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Rasenreport
06.01.2019
Eggestein trifft, dann kommt der Regen

Kleines Erfolgserlebnis trotz Spielabbruch

© nordphoto


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Die Atmosphäre glich der eines Geisterspiels: Werders erster Test im Südafrika-Trainingslager fand im 94.000 Zuschauer fassenden, aber nahezu komplett leeren FNB-Stadion in Johannesburg statt. Aufgrund von Übertragungsrechten vor Ort waren keine Zuschauer zugelassen, lediglich ein kleiner Tross von Werder-Fans durfte in die Arena.

Das Format des Testspiels war ebenso ungewöhnlich: Viermal 25 Minuten waren angesetzt, wobei jeweils zwei Abschnitte – also 50 Minuten – eine Halbzeit bildeten. Entsprechend groß war die Rotation, bis auf Philipp Bargfrede, Fin Bartels und dem erkälteten Jiri Pavlenka sollten alle mitgereisten Werder-Spieler zum Einsatz kommen.

Daraus wurde aber nichts: Nach der großen Halbzeitpause wurde das Spiel beim Stand von 1:0 für Werder nicht wieder angepfiffen, das Wetter spielte nicht mit. Selbiges hatte am Vortag schon Probleme gemacht: Wegen schwerer Regenfälle war das Spiel erst von Werders Trainingsanlage in Randburg ins FNB-Stadion verlegt worden. 

Werder beginnt harmlos

Werder war in der Anfangsphase des Duells bemüht, den Chiefs-Spielaufbau früh zu stören und die Kontrolle zu übernehmen. In der zehnten Minuten landete der Ball aber plötzlich im Bremer Tor: Keeper Stefanos Kapino, der sein erstes Spiel im Werder-Dress machte, ließ sich vom heranpreschenden Chiefs-Stürmer Ryan Moon den Ball vom Fuß nehmen. Der netzte anschließend ein, doch der Linienrichter entschied überraschenderweise auf Stürmerfoul. Glück für Kapino, denn die Rückgabe von Sebastian Langkamp hätte er besser verarbeiten müssen. 

Sieben Minuten später wurde es erstmals auf der anderen Seite gefährlich. Milot Rashica brachte von rechts eine Flanke in den Strafraum und fand am langen Pfosten Josh Sargent, der aus kurzer Distanz jedoch keinen kontrollierten Abschluss aufs Tor bringen konnte. Dies blieb im ersten „Viertel“ die einzige Chance von Werder, dessen Mittelfeldraute mit Max Kruse auf der Zehn die Chiefs-Abwehr nur selten vor Probleme stellte.

Johannes Eggestein trifft aus dem Nichts

Nach einer kurzen Trinkpause ging es unverändert weiter, Werders Offensive blieb harmlos. Keeper Kapino hatte Probleme, einen eigentlich harmlosen direkten Freistoß zu fangen, fasste aber rechtzeitig nach. In der 35. Minute dann immerhin mal eine Annäherung von Werder: Jean-Manuel Mbom bekam per Zufall den Ball an der Strafraumkante, setzte seinen Schuss aber neben das Tor.

In der 43. Minute sorgte dann der erste strukturiere Bremer Angriff seit langem für die Führung: Rashica trieb den Ball nach vorne und spielte Johannes Eggestein an, der wiederum Sargent auf den rechten Flügel schickte und den Ball vom US-Amerikaner mit einer flachen Hereingabe mustergültig zurückserviert bekam. So konnte Eggestein ohne Probleme einschieben. Mit 1:0 ging es in die „große“ Pause nach 50 Minuten.

Anschließend kehrte eine komplett neue Werder-Elf auf den Rasen zurück, lediglich Kapino sollte im Tor bleiben. Wieder angepfiffen wurde das Spiel aber nicht: Aufgrund eines herannahenden Gewitters mussten alle Spieler das Feld wieder verlassen und in den Stadion-Innenraum zurückgehen. Minutenlang wurde beraten, wie es weitergeht, ehe die Entscheidung fiel: gar nicht. Das Unwetter war zu heftig, die Partie endete nach 50 Minuten mit 1:0.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt sagte zum Spielabbruch: „Bei allem sportlichen Ehrgeiz, die Gesundheit geht vor. Jeder hat gesehen, dass es nicht möglich war, das Spiel fortzusetzen. Es ist Schade, weil wir die Gruppe geteilt haben und uns jetzt 45 Minuten Spielzeit fehlen.“

WerderanerFfm am 06.01.2019, 18:26
Es zeugt nicht gerade von Profihaften verhalten, dass Stadion ohne Flutlicht zu buchen und den Platz nicht vorher begutachtet zu haben. Baumann war extra vor Ort um sich ein Bild zu machen ...
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holger_sell am 06.01.2019, 21:32
Das Spiel ist wegen eines plötzlich Unwetters abgebrochen worden. Da spielen andere Gründe keine Rolle.
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Netzorath am 07.01.2019, 11:46
Sie können nie in Südafrika gewesen sein.
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