspiel gegen Mainz 05 am Sonnabend (Anstoß: 15.30 Uhr) scheint es allerdings wahrscheinlich, dass der frisch gebackene „Trainer des Jahres“ genau das tun wird. Denn: Gleich drei Kandidaten melden ihre Ansprüche auf die umkämpfte Position rechts innen in der Abwehrkette an. Und Marco Friedl, der zuletzt beim 3:1-Erfolg in Leverkusen überzeugte, gilt als Außenseiter – auch, wenn Kohfeldt während der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag ein Sonderlob für den 21-Jährigen übrig hatte.

Lob für die Jungen

„Marco hat einen sehr reifen und souveränen Auftritt in Leverkusen hingelegt”, zeigte Kohfeldt sich zufrieden mit der Leistung des Österreichers. „Das hat mich sehr gefreut. Er hat gezeigt, warum wir unbedingt an sein Potenzial glauben.“ Einen Freibrief für eine weitere Startelf-Nominierung wollte Kohfeldt aber nicht der Bayern-Leihgabe, sondern lediglich Abwehrchef Niklas Moisander aussprechen, der als linker Innenverteidiger unumstritten ist. „Ich kann sagen, dass Niklas spielt”, stellte Kohfeldt klar. „Und, dass daneben ein Guter spielt. Ob einer mit langen Haaren, ein Großer oder ein Österreicher, dass entscheide ich dann noch.“

Der mit den langen Haaren heißt Milos Veljkovic. Zu Saisonbeginn hatte der Serbe noch einen Stammplatz inne, zuletzt war Veljkovic vermehrt aushilfsweise an seine Einsätze gekommen. Das Spiel in Leverkusen hatte der Rechtsfuß aufgrund einer Gelbsperre verpasst, für die Partie zuvor wurde aber auch Veljkovic die Anerkennung seines Trainers zuteil: „Milos hat gegen Schalke eine brillante Reaktion darauf gezeigt, dass er die Wochen davor nicht so viel gespielt hat“, freute sich Kohfeldt.

„Führungsspieler“ Langkamp

Die besten Karten aber dürfte der Dritte im Bunde haben: Sebastian Langkamp feierte in der Schlussphase gegen Leverkusen bereits sein Comeback nach einer Schulterverletzung, hatte sich in den Vorwochen als erste Wahl neben Moisander etabliert. „Er hat sich in Leverkusen für die Mannschaft aufgeopfert“, drückte Kohfeldt seine Wertschätzung für den Routinier aus. „Das zeichnet einen Führungsspieler aus. Die Wochen zuvor hat er fehlerlos gespielt.“ Eine endgültige Entscheidung wolle Kohfeldt erst „am Samstagmorgen beim Spaziergang“ treffen: „Es ist eine Luxussituation.“

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