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Rasenreport
28.01.2019
Diskussion um Schiedsrichter

Ist Werder zu brav?

© nordphoto


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Der Abpfiff lag schon einige Stunden zurück, doch Florian Kohfeldt war immer noch in Rage. „Man sagt immer, wir sollen ruhig bleiben. Diesmal wollte ich es nicht stehen lassen, weil es einfach nicht gerecht war“, betonte der Werder-Trainer im ZDF-Sportstudio nach dem 2:2 gegen Frankfurt. In der Nachspielzeit hatte Schiedsrichter Markus Schmidt Kohfeldt sogar auf die Tribüne verbannt. Frank Baumann nahm den Coach am Montag in Schutz. „Die Verbannung auf die Tribüne war überzogen. Florian hat niemanden beleidigt. Das waren einfach Emotionen, und die sind nur menschlich, wenn es in einem Spiel so viele enge Entscheidungen gibt“, sagte der Sportchef zu Mein Werder.

Auffällig war: Die knappen Entscheidungen, von denen Baumann sprach, fielen zumeist gegen Werder aus. Da liegt die Frage nahe: Sind die Bremer Spieler zu brav und lassen sich zu viel gefallen? Baumann sagte dazu: "Nicht ständig beim Schiedsrichter zu reklamieren und sich auf dem Platz vernünftig zu verhalten, ist für uns weiterhin der richtige Weg. Trotzdem kann man natürlich seine Meinung sagen.“

Gagelmanns Meinung

Peter Gagelmann glaubt indes nicht, dass die Werder-Profis im Umgang mit den Unparteiischen zu brav sind. „Ich sehe da keinen großen Unterschied zu anderen Mannschaften“, sagte der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter aus Bremen. Ständig beim Unparteiischen zu protestieren, bringe ohnehin nichts. „Der Schiedsrichter trifft seine Entscheidungen völlig unabhängig davon, ob mehr reklamiert wird oder weniger“, betonte Gagelmann.

Zu den strittigen Szenen des Frankfurt-Spiels hat er klare Meinungen: Vor dem 1:1 habe Luka Jovic den Ball mit der Schulter und nicht mit dem Oberarm berührt. „Das war für mich kein Handspiel“, sagte Gagelmann. Und vor dem Elfmeter zum 2:2 sei Ludwig Augustinsson, der den Ball in der Folge mit der Hand spielte, aus seiner Sicht nicht gefoult worden. Bleibt noch Niklas Moisanders Handspiel in der Nachspielzeit, das nicht geahndet wurde. „Der Tatort war knapp außerhalb des Strafraums. Dann sieht das Protokoll nicht vor, dass der Video-Assistent eingreift“, erklärte Gagelmann. Wäre die Szene im Bremer Strafraum passiert, hätte es mithilfe des Videobeweises also wahrscheinlich noch einen zweiten Strafstoß für die Eintracht gegeben. In diesem einen Fall hatte Werder also sogar Glück.

Andrea59 am 29.01.2019, 01:18
„Der Schiedsrichter trifft seine Entscheidungen völlig unabhängig davon, ob mehr reklamiert wird oder weniger“, betonte Gagelmann.

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Das sehe ich ganz anders.
Die Herren Kimmich, Lewandowski und ganz besonders Müller vom Lieblingsverein aus dem Amigoland da unten kommentieren und "belamentieren" nahezu jede Entscheidung der Schiedsrichter wort- und gestenreich.
Und es ist scheinheilg von Gagelmann zu behaupten, dieses Verhalten würde keinen Schiedsrichter beeinflussen.
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delles.wiki am 29.01.2019, 16:10
Was soll er auch sagen? Er gehörte ja selbst dazu.
Dass das gerade bei dem von Ihnen genannten Verein durchaus Einfluss hat, war unlängst sogar Gegenstand einer breit angelegten wissenschaftlichen Untersuchung, die genau das bestätigte, dass dieser Verein bevorteilt wird.
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ikebod am 30.01.2019, 15:22
Nie und nimmer währe das in der NSZ ein Elfer gewesen, was ist den bei Gagelmann verkehrt?
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