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Life und Style
07.01.2019
Trotz jahrelangem Gerichtsstreit

Klasnic ohne Wut auf Ärzte

© nordphoto / Ewert


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Der ehemalige Fußball-Profi Ivan Klasnic hegt nach eigener Aussage keinen besonderen Groll mehr auf frühere Mediziner seines Ex-Clubs Werder Bremen wegen der möglichen Behandlungsfehler bei seiner Nierenerkrankung. „Es sind jetzt so viele Jahre vergangen, dass ich mich nicht mehr frage, was gewesen sein könnte“, sagte der Kroate in einem Interview der „Taz“. Trotzdem habe er sich oft gefragt, „warum es gerade mir passiert“.

Der 38-Jährige führt seit über zehn Jahren eine juristische Auseinandersetzung unter anderem mit Werders früherem Teamarzt Götz Dimanski. „Ich kann nur noch darauf hoffen, dass die Richterinnen und Richter einen Weg finden werden, um damit endlich abschließen zu können“, sagte er. „Dass ich jeden Tag Tabletten nehmen muss, erinnert mich natürlich immer wieder daran, dass ich immer noch krank bin. Als Wut würde ich das aber nicht bezeichnen.“

Klasnic war im Oktober 2017 zum dritten Mal eine Niere transplantiert worden. 2007 hatte er erst eine Niere seiner Mutter erhalten, kurz darauf musste ihm die Niere seines Vaters transplantiert werden. Der ehemalige kroatische Nationalstürmer wirft den Ärzten vor, nicht auf seine auffälligen Nieren-Werte reagiert zu haben.

Größte Erfolge mit Werder

Im März 2013 hatte das Landgericht Bremen ihm 100.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen. Im vergangenen Oktober schlug das Bremer Oberlandesgericht einen Vergleich über drei Millionen Euro vor. Beide Seiten konnten sich aber nicht darauf einigen.

Der gebürtige Hamburger Klasnic erlebte in seiner Zeit bei Werder von 2001 bis 2008 seine größten Erfolge. So gewann er mit dem Club 2004 die Meisterschaft und den DFB-Pokal. Nach seinen ersten beiden Nieren-Operationen spielte er bis zu seinem Karriereende 2013 für den FC Nantes, die Bolton Wanderers und den FSV Mainz 05.

Das vollständige Interview gibt es hier.

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