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01.12.2018
Maximilian Eggestein im Interview

„Ich will international spielen mit einem großen Klub“

© nordphoto


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Herr Eggestein, wissen Sie, wie alt Sie waren, als Werder zum bislang letzten Mal gegen Bayern gewonnen hat?

Maximilian Eggestein: Oh. Ich weiß, dass Werder in der Liga gegen die Bayern seit 15 Spielen immer verloren hat. Tja. Wie alt ich beim letzten Sieg war ...

Elf Jahre. 20. September 2008, es war ein 5:2.

Ja. Da habe ich beim TSV Havelse (Region Hannover, d. Red.) gespielt. (lacht)

An welche Werder-Spieler denken Sie, wenn es um die großen Spiele und Siege von einst gegen die Bayern geht?

An Micoud, Diego, Aílton, Klasnic. Und an Claudio Pizarro, mit dem ich sogar noch zusammen hier spiele. Ich kann mich auch gut an den Sieg in München erinnern, mit dem Werder 2004 Meister geworden ist.

Waren Sie als Kind Bayern- oder Werder-Fan?

In meiner Familie war die eine Seite schon immer für Werder, speziell meine Mutter. Die andere für die Bayern. Ich war keiner, der in der Bettwäsche eines Klubs geschlafen hat.

19 Niederlagen, drei Unentschieden seit dem letzten Sieg gegen München. Wie soll es heute besser laufen?

Wir müssen einen Plan entwickeln und ihn umsetzen. Und wir müssen hoffen, dass bei den Bayern nicht alles funktioniert. Die Mischung muss passen, dann kann es klappen.

Sie sind mit vier Treffern bester Torschütze, Max Kruse hat erst zwei.

Max ist ja kein klassischer Stürmer. Das darf man nicht vergessen. Er bewegt sich in vielen Bereichen des Spielfelds, ist viel im Raum. So wie er das macht, können es nicht viele Spieler in der Bundesliga. Und als Kapitän ist er jemand, der sich nicht scheut, seine Meinung zu sagen.

Sie sind 21 und haben sich zum Stammspieler entwickelt. Wie positionieren Sie sich im Team?

Ich übernehme Verantwortung, indem ich hier und da meine Meinung sage – ohne dabei zu vergessen, dass ich noch ein junger Spieler bin. Ich sehe das Ganze und weiß, dass in gewissen Situationen Zurückhaltung das Angebrachtere ist.

Ihr Vertrag läuft im Sommer 2020 aus. Wie oft hat Sie Sportchef Frank Baumann schon ins Büro gebeten?

Es gab vereinzelte Gespräche und die wird es auch in Zukunft noch geben. Ich verspüre keinen Druck, in nächster Zeit etwas machen zu müssen. Wenn es sich in den Gesprächen mit Werder ergibt und ich spüre, dass es weiter passen wird, dann ist das so. Ansonsten heißt es erst mal: schauen, was in der Zukunft passiert.

Vielleicht ein Wechsel zu einem Topklub wie den Bayern?

Natürlich habe ich, wie jeder junge Spieler, den großen Traum, international zu spielen – mit einem großen Klub. Werder ist auch ein großer Klub. Und deshalb kann das auch hier passieren.

Sie spielen bei Werder mit ihrem 20 Jahre alten Bruder Johannes zusammen. Einst meinten viele, er sei das größere Talent.

Ich sehe es auch so, dass er der Bessere ist. (lacht) Nein. Man kann uns nicht vergleichen. Wir spielen unterschiedliche Positionen. Für uns ist es am wichtigsten, dass wir uns etablieren im Fußball, dem Sport, den wir zusammen im Garten gemacht haben. Wir wollen uns gegenseitig besser machen.

Verbringen Sie viel Zeit mit ihm?

Wir wohnen in direkter Nachbarschaft. Im Grunde ist er jeden Tag bei mir.

Wer ist der Ordentlichere?

Er denkt, dass er der Ordentlichere ist – wahrscheinlich, weil wir ja die ganze Zeit in meiner Wohnung sind. Wenn bei ihm keiner ist, ist es klar, dass es da ordentlicher ist. (lacht)

Sie und Johannes haben auch schon für die U21 gespielt. Wissen Sie, welches das letzte Brüderpaar war, dass für die Nationalelf spielte?

Die Rummenigges?

Ganz so lange ist es nicht her.

Die Benders!

Richtig. Vielleicht macht ja jetzt Maximilian den Anfang bei den Eggesteins. Joachim Löw hat sie schon gelobt und die Tür ein Stück geöffnet. Hat er schon angerufen?

Nein. Bis zur nächsten Maßnahme der Nationalmannschaft ist es noch eine lange Zeit. Ich möchte mich einfach weiter verbessern und meine Leistung bringen. Alles andere liegt nicht in meiner Hand.

Die Umfrage zum Spiel gibt es hier:

oldkarzwortel am 01.12.2018, 10:09
Gestern habe ich einen M.Eggestein im Training gesehen, der irgendwie unkonzentriert und nicht austrainiert wirkt. Da er nicht der Einzige zu sein scheint, ist zu vermuten, dass es eher in die Nähe der Abstiegsplätze geht und nicht nach oben.

Die Qualität der Mannschaft nimmt in kleinen Schritten ab und die Überschrift muss heißen: 'Zeit für eine Verjüngung der Mannschaft'.

Ich habe auch den besten Stürmer der letzten Saison gesehen, der gerade mal 15cm bei einem Kopfball hochkommt und wieder auf den Boden plumpst, obwohl er nicht zu schwer scheint. Einen alten Mann der keinen Ball mehr festmachen und verteilen kann. Zwei schnelle Außenstürmer die nicht ins Dribbling gehen und in aussichtsreicher Position abdrehen. Einen österreichischen Stürmer, der aus Frust einigermaßen unangebracht aggressiv in ein Kopfballduell mit Theo geht und ihn offensichtlich schmerzhaft am Kopf trifft. Einen Theo, der zu recht sauer ist und ihn kurz danach umritt. Ich habe auch einen jungen amerikanischen Stürmer gesehen der den anderen den Schneid abkauft.

Aus meiner Sicht ist die bisherige verordnete Stimmung ‘Wir haben uns alle lieb und sind ein Team‘ am Kippen. Der Trainer muss eine andere Platte auflegen, ob er das kann wird sich zeigen. Nur Zuckerbrot macht krank und träge und immer die gleichen Sprüche nutzen sich ab.
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wolfgramm am 01.12.2018, 13:07
Der amerikanische Stürmer sollte endlich mal eine Chance bekommen.Allerdings gebe ich nicht viel auf Trainingseindrücke.Immer die gleichen Sprüche nutzen sich ab,wie wahr.
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