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Rasenreport
08.11.2018
Kohfeldt demonstriert Gelassenheit

„Immer schön ruhig bleiben“

© nordphoto


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Zwei Liga-Niederlagen am Stück hatte es für Werder im bisherigen Saisonverlauf nicht gegeben. Allein dieses Erlebnis sorgte bei vielen Fans daher für Unwohlsein. Obendrein waren es aber auch die gezeigten Leistungen, die Fragen aufwarfen. Gegen Leverkusen hatte sich die Mannschaft beim 2:6 gnadenlos auskontern lassen, in der Woche darauf gegen Mainz dann beim 1:2 insgesamt mächtig enttäuscht. In welche Richtung also geht es jetzt für die Mannschaft von Florian Kohfeldt? „Ich habe jedenfalls nicht das Gefühl, dass grundlegend etwas falsch läuft“, sagte der Trainer am Donnerstag während der Pressekonferenz vor dem ausverkauften Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (Sonnabend, 15.30 Uhr).

Panik? Hektik? Nicht mit Werder. Nicht mit Florian Kohfeldt. „Immer schön ruhig bleiben“, mahnte er auch dieses Mal. Ja, sein Team habe zuletzt nicht gut gespielt. Mehr aber eben auch nicht. „Mir war wichtig, dass wir über dieses Thema sprechen und nicht einfach darüber hinweggehen wollen“, sagte er. Und genau das habe man auch getan. Die richtigen Reaktionen gab es bereits in der Kabine und im Training.

„Schlüsselspiel? Nein, danke“

Nun soll sie auch am Sonnabend auf dem Platz zu sehen sein. „Wir werden gegen Gladbach mit großer Überzeugung auftreten. Zu unserem Spiel gehört Mut im Spiel mit dem Ball, aber auch höchste Aufmerksamkeit und keinerlei Angst vor Ballverlusten“, sagte Kohfeldt. Genau dieses Verhalten fehlte den Bremern zuletzt. Prompt gab es die Rückschläge. „Die Leitlinie ist das Spiel und unsere Art und Weise Fußball zu spielen“, sagte der Cheftrainer. „Wir machen alle zusammen auf dem Platz etwas. Dieses Zusammen ist meine Leitlinie.“

Dass an mancher Stelle bereits darüber diskutiert wird, ob Werder jetzt in eine handfeste sportliche Krise rutschen könnte, kann Florian Kohfeldt nicht nachvollziehen. „In dieser Saison habe ich hier die gefühlt vierte Wendung“, sagte der 36-Jährige. Mal seien die Europapokal-Ambitionen unrealistisch gewesen, dann wieder viel zu unterambitioniert. Und jetzt komme eben wieder ein neuer Aspekt. „Ich bleibe dabei: Wir haben eine gute Chance, unter die ersten sechs Plätze zu kommen, wenn wir bei uns bleiben“, betonte er.

Aus diesem Grund ist Florian Kohfeldt auch weit davon entfernt, die anstehende Begegnung mit Borussia Mönchengladbach zu einem Schlüsselspiel zu ernennen. „Es ist keine Partie, die über irgendwas entscheidet oder eine Tendenz gibt“, sagte er. „Wir haben aber immer bewiesen, auch im letzten Jahr, dass wir in der Lage sind, gegen jeden Gegner mitzuhalten. Und das werden wir auch dieses Jahr beweisen. Ganz sicher.“

Die Umfrage zum Spiel gibt es hier:

WERDER2016 am 08.11.2018, 19:43
Aus meiner Sicht kommt dieser Begegnung schon mehr Bedeutung zu, als man es bei Werder wahrhaben möchte. Mit den Leistungen aus den letzten beiden Spielen wird es auch gegen BMG nichts zu holen geben und mit dann 3 Niederlagen hintereinander wäre man dann wohl doch in einem Abwärtstrend, den, und da bin ich mir sicher, bei Werder keiner erwartet hat. Bei dem Restprogramm der Vorrunde stünde man zunehmend unter Druck.

Umgekehrt hätte die erfolgreiche Gestaltung des Spiels die Bedeutung, dass man sich und der Konkurrenz zeigen könnte, was man drauf hat und der gute Saisonstart eben nicht dem leichten Auftaktprogramm geschuldet ist.

Ich vermute, dass die Spieler am Samstag nicht unbedingt vor Selbstvertrauen strotzen werden und viel davon abhängen wird, nicht in Rückstand zu geraten. Das wird dann gelingen, wenn man BMG unter Druck setzt und ihnen nicht die Freiräume gibt, die man in den letzten beiden Spielen zugelassen hat - sei es durch Konter oder durch das pomadige Auftreten. Beide negativen Tugenden werden die Gladbacher gnadenlos bestrafen.
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uwue am 08.11.2018, 20:57
@WERDER2016
Think positiv 💚
Auch super erfolgreiche Teams sind nicht vor Niederlagen gefeit. Daraus eine Abwärtsspirale abzuleiten halte ich für nicht gegeben!
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hashtag am 09.11.2018, 08:09
Richtig!

Einfach mal mit etwas Abstand schauen! Wir sind 6. nach 10 Spielen, wann waren wir das letzte Mal so erfolgreich?

Wer am Anfang der Saison zugehört hat, der weiß dass Werder durchaus auch Rückschläge auf dem Weg zum Ziel einkalkuliert hat. Alles andere wäre ja auch grob fahrlässig.

Selbst ein knappes verfehlen der Europacup-Plätze, wäre bei so einem ambitionierten Ziel kein Beinbruch. Dann müsste eben nächstes Jahr neu angegriffen werden.

Wenn ich mir den bisherigen Saisonverlauf ansehe, liegen wir absolut im Soll.

Es ist aber natürlich klar, dass sich nun, nach 2 Niederlagen, die „Ich-hab’s-doch-gleich-gesagt-Experten“ positionieren.

Bode, Baumann, Kohfeldt, Schaaf... Plötzlich wieder alle doof. 😁
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OttoOtto am 08.11.2018, 20:02
3 Punkte müssen her, egal wie.
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delles.wiki am 09.11.2018, 08:40
Abwärtstrend, Krise etc., was für ein Unsinn. Kohfeldt hat natürlich völlig recht mit dem, was er sagt. Werder ist seit dem Amtsantritt Florian Kohfeldts in einem richtig guten Fahrwasser. Nur weil irgendwelche pessimistischen Griesgrame oder unsere "gutmeinenden Mahner" ständig Negatives herbeireden oder -schreiben, wird dies nicht wahrer (Stichwort: Kohfeldt-Tabelle). Deswegen, danke für den guten Kommentar @hashtag! Da muss noch einiges passieren, bevor es bei Werder kriselt!
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