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Rasenreport
20.12.2018
Kohfeldt rechnet mit Verbleib des Stürmers

"Johannes Eggestein wird zeitnah verlängern“

© nordphoto


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Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, welchen Status Johannes Eggestein mittlerweile in der Mannschaft hat, das Hoffenheim-Spiel lieferte ihn. Auch wenn er mit einer Grippe gegen Dortmund ausgefallen war, rückte der 20-Jährige am Mittwochabend nicht nur direkt wieder in den Kader. Er stand sogar in der Startelf und lieferte bis zur Auswechslung in der 78. Minute eine starke Vorstellung ab. „Ich will Jojo Eggestein hervorheben“, sagte Trainer Florian Kohfeldt dann auch im Anschluss an das 1:1. „Er ist ein absolut vollwertiges Mitglied dieser Mannschaft geworden.“

Das klingt nicht spektakulär, doch wer sich einmal vergegenwärtigt, wie die Situation des Offensivspielers zu Saisonbeginn war, der realisiert die beachtliche Entwicklung Eggesteins. Noch im Sommer zweifelten nicht wenige daran, dass er sich bei den Profis etablieren würde, doch zehn Einsätze (ein Tor) in der Liga und zwei Spiele (ein Tor) im Pokal beweisen bislang das Gegenteil. Kohfeldt lobte den Junioren-Nationalspieler nach dem Hoffenheim-Spiel dafür, „wie er immer wieder die Räume findet und Dynamik in seine Aktionen kriegt“.

Der nächste Vorzeige-Spieler?

Und dann sagte der Trainer noch etwas Bemerkenswertes: „Da ist jemand am Heranwachsen, der jetzt schon ein vollwertiger Bundesliga-Spieler ist. Das muss unser Weg sein. Wir müssen Spieler wie Jojo entwickeln.“ Johannes Eggestein soll also der nächste Vorzeige-Spieler bei Werder werden, der es über die Jugendmannschaften bis zum Leistungsträger in der Bundesliga schafft – genau wie sein Bruder Maximilian.

Damit das klappt, muss Johannes Eggestein allerdings erst einmal in Bremen bleiben. Sein Vertrag läuft am Saisonende aus, doch in dieser Frage bezog Kohfeldt klar Stellung. Die Entscheidung liege beim Spieler, aber der Coach betonte: „Ich bin mir sehr sicher, dass er zeitnah hier verlängern wird. Jojo weiß, was er an Werder und an der Trainer-Spieler-Bindung hat.“ Kohfeldt meint damit das besondere Verhältnis zwischen ihm und Eggestein, den er schon als Jugendspieler kannte. Als dem großen Talent der Sprung in den Herrenbereich nicht gelang und der Druck immer größer wurde, sprach Kohfeldt wöchentlich mit Eggestein. Auch jetzt seien beide häufig im Gespräch, berichtete Kohfeldt.

Bei diesen Treffen habe er dem Offensivspieler natürlich auch klar gesagt, welche Argumente für einen Verbleib bei Werder sprechen. „Aber jetzt muss er entscheiden“, sagte Kohfeldt. „Ich werde nicht betteln.“ Johannes Eggestein hatte bisher immer betont, keinen Zeitdruck zu verspüren, Werders Entwicklung abzuwarten und erst in der Winterpause über seine Zukunft nachdenken zu wollen. Nach Kohfeldts klaren Worten stehen die Zeichen nun aber eindeutig auf Vertragsverlängerung.

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