News
Latest News
Rasenreport
10.12.2018
Der Hype um Sturmtalent Sargent

Kohfeldt lässt sich nicht anstecken

© nordphoto


  • 13
  • 128

Das erste Jahr des Projekts Josh Sargent nähert sich dem Ende, vergangenen Freitag hat es den vorläufigen Höhepunkt erreicht: Gleich mit seinem ersten Ballkontakt in der Bundesliga erzielte der US-Amerikaner sein erstes Tor. „The hype is real“, würden Sargents Landsleute sagen, doch einer bemüht sich redlich, das Thema in eine aus seiner Sicht realistische und für den 18-Jährigen gesunde Bahn zu lenken: Florian Kohfeldt. „Kein Automatismus in beide Richtungen“, sagte Werders Cheftrainer am Montag über Sargents Kaderperspektiven bis zur Winterpause. Soll heißen: Der Stürmer ist jetzt nicht zwangsläufig immer dabei, aber er hat sowohl gegen Borussia Dortmund als auch gegen 1899 Hoffenheim und RB Leipzig theoretisch die Chance.

Den „nächsten Schritt“, so Kohfeldt, soll Sargent nächstes Jahr machen. 2019 wird für ihn mit dem Trainingslager in Südafrika beginnen, voraussichtlich fliegt er direkt aus den USA dorthin. „Den nächsten Schritt traue ich ihm auch zu“, sagt Kohfeldt. „Das heißt, regelmäßig im Profikader zu stehen.“ Allerdings betont der Trainer, dass die Konkurrenz in der Offensive groß sei und Sargents nächster Schritt die Hierarchie verändere. „Das will wohlüberlegt sein“, sagt Kohfeldt, der deshalb klarstellt: „Wenn Josh hier am Ende der Saison sechs Bundesligaspiele hat, war das ein gutes Jahr für ihn und kein verlorenes.“

Es gibt ein paar Argumente, warum Sargent die Werder-Fans besonders fasziniert, wobei die meisten davon nicht speziell Bremer Natur sind. Schon Johannes Eggestein hat die enormen Erwartungen gespürt, und vor allem ihn führt Kohfeldt gerne an, wenn es darum geht, warum ein behutsames Heranführen zielführender sein kann als der berüchtigte Sprung ins kalte Wasser. Vieles hat sich auf faszinierende Weise gefügt in Sargents junger Laufbahn, die zumindest für Außenstehende einem einzigen Lauf gleicht, der im Mai 2017 begann.

Ein Doppelpack beim U20-Debüt

Josh Sargent hatte seinem Vater eine Nachricht geschrieben, dass er lieber schlafen und sich das Auftaktspiel der U20-WM nachträglich anschauen solle. Er werde schon nicht in der Startelf stehen. Doch wie Väter so sind, stellte Jeff Sargent in Missouri trotzdem den Wecker auf drei Uhr in der Nacht, schaltete den Fernseher an – und sah seinen Sohn, wie er in Südkorea die Nationalhymne sang. Sargent Junior begann nicht nur, er traf auch gleich bei seinem U20-Debüt gegen Ecuador. Doppelt. Mit 17 Jahren und drei Monaten.

Den Schnitt hat er nicht gehalten, doch das erste Spiel für die A-Nationalmannschaft gegen Bolivien lief ebenfalls perfekt: Startelf, Tor zum 2:0. Mit 18 Jahren und drei Monaten. Vergangenen Freitag war es dann in der Bundesliga so weit. Sargent wurde gegen Düsseldorf eingewechselt, 88 Sekunden später lag der Ball im Tor. Zum entscheidenden 3:1, in einem der wichtigsten Spiele der Hinrunde. Manchmal ist der Fußball zu märchenhaft für seine Beobachter, um völlig nüchtern zu bleiben. 

Was Sargent zu dem Hype um seine Person sagt, ist nicht an allzu vielen Stellen verbrieft. Im November führte Mein Werder das erste und bislang einzige Interview eines deutschen Mediums mit Sargent, der nach dem Länderspiel der USA gegen Italien über seine Situation in Bremen sprach. Dabei beteuerte der 18-Jährige, dass es für ihn kein Problem sei, so sehr im Fokus zu stehen, ohne zu diesem Zeitpunkt auch nur einmal im Profikader gestanden zu haben.

„Josh ist clever genug, um das richtig einzuordnen“, sagte Sportchef Frank Baumann nach dem Traumdebüt gegen Düsseldorf zu Mein Werder. Darüber hinaus gab es Lob für Sargents Elternhaus, die Verantwortlichen beschreiben ihn als wohlerzogenen Jungen. Der kommentierte sein Premierentor bislang nur via Twitter, zeigte sich dort aber selbstironisch angesichts der nicht so schwierigen Aufgabe, den Ball über die Linie zu befördern. „Beginners luck“, schrieb Sargent, „Anfängerglück“.

Florian Kohfeldt will keinen Hype

Die Hype-Beschleuniger sind mitunter banal. Als Robert Lewandowski vor gut einem Jahr plötzlich mit grauen Haaren auflief, wurde gemunkelt, dass sich Bayerns München Torjäger ganz bewusst in die Schlagzeilen bringen wollte. Schließlich haben Weltstars wie Cristiano Ronaldo, Neymar und selbst der vollbärtige sowie inzwischen großflächig tätowierte Lionel Messi mehr Extravaganz zu bieten als der Pole. Sargent wird sich niemals die Haare färben müssen, um seinen Wiedererkennungswert zu steigern, die roten Pumuckl-Locken ziehen automatisch Aufmerksamkeit auf sich. Die „Bild-Zeitung“ hat ihm sogleich den Spitznamen „Tor-Kobold“ verpasst. Ende Oktober twitterte Sargent selbst das Foto eines Jungen, der sich zu Halloween mit roter Perücke und Werder-Trikot als sein Idol verkleidet hatte.

Doch ohne sportliche Top-Leistungen stockt jede Marken- und Profilbildung. Florian Kohfeldt wehrt sich gegen den Hype, wenngleich er nachvollziehen kann, dass Josh Sargents Werdegang eine ziemlich gute Geschichte hergibt. In die Dramaturgie passen auch die ersten Monate in Bremen, die Sargent selbst im Mein-Werder-Interview als „Kulturschock“ beschrieben hat. Aus Florida kam der damals 17-Jährige in den ungemütlichen Winter hierzulande, ohne ein Wort Deutsch zu verstehen.

Und Trainer Kohfeldt sieht eben nicht nur sprachlich noch jede Menge Lernbedarf bei Sargent. Er will den Youngster zu einem richtigen Bundesligaspieler machen, und dass ein Trainer einem 18-Jährigen schon so viel zutraue wie er Sargent, sei beileibe nicht selbstverständlich. „Wir wollen einen Top-Stürmer entwickeln, um keinen kaufen zu müssen“, sagt Kohfeldt. „Wenn wir im Sommer keinen kaufen müssen, haben wir schon viel richtig gemacht.“

Die Frage der Woche: 

mths am 10.12.2018, 21:35
Ey, ganz ehrlich: Bei Dortmund und anderen Vereinen performen so viele junge Spieler. Sancho, Hakimi, etc. Da geht's doch auch.
Warum halten wir immer den Daumen drauf bei den jungen Spielern? "Muss noch aufgebaut werden". "Kann noch nicht Bundesliga", "Ist noch nicht so weit?" Der Boy ist A-Nationalspieler (!). Trifft regelmäßig überall. Lasst den doch mal spielen, mein Gott. Scheißegal, dass der erst 18 ist.
18
10
alanya_fuchs am 11.12.2018, 05:34
Ey, ganz ehrlich?
Sargent ist Spieler einer Nationalmannschsft, deren Grundlage eine Operettenliga ist, in der alternde Stars sich immer noch locker ein Zubrot verdienen können.
Wo kommen die Dortmunder Jungspieler her? Wo wurden die ausgebildet und was kosten die?
Ich sehe es wie Kohfeldt. Wie schnell ist ein so junger Mensch verbrannt.
Wie schnell sind alle über Friedl hergefallen nach seinen Patzern?
Ich bin da ganz bei Kohfeldt.
10
4
MachEtOtze am 11.12.2018, 06:58
Ich denke das Sie in Ihrem Beitrag eine sehr gute Performance abgeliefert haben und genauso sehe ich es auch!

Und natürlich müssen junge Talente behutsam aufgebaut werden. Und natürlich bedient sich Borussia Dortmund ein paar Regale höher, zahlt allerdings für Sancho (richtige Granate) oder Hakimi auch schon ein paar Milliönchen mehr an Ablöse und wahrscheinlich auch schon ein ordentlich hohes Gehalt. Aber der Schwede Isak, der auch als Top-Talent für viel Geld und mit hohen Erwartungen nach Dortmund kam, wartet bislang noch auf seinen Durchbruch.

Kohfeldt soll seinen Weg im Umgang mit den jungen Spielern genauso weitergehen wie bisher!
6
5
mths am 11.12.2018, 14:09
Jedem seine Meinung. Unrecht hast du sicher nicht. Mir wird gefühlt nur ein wenig zu behutsam mit jungen Spielern umgegangen. Hab aber auch Vertrauen in Kohlfeld und denke, er wird schon wissen, was er tut.
1
0
Fehleinkauf am 11.12.2018, 07:19
Eggestein, Sargent und auch Rashica.
Kohfeldt macht es richtig, und vor allem verantwortungsvoll.

Die utopische Gier nach 18-Jährigen, die mindestens 10 Tore schießen sollen, ist unerträglich.
6
1
1-Werder am 11.12.2018, 08:33
Das Mass des "behutsam aufbauen" wird für mich bei Werder etwas übertrieben. Ich würde mir, nachdem J. Sargent bereits seit einem Jahr (??) im Bremer Umfeld trainiert, etwas mehr Mut des Vereins wünschen, wenn am Begriff des Super-Talentes festgehalten wird. Das gilt es selbst in jungen Jahren zu beweisen. Der Hype nach dem Tor gegen die Düsseldorfer ist sicher zu hinterfragen; die Freude über das Tor mag ich ihm aber gönnen. Zudem würde ich Vergleiche nicht am Alter der Spieler führen, wie J. Eggstein vs J. Sargent. Da spielt die Psyche eine nicht unwesentliche Rolle. Und Amerikaner, auch ausserhalb des Sports, ticken gelegentlich anders...
4
3
djhg am 11.12.2018, 10:13
Kleine Anmerkung: Den Begriff "Super-Talent" (oder ähnliche übertriebenen Begriffe) wird ausschließlich von den Medien und so manchem Fan benutzt. Es meint ja mittlerweile jeder Hans und Franz als Manager oder Schlagzeilenspezialist DIE Ahnung zu haben. Folge: Es gibt nur noch Supertalente.

Vom Trainer, Manager, etc. wurde meines Wissens noch nie ein solcher Begriff verwendet. Aus gutem Grund. Aus 80% der "Supertalente" wurden gerade mal Durchschnittspieler, wenn überhaupt...

Bei Sargent hab ich ein gutes Gefühl, aber finde auch, dass Kohfeldt das genau richtig macht. Mal schauen, was da noch kommt. Mir anzumaßen, dem Trainer (der den Jungen täglich wahrscheinlich mehr sieht, als seine Frau) Ratschläge zu geben, wie es einige immer versuchen (siehe z.B. 1. Kommentar der Seite), würde mir im Traum nicht einfallen. Das sollte man schon Experten überlassen. Warum sollte Herr Kohfeldt ihn auch nicht einsetzen, wenn er im Training alles in Grund und Boden schießen und vorher 5 Leute schwindelig spielen würde?
4
0
Netzorath am 11.12.2018, 11:14
Wieso soll denn einer, der in der 3. Liga nichts reißt, es in der Ersten bringen (außer ihm fällt 20 cm vor der Torlinie der Ball auf den Kopf)?
2
3
wolfgramm am 11.12.2018, 18:07
Er reißt sogar in der 4.Liga nichts,wenn man ihrer Argumentation folgen will,dort spielt Werder 2 nämlich.Hätten Sie denn das Tor auch so lächerlich gesehen,wenn es Eggestein oder Rashica erzielt hätten?Dann hätten Sie wahrscheinlich gesagt:"Da muss man erstmal stehen".Man kann natürlich Ihre und andere kritische Töne zu Sargent bringen,aber warum ist man schon wieder "ahnungslos",wenn man meint,Sargent sei reif für die 1.Liga.Sargent hat schon einiges erlebt,und US-Profis sind generell professioneller.Sie schreiben ja richtig,dass man nicht jeden 18 jährigen vergleichen kann.Aber was spricht dagegen,dass Sargent zur Kategorie gehört,der eventuell schon so weit ist,1.Liga zu spielen.Es hängt in solchen Fällen auch viel vom Management des Spielers ab,da wissen wir wohl alle nicht,wie die das sehen.Also,Ball flach halten,aber nicht immer den "Besserwisser" rauskehren.Sie wollen Kohfeldt keine Ratschläge geben,empfehlen aber doch ganz deutlich,Sargent nicht einzusetzen.
3
0
chrijunge am 11.12.2018, 10:30
Wir haben unser größtes Problem genau auf seiner Position, er spielt schon eine ganze Weile bei der U Mannschaft und macht einen guten Job. Wo genau "verheizt" man ihn, wenn man ihn jetzt bringt? Ich verstehe es nicht...Keiner spricht vom neuen Messi, er ist lediglich ein guter Spieler mit viel Potenzial, wo muss man ihn jetzt schützen? Wenn er in einem Jahr durchstartet, schreiben ihn die Medien auch noch hoch, genau wie sie Bremen als Champions League Aspirant gesehen haben :D
2
3
oldkarzwortel am 11.12.2018, 10:36
Ich hab den vor zwei Wochen zweimal im Training gesehen und er ist weiter wie J.Eggestein. Robuster, schneller und ebenso torgefährlich. Er kann den Ball behaupten und ist auch gegen den Ball gut. Der junge Mann ist schon gut genug für die Liga, eben ein Talent von gerade mal 18 Jahren. Nun kennt der Trainerstab die Leistungsdaten und darin wird ein Grund liegen Ihn nicht ins kalte Wasser zu schmeissen. Auch muss ein junger Mensch einen solchen Erfolg im Kopf erst verarbeiten. Er hat bereits Erfolg in der Nationalmannschaft ohne im Werder Kader zu stehen und Kohfeldt muss ihm jetzt beibringen, dass 34 Spiele Bundesliga und ein paar Spiele USA Nationalmannschaft nicht das gleich sind.
5
0
Herzraute am 11.12.2018, 10:43
Ich finde es gut, dass wir unsere Talente etwas ruhiger aufbauen.
Ja, Sargent ist ein Top Talent.
Ja, er ist A-Nationalspieler.
Ja, er hat nun sein (zugegeben sehr einfaches) erstes Bundesligator geschossen.

Und dennoch ist der Bursche 18 Jahre alt. Er hat es verdient, dass man ihn nun etwas feiert. Warum auch nicht? Das tut uns allen gut und macht Spaß. Aber man sollte es realistisch einschätzen. Sargent hat noch einen weiten Weg vor sich. Das er nun regelmäßiger in der ersten Liga zu sehen sein wird kann man sich durchaus vorstellen, aber für die Startelf wird es wohl noch eine Weile dauern.

Das hier einige meinen, dass Mannschaften wie Dortmund auch junge Spieler spielen lässt und wir das auch machen sollten sollte sich mal fragen wie diese Spieler ausgebildet wurden. Diese Spieler haben in anderen Ländern mit starken Ligen schon in der ersten Mannschaft gespielt und wurden dort schon über Jahre ausgebildet.
Sargent kommt aus den USA. Dort hat er nicht in einer Profimannschaft trainiert, sondern war in einem Fußballerförderungsprogramm vom St. Louis Scott Gallagher Soccer Club. Dies ist eine Organisation zum Scouten und Ausbilden junger Talente. Eine Fußballschule.
Lasst den jungen das tägliche Profigeschäft erst mal kennen lernen und dort konstant gute Leistungen bringen. Dann sehen wir, ob Sargent den Druck gewachsen ist und sein Potential dauerhaft abrufen kann.
Gebt Kohfeldt diese Zeit. Er macht im Umgang mit den jungen Spielern so viel richtig. Er sollte das nicht ändern. Er war es auch der J. Eggestein in die Bundesliga geholt hat.
Ich hoffe, dass wir Kohfeldt noch viele Jahre als Trainer haben werden. Seine Arbeit gefällt mir. Seine Handschrift ist klar zu erkennen. Unsere Mannschaft ist aber nun mal in einigen Teilen noch sehr jung und muss noch viel lernen.
Milos Veljkovic 23 Jahre
Marco Friedl 20 Jahre
Maximilian Eggestein 22 Jahre
Johannes Eggestein 20 Jahre
Milot Rashica 22 Jahre
Josh Sargent 18 Jahre
Und das ewige Kind: Claudio Pizarro 40 Jahre aber verspielt wie ein 20 Jähriger

Gebt den Jungs Zeit. In 2 Jahren werden wir dankbar sein und sie werden einschlagen und andere Mannschaften werden sich um diese Spieler reißen.
5
2
Netzorath am 11.12.2018, 11:07
Volle Zustimmung zu Ihrem Beitrag, genauso zu dem von @djhg. Eine Wohltat gegenüber dem Hype und gegenüber den unfundierten Beiträgen mancher, die ihre Ahnungslosigkeit unter Beweis stellen, indem sie allen Ernstes fragen, wenn in Dortmund z.B. ein Sancho oder Hakimi bereits so weit sind, warum dann nicht auch unsere Jungen. Vielleicht weil sie noch nicht so weit sind? Vielleicht weil man nicht jeden 18jährigen mit jedem 18jährigen gleichsetzen kann? Könnte das vielleicht ganz theoretisch möglich sein? Ich habe das Spiel BVB gegen Bayern kürzlich gesehen und war sehr beeindruckt, wie diese jungen BVB-Stars vor allem zum Schluss noch mal so richtig zugelegt haben - und habe gedacht: Wenn unser Jojo da jetzt mit auf dem Platz stehen würde, wäre er spätestens in der 80. Minute tot umgefallen.
djhg hat hundertprozentig Recht: "Mir anzumaßen, dem Trainer (der den Jungen täglich wahrscheinlich mehr sieht, als seine Frau) Ratschläge zu geben, wie es einige immer versuchen (siehe z.B. 1. Kommentar der Seite), würde mir im Traum nicht einfallen. Das sollte man schon Experten überlassen."

Gerade die Entwicklung bei beiden Eggesteins zeigt beeindruckend, wie gut Kohfeldt das beherrscht. Solche jungen Spitzenleute wie Sancho gehen heute nicht mehr zu Werder, sondern zu Klubs wie dem BVB. Aber wir haben auch ein paar vielversprechende Talente, die Herzraute aufzählt. Wenn wir sie richtig behutsam aufbauen, holen sie Sancho vielleicht sogar mal ein. Wenn Leute dagegen fragen, wo man ihn denn verheize, wenn man ihn jetzt schon bringe, dann demonstrieren sie ihre Ahnungslosigkeit und müssen nicht gehört werden. Mich braucht auch keiner zu fragen, wann man den Euro aufwerten oder abwerten muss. Kann ich nämlich nicht beurteilen.
Ich bin sehr froh, dass wir derzeit einen Trainer haben, der die Entwicklung von Talenten erkennbar beherrscht, das ist für Werder nämlich existenznotwendig.
5
3
1-Werder am 11.12.2018, 16:09
Im Forum sollte Spielraum für andere Meinungen bestehen. Offensichtlich handelt es sich für gewisse Foristen dann um die Ahnungslosen... Es war, ist und wird nie die Meinung sein, dass ein Trainer sich demokratisch nach den mehrheitlichen Meinungen der Foristen zu richten hat. Lucien Favre ist ein gutes Beispiel, mit Youngstern in einem bereits sehr guten Spielerumgebung neue Impulse zu setzen. Ob ein Talent dann beispielhaft €M2 oder €M 15 gekostet hat, ist nahezu zweitrangig. Der Teure steht sogar unter einem wesentlich höheren Druck. Ich denke da hat F. Kohfeld von dem Erfahrenen noch einiges zu lernen. Was nicht heisst, dass ich FK nicht wertschätze. @Netzorath, in ein bis zwei Jahren werden wir bilanzieren können, heute ist es mE. zu früh... Ergos mein Votum (als Ahnungsloser): J. Sargent auf die Bank und je nach Spielverlauf einsetzen, nur nicht ab der 85 ten Minute..., nicht mehr und nicht weniger...
2
2
chrijunge am 11.12.2018, 11:33
Unsere Mannschaft ist verglichen mit anderen Mannschaften nicht jung. Von den aufgezählten 6 Spielern, sind nur 2 Stammspieler. Man kann genauso viele "Alte" aufzählen. Pizzaro, Kruse, Bargfrede, Langkamp, Sahin...

Aber darum geht es ja auch gar nicht. Man kann einen Spieler "nicht hypen" in dem man auf dem Boden bleibt und ihm nicht nach jedem Spiel den roten Teppich ausrollt! Man kann ihn auch "nicht hypen" in dem man ihn nicht in den Kader nimmt oder auf die Bank setzt. Wenn unsere größte Not auf der Position eines Talents ist, würde ich mich für ersteres entscheiden. Bei Jojo Eggestein sehe ich es ähnliches. Ich selbst habe am meisten gelernt, wenn ich mal ins kalte Wasser geschmissen wurde. Bei Friedl machen wir es ja auch und da sehe ich weniger Talent.
2
3
Herzraute am 11.12.2018, 12:37
Ich habe nie behauptet unsere Mannschaft sei Jung. Ich sagte: "Unsere Mannschaft ist aber nun mal in einigen Teilen noch sehr jung und muss noch viel lernen."
Ist ein groooooßer Unterschied.
Und was haben die alten Spieler mit dem Aufbau von Talenten zu tun? Erschließt sich mir nicht was sie sich da zurecht konstruieren. Bitte um Erläuterung. Ich möchte nicht dumm sterben.
1
1
Johnny_Lawrence am 12.12.2018, 10:50
Ich bin zu diesem Thema ein bißchen zwiegespalten. Ja der behutsame Aufbau von Talenten ist schon der richtige Weg. Nur die Frage ist was und wie lange sollte dieses "behutsame" sein? Ich bin der Meinung das hier Werder zu lange wartet. Sicher kann und sollte man auch anderer Meinung sein dürfen. Wenn ich mir dann S04, die über Jahre Talente zu Stars ausgebildet haben und diese heute bei großen Mannschaften oder Ligen spielen (Kolasinac, Matic, M.Meyer,Draxler etc.) oder Hertha und der BVB anschaue, dann sehe ich hier zumindest einen leicht veränderten Ansatz. Und ja ich denke da kann sich FK bei den entsprechenden Trainern/Vereinen das eine oder andere abschauen.
Dem Jungen wird doch keiner kritisieren wenn er einen Ball verspringen läßt, eine Chance vergibt oder einfach mal einen schlechten Tag hat. Man sollte sich mMn mehr trauen diese jungen Spieler zu bringen.
1
0

Kostenlos in der gesamten Saison 2017/2018!

Download