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Rasenreport
26.04.2019
Liga-Alltag statt Pokal-Spektakel

Kaum Zeit zum Trauern

© nordphoto


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Der Abend war nicht dafür gemacht, um direkt wieder zur Tagesordnung überzugehen. Dafür war im Pokal-Halbfinale einfach viel zu viel Achterbahn gefahren worden. Die Diskussionen um den Elfmeterpfiff taten ihr Übriges. Die Stimmung, sie war spürbar im Keller. Die Werder-Profis sind allerdings quasi dazu gezwungen, ihren nachvollziehbaren Schmerz über die verpasste Endspiel-Teilnahme so schnell wie möglich zu verdrängen. Bereits am Sonnabend geht es bei Fortuna Düsseldorf (15.30 Uhr) um die nächsten drei wichtigen Punkte in der Liga. So kurios das klingt: Das europäische Geschäft ist auch durch die jüngste Niederlage nicht in weitere Ferne gerückt. Im Gegenteil.

Wenn dieser verkorkste Pokalabend eine gute Nachricht für die Bremer parat hatte, dann ergab sie sich aus dem Blick auf die Tabelle. Mit dem FC Bayern München oder RB Leipzig wird sich in Berlin auf jeden Fall ein Team den Titel holen, das demnächst in der Champions League spielt. Im Umkehrschluss bedeutet das: Es wird ein weiterer Europa-League-Platz frei, in der Liga reicht somit Rang sieben für das Erreichen der Qualifikationsrunde. Das wiederum erhöht Werders Chancen, derzeit ist der Klub mit zwei Punkten Rückstand auf Bayer Leverkusen Achter.

„Ich habe die Mannschaft zusammengeholt nach dem Spiel und ihr gesagt, wie traurig und getroffen ich bin“, sagte Trainer Florian Kohfeldt. „Ich habe ihr aber auch gesagt: Weil wir eine geile Mannschaft sind, müssen wir uns belohnen und für Europa qualifizieren. Diese Abende zu wiederholen, ist die Aufgabe für die letzten Spiele.“ Die vermeintlich einfachste Hürde ist dabei eben jene Fortuna aus Düsseldorf, die allerdings schon einige Vereine in dieser Saison geärgert hat. Danach heißen Werders Gegner allerdings noch Borussia Dortmund, TSG Hoffenheim und RB Leipzig.

Kohfeldt kündigt Rotation an

Gut möglich also, dass die Bremer doch noch ihr Finale gegen Leipzig bekommen – dann allerdings eine Woche früher, als es in Berlin der Fall gewesen wäre. Für die Sachsen geht es am 34. Spieltag womöglich um nicht mehr viel, vielleicht werden sogar Akteure für das Pokalfinale geschont. Werder könnte davon profitieren, im Vorfeld solcher Fantastereien muss aber noch viel Arbeit erledigt werden. Gerade nach den Erlebnissen des Halbfinals. „Auf Dauer ist es ein Abend, der uns helfen wird. Da werde ich die Jungs noch oft dran erinnern“, sagte Florian Kohfeldt. „Aber natürlich wird es eine große Aufgabe für mich und das Trainerteam, in den nächsten zwei Tagen Klarheit in die Köpfe zu kriegen.“

Nicht unwahrscheinlich ist, dass Werders Coach am kommenden Wochenende rotieren lässt. „Wir haben Tiefe im Kader. Es werden in Düsseldorf nicht die elf Spieler spielen wie gegen Bayern“, kündigte Kohfeldt bereits an. Exemplarisch nannte er als Alternativen Martin Harnik und Sebastian Langkamp, die zuletzt nur Kurzeinsätze gehabt hätten. „Auch Johannes Eggestein kommt zurück.“ Der 20-Jährige hatte in der Liga zuletzt zwei Mal wegen muskulärer Probleme gefehlt und war im Pokal in der Schlussphase eingewechselt worden. Nun soll er dabei helfen, dass Werder wieder lachen kann.

Werderstern68 am 26.04.2019, 09:14
Wenn Frankfurt die EUROPALEAGUE gewinnt und in der Bundesliga unter die ersten 6 kommt ( wovon ja auszugehen ist) reicht leider nicht Platz 7! Denn dann würde Frankfurt in der Chanpionsleague als 5. deutsche Mannschaft spielen und der Startplatz für die Euroleague entfällt 👆🤷‍♂️
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Nomolas am 26.04.2019, 09:45
Das ist so nicht richtig!
Sollte Frankfurt die Euroleague gewinnen und unter die ersten 6 kommen, bekommt man nur keinen weiteren Startplatz (also in dem Fall der 8. der Liga) für Europa.
Frankfurts EL-Situation hat nämlich nichts damit zu tun, dass sich sowohl Bayern, als auch Leipzig schon für die CL qualifiziert haben.
Das Reglement sagt, dass im Falle eines Sieges im nationalen Pokal und Qualifikation für die CL, der höher angesiedelte Wettbewerb zählt, also die CL. In diesem Fall wird der Platz in der EL für einen Nachrücker frei, also dem 7. der Liga.
Sollte die SGE die EL gewinnen, so rutscht diese auch in die CL, nur wird in diesem Fall kein weiterer Platz für die EL in der Liga frei, da der Gewinn der EL KEIN nationaler Titel ist und daher auch keinen Effekt auf die Liga haben kann.
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Werderstern68 am 26.04.2019, 12:35
Laut ZITAT aus dem Kicker-Bericht stellt sich es folgendermaßen dar: „Nur wenn der EL-Sieger 5. oder 6. wird geht ein EL-Startplatz VERLOREN - er wird dann praktisch EINGETAUSCHT gegen den CL-Startplatz der dann dem EL-Sieger zusteht ( dieser wird bei der Auslosung sogar in Top 2 gesetzt )
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alanya_fuchs am 26.04.2019, 17:51
Viele ungelegte Eier, lasst doch Frankfurt erst einmal das Halbfinale überstehen und Werder auf den 7. Platz kommen. Diese Rechnerei bringt doch nichts.
Ich bin davon überzeugt, dass beides nicht passieren wird. Die fehlenden Punkte hat Werder unnötig in anderen Stadien gelassen.
Qualifikationsspiele in der Saisonvorbereitung evtl mit Reisen bis nach Kasachstan könnten eine schwere Bürde für die neue Saison werden. Vielleicht sollte man froh sein Platz 7 nicht zu erreichen.
Trotzdem war es für mich eine richtig gute Saison. Es hat überwiegend Spaß gemacht Werderspiele anzusehen.
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