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Rasenreport
20.01.2019
Matchwinner Rashica

„Ich verstehe immer besser, was der Trainer möchte“

© nordphoto


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Was war nicht alles auf ihn eingeprasselt, was hat er sich nicht alles anhören müssen. Als „Chancentod“ war Milot Rashica gar verschrien worden, nachdem er zum Ende der Hinrunde gegen Hoffenheim und Leipzig einige Topgelegenheiten vergeben hatte. Diese Partien hätte er quasi im Alleingang entscheiden können – genau das tat er jetzt mit seinem Treffer zum 1:0 gegen Hannover.

Es war wenig überraschend, dass Rashica über das ganze Gesicht strahlte, als er nach dem Spiel auf das Ende seiner Torkrise angesprochen wurde. Schwer sei sie gewesen, die Zeit vor der Winterpause, als er dem Team nicht so helfen konnte, wie er es am liebsten getan hätte. Doch der 22-Jährige hat sich davon nicht unterkriegen lassen, wie er betonte. „Mal triffst du aus 30 Metern, dann nicht aus zehn Metern“, meinte er schmunzelnd. „Ich habe einfach versucht, diese Chancen zu vergessen und mich auf die nächsten Aufgaben zu fokussieren.“ Der Auftritt bei den Niedersachsen hat gezeigt, dass ihm das gelungen ist – wenngleich er auch dort noch die eine oder andere Chance ungenutzt ließ.

Schwierige Umstellung

Trotzdem: Milot Rashica ist drauf und dran, sich einen festen Platz in Werders Startelf zu sichern. Endlich, möchte man fast sagen. Konkurrent Florian Kainz hat den Verein verlassen, darüber hinaus ist die Geschwindigkeit des Kosovaren in Werders Spiel beinahe unverzichtbar. Wie Trainer Florian Kohfeldt unlängst erklärte, funktioniere auch die Rückwärtsbewegung immer besser. Es ist deutlich zu erkennen, Rashica wird ein immer kompletterer Bundesligaspieler. Die Zeiten, als er plötzlich nur noch auf der Tribüne saß, scheinen endgültig vorbei. „Es war wirklich schwierig für mich, als ich zu Werder kam, es war ein großer Unterschied“, sagte Rashica rückblickend. Vor knapp einem Jahr wechselte er von Vitesse Arnheim nach Bremen, dort musste er schnell erkennen, dass die niederländische Eredivisie doch ein etwas anderes, ein leichteres Pflaster ist. „Ich verstehe nun aber immer besser, was der Trainer möchte“, sagte Rashica.

Bleibt die Sache mit den Toren. In der Hinrunde glänzte er mit einem spektakulären Freistoßtreffer in Frankfurt, doch danach folgte eine quälende Durststrecke – mit den negativen Höhepunkten gegen Hoffenheim und Leipzig. Aber dann kam Hannover. „Das hat sich der Junge einfach verdient“, sagte Florian Kohfeldt später. „Das Schönste war, dass es ein dreckiges Tor war. Er musste keinen Ball in den Winkel hauen oder den Torwart ausspielen. Er stand einfach da und hat den Fuß hingehalten. Wunderbar – ein schönes Tor. Auch das ist die Qualität eines Stürmers.“ Werders Chefcoach nutzte den Moment allerdings auch dazu, um noch ein wenig Kritik zu üben. „Milot muss noch klarer werden vor dem Tor, das hat man heute auch in ein, zwei Situationen gesehen“, sagte er. Sonst hätte es schließlich sogar noch weitere Rashica-Treffer gegeben können – zumindest in einer Szene verhinderte allerdings Hannovers Keeper Michael Esser mit einer Glanzparade ein Traumtor.

Erfolg durch harte Arbeit

Aber auch so war Werders 7,5-Millionen-Mann mit dem Start ins Jahr 2019 zufrieden. Ich bin sehr glücklich, die Punkte sind sehr wichtig für uns. Und das Tor wird mir Selbstvertrauen geben“, sagte er. Selbstvertrauen, das er schnellstmöglich nutzen will. Schließlich soll sein dritter Saisontreffer nicht erneut wochenlang auf sich warten lassen. Genau deshalb feilt er weiter an seinem Abschluss. „Wir machen das in jedem Training – speziell wir Stürmer“, sagte der 22-Jährige. „Ich weiß, dass die Chancen wiederkommen, wenn du hart arbeitest. Und die Chancen sind wiedergekommen.“ So wie in Hannover, als der Chancentod wieder zum Helden wurde.

alanya_fuchs am 20.01.2019, 12:14
„Ich verstehe immer besser, was der Trainer möchte“
Das ist ganz einfach:
Hinten den Ball von der Linie kratzen und im Gegenzug vorne reinmachen.
So geht Fußball.
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WerderanerFfm am 20.01.2019, 14:12
Trotzdem gibt es noch viel Luft nach oben. Rashica zeigt gute Ansätze. Vieles ist aber noch sehr überhastet und ungenau. Er braucht noch Zeit. Vielleicht schafft er ja den endgültigen Durchbruch noch in dieser Saison. Wenn die Entwicklung so weitergeht wie bisher, wird er spätestens zur nächsten Saison zum Leistungsträger.
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Marko am 20.01.2019, 18:55
ja ja ja..so kommt es wenn man an ein Sturm Talent richtig Glaubt,Er trifft,per Abgestaubter Ball fängt so was immer gerne an. Der RaketenMann ( dieser SpitzName ist mir Vorringes Jahr im Training und nach dem 1 Einsatz für Milot eingefallen, Danke das Ihr Ihn Verwendet ) Er hatte immer ein Füßchen beim Gegner mit dabei und besonders seine Schnelligkeit ist besonders. Es muss mit Ihm kommuniziert werden das Er nach solch einem Anstrengenden Sprint auch ab und an einmal um nicht zu sagen öfters den Kopf zu heben sonst hätte Milot schon 12 Vorlagen gemacht. Ich möchte die Kritiker darauf Aufmerksam machen sich einmal in Ihn hinein zu versetzen und eine andere Umgangssprache , Nationalität sowie Umgangsformen mit 22 Jahre + viele Tore gleich zu machen . Danke .
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