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08.11.2018
Kohfeldt über Vorschlag zu Kadererweiterung

„Ich sehe da keinen Riesen-Mehrwert“

© nordphoto


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Auf der Spieltags-Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach kam auch ein Vorschlag der Kommission für Änderung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zur Sprache. Dieser lautet, dass ab der kommenden Saison eventuell 20 Spieler pro Team (statt wie aktuell 18) für einen Spieltagskader nominiert werden können. Werder-Trainer Florian Kohfeldt sieht in diesem Vorschlag keine große Verbesserung.

„Ich würde sagen, das wäre nicht notwendig gewesen. Du verlagerst halt ein Problem. Der Hintergrund ist ja, dass man Spieler nicht mit in den Kader nimmt und eine Enttäuschung daraus entsteht. Aber dann sind sie halt am Spieltag unzufrieden“, sagt der Werder-Trainer.

Auch in Sachen Reaktionsmöglichkeiten sieht Kohfeldt keinen Bedarf: „Ich denke, dass man auch mit sechs Feldspielern auf alle Situationen eines Spiels reagieren kann“, findet der 36-Jährige. Vielleicht sage er in zwei Jahren etwas Anderes, wenn er das dann gesehen habe. Dennoch lautet sein Fazit: „Ich sehe da keinen Riesen-Mehrwert. Es wäre nichts gewesen, was ich selber gefordert hätte.“

Sportchef Frank Baumann sieht die Sache ähnlich. „20 Spieler erweitern natürlich die Möglichkeiten. Ich glaube aber, dass Trainer auch mit 18 Spielern im Kader durchaus verschiedene Möglichkeiten haben, auf ein Spiel zu reagieren“, sagte Baumann zu der Idee. Wenn die Idee der DFL umgesetzt wird, steht Werder vor einem logistischen Aufwand, der dann bewältigt werden muss: „Wir müssen die Rahmenbedingungen schaffen und schauen, dass wir die Gästekabine ausweiten und die Auswechselbank breiter machen. Und wenn wir demnächst einen neuen Bus bestellen, müssen wir auch da zwei Plätze mehr berücksichtigen“, sagte Baumann.

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