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Rasenreport
27.04.2019
Benommen zurück auf den Platz

Klaassens fatale Fehleinschätzung

© dpa


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Es war ein richtig übler Zusammenprall – einer von der Sorte, die schon beim Zusehen Schmerzen verursachen. Werders Davy Klaassen und Düsseldorfs Aymane Barkok warfen sich in der 50. Spielminute voll in den Zweikampf und stießen unglücklich mit den Köpfen zusammen. Barkok blutete über dem rechten Auge und wurde sofort ausgewechselt. Auch Klaassen blutete, er hatte sich am linken Ohr verletzt, kam aber nach einer Behandlungspause trotzdem zurück auf den Platz. In der 55. Minute betrat der Niederländer wieder den Rasen, in der 56. Minute erzielte Düsseldorf das vorentscheidende 3:1 nach einem Ballverlust Klaassens, in der 59. Minute wurde Klaassen dann durch Kevin Möhwald ersetzt. Natürlich stellt sich da die Frage, warum der Niederländer nicht sofort ausgewechselt wurde. „Wenn der Spieler sagt, dass es geht. Was soll man da machen?“, sagte Trainer Florian Kohfeldt.

Klaassen war auf der Ersatzbank von Mannschaftsarzt Dr. Phillip Heitmann mit mehreren Stichen genäht worden, fühlte sich aber dennoch fit und wollte weitermachen. Es hätte gut gehen können, doch im Nachhinein muss man festhalten: Es war eine Fehleinschätzung des Niederländers, die auch kein Verantwortlicher korrigierte. Werders Sportchef Frank Baumann schilderte die Minuten rund um Klaassens Verletzung wie folgt: „Es hat ein bisschen gedauert, weil die Wunde genäht werden musste. Davy konnte währenddessen nicht testen, wie es sich beim Laufen anfühlt. Deswegen hat er es noch einmal probiert und sich auch erst einmal gut gefühlt. In der Bewegung hat er dann aber gemerkt, dass doch nicht alles im Gleichgewicht ist. Bei einer Verletzung am Ohr kann einem schon mal schummrig werden.“

Klaassen entschied daraufhin selbst, sich lieber auswechseln zu lassen. Laut Baumann war das eine „vernünftige Entscheidung“. Vorher war der Niederländer aber eben noch am Gegentor zum 1:3 beteiligt gewesen, das vorentscheidenden Charakter bei der Bremer Niederlage in Düsseldorf hatte. Solche Fehlpässe wie vor diesem Treffer der Fortuna spiele Klaassen normalerweise nicht, sagte Baumann. „Die Verletzung hat ihn sicherlich beeinträchtigt, aber das weiß man immer erst später. Wir hätten das Tor trotzdem noch verhindern können.“

Immerhin ist aktuell nicht mit einem längerfristigen Ausfall Klaassens zu rechnen. „In den kommenden Tagen folgen weitere Untersuchungen. Ich gehe aber nicht davon aus, dass er uns fehlt“, sagte Baumann. Kohfeldt erklärte nach der Partie: „Es geht ihm schon wieder gut. Ich glaube nicht, dass er eine Gehirnerschütterung hat.“ Beim Heimspiel gegen Dortmund am kommenden Sonnabend dürfte Klaassen also voraussichtlich dabei sein. Der Niederländer war in Düsseldorf einer der wenigen Lichtblicke in einer schwachen Bremer Mannschaft und wäre sicherlich nur schwer zu ersetzen, zumal mit Abwehrchef Niklas Moisander (Gelbsperre) gegen den BVB schon ein Führungsspieler ausfällt.

fh_king am 27.04.2019, 20:01
Da hätte man als Trainer(stab) ein Machtwort sprechen muessen. Genau wie Funkel. Der hat sofort gehandelt und nicht eine Minute in Unterzahl gespielt. Wir haben quasi bis zu Auswechslung mit einem Mann weniger auf dem Platz gestanden und Klaassen verliert auch noch den Entscheiden Ball vorm 1:3. Sorry, aber da haben Trainerstab und medizinische Abteilung versagt. Zumal FK ja nie müde wird zu betonen, dass er eine fantastische Bank hat und jeden sofort reinschmeissen kann. Note 6, setzten...PS: Am Ohr sitzt das Gleichgewichtsorgan, dass dem Klaassen da schwindelig wird dürfte einen Mediziner nicht verwundern...
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Zami1981 am 28.04.2019, 09:37
Danach ist man immer schlauer ...
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hunt am 27.04.2019, 21:26
Moisander braucht die Pause auch dringend. Und dann ist er wieder fit für die letzten Spiele.
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